Donnerstag, 25. Juni 2015

[Gastbeitrag] Der perfekte Schnapp und Schuss - Tierfoto-Tipps

Holi Dog Amy
© Foto: Antje Hachmann
Immer wieder werde ich auf die Fotos hier im Blog und dessen Facebook-Seite angesprochen. Und jeder der mal ein ganz bestimmtes Foto, mit einer ganz besonderen Atmosphäre knipsen wollte, weiß wie schwierig das sein kann. Schon mit Menschen, aber erst recht mit Tieren...denn denen kann man nicht so einfach sagen, was man von denen will... Daher freu ich mich für dieses Thema eine Freundin Maximilians, die Tierfotografin Antje Hachmann, für das Thema gewonnen zu haben. Einige kennen vielleicht ihre berühmten Holi Dogs Bilder. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist immer wieder ein tolles Erlebnis von ihr fotografiert zu werden...für mich als Hund, aber auch für 2-Beiner. Hier im Gassireport wird sie in unregelmäßigen Abständen den ein oder anderen Tipp in der neuen Kategorie "Fotografie" geben *schwanzwedelfreu*



Das perfekte Foto vom eigenen Hund zu schießen – eine Herausforderung für jeden Hundehalter mit eigener Spiegelreflex-Kamera. Meine Leidenschaft begann mit der Fotografie von Pferden im „analogen“ Zeitalter und hat sich über die Jahre fast zu einer kleinen Manie für Tierfotografie entwickelt. Wie auch ihr mit einfachen Mitteln perfekte Bilder mit eurer Spiegelreflex- oder sogar Iphone-Kamera zaubern könnt, verrate ich euch hier Im Gassireport in den nächsten Beiträgen.

Die nun kommenden schönen Sommertage bieten bei goldenen Sommerabenden oder atemberaubenden Sonnenaufgängen perfekte Bedingungen für traumhafte Aufnahmen der eigenen Lieblinge. Das weiche Licht der Sonnenaufgänge und der „goldenen Stunde“ am späten Nachmittag lässt sich bestens für stimmungsvolle Bilder nutzen.

Bevor ich überhaupt die Kamera in die Hand nehme, überlege ich mir, wie ich den Hund fotografieren möchte. Für Actionaufnahmen wähle ich z.B. sandige Ufer von Seen oder des Rheins, weite, nicht zu hohe Wiesen oder auch einen schönen Wanderweg. Das Licht sollte schon etwas stärker sein um möglichst hohe Verschlusszeiten der Kamera nutzen zu können – ein unabdingbares Muss bei Fotos, die die Bewegung möglichst gut einfrieren sollen.

Husky Shuna watet durchs kühle Nass
© Foto: Antje Hachmann

Okay, dann spiel ich mal Statue :-D
© Foto: Antje Hachmann
Habe ich einen entsprechenden Platz gefunden, platziere ich meinen Hund mit einem Helfer, der den Hund gut kennt. Ich versuche, die Laufbahn des Hundes ein wenig voraus zu ahnen und suche mir einen Platz, an dem ich mich positionieren kann. Wichtig dabei – wie bei fast allen Aufnahmen im Hundebereich: Möglichst immer auf Augenhöhe arbeiten! Deswegen findet man mich meistens liegend (kleinere Hunde) oder knieend (zum Beispiel bei Rico ;-) ) in Position. Auch den Lichteinfall auf mein Motiv beachte ich bei der Auswahl meiner Position. Sehr gut eignet sich Licht direkt von vorne oder leicht seitlich, das garantiert eine gute Ausleuchtung des gesamten Hundes und ist unabdingbar für knackscharfe Rennbilder. Für mich persönlich ist es ebenso ein immens wichtiger Punkt dass gerade die Augen des Hundes genügend ausgeleuchtet sind. Mit Schatten in der Augenpartie wirken Hundegesichter schnell „tot“.

Wenn ich meine Position eingenommen habe, bitte ich meinen Helfer, entweder das mitgebrachte Spielzeug oder ein Leckerchen genau in meine Richtung zu werfen. Hier braucht man allerdings manchmal als Fotograf gute Nerven – es gibt durchaus Hunde, die sich im Lauf entschließen, dem Fotografen in den Schoß zu springen ;-)

Mein Kumpel Fritz, der Gelenkbus nimmt Anlauf :-)
© Foto: Antje Hachmann

Wichtig bei allem ist die Laune des Hundes. Ein schlecht gelaunter Hund, sei es durch zu harsche Anweisungen oder einfach durch Stress, wird auf keinem Actionbild wirklich „glücklich“ aussehen. Hier sind die Hunde völlig unterschiedlich, was den einen Hund begeistert, verschreckt vielleicht einen anderen. Feingefühl und gute Beobachtungsgabe sind hier vom Fotografen gefragt.


Gleich heb ich ab :-)
© Foto: Antje Hachmann

Ist alles bereit, steht dem ersten Lauf nichts mehr im Weg. Der Helfer wirft das Spielzeug / Leckerchen in Richtung Fotograf während er den Hund noch fixiert. Auf das Go vom Fotografen wird der Hund los gelassen. Ich ziele mit den mittleren Autofokus-Punkten meiner Kamera auf die Augen des Hundes – und zwar schon bevor der Hund startet. Sobald der Hund losläuft, nutze ich die Serienbildfunktion meiner Kamera und verfolge bei durchgedrücktem Auslöser mit den Autofokusfeldern den laufenden Hund. 

Jipppiiieeh, Antje denkt ich jag den Gummiknochen, dabei habe ich sie im Visier ;-)
© Foto: Antje Hachmann

Je nach Hund erfolgen mehrere „Läufe“ – fast jeder Hund weiß nach dem ersten Lauf, wo der Hase lang läuft und entwickelt Spaß an der Sache. Das wird dann später auch auf den Bildern zu sehen sein und beeinflusst auch stark , ob ein Bild später einfach nur schön ist oder den Betrachter „anspringt“.

Zuhause werden die Bilder in einem Bildbearbeitungsprogramm gesichtet, die gewünschten Bilder ausgewählt und wenn nötig noch leicht korrigiert („entwickelt“).

Im nächsten Beitrag: Tierheim-Hunde richtig in Szene setzen – Von der Kunst, unbekannte Hunde unter minimalsten Bedingungen gekonnt fotografieren.



Vielen Dank Antje, na mit den Tipps dürften die nächsten Fotos schon besser gelingen :-) Würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen berichtet (entweder als Kommentar unter diesem Beitrag oder auf meine Facebook-Seite) und mir Beispielbilder schickt. Bin schon sehr gespannt auf deinen nächsten Beitrag...hm, vielleicht schaffe ich es ja, dass mein Cerebral-Interface auch mal was dazu schreibt, so aus der Perspektive des "Assistenten" ;-)



Montag, 22. Juni 2015

Kurzzusammenfassungen zur International Conference on Dog Behavior 2015 - 3. Tag "Stress: Psychologie, Kognition und Verhalten"

Am 3. Tag der 3. "International Conference on Dog Behavior, die von der Society for the Promotion of Applied Research in Canine Science in Poenix (Arizona) veranstaltet wird, ist das Oberthema "Stress: Psychologie, Kognition und Verhalten". Für euch hat Marie vom Blog Hundeprofil wieder bis spät in die Nacht ein paar Vorträge angeschaut und zusammengefasst.

"Wissenschaft schafft Wissen..." ;-)


1)  Miles Orchinik „Stress – Ist es ein Problem, ein Killer oder etwas anderes?“
Zu Beginn des dritten Tages spricht Miles Orchinik zum Thema „Stress – Ist es ein Problem, ein Killer oder etwas...


2) Cheryl Conrad „Macht Stress dumm?“
In ihrem Vortrag wird Cheryl Conrad gleich der Frage nachgehen „Macht Stress dumm?“Cheryl Conrad ist Professorin für...


3) Bonne Beerda „Über das „Wie“ und „Warum“ von Stress bei Hunden“
Bonne Beerda: „Über das „Wie“ und „Warum“ von Stress bei Hunden“Bonne Beerda ist Verhaltensökologe forscht an der...


4) Michael Hennessy „Verringerung von Stress bei Hunden im Tierheim“
Weiter geht's mit Michael Hennessy und „Verringerung von Stress bei Hunden im Tierheim“Michael Hennessy ist Professor...


Das wars von der 3. International Conference on Dog Behavior. Also mein 2-Beiner hat viel neues gelernt und erfahren. Denke, damit hat mein Cerebral-Interface erst mal ne Weile zu tun ;-) Naja, ich werd schon durch Spielattacken dafür sorgen, dass sein Hirn nicht überhitzt *schwanzwedelhüpf* Vielen Dank auch an Marie vom Hundeprofil, dass sie sich die Mühe gemacht hat und für ihre und meine Leser die Vorträge zusammengefasst hat!



Sonntag, 21. Juni 2015

Kurzzusammenfassungen zur International Conference on Dog Behavior 2015 - 2. Tag "Hunde auf der ganzen Welt"

Am 2. Tag begann die 3. "International Conference on Dog Behavior, die von der Society for the Promotion of Applied Research in Canine Science veranstaltet wird, etwa eine Stunde früher - wohl wegen des Feueralarms am Vortag (daher gehören die ersten 3 Vorträge thematisch noch zum Vortag)...

Für euch hat sich Marie vom Blog Hundeprofil wieder ein paar Vorträge zusammengefasst. Das Oberthema des Tages war "Hunde auf der ganzen Welt"...das finde ich so interessant, da hab ich auch meinem 2-Beiner über die Schultern geschaut (und das obwohl mein Cerabral-Interface sich wesentlich mehr für Wissenschaft begeistern kann als ich Fellnase...ist wohl so ähnlich wie geistiger Pansen ;-) ) Hier das Tagesprogramm:

17:00 - 17:40
Differential Psychology: For the Dogs?
Gene Brewer, PhD


17:45 – 18:30
The Potentials of Social Learning in Dog-human Interactions
Márta Gácsi, PhD


18:35 - 19:00
Best Emerging Researcher
Dogs Around the World


19:05 - 20:00
Hunting With Dogs in the Tropical Rain Forest
Jeremy Koster, PhD


20:05 - 21:00
When a Stray is Not Astray
Kathryn Lord, PhD


Pause

22:00 - 23:00
Dog Pound to Rehabilitation Center: A Three Hundred Year Journey
Steve Zawistowski, PhD, CAAB


23:05 - 0:00
What the New Science of Human-Animal Interactions Reveals About Our Relationships With Dogs
Hal Herzog, PhD


0:15 - 1:15pm
Show Me the Money: Future Funding for Canine Science
James Ha, PhD, CAAB


1:30 - 2:00pm
Best Emerging Researcher


2:00-2:15pm
Remote Interview with Special Guest
Nicola Rooney, PhD
Interview with Mia Cobb and Julie Hecht via Google Hangouts


2:30 - 4:00pm
Panel Discussion

"Überall auf der Welt gibt es Hunde..."

Ganz schön viel Inhalt und Programm, da würde mir Hund ganz schön der Kopf rauchen...zum Glück habt ihr Menschen ja andere Fähigkeiten (dafür könnt ihr nicht so gut riechen *schwanzwedel*). Nun aber zu den Kurzzusammenfassungen von Marie:
 
1) Gene Brewer „Differentielle Psychologie: Für die Hunde?
Heute geht es mit den beiden Vorträgen von gestern los. Den Anfang macht Gene Brewer:Gene Brewer „Differentielle...
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2) Márta Gácsi „Die Möglichkeiten des sozialen Lernens in Hund-Mensch-Interaktionen“
Gleich geht's (hoffentlich) weiter mit Márta Gácsi.Nach langer Vorfreude kommt nun ihr Vortrag „Die Möglichkeiten des...
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3) Nathan Hall spricht über Pavlov-Konditionierung als Methode um Hunde Geruchsunterscheidung beizubringen
Nathan Hall spricht gerade über Pavlov-Konditionierung als Methode um Hunde Geruchsunterscheidung beizubringen.
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4) Jeremy Coster „Die Jagd mit Hunden im tropischen Regenwald“
Nun startet das eigentliche Samstag-Programm zum Thema "Hunde auf der ganzen Welt"Jeremy Coster „Die Jagd mit Hunden...
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5) Kathryn Lord „Wenn ein Streuner nicht entlaufen ist“
Kathryn Lord „Wenn ein Streuner nicht entlaufen ist“Kathryn Lord untersucht die evolutionäre Entwicklung des...
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6) Steve Zawistowski „Von Hunde-Verwahranstalten zu Rehabilitationzentren: eine 300jahr-Reise“
Pause vorbei, weiter gehts:Steve Zawistowski „Von Hunde-Verwahranstalten zu Rehabilitationzentren: eine 300jahr-Reise“...
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7) Hal Herzog „Was die neue Wissenschaft der Mensch-Tier-Interaktionen überunsere Beziehung zu Hunden aussagt“
Hal Herzog „Was die neue Wissenschaft der Mensch-Tier-Interaktionen überunsere Beziehung zu Hunden aussagt“Harold...
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Das wars vom 2. Tag, weiter gehts morgen mit dem Oberthema "Stress: Psychologie, Kognition und Verhalten". 

Freitag, 19. Juni 2015

Kurzzusammenfassungen zur International Conference on Dog Behavior 2015 - 1. Tag "Lernen und Gedächtnis"

Heute hat die 3. "International Conference on Dog Behavior" angefangen - da gehts nur um uns Fellnasen und unser Verhalten. Die Society for the Promotion of Applied Research in Canine Science veranstaltet diese Fachkonferenz vom 19. bis 21. Juni in Phoenix (Arizona, USA). Und lauter schlauer Leute die sich ganz intensiv mit uns Hunden befassen halten interessante Vorträge zu ihren neuesten Beobachtungen und Ergebnissen.

Ich freu mich nun, dass ich in Kooperation mit Marie Nitzschner euch einige Konferenzvorträge in Zusammenfassung und auf Deutsch präsentieren darf. Denn Marie, ist nicht nur Biologin und auf Hundeverhaltensforschung spezialisiert, sondern auch eine Blogger-Kollegin meines Maximilian: Sie schreibt für den Hundeblog der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) Hundekunde und betreibt selber den Blog Hundeprofil. Also ehrlich gesagt, ist mir das oft zu theoretisch und wissenschaftlich, aber mein Cerebral-Interface Maximilian ist von ihren Blogs ganz begeistert. Und Marie schaut sich für euch in den Konferenztagen so viele Vorträge an, wie sie schafft und fasst diese dann für euch auf Deutsch zusammen (dabei kann sie jeder gern unterstützen, ebenfalls Vorträge zusammenfassen und auf die Facebok-Seite von Hundeprofil posten). Diese postet sie dann auf die Facebook-Seite vom Hundeprofil und hier im Gassireport findet ihr dann immer am folgenden Morgen die Übersicht (wegen der Zeitverschiebung; daher wird dieser Blogbeitrag auch morgen Vormittag aktualisiert und um weitere Zusammenfassungen ergänzt).

Jeder Konferenztag hat ein eigenen Themenschwerpunkt, heute drehen sich die Vorträge rund um das Thema "Lernen und Gedächtnis". 

1) Peter Killeen „Die Gesetze der Verknüpfung“
Los geht es mit Peter Killeen und dem Vortrag „Die Gesetze der Verknüpfung“Peter Killeen bekleidete eine Professur für...
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2) Ekrem Dere „Zurück in die Zukunft: mentale Zeitreisen bei Tieren“
Es geht gleich weiter mit Ekrem Dere. Er wird über mentale Zeitreise bei Tieren sprechen: „Zurück in die Zukunft:...
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3) Heather Bimonte-Nelson „Wie wissen wir morgen mehr als heute? Die verhaltensbezogene Neurowissenschaft des Lernens und Erinnerns“
Die Nächste bitte:Heather Bimonte-Nelson „Wie wissen wir morgen mehr als heute? Die verhaltensbezogene...
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4) Márta Gácsi „Die Möglichkeiten des sozialen Lernens in Hund-Mensch-Interaktionen“
Es geht weiter!Jetzt freue ich mich sehr auf Márta Gácsi und ihren Vortrag „Die Möglichkeiten des sozialen Lernens in...
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[So, das reicht für heute und denkt daran, dass dies quasi ein "fließender Beitrag" ist, denn 1) wird er wegen der Zeitverschiebung morgen Vormittag um die noch fehlenden Zusammenfassungen ergänzt und 2) verändert er sich mit euren Kommentaren und Anmerkungen zu Maries Kurzzusammenfassungen in Facebook!]

Das wars vom 1. Tag der 3. "International Conference on Dog Behavior". Weiter gehts heute abend mit dem Thema "Hunde auf der ganzen Welt" auf den Facebook-Seiten von Hundeprofil und morgen Vormittag dann findet ihr die Übersicht hier im Blog.

Dienstag, 16. Juni 2015

Der ultimative Hundeflüsterer-Test ;-)

Immer wieder flammen sie auf: die Diskussionen um Cesar Millan, Martin Rütter und andere TV-Hundeflüsterer und -brüller... Vor allem in Facebook entbrennt manchmal ein wahrer Glaubenskrieg samt religiösem Fanatismus und kindischem Getue. Irgendwie manchmal schon niedlich und amüsant :-)

Ich persönlich versteh die ganzen Streitereien gar nicht so recht. Hallo, es geht um TV-Shows! Deren Hauptintention ist ökonomisch gesehen, ein Umfeld für Werbespots zu schaffen; und ansonsten möglichst viele Zuschauer zu amüsieren (weil dann mehr zuschauen und die Werbeeinnahmen sprudeln). Um es gleich zu sagen: Ich  finde sie gut und schlecht zugleich - hauptsächlich als Show-Talent. Wenn ich Zeit habe und beim Zappen eine Sendung kommt, dann schaue ich sie auch gern an. Aber eher als Unterhaltung und auch mal als Inspiration, schon um den eigenen bisherigen Standpunkt mal zu überdenken...aber deswegen krempel ich nicht gleich alles im Umgang mit Hunden um. Und Kritik, wenn auch nur subjektive, hab ich schon zu jedem TV-Hundeflüsterer geäußert...ist ja auch nicht verwunderlich, sind ja Menschen wie du und ich :-)

Was mir aber aufgefallen ist bei vielen Diskussionen, ist, dass die meisten den kulturellen Background der Entstehungsländer der TV-Shows vergessen. In den USA haben die Menschen eben eine andere Mentalität und gehen daher auch anders mit Hunden um als in anderen Ländern, gleiches gilt für Deutschland. Eine Sendung wie der "Hundeprofi" von Rütter, würde jenseits des großen Teiches nicht funktionieren. Dass nun Cesars Millans Show "Der Hundeflüsterer" hier besser angenommen wird, liegt nicht zuletzt an der amerikanischen Kulturhegemonie...CocaCola&Co. lässt schön grüßen ;-)

Aber was weiß ich schon, bin ja nur ein Mensch. Und eine neue TV-Kritik zu den diversen Hundeflüsterern ist meiner Meinung nach so nötig wie die 10. Leine im Sortiment (bei einem Hund). Daher habe ich mal was anderes versucht, ich habe Rico mal testen lassen :-) Wie? Ganz einfach, immer wenn die Sendung lief, habe ich meinen Hund beobachtet und fotografiert.

"Interessant..."
Fangen wir mit dem umstrittensten der Hundeflüsterer an: dem Mexikaner Cesar Millan. Zu seinen Methoden hat Rico nicht viel "kommuniziert", da hat er wohl keine Meinung zu. Aber die Sendung verfolgt er eigentlich immer recht interessiert. Die Augen sind geöffnet und auf den Monitor gerichtet, das Minenspiel zeigt, dass er durchaus dem folgt, die Ohren bewegen sich ab und an mal nach vorne oder zur Seite. Dabei wechselt seine Körperhaltung auch: Mal liegt er entspannt im Sessel und lehnt den Kopf auf die Armlehne (wobei er dann nicht schläft, sondern das TV beobachtet), mal hebt er den Kopf (vor allem wenn einer der Hunde besonders nervig bellt). Manchmal lässt er ein unwilliges Brummen hören (meist dann wenn der Hund sich auch aus seiner Sicht ungehobelt oder nervig verhält).

"Da schau her..."

"Wenn die TV-Hundis zu hektisch sind und hysterisch-hell kläffen,
dann schau ich schon mal hin..."
Ganz anders beim Deutschen Martin Rütter. Hier pennt Rico meistens ein. Besonders lang folgt er der Sendung nicht. Was aber nicht negativ sein muss! Denn er entspannt dabei. Nur wenn ganz hektische Hunde und grellhelles Gebell kommen, dann zeigt er mal eine Reaktion: öffnet ein Auge, hebt eine "Augenbraue"...wenns ihm zu viel wird, dann verlässt er den Raum und pennt woandes weiter...

 

"Dabei penn ich gut..."

Dann gibt es noch die Britin Victoria Stilwell mit ihrer Sendung "Der Hund oder ich". Wusstet ihr, dass Stilwell ursprünglich Schauspielerin war? Nein? Das ist nicht verwunderlich, dann sie bekam wohl nur wenige Engagements. Naja, über den Umweg kam sie ja doch ins TV ;-) Nun, der Test war schnell erledigt. Kaum begann der erste Fall der Sendung ging Rico aus dem Raum. Ob genervt oder gelangweilt, das wird wohl sein Geheimnis bleiben ;-)

Achso, ob er jemals versucht hat in den Fernseher zu springen? Nein, das macht aber Rico eh nie. Irgendwie begreift er wohl, dass das nicht so ganz real ist (es fehlen ihm wohl die Gerüche)...was ihn aber nicht davon abhält die ein oder andere Sendung durch Knurren, Brummen oder Schwanzwedeln zu kommentieren...aber am aussagekräftigsten ist dabei sein Minenspiel ;-) Das ist auch der Hauptgrund, warum ich den Test zuerst mal mit Rico gemacht habe...mit Fritz wäre mir das Risiko für das TV-Gerät zu groß, denn der neigt auch mal bei allzu nervigen Fellnasen den Fernseher attackieren zu wollen :-D Und Motzi? Nun, die ist nicht so die TV-Guckerin, sie genießt das aber trotzdem, weil sie dann viel auf der Couch kuscheln kann :-)

Wie ist das denn so bei euch? Wie reagieren eure Fellnasen auf die Hundeflüsterer im TV? Schreibt es Rico als Kommentar unter diesen Beitrag! :-)



Freitag, 12. Juni 2015

Schnüffelspannender "Tag des Hundes" 2015

Mal was ganz anderes war am vergangenen Wuffenende der Tag des Hundes im Hundesportverein SV/OG Benrath Reisholz. Schon alleine weil es so völlig aus der Routine fiel, war es spannend...sowohl für Mensch als auch für unsere Hundenasen.

Noch etwas müde...erst 2 Kaffee :-)
Foto: Heidi Wippel
Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ruft ja jedes Jahr dazu auf, dass seine Mitglieder für alle Kyno-Fans den Tag feiern. Ich war mit meinem 2-beinigen Cerebral-Interface das erste Mal dabei. Los ging es Sonntag am frühen Vormittag....am sehr frühen Vormittag. Ziemlich verschlafen und verwundert schälte ich mich aus dem Bett und wir drehten eine Runde ums Feld. Die Details der morgendlichen Vorbereitungen erspar ich euch mal ;-) Aber so viel kann ich euch sagen: Ich merkte sofort, dass wir eine Tour machen würden ;-) Kurz vor 9 Uhr ging es mit dem Auto los. Auf dem Parkplatz angekommen blieb trotz aller noch bei einigen vorhandener Müdigkeit keine Zeit zum Ausruhen: Auto ausladen, den anderen Ausstellern helfen...war sogleich eine echt freundschaftliche Atmosphäre, selbst wenn man sich vorher nicht kannte.

Kurz vor den ersten Besuchern noch schnell alles ordnen :-)
Foto: Heidi Wippel

Wie Aussteller? fragt ihr euch. Ja, denn der SV/OG Benrath-Reisholz hatte sich für diesen Tag etwas Besonderes für Hundefreunde und ihre Fellnasen ausgedacht und zahlreiche Mithelfer gefunden, die sie unterstützt haben: Sie wollten Hundebeitzern und -freunden eine möglichst breite Palette zum Thema Hund bieten. Und das bekamen die über 450 Besucher an diesem Tag auch.

Am Infostand gabs nicht nur Infos ;-)
Foto: Heidi Wippel

Für Tiere geht Fotografin
Antje Hachmann auch auf
die Knie :-) An ihrem Stand
der Buchstabe M des
Lösungswortes :-)
Foto: Heidi Wippel
Am Infostand des SV/OG Benrath-Reisholz gab es Infos zum Hundesport. Außerdem auch Infomaterial und Give Aways von Unterstützern, die nicht persönlich anwesend sein konnten, wie beispielsweise Lesia Tierklinik, dem Seminarnbieter Animal Info, dem Kosmosverlag, Wolfsblut, Josera oder FrischFüttern.de und viele mehr. Außerdem konnte man das Formular für das Buch-Gewinnspiel des Cadmos-Verlages ausfüllen. Jetzt kann ich ja die Lösung verraten :-) Wenn man die Stände ablief, so hingen an einigen große Buchstaben; setzte man diese richtig zusammen ergab das das Lösungswort: Cadmos *schwanzwedel* Über 100 Teilnehmer machten an der Verlosung der 7 Bücher zum Hundesportmit!

Aber auch am Stand von Norska gab es ebenfalls Infos zum Hundesport. Hier aber mehr zum Lauf- und Wandersport. Georg führte mit meinem 2-Beiner ein ziemlich langes Gespräch, über wandern und joggen mit Hund oder Canicross (da zieht der Hund den Läufer)... Danach war mein Cerebral-Interface um einiges schlauer...vor allem wusste er nun eines: Laufen mit mir hatte er sich einfacher vorgestellt ;-) Liegt aber hauptsächlich an meiner Größe :-) Naja, sie wollen sich demnächst mal treffen...bin selber ganz gespannt, werd euch dann sicher darüber berichten.

Passt! :-)
"Na steht mir das auch?"
Viele Hundesportfreunde fanden sich auch bei Julius-K9. Dort konnte es sich auch mein menschlicher Partner nicht verkneifen und kaufte eine neue Leine und ein neues Geschirr für mich...quasi schon vorab zu meinem Geburtstag. Ich hatte zwar schon ein K9 Geschirr, das alte Powergeschirr, welches vor allem bei Wanderungen zum Einsatz kam. Das fand mein Maximilian schon ganz gut, aber eben nicht ganz optimal...daher erhielt ich schon vor einiger Zeit das IDC-Gurtbandgeschirr von Julius-K9...das fand er vom Sitz besser...aber für Wanderungen hätte er sich schon gern was gepolstertes gewünscht... Da ich vom Gewicht her genau zwischen 2 Größen der neuen IDC liege (offenbar ist die Größeneinteilung etwas anders als beim alten Powergeschirr), kamen auch 2 in Frage. 

Ach ja, und ich besitze jetzt eine neue Beißwurst...wobei, "Beißwürstchen" passt wohl besser...ist ziemlich klein...war ne Idee meines 2-Beiners, als seine Mutter vorbei kam und mir was schenken wollte...sie hatte sogleich gezweifelt...aber mein Maximilian hatte nur gelacht und gesagt: "Warts ab!" Was soll ich sagen, anfangs hatte ich auch etwas seltsam geschaut...ist ja doch extrem kleiner als ich es gewohnt war...aber nach den ersten kleinen Spielchen mit Maximilian hab ich wuffig schnell Spaß daran gefunden *schwanzwedelhüpf* Jetzt ist das "Beißwürstchen" fast ständiger Begleiter bei unseren Gassigängen... :-D

Die Große nehmen wir beim Spielen und Toben;
die Mittlere meist als Motivationshilfe/Belohnung beim Training;
aber die Kleine ist jetzt IMMER dabei :-)

Handgemachte Leinen und Halsbänder
Foto: Heidi Wippel

Motzi mal Pretty in Pink :-)
Foto: Antje Hachmann
Schöne Halsbänder und Leinen gab es dagegen bei Remidemmi. Dort wurde ich Zeuge eines setsamen Vorfalls *ohrennachvorn* Mein Cerebral-Interface mag ja kein Rosa...ist darauf irgendwie allergisch wenn es zu viel wird (macht ihn echt nervös...hab ich schon mehrfach gespürt). Aber beim pinken Halsband mit Nieten an Motzi war selbst er hingerissen...ich finde aber auch, dass es meiner Liebsten mega-wuffig steht *schwanzwedel*

Alles im Blick und Nase :-)
Foto: Heidi Wippel
Aber auch für unser Wohl war gesorgt: So gab es einen Gesundheitscheck beim Stand von Tierphysio Langenfeld und den ein oder anderen physiotherapeutischen Tipp. Futter gab es bei Happy Dog. Vielen Dank für die vielen Probepackungen! Damit sind wir für Wochen oder gar Monate fürs Training versorgt (ist als Leckerchen pracktischer als frisches Fleisch ;-) ). Bei Sam's Futterparadies holte Maximilian getrocknete Hühnerfüße für mich *sabber* die mag ich doch so gern. Toll fand ich auch, dass direkt neben dem Stand der Tierfotografien Antje Hachmann, wo ich die meisten Zeit im Schatten verbrachte (von dort aus hatte ich alles im Blick *checkcheckschnüffelschnüffel*:-) ), der Stand der Pfotenbar war. Einige kennen sie vielleicht von meinen frühren Besuchen bei ihr im Laden. Und so bekam Motzi, Fritz und ich von dort ab und an getroknete Kanichenohren *schmatz*. Danke dafür Gabriele!

Achso, so am Rande: für die Menschen gabs auch Futter...am Grill *schwanzwedelfreu* Aber davon hatten wir Fellnasen ja auch den ein oder anderen Bissen *schleck*

Auch das Thema Tierschutz war vertreten: Über ihre Arbeit informierten das Tierheim Hilden und der Tierschutzverein Düsseldorf. Die Tiertafel Düsseldorf hilft Bedürftigen mit Futter und anderen Hundesachen vor Ort, Tieren im Ausland hilft dagegen Handicap Dogs & More (über die habe ich euch ja bereits erzählt).

Das Team von Handicap Dogs & More
Foto: Heidi Wippel

Und das alles gab es auf dem Trainingsgelände des SV/OG Benrath-Reisholz. Dennoch wars nie eng. Im Gegenteil! Wir hatten genug Platz für die ein oder andere entspannte Hundebegegnung und ein kleines Rumtollen wenn man sich sympathisch war (und wenn nicht, konnte man locker ausweichen). Und der nahe Wald lud für den ein oder anderen netten Gassigang ein.

Foto: Heidi Wippel

Foto: Heidi Wippel

Foto: Heidi Wippel

Wir haben viele alte Bekannte getroffen, aber auch neue Freunde gefunden. Also ich war Abends zwar wegen der vielen Eindrücke geschafft, fast wie nach einer langen Wanderung. Aber da es nicht stressig, sondern eher entspannd und interessant war, war es eine willkommene Abwechslung. Abends reichte es nur noch für einen kurzen Gassigang und dann ab auf die Couch mit meinem Maximilian...der war aber auch recht müde, aber auch sehr zufrieden *schwanzwedelfreu*


 

Dienstag, 9. Juni 2015

Mein 3. Geburtstag *schwanzwedelfreu*

"War ich echt mal so klein?"
Heute hab ich Wurftag, juhuuu *schwanzwedelhüpf* Vor 3 Jahren soll ich ja zur Welt gekommen sein, so steht es in meinem Impfpass. Da ich aber in einem Keller geboren wurde, bevor der Amtveterinär mich beschlagnahmte und danach ins Tierheim brachte (weil man mich und meine Geschwister in einem Keller aufzog), weiß das so genau keiner... Egal, hauptsache ist für mich was anderes: Denn mein 2-Beiner schenkt mir einen ganzen Rico-Tag! *schwanzwedelhüpf* Das heißt einen ganze Tag lang unternimmt er nur was mit mir und wir spielen und toben und kuscheln... Also wundert euch nicht, wenn er nicht zu erreichen ist (nur für Notfelle).


Mein Partner <3

Pssst, mal ganz ehrlich gewufft: Ich glaub er beschenkt sich damit auch ein wenig selber ;-) So, wir melden uns jetzt für heute mal ganz ab...und konzentrieren uns mal nur auf uns! Euch allen wünsch ich auch einen wuffig tollen Tag!

Gemeinsames Spielen :-)
© Foto: Antje Hachmann

Mittwoch, 3. Juni 2015

*[Produkttest] Frisches Fressen für Pfoten - eine Woche lang gabs nur Frischfüttern-Barf im Napf

*Sponsored Product 

Melanie Scholz, Gründerin von
frischfüttern.de
Es sind schon manchmal komische Zufälle, die das Leben so bringt...und wer mit offenen Augen und schnüffelnder Nase durchs Leben geht, kann vieles entdecken und neue Freunde finden. So wie wir vor einiger Zeit Melanie Scholz kennen lernten. Schnell verstanden sich mein 2-beiniges Cerebral-Interface und sie gut, haben sie doch beide einen ähnlichen Humor...und mit Hunden auch schnell ein gemeinsames Gesprächsthema. Vor allem zur Ernährung weiß Melanie viel, und da mein Maximilian da nur Basiskenntnisse hat, fragte er sie oft Löcher in den Bauch :-) Schnell kam dabei heraus, dass Melanie ihr Wissen nicht von ungefähr hat: es ist ihr Beruf und ihre Berufung! Sie ist die Gründerin von *frischfüttern.de. Was das ist? Nun, nach einem kurzen Gespräch und der Beantwortung einiger Fragen wusste ich es: Melanie stellt individuelles Hunde- und Katzen-Futter zusammen...alles frisch *sabber* Nach nur wenigern Gesprächen stand fest: das testen wir! Aber das soll euch besser Maximilian erzählen, da ich noch weniger Ahnung habe als er, aber eines kann ich euch versichern, es hat mir mega-pansig geschmeckt *schmatz* :-)

Naja, sehr viel mehr Ahnung als du hab ich auch nicht. Allerdings haben das wohl die wenigsten Hundebesitzer. Von daher erwartet jetzt keinen wissenschaftlichen Test oder so, eher "handfest" geht es dabei zu ;-) Und daher gleich zu Anfang ein zwar für viele unappetitlicher Aspekt, aber dennoch will ich ihn erwähnen, da es mir positiv auffiel: Hinten kam wesentlich weniger raus, als vorne gemampft wurde :-) Also normalerweise verrichtet Rico 2 Mal am Tag sein großes Geschäft, bei Trockenfutter kann es auch 3 Mal oder manchmal sogar 4 Mal sein. Aber als wir das Futter von Melanie testeten, musste er nur einmal. Ein deutliches Indiz für mich als Ernährungslaien, dass er viel davon verwerten konnte.

Aber von Anfang an: Zuerst kam das Futter bei uns an, aber nicht per Post, sondern Melanie brachte es persönlich! Denn genau das ist ihr ebenfalls wichtig, der persönliche Kontakt zu ihren Kunden. "Ich bin zwar auch via Web und Handy erreichbar, aber dennoch ist das für mich kein Ersatz für den persönlichen Kontakt", sagt sie.

Bei der Gelegenheit lernten wir dann auch ihre beiden Hunde Ella und Paul kennen *schwanzwedel*

Paul und Ella...und ne volle Fleischschüssel *sabber* :-)

 
Die grüne Kiste voller Hunde-Genuss :-)
Ruhe Rico! Jetzt bin ich an der Reihe! Wo waren wir stehen geblieben? Achja... Das tiefgefrorene Futter steckte in einer isolierten grünen Kiste. Darin waren lauter "Eisbecher" aus Pappe mit Plastikdeckel drauf. Auf jedem Deckeln klebte ein Etikett worauf angekreuzt war, was drin steckte. Schon ein kurzer Blick zeigte mir: Für Abwechslung ist gesorgt. Ein Becher enthielt Fleisch mit Leber, Ei und Öl; ein anderer Fleisch mit Gemüse und/oder Obst; wieder ein anderer Pansen mit Herz und Buttermilch...auch von welchem Tier es stammt steht auf dem Deckel, in unserem Fall Rind oder Schaf...außerdem dabei waren noch ein ganzer Fisch (Dorade) und 2 Knochen (Rinderbrustbein bzw. Rippe).

Praktisch und informativ

Informationen statt Werbung
Gut find ich auch, gerade für mich der nur Basiskenntnisse hat, dass eine kleine 20-seitige Infobroschüre dabei ist. Macht nicht den Fehler und haltet sie für irgendeinen Werbeflyer! Als ich Abends mal reinschaute, stellte ich fest, dass es sich um einen kurzen Informationsüberblick handelt. Sicher, Ernährungsprofis erfahren da wohl kaum Neues, aber für Otto-Normalverbraucher wie wir es sind fand ich ihn sehr ertragreich (und ehrlich gesagt, hab ich ihn zu meinen Hundebüchern gepackt).

Am Tag vor der Testwoche musste ich also nur 2 der Becher zum Auftauen aus der Tiefkühltruhe nehmen (hab sie einfach über Nacht im Kühlschrank gelagert). Melanie hatte die Portionen nach meinen Angaben zu Rico seiner Größe und Bedürfnissen angepasst. Wie sich erst später zeigte, hatte ich an diesem Abend die größte Schwierigkeit beim ganzen Test: die Auswahl... :-) aber das soll sich mit der Zeit legen, sagte man mir ;-)

Als ich nun kurz vor unserem 1. Gassigang am frühen Morgen den 1. Becher am folgenden Tag aus dem Kühlschrank holte, dachte ich schon: ist praktischer als selber machen...da hätte ich das Fleisch aus dem Kühlschrank geholt, ebenso die gestampften Kartoffeln, schon mal die Gemüseflocken abgewogen und in warmen Wasser aufgeweicht, bevor wir aus der Tür rausgehen (ich mach das immer gern vorher, weil 1. dann das Fleisch nicht so kalt ist als wenn es sofort aus dem Kühlschrank kommt und 2. so die Gemüseflocken schon mal einweichen können).

Nach unserer morgendlichen Runde (die dauert meist zwischen 30 Minuten und 1 Stunde) öffnete ich den Becher und hatte dieses Mal gleich 2 Gedanken (naja, hatte ja auch mittlerweile den 1. Kaffee drin): 1) wieder dachte ich wie praktisch, muss ich nur noch in den Napf kippen; denn sonst hätte ich erst das Fleisch aus dem Beutel abwiegen müssen, die zuvor eingeweichten Gemüseflocken dazu geben (manchmal noch Obst), die gestampften Kartoffeln dazu, eventuell noch irgendwelche Zusätze wie Knochemehl, Grünlippmuschelextrakt oder so... und 2) toll! endlich mal nicht so ein gewolfter Kleinkram, sondern richtige Brocken!

Ihr wundert euch, warum ich mich über den 2. Gedanken so freute? Nun, wenn ich Frischfleisch für Rico besorge, so ist das meistens gewolft, es sei denn ich bestelle beim Hundemetzger vorher extra etwas gröber geschnittenes, manchmal frag ich ihn auch ob er ganzen Pansen hat...aber das macht halt nicht jeder Metzger...naja, ist ökonomisch auch nachvollziehbar, denn gewolftes kann man an kleine und große Hunde verfüttern ohne einen extra Arbeitsschritt zu haben... Jedenfalls war meine Freude umso größer, als ich erfuhr, dass es auch möglich sei, ganze Kaninchen oder Schafs- und Ziegenteile bei frischfüttern.de zu bekommen. :-)

Paul mit Ziegenbein *schmatz*

Knorpel und Kalzium gaben die beiden Knochen her und die Omega-Fettsäuren brachte der Fisch, den Rico anfänglich etwas verwundert, aber hochinteressiert beschnupperte...

Yumyum...Knochen mit Knorpel und noch Fleisch dran... *schmatz*

Klar, kannte so nen ganzen frischen Fisch ja noch nicht...und dabei mag ich doch Fisch so sehr... *leftzenleck*

Lecker Dorade :-) der Kopf hat schon mal Klasse geschmekt! :-D

Ja, ich weiß...ist meine Schuld (wie das Meiste ;-) )...Es stimmt, Rico mag Fisch sehr, daher habe ich oft welchen da...aber eben meist den getrockneten...er hat zwar ab und an auch mal frischen Fisch bekommen, aber der war dann nicht am Stück... Ricos anfängliche Skepsis war denn auch schnell verflogen und er genoß den ganzen Fisch geradezu meditativ ;-) Kleiner Tipp am Rande: verfüttert sowas besser nicht in der Wohnung, ich gab den Fisch Rico auf dem Innenhof ;-) Hat zu dem den Vorteil, dass man aus der Fütterung sogar ein kleines Spielchen machen kann...was aber die Sauerei nur vergrößert, den Spaß daran aber auch :-D

Dass es Rico geschmeckt hat, merkte ich vor allem an einem Indiz: er kam viel seltener über den Tag verteilt an, um mal nach nem Leckerchen "nachzufragen" ;-) Und als er Melanie das nächste Mal traf, freute er sich doppelt...woher ich das weiß? Ganz einfach: er hüpfte doppelt so oft :-)

Mein Fazit: Okay, es ist nicht gerade günstig, bei Ricos Größe brauch ich entsprechende Portionen...umgerechnet käme ich da so auf fast 5 Euro am Tag. Allerdings bin ich vom Ergebnis echt begeistert, und die Zeitersparnis ist immens: Kein Einkaufen und Hinfahren zum Metzger, kein Abwiegen und Portionieren und und und... Sicher, einige machen das ja auch gerne, aber auch solche Kunden hat Melanie: "Einige wollen beispielsweise selber das Gemüse untermischen, die bestellen dann nur das Fleisch." Auch Krankheiten oder Allergien berücksichtigt Melanie, denn das Futter wird nicht nach Sorte zubereitet, sondern individuell für jeden Hund. Leider gehört mein Stadtteil in Düsseldorf (noch) nicht ganz zum Liefergebiet von frischfüttern.de, aber wir werden sicher ab jetzt regelmäßig da einkaufen - und wenn wir es uns abholen müssen!

Melanie im wilden Spiel mit Ella
© Foto: KT Photography

Auja! Dann sehe ich Paul und Ella wieder *schwanzwedelhüpf*

War ja klar, dass du das letzte Wort haben musst... ;-)

Hallo? Wessen Blog ist das denn hier bitteschön? *schwanzwedel*



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