Samstag, 25. Juni 2016

Neues aus unserer Rubrik "Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund..." ;-)

Neulich am Rhein, auf der Oberkassler Seite (der aufmerksame Leser weiß, dass wir da ja öfter sind), schlenderte ich fast schon routinemäßig mit dem kleinen Döggelchen Rico. Unterhalb des Deiches geht das auch ohne Leinenzwang. Schön gechillt...entspannt...ab und an unterbrochen von einer kleinen Spielrunde oder gemeinsamen Rennen...

Aber irgendwann fällt Rico zurück. Und das nicht mal nur für ein paar Sekunden. Alleine das hätte mich misstrauisch werden lassen sollen...Ihr wisst ja, dass bei uns auf den Rheinwiesen auch Schafsherden grasen, dementsprechend liegt halt auch deren Mist dort rum. Hundegourmet-Kenner wissen, welche Leckerei das für unsere Fellfreunde bedeutet. Doch das Zusammenleben erfordert halt Kompromisse. :-) So wie von mir, so auch vom Hund. Und so sehr ich auch verstehe, dass das Fressen von Schafskacke natürlich und aus Cani-Sicht lecker sein mag - er lebt mit mir zusammen und muss daher aus hygienischen Gründen darauf verzichten. Keine Sorge, er leidet darunter nicht gerade, weiß doch mein kleiner Doggen-Wookiee, dass es dafür andere - nicht weniger stinkende - Leckereien gibt, wie Pansen.

Nun hatte ich euch ja bereits berichtet, wie das so normalerweise abgeht, wenn er so eine verlockenden Schafshaufen findet. In Kürze: Er schaut, ob ich was mitbekomme; wenn ja und er zu weit weg steht, als dass ich rechtzeitig eingreifen kann, dann wälzt er sich darin...nicht selten schaut er mich danach an mit einem Blick, der sagt: "Hey, was willst du? Habs nicht gefressen..." Sein Schwanzwedeln inbegriffen. :-)

Manchmal, wenn ich näher dran bin, so wie dieses Mal, dann lässt er sich auch zurückfallen. Wie anfangs gesagt, das hätte mich schon misstrauisch werden lassen. Aber zum Glück sind meine menschlichen Instinkte und Intuition nicht völlig verkümmert: Ich spürte, dass irgendwas nicht ganz stimmte, drehte mich um (nein, das ist keine Telepathie, eher sowas wie Empathie, es ist die ganz normale Verbindung zweier Lebewesen, die sich seeeeehr gut kennen - Rico nennt es daher caniden-vereinfachend "semi-telepathisch" oder "Instinkt-telepathisch" ;-) ). Und erwische Rico bei einer neuen Masche wie er gerade in einen Schafshaufen beißen will. :-)

*mampfkau* Schmeckt mir gerade so gar nicht, muss aber jetzt sein...*brummm*

Ich rufe: "PFUI!" Sein Kopf ruckt hoch, er blickt sich hektisch um. Und mit der Grazie einer Mischung eines Einhorns und Godzilla hüpft das Döggelchen schnell zu einem nahen Busch ins hohe Gras. Dort beginnt er mit großen Geraschel, aber wenig motiviert auf den Gräsern rum zu kauen. Scheint ihm nicht zu schmecken, denn er spuckt sie wieder aus. Doch aufhören ist nicht, er braucht ja ein Alibi, sogleich beißt er wieder in die Gräser und schaut mich dabei an. "Was regst dich auf, Alter? Ich ess' doch nur Gras..."

Was iss'? Hab doch nur Gras gefressen... *wedel*


Hallo, Gras essen ist ja nicht verboten. Jedenfalls hast mir das soooo nicht beigebracht. *frechschauohrennachvorn*

*lach* Dieses "Alibi-Gras-Kauen" ist neu von dir. Aber hey, Kleiner, du weißt doch: Ich liebe die Kommunikation mit dir!!! :-D

Glaub mir, ich hab auch meinen Spaß mit dir! Und du kennst doch die Regel: Mein Blog, mein letztes Woaff (Menschensprache: in diesem Fall "Wort"). *frechschauwedel*


Szenen aus dem Leben mit einem Doggen-Wookiee mit typischem Molosser-Eigensinn (aus unserer neuen Rubrik "Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund"):















Mittwoch, 22. Juni 2016

*[Produkttest] Im Hyatt Regency ist jeder Hund ein Very Important Dog!

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Ich geb es ja zu: Ich war extrem skeptisch - aber eben darum auch neugierig. Ein "Very Importand Dog" (VID) Service, wer braucht das? Sicher kein Hund...

Das kann auch nur so ein fellloser Primat auf 2 Beinen wie du sagen..und dabei hättest du es doch wissen sollen, du hast doch schon öfter in Hotels übernachtet - auch in Hyatt Hotels.

Hey Rico! Riskier mal nicht so ne große Schnauze! Damals habe ich es ja auch nichts so sehr nach hündischen Kriterien betrachtet. Ich wurde ja eines Besseren belehrt. Ja mehr noch, der Aufenthalt im *Hyatt Regency in Düsseldorf direkt am Rhein hat meine Perspektive erweitert und mir gezeigt, wie bescheiden ich bisher bei Hundeurlauben war. In der Regel ist man ja schon froh, wenn man euch Fellfreunde duldet. Nicht selten bezahlt man dafür dann 5 bis 10 Euro. Aber dafür bekommt man auch oft nichts anderes als die Toleranz (wir kennen auch Fälle, wo die Hunde im Zimmer bzw. Ferienwohnung bleiben müssen, damit die Hoteleigenen Hunde frei rumlaufen können). Dagegen kostet der VID im Hyatt 35 Euro (Zimmerpreis ab 180 Euro). Ganz schon happig - findet ihr? Nun, das dachte ich anfangs auch. Aber dafür bekommt der Hundehalter quasi ein komplettes Rundum-Sorglos-Gefühl - und das meine ich wörtlich!

Schon bei der Ankunft bekam ich nicht nur das Gefühl, dass Hunde "erlaubt" sind, sondern nahezu erwünscht. Gerade mit großen Hunden ja nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit...

Ich wurde ja quasi auch begrüßt vom Portier... *schwanzwedelfreu* Und im Zimmer dann sogar mit einem persönlichen Brief an mich! *ohrennachvorn*

Ein Brief persönlich an mich! Darin steht auch, was und wohin ich alles darf und was und wo nicht...

Ja, mit dem Portier hast du schnell Freundschaft geschlossen. Das hab ich gemerkt. Der Gute wusste das aber nicht so ganz, als du ihn am frühen Morgen als wir von unserer Gassirunde zurück kamen und er seine Schicht begann, anspringen wolltest. Aber lass mich der Reihe nach erzählen, Kleiner.

Hallo, das ist doch der Reihe nach. Immerhin war das der Erste vom Hotel, den ich beschnüffelt habe. *schwanzwedel*

Mein Kumpel Hoss, der Portier! *schwanzwedelfreu*

Ja, schon gut, Kleiner. Aber nach der Begrüßung und Gepäckübergabe an den Portier ging es ja zur Rezeption. Auch dort war die Begrüßung ausgesprochen freundlich. Noch beim Einchecken, fragte ich, ob sie die Nummer eines Tierarztes hätten - nur für den Fall der Fälle (hat mich natürlich auch interessiert, weil wir ja einige Tierärzte ja aus Düsseldorf kennen). "Direkt wenn Sie rauskommen und über die Fußgängerbrücke gehen, ist ein Tierarzt. Aber wenn Sie mir sagen, um was es geht, suche ich Ihnen gern einen Spezialisten raus", bekamen wir die prompte Antwort.

Nach dem Einchecken führte uns der Portier auf unser Zimmer. Und was soll ich sagen: Ausstattung, Design, Sauberkeit - alles top. Hyatt halt. Als erstes fiel natürlich der atemberaubende Ausblick auf! Schade nur, dass der tolle Steinboden im Schlafbereich aufhörte und ein Teppichboden begann. Der Hygiene wegen, hätte ich mir weiter den Steinboden gewünscht, zumal der von der Oberfläche her auch nicht rutschig war. Auch für Hundepfoten nicht.

Auch als Hund muss ich zugeben, echt pansiger Ausblick!

Der Rhein...

...der Fernsehturm...

...die Gehry Bauten. *schwanzwedel*

Ja, stimmt, ganz anders als beispielsweise spiegelnder Marmor...

Du bist da auch völlig selbstverständlich drüber gelaufen. Und hast auch alles neugierig beschnüffelt. Den ganzen Raum, aber besonders die Näpfe, die Flasche Evian in einem der Näpfe und das Hundebett von Dogstyle Dream Collection.

*brummm* Ja, das war viel zu klein...*schnauf*

Und du meinst echt, da pass ich rein? *brummm*

Das war schon die XL Variante, Kleiner. Auch wenn du das nicht glauben wolltest... :-)

Du meinst, weil ich versucht habe es zu erweitern... *schwanzwedel*

Ich hab mich schlapp gelacht, als du versucht hast mit der Schnauze entlang der ganzen Umrandung gedrückt hast. Und dein missmutiges Schnauben dabei sprach Bände... :-D

Ich konnte einfach nicht glauben, dass das alles war. *schüttel* 

Ich soll mich zusammenrollen? Roll dich mal selber! Da fall ich doch raus... *skeptischermitleidsblick*

Na komm, immerhin war ein Hundebett vorhanden, was ja bei anderen Hotels nicht immer so war, und zusammengerollt hast du ja reingepasst. Aber für noch größere Hunde wäre es wohl echt zu klein (kleiner Tipp: bei noch größeren Hunden - also über 40 Kilo - sagt bei der Zimmereservierung Bescheid, dann bekommen die Hunde eine Decke). Lustig war auch wie du das Zimmer beschnüffelt hast. Vor allem im Bad, wo du in der ebenerdigen Regendusche standest und dir den Kopf an der Trennscheibe gestoßen hast. :-D

Was machen die die auch so durchsichtig sauber. *brummm* Aber den Brief, den sie mir persönlich geschrieben haben, DAS hat mir gefallen. Zeigt irgendwie Aufmerksamkeit...auch wenn man den Brief nicht essen kann, wie die Leckerchen. *schwanzwedel* Und du lach nicht so, du hast doch das Zimmer genauso beschnüffelt...wenn auch nicht mit der Nase. Ich fand's lustig, als du auf dem Boden lagst und unter das Bett geschaut hast. Warum eigentlich?

Na, um die Sauberkeit zu prüfen. Und die war 1A! Und deine Nase war ja manchmal besser als mein Auge. ;-) Jedenfalls hast du schnell die Leckerchen von Dogs Deli und die Wurst von Fleischlust entdeckt.

Die Leckerchen waren auch schnell weg, so klein wie die waren...

Jetzt nörgel nicht rum, das war ein ganz normales Tütchen von der Portion her. Okay, die Leckerchen selber waren für dich ein wenig sehr klein...und die Portion ist wohl auch eher was für Hunde unter 25 Kilo. Aber dafür hat dir die Wurst sehr gut geschmeckt! Und hey, Kleiner, bei welchen Hundeurlaub hast du überhaupt was bekommen? Meist musste ich ja noch neben den Hundebetten auch deine Leckerchen und Futter sowieso mitnehmen.



Ja, schon gut, das war eben Kritik auf hohem Caniden-Niveau. Wird ja bei dem Preis noch erlaubt sein. *schnauf*

Rund ums Hyatt gibt's viele Grünflächen. *schwanzwedelfreu*


Den Weg kenn ich: Über die Brücke geht's zum Rheinstrand!

Am Rheinstrand
Nachdem wir uns im Zimmer kurz eingerichtet hatten, stand die Gassrunde an. Schließlich musste ja auch die Gegend erkundet werden. Nun kommen wir ja aus Düsseldorf und kennen den Medienhafen und den nahen Rheinstrand. Aber wir mussten ja auch testen, wie das Personal auf solche Fragen reagiert. Ich also mit dem kleinen Rico runter zur Rezeption und dumme Fragen gestellt. Hab versucht ein wenig unsicher und nervig zu sein (wie Ortsunkundige eben halt so sind), das Hunde-Spleenige war dagegen weniger geschauspielert. ;-) Und sogleich malte man mir 2 mögliche Routen auf einer handlichen kleinen Karte auf. Die eine führte entlang der Rheinuferpromenade (quasi zu Fuß zurück nach Hause zu uns), die andere entlang dem Rheinstrand (wir hatten ja von unserem Aufenthalt euch über unseren Twitter und Instagram Kanal berichtet und Fotos gepostet). Wir kennen beide, aber Letztere laufen wir weniger oft als auf der Rheinuferpromenade. Außerdem war es warm, ein abkühlendes Bad würde der kleine Doggen-Wookiee sicher mögen.

Auja, Wasser ist toll!

Sagt das Döggelchen, dass bei Regen den Depressionsblick auflegt. :-)

Naja, Regen ist ja auch was anderes. DAS ist blöd. *schüttebrumm*

Wasser ist toll! Komm auch rein, Alter!

Na, was läuft denn da Hübsches vorbei...

Hier eine mögliche Gassirunde vom Hyatt aus, doch da wir sie oft laufen,...

...entschieden wir uns für eine Abwandlung von dieser hier.

Ja, ist klar, Rico. :-) Nach unserem Gassigang entlang des Rheins und einer Pause an dessen Uferstrand, gingen wir durch den Medienhafen zurück. Der ist im übrigen ein 2. Ausgehzentrum in Düsseldorf: Zahlreiche Bars, Cafes und Restaurants laden hier die Besucher ein. Wir besuchten dort auch ein paar Freunde bevor wir uns auf den Weg ins Hotel machten - es war ja mittlerweile schon Abend.
 
An den Gehry Bauten kommt man irgendwann zwangsweise vorbei...

...die haben alle verschiedene Farben, hier Weiß...

...aber auch das silberne durfte ich nicht markieren... *frechschau*

Uiii, so 'ne Yacht könnt mir schon gefallen...nur wo geh ich dann Gassi? *ohrennachvorn*

Und ich auch echt platt. War ja viel Neues für mich. Die ganzen unterschiedlichen Gerüche oder auch die vielen verschiedenen Untergründe: Teppich, Steinboden, Holzbrücken, Asphalt, Wiese, Kies und Sand...



Der Innenraum im Shabby Chic
Ja, das hab ich gemerkt. Nach deinem Futter bist du sogleich eingeschlafen. Die Zeit hab ich dann aber auch zum Chillen benutzt und schon mal die Bilder gesichtet. Später dann sind wir nochmal raus, zum Gassi und auch zum Essen. Denn ganz in der Nähe haben Freunde von uns ein nettes atmosphärisches Lokal, das Shabby Chic. Und deren Küche schmeckt mir eh schon seit Jahren, nicht selten hab ich dort Silvester gefeiert. Und Rico kennen sie seit seinem Welpenalter. Nur leider kamen wir in letzter Zeit viel zu selten dazu, das Shabby Chic zu besuchen. Also nutzen wir die Chance. Wegen des schönen Wetters und der auch noch abends warmen Temperaturen, saßen wir uns in ihrem Innenhof und genossen die nette Abendatmosphäre. Bestellt haben wir Lammfilet und dazu gedünstete Gemüse und Algen-Kartoffelpüree. Fragt mich nicht welchen Rotwein wir dazu getrunken haben. Manchmal bestell ich welchen, manchmal lass ich mich aber auch vom Chef Musti überraschen. So auch dieses Mal - und ich habe es nicht bereut. ;-)

Meinst der Chef gibt mir noch ein Stück Roastbeef? *schwanzwedelfreu*

Ebenso wenig wie ich. *leftzenleck*

Ach ja, einen Gruß aus der Küche hast du ja auch bekommen. Sogar vom Chef persönlich. :-) Weißt du eigentlich, Kleiner, was für ein edles Stück Roastbeef du da bekommen hast? Wahrscheinlich wurde das Rind mit Bier massiert, haben ihm Lieder vorgesungen und seinen Namen getanzt. :-)

Klaaaar, was meinst du denn, warum ich es sogleich verschlungen und in meinem Magen gesafed habe. Übrigens, dass mit dem Bier-Massieren kannst auch gern mal bei mir machen...das Singen bitte nicht, du singst zu schräg...*frechschwanzwedel* Und die Blutwurst davor war auch lecker. *leftzenleck*




Deine gute Laune habe ich auf dem Nachhauseweg gemerkt. Hattest echt ein paar Clowns mit der Blutwurst und dem Roastbeef verschluckt. :-) Auf jeder Wiese wolltest du spielen und hast dich gewälzt.

Das war ein absolut wuffig schnüffelreicher Tag, da freu ich mich jetzt aufs Hotel.

Noch etwas chillen im Kaminzimmer, dann geht's auf unser Zimmer.

Och komm, der Wein hat dich auch recht lustig gemacht. Hatte mich ja sogar gewundert, dass du den Weg zurück gefunden hast. *frechschau* Das war ja auch ein wuffiger Tag! Da war es nur richtig, dass wir das mit viel Streicheln und Kuscheln beendet haben.



Was für ein pfotenstarker Ausblick!
Ja, das hast du genossen...und wehe ich hab die Hand weg genommen. Dein vorwurfsvoller Blick bringt einen ja fast zur Selbstanzeige beim Tierschutz. Wir haben beide jedenfalls sehr gut geschlafen. Und der Ausblick vom Bett aus über den Hafen als wir am nächsten Morgen aufwachten war echt...wie sagst du immer so schön, Rico: Wuffastisch! :-)

Und Pfotastisch! *jawohlwoaff*

Ja, das war echt klasse! So freut man sich schon vor dem Aufstehen aufs Gassigehen. Und zur Ausstattung des Zimmers gehört neben einem LCD-Fernseher auch eine Nespresso Kaffemaschine - zum Glück (wer mich kennt, weiß, dass ich erstmal 1-2 Kaffee brauche um überhaupt in Erwägung zu ziehen, die Großhirnrinde zu aktivieren). Die 1. Runde am frühen Morgen haben wir denn auch sehr gechillt genossen. Sie führte uns über die Fußgänger-Brücke um da Hafenbecken herum.


Ohrüde! (Menschensprache: Ohmann!) So früh am Morgen schon posieren...

Yo, ist ganz okay... *immercoolbleiben*

Und als wir wieder am Hotel ankamen, trafen wir meinen Kumpel Hoss, den Portier. *schwanzwedelfreu* Und ein paar schnittige Autos...

Und der war im ersten Moment auch ein wenig verunsichert wegen deiner Freude. :-) Nachdem ich dich dann im Zimmer versorgt hatte, ging ich runter. Schließlich lockte mich das ausgiebige Frühstücksbuffet. Doch auf dem Weg dorthin musste ich noch was rausfinden: Ich fragte an der Rezeption, ob ich eventuell das Frühstück in der Lobby nehmen könnte, für den fall, dass mein Hund nicht alleine sein kann (Rico hat damit nicht wirklich Probleme, ihm passt es halt nur nich, dass ich weg bin, was er mir dann auch meist bei meiner Rückkehr mal mehr mal weniger sanft zeigt; aber für einen Hoteltest mit Hundeurlaub war die Frage durchaus wichtig). Die Antwort: "Das können wir sicher irgendwie arrangieren, aber viel einfacher ist es, sie bringen ihn zur Rezeption und wir kümmern uns dann im Backoffice um ihn." Die haben nicht einmal gefragt, ob Rico eventuell agressiv ist...

Hallo? Alter, die sind doch nicht blöd! Die haben mich doch schon kennen gelernt...

Trotzdem ist das nicht so selbstverständlich - gerade bei größeren Hunden. Na, zum Glück hab ich mit dir ja da keine großen Probleme. Solange jedenfalls keiner das Zimmer betreten will... Und so konnte ich in Ruhe das leckere Frühstück genießen.

Du hast mir sogar vom Buffet was mitgebracht... *leftzenleck*

Ja, war auch kein Problem. Der Oberkellner hat sich sogar ein wenig gewundert, dass ich überhaupt gefragt habe, er wollte sogar in der Küche extra nach Resten für dich fragen.

Waaaas? Das erfahre ich jetzt erst? Warum hast du keine mitgebracht? *brummm*

Weil wir noch einiges vor hatten und du mit vollem Magen erst mal hättest Ruhen müssen. Und so konnten wir noch eine schöne Runde durch den Medienhafen drehen. Hier herrscht zwar anders als am Rheinstrand Leinenzwang, aber dafür fahren kaum oder sogar keine Autos, die Bürgersteige sind sehr breit (so kann man sich bei Hundebegegnungen besser ausweichen).

Also sowohl von der Lage, als auch vom Service ist das Hyatt wohl in Düsseldorf eine der Top-Adressen für einen Urlaub mit Hund. Besonders ideal wäre meiner Meinung nach für ein verlängertes Wochenende - beispielsweise bei Veranstaltungen wie der Großen Rheinkirmes, für einen Musical Besuch im Capitol, für das Varietee Apollo oder auch einfach für eine Shoppingtour. Sicher, der Preis von 35 Euro pro Hund erscheint auf den 1. Blick happig. Jedoch kennen wir so manche Übernachtungsmöglichkeit (nicht wenige davon werben ja auch im Web mit ihrem Angebot), dass Hunde "erlaubt sind" - und das dann nicht selten für 5 bis 10 Euro (manchmal auch umsonst, das ist wenigstens fair). Hingegen im Hyatt bekommt man nicht nur ein Sorglos-Paket (so muss man ja selber keine Hundebetten mitschleppen), sondern auch ein Sorglos-Gefühl. Hier ist der Hund nicht nur willkommen, nein, man merkt richtig, wie sich die Mitarbeiter geradezu freuen.

Yo, das hab ich auch gespürt, die hatten ja nicht mal was dagegen, wenn ich mich an deren feinen Zwirn angelehnt habe und so auch ein paar Haare an ihnen hängen blieben... *schwanzwedelfreu*

Ja, ich hatte auch das Gefühl, dass die sich schon drauf gefreut haben, mal im Back-Office auf dich aufzupassen. War ja bei unserem Aufenthalt nicht nötig, aber wer weiß, wir kommen ja öfter da in die Gegend...vielleicht geb ich dich da mal für 1 Stunde oder so ab. ;-)

Also wenn die mich wieder alle so streicheln und ich so viele Leckerchen bekommen, gern. ich weiß ja, dass du mich wieder abholst. Du kannst doch eh nicht ohne mich, Alter. *schwanzwedelfreu*

*lach* Ja, das stimm, mein Kleiner.

Aber eine Sache wüsste ich doch noch gern...

Und was?

Wozu war nochmal die Glasscheibe zwischen Dusche und Schlafraum? *frechschau*

Das hab ich dir doch schon erklärt...

Jaaaa, aber nicht hier! *schwanzwedelfreu*

Na komm, du Doggen-Wookiee, wird Zeit für 'ne Gassirunde.

Klasse! *aufspring* Am besten wir gehen direkt mal in Richtung Medienhafen... Auf dem Weg zum Hyatt Regency kannst mir ja das Glasscheiben-Dusch-Dings nochmal erklären und wir schlabbern in der Hotelbar einen Schluck Wasser. Da werden wir Hunde nämlich zuerst bedient. *jawohlwoaff*




PS: An dieser Stelle auch einen absolut wuffigen Dank an unsere Freundin Martina Züngel-Hein vom Blog HundReisenMehr für die vielen Tipps und Hinweise. Sie hat mein Cerebral-Interface Maximilian nämlich vorher gebrieft - sie ist ja was das Thema Hundeurlaub angeht auch eine absolute Expertin!



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Donnerstag, 16. Juni 2016

[Interview] Das sagen verschiedene Hundetrainer zur Erlaubnispflicht nach §11 Tierschutzgesetz

Das folgende Interview stellt in mehrererleih Hinsicht etwas besonderes dar. Ich glaub ich habe noch nie so lange an einem Interview gearbeitet (wenn auch nicht an einem Stück) wie an diesem. Als Journalist hätte ich wohl schon zu Anfang das Interview professionell nett aber unwahr abgesagt, als Blogger wohl wenig später genervt mich anderen Themen gewidmet, doch als Hundehalter war ich zu wissbegierig. Noch nie gab es schon im Vorfeld so viel Austausch. Mehr als einmal wich ich auch von journalistischen Kriterien und Standards ab, ging Kompromisse ein - aber hey, es ist unser persönlicher Blog und mir ging es in erster Linie um den Wissensgewinn. Und den bekam ich gleich auch in mehrerer Hinsicht geliefert.

Schon des Öfteren bot ich ja unseren Blog als neutrale Plattform an, so beispielsweise beim Projekt "Hunde-Schweiz" um die verschieden Trainingsrichtungen mal zusammen zu bringen. Außerdem empfehlen wir ja eh immer wieder, sich aus mehreren Quellen zu informieren, so auch bei unseren Buchvorstellungen. Man muss ja schließlich mehrere Seiten hören und lesen um sich ein annäherndes Bild machen zu können. Denn wie heißt es noch so schön: Eine Medaille hat immer 2 Seiten - und ich ergänze oft noch: Und zusätzlich einen Rand.

Schon damals war deshalb angedacht auch Hundetrainer zum Thema Erlaubnispflicht nach §11 Tierschutzgesetz (TierSchG) zu interviewen. Daher freute ich mich sehr, als sich einige Hundetrainer bei mir meldeten, wegen des Interviews mit dem Leiter des Veterinäramtes Düsseldorf, Klaus Meyer. Die meisten mit Kritik - manche davon berechtigt, viele davon eher unsachlich, unlogisch, ja zuweilen sogar niedlich (wenn das Thema nicht so ernst wäre). Dennoch freute ich mich über JEDEN. Ja ich weiß, kommt einigen komisch vor - ist aber so bei Medienmenschen (und nach über 20 Jahren kann ich nicht aus meiner Haut). Denn das zeigte mir, dass ich das richtige Thema aufgegriffen hatte. Und ich verstand sogar die Entrüstung und auch Unsachlichkeit von einigen. Ging und geht es doch bei vielen Hundetrainern um ihre Existenz.

Es war daher nicht einfach, allen klar zu machen, dass ich zwar Verständnis habe, aber nicht deren Sprachrohr bin. Und schon mal gar nicht ihr Lobbyist! Wenn überhaupt sehe ich mich eher als Vertreter der Hundehalter! Die kommen mir bei den meisten Diskussionen eh zu kurz...aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls gab es einen Erkenntnisgewinn, der so nicht vorgesehen war: Denn wegen des ganzen Heckmecks zog sich das Interview in die Länge (okay, ich konnte auch nicht jeden Tag da mitdiskutieren, schließlich bezahlt der Blog ja nicht unsere Miete etc.). Im Nachhinein vermute ich aber, dass man das hinauszögern wollte. Warum? Nun, die Vermutung liegt nahe, denn als dann endlich die Fragen fertig waren, von allen akzeptiert, ja schon seit mindestens 2 Wochen in deren Mail-Postfächern lagen, da regte sich eine kleine skurrile Minderheit auf und stellte wieder alles in Frage. Seltsamerweise schrieb mich einen Abend zuvor einer der "Redelsführer" sogar an und schrieb mir, dass er die Fragen soweit fertig beantwortet hat. Einen Tag später war dann alles wieder Mist - doch diese andere Meinung äußerte er gegenüber anderen Interviewpartnern. Nun, ich war in dieser Diskussion nicht involviert, aber einige die zu dieser Gruppe gehörten waren selber überrascht über den plötzlichen Stimmungsumschwung ihrer Kollegen - was ja nur logisch und verständlich ist, war doch nur wenige Stunden zuvor noch alles in Ordnung. 

Dabei kam dann heraus, dass sie doch gar nicht so sehr was gegen die Fragen und das Interview haben. Ja einige gaben sogar zu, dass sie nicht mal was gegen mich persönlich oder unseren Blog haben. ABER: Da einige gewisse Hundeunternehmen in und um Düsseldorf nicht wollen, dass wir "mehr Publicity" bekommen (schon der Gedankengang ist ein Witz, da WIR doch wegen unserer Reichweite ja angesprochen wurden, da so mehr "Publicity" erreicht würde und alleine von der Leseranzahl her nicht die Publicity durch einzelne Hundetrainer brauchen - aber naja, manche eindimensionale Charaktere müssen sich wohl wichtig nehmen um ihre Komplexe zu kompensieren), wollten sie jetzt doch nicht mehr mitmachen. Dass sie damit die eigene Sache verraten, wegen mehr als moralisch zweifelhaften Seilschaften ihre Kollegen und auch übergeordnete Interessen im Stich lassen, war wohl sekundär. Bei einigen scheint auch eine gewissen Abhängigkeit eine Rolle gespielt zu haben. Wirklich Schade! Vor allem für den Berufstand der Hundetrainer. Und so sinnlos. Denn ihre Absicht, uns zu schaden, lief ins Leere! Vielmehr schadeten sie damit ihren Kollegen und der gemeinsamen Sache.  Ja, und irgendwie schadeten sie damit auch sich selber, denn mit ihren Lästereien vergraulten sie zahlreiche Leute, meist diejenigen, die sie gern als Kunden gehabt hätten, weil zahlungskräftiger und gebildeter (einige Hundetrainer hatten mich ja genau deswegen schon früher mal kontaktiert, weil ich ihnen dabei behilflich sein sollte, solche Kunden zu gewinnen); zurück blieben dann mehrheitlich die Kunden, über deren Ungebildetheit und mangelnde Zahlungskraft sie sich so gern beschweren und ablästern, wenn diese nicht dabei sind.

Diejeingen, bei denen sie uns diffamiert haben, gehören eh nicht zu unseren Zielkunden - einen wirtschaftlicher Schaden konnten sie also somit nicht erreichen. Im Gegenteil: So entlarvten sich auch einige Störer. Arbeitstechnisch war es sogar eine Erleichterung, da wir nun statt über 15 Interviews nur 4 auswerten mussten. Dafür stellen die Hundetrainer, die sich den Fragen gestellt haben, nicht ihre persönlichen Interessen und Animositäten vor einer größeren Sache. Im Gegenteil, ich weiß, dass der ein oder andere, der bei unserem Interview mitgemacht hat, nicht gerade ein Fan unseres Blogs ist. Umso mehr ziehe ich meinen Hut vor den Interviewpartnern für ihre Teilnahme! Ihnen gebührt größter Respekt, da sie sich so für die Sache der Hundetrainer einsetzen!

Sie alle haben nicht nur mehrjährige Erfahrung, sondern auch mehrere Referenzen vorzuweisen. Sie alle haben nicht prinzipiell etwas gegen die Erlaubnispflicht. Aber sie stellen wie ich finde, durchaus berechtigte Fragen zur Ausführung und äußern auch Kritik. Einige haben selber schon Trainer ausgebildet, die die Erlaubnis bekamen, sie selber jedoch nicht... Das findet ihr unlogisch? Nun, lest selber das Interview und bildet euch eure eigene Meinung!

Interviewpartner:
 


Unseren Standpunkt kennt ihr ja: Einen Hunde-Führerschein für ALLE Hundebseitzer VOR der Anschaffung! Und Hundetrainer sollte ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf sein!
Foto: Der Papagraf

Was ist eurer Meinung nach das Kernproblem bei der Umsetzung des §11?

Lothar Schneider: Das nicht ausreichend sach- und fachkundige Veterinäre Sachkunde beurteilen müssen. Außerdem vermute ich, dass in einzelnen Landkreisen durchaus persönliche Belange der Veterinäre mit reinspielen hinsichtlich Bereinigung der Anzahl der Hundeschulen um einigen wenigen ein besseres Auskommen ermöglichen zu können. Außerdem der nicht professionelle Abstand der Veterinäre zu dem Thema.

Heike Beuse: Der Fokus kommt aus einer ganz bestimmten Richtung und wird auch in eine ganz bestimmte Richtung geleitet. Es ist viel im Argen, ob nun bei der theoretischen Überprüfung, oder der Überprüfung durch Kolleginnen/Kollegen. Die Überprüfung hat nichts mit einem Mindestmaß an Sachkunde zu tun. Es wird viel zu sehr in die Veterinärrichtung verlangt. Letztendlich birgt auch dies noch nicht geahnte Probleme, das werden wir, bzw. die Hunde und ihre Halter, dann in ein paar Jahren ausbügeln müssen.

Ixe Schäfer: Das die Ämter eigentlich gar nicht genau wissen, was sie wie machen sollen. Mein Vet. Amt beispielsweise sagt, dass sie keine Ahnung haben, was als „ausreichende Fachkenntnis“ gelten kann. Andere Ämter ziehen ihren Stiefel gradlinig durch, ohne Rücksicht auf Verluste.
Ich glaube, da wurde ein Gesetz aus der Hüfte geschossen, ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Soviel ich weiß wurde das in Absprache von Veterinärmediziner und den Tierärztekammern beschlossen. Für mich purer Lobbyismus, der ihnen zu einem Machtmonopol verhilft.


Bevor die Erlaubnispflicht durch die Veterinärämter eingeführt wurde, riefen viele Hundetrainer nach einer Kontrolle von Hundeschulen. Warum sind jetzt so viele gegen die Erlaubnis nach §11 des Tierschutzgesetzes?

Lothar: Weil die Umsetzung nicht einheitlich geregelt und durchgeführt sondern je nach Gemütslage und Vitamin B der Veterinäre durchgeführt wird.

Mona Göbel: Die Umsetzung ist mehr als fragwürdig! Sie ist unüberlegt, willkürlich und in vielen Fällen unmenschlich!

Ixe: Weil die Ämter anscheinend willkürlich entscheiden, wer eine Zulassung erhält. Die Umsetzung ist nicht nur ungerecht sondern vernichtet auch komplette Existenzen. Zudem wurde das Gesetz zum Schutz des Hundes geschaffen, was bei den Überprüfungen keine Rolle mehr spielt. Laut der AVV soll der Trainer ein Mindestmaß an Sachkunde belegen, was die meisten können. Dennoch sollen sie sich einer dreiteiligen Prüfung unterziehen, die zwischen 100 und 1000 Euro kosten kann. Die Kosten erfährt man erst nach der Prüfung.
Dann sind kaum Ämter in der Lage, die fachliche Kompetenz der Trainer überhaupt zu prüfen. Wie auch, war ja nie ihre Aufgabe. Dadurch werden externe (angebliche ) Sachverständige hinzu geholt. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Tierärzte, die besten Falls einen Kurs in Sachen Verhaltensanalyse bei Tieren belegten. Das bedeutet aber nicht, dass sie die Aufgaben eines Hundetrainers beurteilen können.
Was dabei gänzlich ungerecht ist, wenn es um den Schutz der Hunde geht (Tierschutz(!)Gesetz), dass Vereinstrainer sich der Überprüfung nicht stellen brauchen. Nur gewerblich arbeitende Personen.

Heike: Ich denke sie sind nicht gegen die Erlaubnispflicht, sondern eher gegen die Art und Weise der ungerechten Umsetzung.


Es gibt ja bekanntlich viele Wege, einem Mensch-Hund-Team zu helfen, es zu beraten. Methodik spielte bisher immer eine wichtige Rolle bei der Übereinkunft der Hundetrainer, ein gemeinsames Berufsbild zu kreieren. Glaubt ihr, dass es notwendig wäre, den Beruf des Hundetrainers zu einer staatlich anerkannten Ausbildung zu machen?

Mona: JA! Aber – Methodenfrei!

Heike: Ich denke das dürfte schwierig werden. Wenn, müssten ja jedwede Methoden einbezogen werden. Auch müsste es meiner Meinung nach eine Basisausbildung sein, mit der man sich für weitere Zweige qualifizieren kann.

Lothar: Zu allererst sollten wir festhalten: Hundetrainer ist ja noch kein Beruf. Und genau da müssen wir hin. Aber nicht auf Kosten der Tiere! Nicht zu Gunsten einiger wenige Geldmacher, die sich damit eine goldene Nase verdienen in einem ihnen berufsfremden Bereich Vorschriften zu machen. Nicht mit völlig veraltetem Wissen und nicht völlig eingerostet und so festgefahren, dass man immer wieder mit Kunden die Problematik hat, sie aus dem Mittelalter des Hundetrainings in die Neuzeit abzuholen. Nicht zu Gunsten einer Tierärtzelobby, die einfach dringend neue Beschäftigung sucht.


Bei dem Paragraphen soll es ja eigentlich um den Schutz des Hundes gehen. Sicherlich sind auch euch die unfeinen Methoden einiger Trainer bekannt. Eigentlich sollen doch genau die mit der Überprüfung gefunden werden. Hättet ihr ein oder zwei Vorschläge, wie man diese herausfiltern kann?

Mona: Aber natürlich! Überprüfung vor Ort unter realistischen Bedingungen! Ich wäre jederzeit bereit, auch eine unangekündigte Überprüfung durchführen zu lassen, da ich sicher bin, dass ich diese jederzeit auch bestehen würde! Jedoch sieht der Paragraph leider nur vor, dass gewerbsmäßig tätige Hundeerzieher/Hundeausbilder überprüft werden. Wer garantiert den Schutz des Hundes in den vielen Hundevereinen?

Lothar: Genau, mit mehr Stichpunktartige Kontrollen. Konkrete Vorgaben und Gesetzte was nicht erlaubt ist und die sind dann auch mit höheren Strafen als bisher zu belegen. Ist der Hundetrainer erst ein Beruf, kann dann auch ein Berufsverbot ausgesprochen werden. Das ist derzeit nur für das Gewerbe möglich. Aber das kann man umgehen: Also Gewerbe zumachen, ein neues eröffnen und Thema wieder gut...


Viele Hundetrainer haben gar kein Problem mit der Erlaubnispflicht nach §11 des Tierschutzgesetzes. Wie erklärt ihr euch diese unterschiedliche Einschätzung?

Lothar: Genau das ist ja die Problematik mit dem „Bundeseinheitlich nicht geregelt“. Ich nehme als Beispiel mich selbst und einige meiner ehemaligen Teamkollegen des Hundetrainerteam Deutschlands. Mehrere Kollegen haben in einem anderen Landkreis ihre Genehmigungen bekommen, wenn auch nur befristet. Aber sie haben die Genehmigungen. Gleiche Ausbildung, gleiche Inhalte, gleicher Zeitumfang, Auch Prüfer mit Tierärztekammer (TÄK) Zertifizierung dabei. Kein Problem.
Die Unterschiedliche Einschätzung der einzelnen Landkreise liegt darin, dass es keine einheitliche Regelung gibt. Es sind Hinweise und Vorschläge wie verfahren werden kann. Aber die Vorgaben des Bundes sind Empfehlungen, keine Weisung.

Ixe: Man muss ja nur die Prüfung machen und bestehen. Das kann theoretisch jeder Hundebesitzer, der einigermaßen Plan von Hunden hat.

Mona: Wenn ich nicht möchte, dass jemand weiss, wie ich wirklich arbeite und was ich im echten Arbeitsleben tue – dann gehe ich zur IHK oder zur TÄK – zahle den Preis, lerne vorher ein wenig, bestehe die Prüfung und tue danach… einfach was ich will.
Viele Kollegen hatten in ihrem Landkreis den Vorteil eines Amtes, das für eine Erlaubniserteilung das getan hat, was wir alle uns wünschen: Vorliegende Qualifikationen überprüfen (hierzu gehören auch die Jahre der Tätigkeit), Erlaubnis aussprechen oder eventuell vorhandene Defizite überprüfen. Hier hätte ich auch keinerlei Probleme!


Viele Hundetrainer kritisieren, dass Tierärzte kein so fundiertes Wissen hätten über das Verhalten von Hunden, und sie daher die Prüfung nicht abnehmen könnten. Andere Hundetrainer werden als Prüfer aber auch abgelehnt, weil diese ja Konkurrenten sind. Von wem möchtet ihr dann geprüft werden?

Ixe: Ich wurde von meinem Ausbilder Jan Nijboer bereits geprüft und habe meine Ausbildung, immerhin 2 Jahre, mit „sehr gut“ abgeschlossen. Zudem kann ich zahlreiche Fort- und Weiterbildungen nachweisen. Und das nicht nur in Hundetraining sondern auch im Umgang mit Kunden, Kommunikation mit Menschen, Reflexion und Supervision. Ich meine damit, dass ich mich persönlich weiterbilde, um den Kunden gerecht werden zu können. Das sollte genügen.

Heike: Ich finde grundsätzlich sollte jeder Amtstierarzt in der Lage sein zu beurteilen, ob ein tierschutzrelevanter Umgang mit dem Hund vorliegt oder nicht. Genau darum sollte es meiner Meinung nach gehen.

Lothar: Fachkundig zu sein als Prüfer ist schwer, wenn es nicht einheitlich, eindeutig und zweifelsfrei geregelt ist. Aber um geprüft zu werden muss nicht nur die Sachkunde, sondern auch betriebliche Belange mit ins Kalkül gezogen werden.
Ich persönlich habe kein Problem von einem anderen Hundetrainer geprüft zu werden, solange wir keine Überschneidungen hinsichtlich unseres Vertriebsgebietes haben, um überhaupt eine faire Beurteilung zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass es Prüfer sein müssen, die sich in allen Bereichen mehr als ausreichend auskennen und auch Synergien der einzelnen Trainingsschema anerkennen, und nicht nach Schema F nur eine Ausbildungs-/Trainingsmethode anerkennen.

Mona: Es geht um Tierschutz! Das sollte ein Amts-Veterinär schaffen können!


Was könnte man eurer Meinung nach besser machen als bei der jetzigen Erlaubnispflicht?

Heike: Eine reale Sichtung bei der Arbeit mit Hund und Halter und eine einheitliche Umsetzung.

Lothar: Das gesamte Prozedere sofort stoppen und nochmals von vorne. Aber dieses Mal nicht übers Knie gebrochen. Außerdem den Beruf etablieren und entsprechende Gesetze dazu machen. Und so eine bundeseinheitliche Regelung und Weisungbefugnis schaffen.

Ixe: Es gibt einige private Institute, die fachlich Kompetente Trainer ausbilden. Jeder, der einen Abschluss hat, sollte grundsätzlich erst einmal seine Anerkennung erhalten. Stellt sich die Frage nach Tierschutzrelevanter Praxis, können die Amts Vets das eigenständig, wenn sie den Unterricht eines Trainers in Augenschein nehmen. Allerdings werden sie so die schwarzen Schafe nicht finden.
Ein Bestandsschutz sollte beachtet werden. Einige meiner Kollegen sind bereits am Markt, da gab es noch gar keine Ausbildungsmöglichkeiten. Sie leisten hervorragende Arbeit, zum Wohle von Mensch und Hund. Wer seit über 10 Jahren niemals auffällig geworden ist, braucht sich keiner Prüfung zu unterziehen.
Wollen die Ämter tatsächlich die „üblen“ Trainer ausfindig machen, müssten sie unangekündigte Unterrichtsbesuche machen.

Mona: Erstens sollte man sich auch die Vereine, die bisher vom § 11 ausgenommen sind, sehr genau ansehen! Und Zweitens sollten Fachgespräche unter realen Bedingungen vor Ort durchgeführt werden!


Im Interview mit dem Amtsleiter des Veterinäramtes Düsseldorf, Herrn Meyer; gab es Äußerungen, die Sie irritiert haben. Welche waren das? Und was störte euch daran?

Ixe: Das einzige, was ich fragwürdig fand war die Aussage, dass diejenigen, die nicht zur Prüfung gehen, anscheinend kein sauberes Führungszeugnis vorlegen können. Das ist eine unverschämte Behauptung, wie ich finde.
Ansonsten fand ich es gut, dass sich überhaupt mal ein Amtsmann dazu geäußert hat.

Mona: „Da ist die Frage erlaubt, ob eventuell andere Voraussetzungen nicht erfüllt werden. So muss beispielsweise auch ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Möglich, dass das nicht ganz „sauber“ ist und man daher keinen Antrag stellt... dann ist das Nörgeln zwar unfair, aber menschlich.“ Diese Aussage hat mich massiv gestört!
Es macht mich mehr als betroffen meine eigene Geschichte seit nunmehr fast zwei Jahren zu erleben und kommende Woche vor Gericht zu sitzen, ohne dass ich mir jemals etwas hätte zuschulden kommen lassen. Es macht mich noch mehr betroffen, wenn Kollegen/innen aufgeben weil sie nicht mehr können (finanziell, körperlich oder auch psychisch) oder eine Tätigkeitsuntersagung haben, die dafür sorgt, dass sie in HARTZ IV landen oder noch schlimmeres!



Donnerstag, 9. Juni 2016

Meine Geschichte bevor ich meinen Menschenpartner traf... (Teil 1)

Am 9. Juni 2012 kamen ich und meine Geschwister zur Welt. Damit bin ich nun 4 Jahre alt - also erwachsen. *schwanzwedel* Naja, zumindest biologisch. *frechschau* Die meiste Zeit davon verbrachte ich mit meinem 2-beinigem Cerebral-Interface Maximilian. Mein menschlicher Partner zeigte mir erst die Welt. Denn, wie viele von euch ja wissen, wuchs ich die ersten 11 Wochen in einem Keller auf. Das war die ganze Welt, wie ich sie kannte. Bis ich dann meinen Maximilian traf. Wenn auch nicht alle, so doch viele unserer gemeinsamen Erlebnisse könnt ihr ja hier in unserem Blog lesen, den wir etwa 1 Jahr nachdem wir zusammen trafen gestartet haben.

Aber was vorher war, das kam bisher immer zu kurz. Nur ab und an konnten wir das ein oder andere Detail hier wuffen. Grund genug also mal zurück zu schauen. Und so startet heute eine Mini-Serie in unserem Blog: Meine Geschichte bis zu dem Tag als ich auf meinen Menschenpartner traf (klar, die Fotos sind nicht aus dieser Zeit, sondern aus unseren ersten gemeinsamen Tagen und meinen ersten Erlebnissen im Freien - so sind es fast 2 Geschichten: in Worten bevor ich meinen Menschenpartner traf, in Bildern die ersten Tage).


Hier war ich gerade mal 13 Wochen alt...


Meine Geschichte bevor ich meinen Menschenpartner traf...


Ganz schön eng hier...ohrüde (Menschensprache: ohmann), ist das unbequem...was ist denn los? und was drückt mich da von Hinten? Und plötzlich wurde es etwas heller...mein Kopf fühlte sich etwas kühler an, als mein Körper... Etwas fasste mich an, zog ganz sanft an mir...und mit einem Schwupps flutsche ich aus irgendwas raus...

Puh, war das anstrengend... Sogleich spürte ich etwas warmes, nasses an mir. Eine Zunge. Liebevoll strich sie über meinen Körper, leckte die Reste meiner Geburt von mir. Ich sog sogleich den Geruch auf. Meine Mutter! Sehen konnte ich sie nicht. Meine Augen waren noch geschlossen. Damals dachte ich noch: Das wäre normal und würde so bleiben...

Hinten an mir bewegte sich etwas heftig. Immer hin und her...und da war so ein schönes Gefühl dabei... Es war meine Rute, die zum ersten Mal in meinem Leben wedelte! *heftigschwanzwedel* Denn ich empfand Freude bei dem Geruch meiner Mutter und dem Abschlecken durch sie.

Rüde (Menschensprache: Man), so 'ne Geburt schlaucht ganz schön. Das haut den stärksten Baby-Molosser um! Ich war ganz schön hungrig. Daher begab ich mich sogleich auf die Suche nach was Essbarem. Denn das Luxusleben mit Frei-Haus-Futter-Lieferservice war ja seit dem Durchtrennen meiner Nabelschnur zu Ende. *ohrennachvorn* Aber meine Instinkte, meine Nase wiesen mir den Weg und ein paar hilfreiche Stupser meiner Mutter korrigierten meine ersten tabsigen Schrittchen.

So fand ich den Weg... Und da wartete schon das erste Abenteuer in der neuen Welt. Denn meine vor mir auf die Welt gekommenen Geschwister drängten sich schon an den Bauch unserer Mutter. Dort waren ihre Zitzen, an denen wir uns laben und von der anstrengenden Geburt auch stärken können. Aber erst mal an eine ran kommen! Und so warf ich mich in das Gewühl meiner Geschwister: drängte hier, drückte dort. Aber irgendwann hatte ich es geschafft und eine Zitze ergattert! Gierig sog ich die Milch daraus auf. 

Als ich fertig war, leckte meine Mutter mir den Bauch. Das tat gut, war echt angenehm...und half mir beim Verdauen... *rülps* 

Nachdem ich mich gestärkt hatte, war ich echt geschafft. *seufz* So viel war schon geschehen, seit ich auf die Welt gekommen war: die Geburt, das Kennenlernen meiner Mutter und ihrer Zunge, die Rangelei mit meinen Geschwistern, da Milchtrinken... *amohrkratz* Und erst die vielen Gerüche...sogleich füllte sich meine Geruchsdatenbank. An ersten Stelle stand da natürlich der Geruch meiner Mutter...

Da gibt es noch soooooo viel zu erschnüffeln...
Kein Wunder, dass ich da sehr müde war. *gäääähn* Aber ich wollte noch nicht schlafen. *schüttel* Ich war doch soeben erst auf die Welt gekommen - die wartete doch auf mich, wollte entdeckt werden. Und so saß ich dann da und nein ich schaute nicht in die Welt - das ging ja nicht, weil meine Augen geschossen waren. Aber ich konnte sie bereits riechen! Und so sog ich die Geruchsmoleküle der Umgebung auf. Etwas modrig, roch es, mit einer Brise Feuchtigkeit. Das war also die Welt!?! Na da bin ich ja gespannt! Aber war das schon alles? Irgend etwas fehlte doch...ich wusste nicht was, aber ich spürte es genau...in mir...denn eine Stimme in mir, ihr 2-Beiner nennt es wohl Instinkt, sagte mir, dass ich noch nicht ganz "komplett" bin...das da noch was fehlte, was mir die Welt zeigte...seine Welt...und ich sollte meine Welt zeigen...Aber was war das?

Mit diesen Gedanken und den ersten Eindrücken der Außenwelt schlief ich dann doch ein...erst sackte mein Kopf immer tiefer herab, dann kippte ich einfach um...


PS: Wird fortgesetzt! Im nächsten Teil erzähl ich euch von meinem ersten Zusammentreffen mit 2-Beinern - also: stay tuned! Bleibt mit der Nase dran! *schwanzwedelfreu*

Zeig mir die Welt!