Donnerstag, 31. März 2016

*[Buchvorstellung] Hundepsychologie von Dorit Feddersen-Petersen

Um es vorweg zu sagen und da ich ganz ehrlich sein will: Ich finde das Buch gut, sehr gut sogar. Es sollte für jeden Hundeprofi eine Pflichtlektüre sein. Die Autorin Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen ist eine der führenden Ethologinnen weltweit und Fachtierärztin für Verhaltenskunde mit der Zusatzbezeichnung „Tierschutzkunde“. Als Dozentin am Zoologischen Institut der Universität Kiel leitet sie die Arbeitsgruppen „Vergleichende Verhaltensforschung“ und „Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere“. Die Autorin mit der einprägsamen Löwenfrisur arbeitete schon mit so legendären Verhaltensforschern wie Konrad Lorenz zusammen - sie zählt heute zu den wichtigsten Kynologen.

**Hundepsychologie, mit DVD: Sozialverhalten und Wesen, Emotionen und Individualität von Dorit Feddersen-Petersen (496 Seiten)

Die Kapitel des Buches "Hundepsychologie" aus dem *Kosmos Verlag führen den Leser von Themen wie der "Abstammung der Haushunde vom Wolf" über die Wildhunde zum Haushund. Inhaltlich deckt die Autorin praktisch alle mir bekannten, relevanten Bereiche der Hundeentwicklung ab. Man lernt das Ausdrucksverhalten der Hunde kennen, wie sie lernen, kommunizieren, sich entwickeln, usw. Die "Verhaltensentwicklung" wird ebenso abgehandelt wie die "Welpenentwicklung", über "das Spielverhalten von Wölfen und Hunden" lernt der Leser ebenso etwas wie "zur Biologie der Agression". Selbszt der Frage ob sich Hunde "moralisch" verhalten geht die Autorin nach. Es gibt wohl kaum ein umfassenderes Werk in deutscher Sprache zu dem Thema Hund. Jedoch wird das meiste vom Wolf abgeleitet. Ich kann mir zwar kein detailierteres Urteil erlauben (hey, ich wünschte ich hätte nur einen Bruchteil des Wissens von der Dame!), aber was ich so in diversen wissenschaftlichen Diskussionen mitbekommen habe, ist eben nicht alles vom Wolf übertragbar auf unsere Haushunde - zumal ja durch unsere Zucht sich auch verschiedene Rassen mit unterschiedlichen Merkmalen und Eigenschaften entwickelt haben. Aber die Ansicht von Feddersen-Petersen, dass das Wolfsverhalten zum Hundeverhalten hinführt, leuchtet mir grundsätzlich ein (man denke nur an all die Erkenntnisse über uns Menschen durch die Primatenforschung). Außerdem ist sie ja vergleichende Verhaltensforscherin und nutzt daher auch überwiegend diese Methode (die wie jede eben Erkenntnisse bringt, aber halt auch ihre Grenzen der Erkenntnis - aber hey, so funktioniert Wissenschaft: sie schafft Wissen). Das Buch ist jedenfalls ein nahezu riesiger Fundus an Forschungsergebnissen was die Psyche unserer Fellfreunde angeht und somit immer wieder inspirierend!

Und eigentlich würde ich es daher gern auch jedem Hundehalter ans Herz legen. ABER: Es ist ein recht trockenes Sachbuch. Die Sätze von Feddersen-Petersen sind recht lang, mancher mag sie wegen der vielen Fachausdrücke auch als kompliziert empfinden. Ihr Schreibstil ist für einige eventuell auch gewöhnungsbedürftig. Es ist alles andere als "leichte Kost"; eben nichts zum nebenher lesen (ich selber hole es immer wieder bei diversen Fragen hervor, habe es noch nie an einem Stück durch gelesen). Aber dafür sind wissenschaftliche Werke halt auch nicht gedacht. Und der Preis von fast 50 Euro liegt sicherlich über dem Durchschnitt für Hundebücher, ist für wissenschaftliche Werke aber nicht ungewöhnlich. Ich kann daher verstehen, wenn so mancher Hundehalter die Anschaffung scheut - auch wenn sich sicher viele für das Thema interessieren mag.

Auf jeden Fall sollten Hundehalter sich mal die Kapitel "Ausdrucksverhalten und Kommunikation" (S. 91-193), als auch "Verhundlichung und Vermenschlichung - gegenseitiges Kommunikationslernen" (S. 194-213) mal lesen. Der ein oder andere wird da sicher nicht nur was über seinen Hund lernen, sondern auch über sich selber ;-)

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, sind die zahlreichen Bilder, die die wissenschaftlichen Ergebnisse und die Beobachtungen der Autorin veranschaulichen. Wer übrigens die alte Auflage hat, sollte sich nicht verwirren lassen: Es handelt sich zwar um eine "Neuauflage", aber eben nicht um eine "überarbeitete und erweitere Neuauflage". Neuauflagen werden eben produziert, wenn die alten ausverkauft sind. Der Inhalt ist der gleiche, der Forschungsstand ist der vom Jahr 2004. Nur die 90-minütige DVD ist hinzugekommen. Dabei mischt sich die Autorin aktiv in die Debatte um so genannte "Kampfhunde" ein. Gerade hier werden auf der DVD auch viele Beispiele gezeigt, wie Vertreter dieser Rassen scheinbare Angriffe des Menschen defensiv beantworten oder mit Spielverhalten darauf reagieren. Auf der DVD sind überwiegend Aufnahmen von Wölfen zu sehen. Ich fand sie sehr interessant, aber hätte ehrlich gesagt schon wegen der Bezeichung eher Aufnahmen mit Hunden erwartet.
  




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Dienstag, 29. März 2016

[Watchdog] Was ist DEIN Problem, Mensch?! - Schnüffelwürdiges zum Thema "Problemhund"

Was ist denn dein Problem, Menschlein? Das würd ich gern so manchen fragen *brummm* Ihr 2-Beiner seid ja echt einfallsreich, wenn es darum geht einen neuen Hund (Menschensprache: eine neue Sau) durch den Wald (Menschensprache: Dorf) zu treiben! So mancher zeigt da eine gewissen eindimensionale Kreativität, wenn es darum geht unsere Halter und ihre Liebe zu uns Fellnasen auszunutzen - und ihr Portemonait zu öffnen.

Derzeit geistert ja überall im Menschen-Marketing-Dorf der "Problemhund" herum (oder auch andere Bezeichnungen, wie "schwierige Hunde" oder "komplizierte Hunde" etc., die alle auf das Ähnliches hindeuten). So mancher Trainer sieht sich nun berufen, genau dafür Spezialist zu sein. Die Qualifikationen (zu dem Thema wuffte ich bereits für euch) dafür lesen sich manchmal abenteuerlich, manchmal fast schon satirisch. Schlappgelacht haben mein Cerebral-Interface und ich uns besonders, wenn wir irgendwo lasen: "Hatte immer schon Problemhunde." Na super, das heißt dann im schlimmsten Fall, dass derjenige gut im "produzieren" von Problemhunden ist... *brummm* Da stell ich mir doch glatt die provokante Frage, ist das wirklich ein Problemhunde-Trainer? Oder nicht viel mehr ein Problem-Hundetrainer? *frechschau-ohrennachvorn*

Was ist denn DEIN Problem, Mensch? ;-)
Foto: Der Papagraf

Erst recht lustig fand ich, was so mancher als Problemhund ansieht. So fanden wir doch echt bei einigen Trainern so reißerische Sprüche, wie "zeigt ihr Hund Jagdverhalten?" oder "kann ihr Hund nicht alleine bleiben" oder "büchst ihr Weibchen bei Läufigkeit aus" oder "verteidigt er sein Revier"...und ähnliche angsteinflößende Fragen (zum Thema Angst und zu wenig Spaß im Hundetraining/-erziehung hat mein 2-Beiner Ende 2015 bereits nen Vortrag gehalten im Zentrum für Hundewissen und ich kann euch da den Beitrag von Nina Dany ans Hundeherz legen!). Ihr Menschen (oder zumindest einige von euch) seid schon komisch: Wenn ihr keine Probleme habt, dann schafft ihr euch welche... Ist denen echt so langweilig? Brauchen diese Menschen das, um sich künstlich interessant zu machen? *brummm*

Hallooooo, wohl noch nie vom Jagdtrieb gehört...oder Spieltrieb oder vom Sexualtrieb? Denn all diese Verhaltensweisen sind bei uns Hunden völlig NATÜRLICH! Daher haben WIR Hunde damit kein Problem! *jawohlwoaff* Klar soweit? ;-) Für mich ist es völlig natürlich, dass ich einem Karnickel oder Taube hinterher jage...und erst recht einer läufigen Hündin. *sabberkplapper* Wenn das bei einigen von euch felllosen Primaten anders ist, tut es mir fast schon leid...denn dann sind eure natürlichen Instinkte offenbar verkümmert...und der Spaßfaktor damit auch *jawohlwoaff*


Rennen, Toben, Jagen - das ist ganz natürlich für uns Hunde, WIR haben damit kein Problem!


Hey, Kleiner, ich kann aber schon verstehen, dass wir Menschen euch das ein wenig abtrainieren. Schon zu eurer Sicherheit! Sonst rennt ihr womöglich in eurem Jagd- oder Spieltrieb über eine Fahrbahn...

Ich sag ja nicht, dass man keine Impulskontrolle trainieren soll...oder auch Gehorsam... Aber sind wir deswegen gleich "Problemhunde"? Klingt auch irgendwie nach Problemfall...Wir verhalten uns doch nur natürlich.

Nein, das stimmt...Problemhunde seid ihr deswegen nicht...und Problemfälle schon mal garnicht *ohrenkraulen*

Ohja, ein bisschen weiter hinter dem Ohr... *wohligbrumm* Aber dennoch finde ich es nen blöden Marketingtrick uns so nen Stempel aufzudrücken, nur um Kasse zu machen. Aber in so was habt ihr Menschen ja Erfahrung...gab's da nicht auch so ne Sache bei euren Kindern...ADHS oder so habt ihr das genannt...da haben ja auch einige gut dran verdient...Therapeuten, Pharmazie...und am Ende gestand derjenige, der es entdeckt hatte, dass es das so gar nicht gibt...

Naja, ganz so einfach war der Fall nicht...


Ist das am Ende eine Verschwörung? Angezettelt von einer Humgeda?
Foto: Antje Hachmann
Egal, für mich zählen die Dog-Essencials! *brumm* Und jetzt sind wir plötzlich Problemhunde, nur weil wir das tun, wofür die Natur uns vorgesehen hat und auch ihr Menschen uns vor Jahrtausenden schließlich in eure Lebenswelt geholt habt... Find ich schon irgendwie nen ziemlich unhündischen Marketing-Sprech. Die deuten ja die Begriffe so wie es ihnen gerade in den Kram (oder für ihre Kasse) passt... Aber vielleicht ist ja auch derzeit so was ähnliches wie Hunde-Pegida am Werk...eine Hugida...oder auch eine Humgeda (Hunde Marketing gegen die Erkenntnisse der Aufgeklärten)?

Jetzt komm mir nicht mit 'ner Verschwörungstheorie um die Ecke!

Hm, wieso nicht? Meinst die Katzen könnten dahinter stecken?

Klar, in Kooperation mit den Kühen ;-) :-D

Hm, ich glaub, ich muss der Sache mal nachgehen... *schnüffel* Aber widmen wir uns zunächst wieder den Hunden! Zum einen find ich die eh interessanter als irgendwelche Menschlein mit leicht durchschaubaren Marketing-Tricks und außerdem bekommt sonst mein 2-Beiner wieder so seltsames "Feedback", Diffamierungen und Sabotageversuche von einer "skurrilen" Minderheit *schwanzwedel*

Och, lass doch, deren Aktionen und Sabotageversuche sind doch ganz lustig :-)Zumal sie ja immer genau die Dinge sabotieren, die ich denen als Köder hinwerfe...und die merken es nicht einmal :-D Da zeigt sich mal wieder, dass eindimensionales Denken nicht vielschichtiger wird, auch wenn sich mehrere Leute dran beteiligen :-)

Ja, aber daran hast nur du Spaß, ich hab davon ja nichts, im Gegenteil, mir wollen sie ja schaden. *grrrrr*  

Keine Sorge, Rico, das werd ich schon verhindern!

Ich weiß, wir sind ein Team und halten zusammen. *anlehn* Also zurück zum Kernthema: Was ist denn ein Problemhund? Ich hab mich mal ein bisschen umgehört, damit ich mehrere Perspektiven habe als nur meine Hundesicht und -schnüffelei oder die meines Cerebral-Interfaces als Hundehalter.


  • "Es gibt so gesehen keine 'Problemhunde', sondern nur Hunde die in einem unpassenden Kontext leben und so für diesen ein Problem darstellen."
    Sabine Haumann von der Hundeschule Canis Familiaris
  • "Eigentlich gar nicht. Es gibt frustrierte Hunde, ängstliche Hunde, gestresste Hunde, überforderte Hunde, kranke Hunde, falsch verstandene Hunde etc..... Aber da ist das Problem der Mensch, nicht der Hund."
    Manuela Schüer von der Hundeschule #SitzPlatzSteh
    und Sachverständige
  • "DEN Problemhund gibt es so nicht. Klar, es gibt ängstliche oder unsichere Hunde, es gibt besonders aktive oder auch übermütige Hunde, auch schlecht erzogene und sozialisierte Hunde; aber ein wie auch immer gearteter 'Problemhund' existiert nicht. Allenfalls hat der Hund ein Problem mit gewissen Situationen oder der Halter hat ein Problem mit dem Verhalten seines Hundes. Das meiste, was viele als Problemverhalten bezeichnen, ist für die Hunde sogar völlig normal."
    Wilfried Theissen von der Hundeschule derhundehaltercoach

Nun hab ich aber von meinem Cerebral-Interface Maximilian gelernt, dass es ja wenig Sinn macht, nur eine Seite anzuhören. Daher habe ich auch jemanden gefragt, der den Begriff "Problemhund" benutzt (allerdings diesen auch auf seinen Webseiten erklärt UND klar stellt, dass "...die Ursache häufiger eine gestörte Kommunikation zwischen Hund und Halter ist"):

  • "Der Begriff [...] wird mehr oder weniger von Hundetrainern und Hundebesitzern benutzt, wenn man z.B. von Hunden mit unerwünschten Verhalten (aggressives Verhalten, Verunreinigung und Zerstörung der Wohnung, ziehen an der Leine oder starken Jagdtrieb) spricht. [...] Ich habe den Ausdruck Problemhund übernommen, weil er unter Hundehaltern als Überschrift für Erziehungsprobleme steht. Er ist für mich ein Ordner mit vielen Unterordnern in denen Probleme, mit dem eigenen Hund und dessen Erziehung bestehen. Es gibt aber auch Hundetrainer und Hundebesitzer, die gehen ab wie eine Rakete, wenn jemand von einem Problemhund spricht und kontern sofort mit "Es gibt keine Problemhunde, es gibt nur Problemmenschen". Es gehört sich ja auch nicht, dass man alle Erziehungsprobleme auf den Hund schiebt, ihn einfach als Problemhund deklariert und jut iss! :-) Der Meinung bin ich übrigens auch! Das wäre zu einfach! Aber wenn jemand meine Hilfe benötigt, weil er in der Erziehung seines Hundes versagt hat, kann ich ihn doch nicht ihm Erstgespräch als Problemmensch bezeichnen. Man darf in der Hundeerziehung versagen, man sollte aber dann dazu stehen und sich guten Rat einholen." [Anmerk. d. DogRed.: Also ich sag ja nicht, dass es NUR "Problemmenschen" gibt, aber es gibt halt auch keine "Problemhunde". Und als Hund darf ich zu dem Thema abgehen wie ne Rakete, bin ja Betroffener, so wie eben jemand zu dem ihr "Problemmensch" sagt *schwanzwedel* ;-) ]
    Dirk Lenzen von der Hundeschule animalstar

Wenn es streng genommen aber keine "Problemhunde" gibt...und okay, ich versteh ja, dass man euch felllosen Primaten nicht "Problemmensch" an den Kopf schmeißen kann, dann sollte man vielleicht lieber von Problemhundehalter sprechen! Und zwar ganz absichtlich diesmal ohne Bindestriche!

Na jetzt vereinfachst du aber zu sehr...und vorverurteilst...

Das find ich unfair, dass ihr manchen von uns so einen Stempel aufdrückt,,,
nur weil wir nicht genau das tun, was ihr gern hättet...
Mag ja sein...ist ja auch nicht jeder ein Problemhundehalter, okayyyy... Aber uns einfach als Problemhunde darstellen find ich halt unfair! Aber vielleicht sollte man eher von einem Beziehungsproblem sprechen, das ist irgendwie sachlicher, als uns den unfeinen Stempel "Problemhund" aufzudrücken, nur weil etwas nicht so klappt, wie ihr es gerne hättet. Fast könnte hund (Menschensprache: man) glauben, solche Menschen hätten ein "Dominanzproblem" ;-) oder besser gesagt: Dumminanz... *frechschau*

Allenfalls "asoziale" Hunde würde ich als "Problemhunde" bezeichnen. Aber ohne Schuldzuweisung oder Vorwurf, eher mit Mitleid. Denn aus irgendwelchen Gründen (und das können viele sein, nicht nur der Halter) hatten sie wohl nicht die Chance auf eine anständige Sozialisation... Dann wären nur die "Problemhunde", die nicht in einem vernünftigem Zeitrahmen therapierbar sind. Denn ihre Probleme sitzen tiefer: durch massive schlechte Erfahrungen, totalen Vertrauensverlust in die Menschheit, fehlerhafte Sozialisation oder ausgewachsenen unkontrollierbaren Aggressionsformen... Aber das dürfte die Minderheit sein, auch wenn man manchmal das gegenteilige Gefühl bekommen könnte... Denn auch von anderer Seite sollten sich die Halter mal an die eigene Nase fassen. Bei einigen scheint es ja geradezu chic zu sein, einen solchen "Problemhund" zu haben...sie kokettieren (um nicht "angeben" zu schreiben) sogar damit...naja, so hat man wenigstens ein Gesprächsthema. *lachwedel* Dazu empfehle ich euch mal den Beitrag von Sabine Haumann.

Also liebe Hundehalter, lasst euch nicht verarschen! Lasst euch nicht einreden, ihr hättet einen Problemhund! Trainiert weiter mit euren Fellnasen, mit viel Geduld, Ausdauer, Aufmerksamkeit und vor allem Liebe wird es schon klappen... Lasst euch nichts einreden! Lasst nicht zu, dass die Probleme anderer zu unseren werden - und am Ende sogar unsere Beziehung zu euch Menschen belasten können! Und an die wirklichen "Problemhunde" (jawohl ich benutze jetzt den Begriff auch mal...und das mit Absicht!) und ihre Halter - also die Hund-Mensch-Teams mit größeren Beziehungsproblemen: Gebt nicht auf! Wir wissen, wie schwierig es ist! Aber umso mehr achtet darauf, auf wen ihr euch einlasst und hinterfragt so manche Marketing-Masche! Und ihr "Einfachehunde"-Halter: Nehmt mal ein bisschen mehr Rücksicht und spart euch den ein oder anderen neunmalklugen Kommentar! Am besten freut euch einfach, dass ihr mit eurem Hund so gut klar kommt, die anderen haben ja schon genug Probleme MIT ihren Hunden (wie auch immer die aussehen mögen...).





Samstag, 19. März 2016

Frühlingsgefühle? Bei Hundehalterinnen heißt das Co-Läufigkeit ;-)

Also was ist denn derzeit nur mit euch Weibchen los? Ich meine dieses Mal nicht die Hunde! Klar, viele Fellnasen sind momentan läufig oder kurz davor. DAS riech ich ganz genau! *sabberklapper* Aber müssen die Halterinnen denn deswegen gleich co-läufig werden? *ohrennachvorn*

Quatch, erzähl mir nichts von Frühlingsgefühlen! Bei Hundehalterinnen heißt das Co-Läufigkeit :-D
Foto: Der Papagraf

Da hatte ich den folgenden Post auf unsere Facebook-Seite veröffentlicht (dabei war es gar nicht mal das 1. Mal, das diese Ex anrief, allerdings war mein Cerebral-Interface dann morgens so müde, dass ich seine Sperre umgehen und so drüber schreiben konnte), da meldete sich bereits am folgenden Tag eine andere Ex...man könnte doch mal wieder zusammen Gassi gehen...ne ist klar ;-) 


Ohrüde (Menschensparche: Ohmann), haben wir verpennt *gäääähn* mein 2-Beiner taumelt geradezu zur Kaffeemaschine...war...
Posted by Gassireport on Donnerstag, 17. März 2016



Und auch sonst trudeln hier momentan viele seltsame Einladungen ein (viele sind auch echt nett und gute Tipps! Vielen Dank allen dafür! Aber ich meine hier halt die...nunja, nennen wir sie mal "kuriosen")...so eine aus der Nähe Berlins..."ist immer mal ne Gassrunde wert"...klar, machen wir immer, als Abendspaziergang, ne Runde um Berlin ;-) Nicht schlecht war auch diese "subtile" Einladung: "Komm doch mal vorbei, ist super zum Gassi gehen: Tolle Wälder und überall können die Hunde frei laufen...und falls es länger dauert finden wir schon nen Schlafplatz für dich und deinen Hund" Und wo wäre der Schlafplatz? auf der Couch im Wohnzimmer? Antwort: "Nein, ich hab nur ein Appartment..." Aha soso, und wo ist dieses Hundeparadies? Soso, im Schwarzwald...ist ja doll...das sind ja nur...warte mal, lass mich überlegen...2 oder 3 Hundesprünge von uns entfernt - also Sprünge für nen Godzilla-Hund (zur Erinnerung: wir leben in Düsseldorf - also nur läppische knappe 6 Stunden Autofahrt) ;-) Na da kann ich meinen Menschen-Partner sicher zu überreden, dass wir da unsere Mittagsrunde drehen...mindestens! ;-)

Ich hab schon seit längerem die Vermutung, dass für einige "Gassirunde" ein Codewort ist für was anderes ;-) so beispielsweise bei einer Einladung aus Südamerika...mein 2-Beiner meinte da, es wäre doch ein wenig weit weg und vor allem dann noch mit Hund...schließlich darf meine Größe nicht mit in die Flugzeug-Kabine und dann so ein langer Flug... "Du kannst doch auch ohne Hund kommen", kam als Antwort...ja klar, macht Sinn *brummm*

Nichts gegen einen charmanten und intelligenten Flirt! Hab euch ja schon mal über den Kuppelfaktor Hund berichtet und auch mal ein paar meiner Flirttricks gelüftet...aber DAS ist kein Flirten mehr ;-) Mein 2-Beiner meint, das läge an den "Frühlingsgefühlen" und viele seien auch sicher nicht ernst gemeint... Meine Nase sagt mir da was anderes: Ich bin mir da nicht so sicher, ob nicht doch bei manchen die Signalübertragung so gut funktioniert, denn für mich riecht das mehr nach Co-Läufigkeit. Sowas kennen wir Caniden auch von Rudelgemeinschaften, die synchronisieren auch oft ihre Läufigkeit *frechschau*

Na vielen Dank für diesen Beitrag, mein Kleiner!

Yo, gern geschehen...denn DU bekommst dafür die Prügel von den Radikal-Feministinnen *frechschau* Ich freu mich schon auf deren Kommentare *propellerwedel* Und ich bleib dabei, eure Frühlingsgefühle, das mag es ja geben, aber bei Hundehalterinnen heißt das dann für mich Co-Läufigkeit *bastawoaff*

Na prima, dann muss ich in Zukunft ja nicht nur auf frei laufende und läufige Hunde, torkelnde Betrunkene, Glasscherben, suizidgefährdete Stadtguerilla-Tauben, übermütige Kamikaze-Karnickel und provozierende Punk-Eichhörnchen aufpassen, sondern auch ob so eine Terror-Fem mir auflauert und mir mit Tampons oder brennenden BHs droht... *seufz*

BH kenn ich ;-) Tampons, was'n das? Egal...solange die nicht mit nem Staubsauger kommt, hab ich keine Angst *schwanzwedel*


Interessante Links zur "synchronisierten Läufigkeit":


Freitag, 18. März 2016

*[Produkttest] Trotz anfänglicher Skepsis haben wir das Nassfutter von Sanoro getestet

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Ich geb's ja zu, ich war zunächst skeptisch. Denn nicht nur, dass ich nicht alle Testanfragen für Hundefutter annehme - schließlich ist Rico kein Testlabor -, mir war der Fleischanteil auch zu gering: 50 bis 55 Prozent bei Dosenfutter...fand ich echt ein bisschen wenig angesichts der Tatsache, dass das Trockenfutter, welches ich Rico gebe, schon einen Fleischanteil von mindestens 60 Prozent hat. Doch dann meinte eine Freundin, die mehr Ahnung von Hundefutter hat als ich, dass sie damit ganz gute Erfahrungen gesammelt habe. "Die Prozentzahl alleine sagt nichts aus, es kommt ja auch auf die Qualität des Fleisches an. Bei reinem Muskelfleisch darf es gar nicht zu viel von sein, sonst werden die Hunde mit Protein überversorgt. Probiers aus! Und wenn es nicht passt, dann gibst es eben einem der Obdachlosen mit Hund in der Altstadt", meinte sie, denn sie wusste, dass wir lieber Hundefutter und -Leckerlis spendeten, als Geld.

Und so kam das Testpaket von *Sanoro in unser Haus und somit auch in Ricos Napf. Also die einzelnen Dosen bzw. deren Inhalt...nicht das ganze Testpaket natürlich ;-) Damit war für die kommenden 8 Tage für Abwechslung gesorgt. Denn es kam von jeder Sorte eine Dose (800 Gramm): Rind, Huhn, Lamm, Pute, Pferd, Hirsch, Känguru und einmal die Sorte Sensitiv Light.

Schade, alle schon leer...

Und tatsächlich sollte meine Freundin Recht behalten. Rico hat das Futter sehr gut vertragen! Nur am 2. Tag, als es Huhn gab, da war sein Kot etwas weich - eigentlich seltsam, wo doch Huhn als so magenschonend gilt und ich da bei meinem kleinen Doggen-Mix immer gute Erfahrungen gemacht hatte. Aber vielleicht hatte er auch nur einen schlechten Tag oder nen nervösen Magen...das kann ja viele Faktoren haben. Am besten hat er Hirsch vertragen, da war das Ergebnis ("Ergebnis" heißt in unserem Falle, also als Otto-Normal-Hundehalter: absolut laienhaftes Urteil basierend auf dem intensiven Studium vom Inhalt verschiedenster Hundefuttersorten - die man sich genauer anschaut als das eigene Futter - und somit bedeutet "Ergebnis" im wahrsten Sinne des Wortes eben auch der Kot und die Menge) nahezu mit Frischfleisch-Futter vergleichbar. 

Besonders lustig fand ich seine Reaktion auf Känguru :-) Die meisten unter unseren Lesern wissen ja, dass Rico zum Glück kein mäkeliger Hund ist. Nur wenig lehnt er ab - besonders vegetarische Hundekekse (seltsamerweise mag er aber frisches Obst). Auch habe ich seit seinem Welpenalter auf eine gewisse Abwechslung gesorgt, schon um seinen Magen an verschiedene Lebensmittel zu gewöhnen (viel Abwechslung hatte er ja nicht in seinen ersten Lebenswochen). Der ein oder andere Snack vom Känguru war auch dabei... Aber nun gehört Känguru im Hause Pisacane nicht gerade zu den regelmäßigen Mahlzeiten...

Und so kam es, dass ich einen der seltenen Momente mit Rico am Napf erlebte. Denn als es Känguru gab, da schaute mich das Döggelchen routinemäßig mit seinen großen Augen an und wartete auf seine Freigabe (es ist nicht so, dass ich eigentlich darauf bestehe; wir hatten es halt nur trainiert, damit er nicht wie ein Staubsauger alles von der Straße frisst - und so ist es bis heute geblieben, zuweilen mit skurril-lustigen Ergebnissen...aber dazu ein anderes Mal). Als ich ihm nun zu verstehen gab, dass er fressen kann, schnüffelte er am Futter...ging einen Schritt zurück und schaute mich wieder an...diesmal war sein Blick aber ein wenig skeptischer... "Ja, soll ich? aber was ist das", stand in großen Lettern darin...erneute Freigabe...wieder ein Schritt auf den Napf zu...Abschlecken der Leftzen...wieder ein Schritt zurück...wieder dieser Blick...nun mit einer kleinen Prise Verzweiflung "wirklich?" fragten sie, während die Sabbertropfen gen Boden fielen...und wieder ermunterte ich ihn mit diversen Freigabe-Signalen (ich nehm dazu die Stimme und Gesten...die kann ich nicht so leicht zuhause vergessen, wie Pfeife, Clicker oder anderes Gedöns...man(n) wird ja im Alter vergesslich ;-) ) Und alle Dinge sind halt 3, auch in der Hundewelt zuweilen...denn nun schleckte Rico doch tatsächlich über sein Känguru-Menü...der eine Schlecker genügte und Rico begann zu schlingen :-) Das Beuteltier fand dann mit einer kleinen Verspätung doch noch seine Zustimmung...und so wie er es fraß, schien es ihm zu schmecken (an kleinsten Signalen erkenne ich durchaus Unterschiede was seinen Geschmack angeht - und Känguru schmeckte ihm eindeutig besser als das gewohnte Rindfleisch).

Ja, eindeutig! War ja auch mal was anderes! *leftzenleck*

War ja klar, dass du dich auch nochmal zu Wort meldest...

Du weißt doch: Mein Blog! *schwanzwedel* Außerdem muss ich doch auch deine Erwartungen erfüllen...zumindest manchmal ;-)



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Dienstag, 15. März 2016

Das DogBlogger Wanderpaket ist da!

Na da war meine Freude groß, als der Postbote das Paket brachte...und dann noch so ein großes *schwanzwedel* Denn ich weiß ja, dass die meisten Pakete eh für mich sind *frechschau* Aber so ein großes ist eher selten. Noch dazu eines, das soooo schnüffelspannend war. Denn es roch nach ganz vielen verschiedenen Hunden...und Leckereien *schwanzwedel*


Das riecht aber spannend...

Denn es handelte sich nicht um irgend ein Paket...nein, es ist ein Wanderpaket. Was das ist? Das erklärt euch besser mein Cerebral-Interface Maximilian *schwanzwedel* Also, leg los!

War ja klar, wenn es ums erklären geht, spielst den Ball weiter...

Ballspielen ist toll! Aber nicht jetzt, denn jetzt musst du das mit dem Wanderpaket erkären - also Cerebral-Interface, walte deines Amtes *anstups*

*seufz* Wie der Name schon sagt, wandert das Paket herum - von Hundeblogger zu Hundeblogger. Die Aktion ist eine Idee gewesen von Manuela vom Blog meinHund24.de. Manuela füllte das Paket rand­voll mit tollen Pro­duk­ten rund um den Hund und schickte es los. Jeder mitmachende Hundeblogger kann sich ein bis zwei Sachen her­aus­nehmen und legt dafür wieder genauso viele Sachen zurück in das Paket hinein. Dieses wird dann weiter geschickt zum näch­sten Dog­Blog­ger. Ähnlich wie ein Kettenbrief... Und seit - ich glaub - Sommer vergangenen Jahres ist es schon unterwegs.

*schwanzwedelhüpf* Dann kam es endlich bei uns an!

Ja, es kam vom Schnüffelinspektor Timmy und deine Aufregung war groß...

Na hör mal! oder besser gesagt: riech mal! Hast du die ganzen feinen Gerüche nicht wahrgenommen? Ach vergiss die Frage...ist rhetorisch gemeint...natürlich nicht...dein Riechzentrum ist ja ausgefaltet nur so groß wie ne Briefmarke *frechschau*

*schnüffelsniff*

Jaja, du Geruchsgenie! Ich weiß! Eures dafür so groß wie ein DIN A 4 Blatt :-)


Quatsch nicht so viel, macht das Paket auf *schwanzwedel*

Es war jedenfalls ein pfotastischer Spaß! All die tollen Sachen zu beschnüffeln... War gar nicht so einfach sich da zu entscheiden...



Was wir reingetan haben? Nun, so viel: Etwas, womit wohl JEDER Hund etwas anfangen kann und etwas was ich ganz besonders mag *schmatz* Und an wen geht das Paket jetzt?

Also wir sind schon recht am Ende der Kette. Als nächstes wandert es weiter zu Nadine vom Blog Chaostrickser., um dann wieder an seinen Ausgangspunkt zurück zu kehren: zu Manuela.

Na da bin ich ja mal auf das Ende der Wanderschaft gespannt! *ohrennachvorn-neugierigschau*