Montag, 27. Juli 2015

Ein paar hündische Gedanken zur Freundschaft...

Was für ein Spaß: die vergangenen 2 Wochen waren Motzi (jawohl, meine Liebste hat jetzt auch eine eigene Facebook-Seite) und Fritz bei mir in der Stadt zu Besuch. Ich kann euch sagen, dass war wuffastisch (okay, für unsere 2-Beiner war es auch mal anstrengend, aber meist haben sie doch gelacht). War toll, immerhin waren die beiden die ersten Hunde, die ich kennen lernte, als Maximilian mich aus dem Tierheim Hilden holte. Durch ihren Besuch habe ich mir mal ein paar Gedanken zu einem Wort aus eurer Menschensprache gemacht. Eigentlich denke ich ja nicht so viel über die menschliche Sprache nach...also um ihre Körpersprache schon...aber nicht so sehr um das viele Blabla, was aus ihren Mündern kommt (denn oft sagt ihr was anderes als ihr meint oder eurer Körper verrät). Aber manchmal, da stell ich schon die Ohren nach vorne... So wie bei dem Wort Freundschaft.

Auch wenn es für viele nicht so aussehen mag: aber wir freuen uns! *schwanzwedelfreu*
Naja, Fritz vielleicht am wenigsten von uns Dreien :-D

Schon vor einiger Zeit hörte ich mein Cerebral-Interface sagen: "Die Wissenschaft schafft Wissen - das ist ihre Primäraufgabe." Nun, wenn das stimmt, dann ist die Hauptaufgabe nach meiner Hundelogik von Freundschaft, Freunde zu schaffen. Ich denke, bis hierhin kann mir auch jeder 2-Beiner folgen (und muss dafür nicht mal auf allen Vieren kriechen ;-) )

Jetzt steckt im Wort Freunde aber auch das "Freu"...und wenn ich das "n" ignoriere, dann lese ich sogar "Freude"... bin ja kein Sprachwissenschaftler, nur ein hündischer Basalphilosoph, aber ich schlussfolgere daraus, dass Freunde machen eben auch Freude bringt.


Wenn ich Motzi sehe, fliegen schnell die Pfoten <3
Das kann ich gut nachvollziehen, denn auch ich empfinde Freude wenn ich Freunde sehe. Dann hüpf und spring ich erst rum und danach lehn ich mich gern an :-) So bei Menschen. Bei Hunden bin ich etwas differenzierter: Die Begrüßung mit Motzi fällt recht rabiat aus für Außenstehende :-) Wir toben heftig rum und lassen unsere Pfoten dabei um unsere Schnauzen fliegen *schwanzwedelhüpf* Naja, meine Motzi ist ja auch sehr temperamentvoll. Ganz anders dagegen mit Fritz: Wir beschnuppern uns respektvoll, wobei Fritz immer freudig mit dem Schwanz wedelt, aber er konzentriert sich dann meist schnell auf meinen Maximilian (was ich ja eigentlich nicht so dolle finde, aber ich bin dann meist erst mit Motzi vollauf beschäftigt). 

Die Begrüßung von Motzi...

...entwickelt sich schnell zu einem ausgedehten und ausschweifenden Spiel...

...das auch mal länger dauern kann *schwanzwedelhüpf*
Die Begrüßung mit Fritz fällt da meist kürzer und cooler aus...
Rüden halt ;-)

Beide empfinden Freude, aber zeigen diese unterschiedlich. Ja mehr noch, auch ich freu mich auf beide und zeige meine Freude auch unterschiedlich, obwohl ich ja nur einer bin... Ähnliches habe ich auch bei euch Menschen beobachtet (also nicht jetzt speziell mit Fritz und Motzi, auch, aber ich meinte das allgemeiner). Offensichtlich empfindet ihr felllosen Primaten Freude als genauso angenehm wie wir Hunde und könnt sie ebenfalls sehr differenziert ausdrücken.

Wenn nun die meisten Menschen gerne Freude empfinden, dann müssten die meisten doch auch sich gerne Freunde schaffen. Das findet ihr auch hundelogisch? Aber dann verratet mir doch mal, warum schaffen sich so viele Menschen mit ihrem Verhalten Feinde? Sei es im Kleinen, wie auf der Straße, oder im Großen wie unter Staaten... manchmal seid ihr 2-Beiner schon komisch und hundeunlogisch...aber wir haben euch trotzdem lieb!

Kommentare:

  1. Haha da hast du aber eine Freude mit deinen Freunden gehabt ;-)
    Im Grunde ist es ganz einfach, wir Zweibeiner haben leider einige schlechte Eigenschaften die es im Tierreich kaum bis gar nicht gibt - Neid, Rache und Egoismus! Diese lassen viele Menschen zu "schlechten" werden und machen dann Dinge die für eine Freundschaft nicht gut sind, oder für das Land oder Tierreich. Eigentlich müssten wir ja von euch lernen ;-) so brav wie ihr untereinander seid.
    lg Tanja

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    1. Hey Tanja *schwanzwedelfreu* Ja, ich finde auch, dass ihr Menschen viel von uns lernen könnt...aber soooo brav sind wir Tiere auch nicht immer untereinander ;-)

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