Donnerstag, 11. Oktober 2018

Vertrauen ist die Basis einer jeden guten Beziehung!

🐶 Ihr 2-Beiner seid manchmal echt nervig. Was wir Hunde alles so lernen müssen: Sitz, Platz, Fuß und noch vieles mehr. Jeden Tag lernen wir dazu, weil wir in eurer so schnell veränderlichen Welt leben - immer neue Gerüche, Geräusche undundund. Das sind natürlich alles auch wichtige Sachen, schließlich lernen eure Menschenkinder ja auch in der Schule. Aber schon VORHER lernen sie sehr viel. Besonders wichtig ist dabei das Vertrauen - zu anderen, aber auch zu sich selber. Denn Vertrauen ist quasi ein Basisbaustein für jede Beziehung - das gilt auch für eure Beziehungen zu uns Hunden! *jawohlwoaff*

Vertrauen zu sich selber?, fragt ihr euch. Klar, denn wie mein Oller in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF schrieb, Vertrauen kommt auch von Zutrauen. Und wenn ihr kein Vertrauen zu euch selber habt, wie könnt ihr dann anderen vertrauen? *ohrennachvorn* Und bezogen auf Hunde: Wenn ihr euren Fellfreunden nicht vertraut und nichts zutraut, wie sollen sie dann selbstsicher werden oder euch vertrauen?


Um zu einem Team zusammenzuwachsen bedarf es Vertrauen!
Foto: Ruggero De Pellegrini

Nun kann man aber Vertrauen nicht "trainieren" wie Sitz-Übungen oder so. Denn Vertrauen muss man sich verdienen! Und es wächst langsam! Aber wie fragt ihr euch. Nun, so schwer ist das gar nicht. Wichtig in dem Zusammenhang sind gewisse Basics. Am ehesten schafft ihr Vertrauen mit Verlässlichkeit und Offenheit (Transparenz), auch eine gewisse Berechenbarkeit (im positiven Sinne!) schafft vertrauen, eben auch weil dann Handlungen vertraut sind. Nicht vergessen darf man natürlich so wichtige Eigenschaften wie Authentizität und Wahrhaftigkeit.


Es wächst zusammen, was zusammen was erlebt!

Aber wie haben wir das in der Praxis gemacht? Mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian hat es sich da ein wenig einfach gemacht, also keine komplizierten Aktionen oder sowas. Er hat einfach dafür gesorgt, dass wir beide möglichst viele gemeinsame Erlebnisse hatten. So besuchte er mit mir viele verschiedene Orte: Er ging mit mir auf die Kirmes (das 1. Mal extra am frühen Vormittag, als alles noch zu war; aber für mich waren alle Gerüche noch sehr präsent und so waren dann auch irgendwann Besuche als die Kirmesbuden geöffnet waren kein Problem für mich); ging mit mir ins Kaufhaus, zeigte mir Straßenbahnfahren, ebenso mit Bus oder Boot, er zeigte mir verschiedene Städte, Wälder, das Meer und vieles mehr (für euch felllose Primaten mag das ja nichts besonderes sein, für uns Hunde sind das aber durchaus kleine oder mittelgroße Abenteuer). So lernte ich ihn in den unterschiedlichsten Situationen immer besser kennen - und vertrauen.

Rico am Meer
Ich vertrau dir Partner!
Foto: Beatrix von Winterfeld-Heuser





Ich kenne ja "unsere" Regeln und Grenzen. Und die sind nicht mal einengend! Im Gegenteil, denn diese Regeln und Grenzen geben mir eine gewisse Sicherheit und somit auch Freiheit (zum Glück erkennen ja in letzter Zeit immer mehr Hundetrainer, dass zu einer Erziehung nicht nur Lob gehört, sondern auch Grenzen setzen; wie sollen wir Hunde denn auch was lernen, wenn wir nur wissen, was richtig ist, aber eben ihr uns nicht sagt, was falsch ist. Als wir damals schon zu den Anfängen unseres Blogs darüber wufften, wurden wir noch angegriffen - aber zum Glück gibt es ja auch ein paar Hundetrainer, die nicht gedanklich stehen bleiben bei ihrer Ideologie, sondern auch dazu lernen).

So wuchs ich zu einem sehr selbstsicheren Hund heran - und das trotz meiner Vorgeschichte! Denn vor allem das Vertrauen meines Cerebral-Interface Maximilian, gab mir wiederum Selbstvertrauen. Aber überfordert eure Hunde nicht! Achtet auf sie, welche Signale sie euch senden! Besser ein paar kurze "abenteuerliche" Erlebnisse, als zu viel und zu lange des Guten. Auch lasst uns Hunden die Ruhe und Zeit alles zu verarbeiten. Und denkt daran: Jeder Hund ist anders, ganz individuell - DAS müsst ihr immer berücksichtigen und darauf eingehen. *jawohlwoaff*


Ich vertrau dir!
Foto: Lutz Borger

Doch nicht nur meinen Ollen lernte ich so besser kennen und so auch vertrauen. Nein, es wuchs auch mein Selbstvertrauen. Während ich mich früher nur wenige Meter von meinem Ollen entfernt habe, so traue ich mir jetzt schon einen weit größeren Aktionsradius zu. Denn eines habe ich ja durch die Erlebnisse erfahren, dass mir nichts passiert, wenn der Olle bei mir ist. Wieso? Ganz einfach canilogisch: Bisher ist ja auch nichts passiert, wenn er bei mir war - er passt ja mindestens so sehr auf mich auf, wie ich auf ihn. *kopfschrägohrennachvorn*


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (10/2018) "Auch Hunde brauchen Vertrauen!"



Sonntag, 9. September 2018

Doppeltes Jubiläum! 6 Jahre ein Hund-Mensch-Team, 5 Jahre Hundeblog

🐶 Heute feiern wir gleich ein doppeltes Jubiläum! Seit nun 6 Jahren lebe ich mit dem Ollen zusammen. Und seit 5 Jahren gibt es unseren Blog GASSIREPORT. Eine tolle, absolut wuffige Zeit. Damals, als wir uns das erste Mal trafen, da hatte er mir versprochen, dass er mir seine Welt zeigt. Und er hat Wort gehalten. So lernte ich die Großstadt kennen, aber auch das Landleben, er ließ mich viele Orte beschnüffeln (s. bspw. Hundeurlaube und Hundewanderungen): verschiedene Wälder, Flüsse und Seen, ja sogar das Meer zeigte er mir. Wir haben an einem Werbespot und an einem **Buch mitgearbeitet, hatten Auftritte auf Messen (z.B. auf der World Dog Show oder auf der Hund&Pferd), waren in mehreren Zeitungen und Zeitschriften (z.B. WUFF - Das Hundemagazin, Dogs, Partner Hund, Dogs Avenue, Focus, Rheinische Post, Bild etc.) und sogar im TV (z.B. in Sat1 oder center.tv). Viele pansige Fellfreundschaften schloss ich dank ihm, aber auch so manchen wuffigen 2-Beiner lernte ich kennen (bspw. auf unseren Gassireport-Treffen). Und durch ihn fand ich sogar ein absolut pansiges Rudel und ein Zweit-Revier in der schönen Schweiz. Gemeinsam haben wir viel erlebt und wuchsen so zu einer Einheit zusammen. Einige unserer Erlebnisse haben wir ja hier in unserem Blog veröffentlicht.



PARTNER!
 
Aber noch ein Versprechen gab er mir damals, von dem nur wenige wissen: Wir gehen gemeinsam durchs Leben! Das beinhaltete auch, dass er mich – soweit wie möglich – bei allem mitnahm und wir so viel gemeinsam erlebten.

Auch hier hielt er Wort. Ja mehr noch, er brachte dafür zahlreiche Opfer: er beendete eine Beziehung, weil die Trulla mir nicht gut tat; auch so manch andere „Dame“ ließ er abblitzen, weil sie nicht zu uns passte; Reisen in entferntere Länder, was er früher gern tat, machte er nicht mehr (denn bei einer Flugreise hätte ich wegen meiner Größe alleine ohne ihn in den Frachtraum gemusst); verzichtete auf seinen gut bezahlten Job, weil er sich nicht mit mir vereinbaren ließ; ja, er schlug sogar das Angebot eines Chefredkateur-Postens aus, weil er mich nicht hätte mit ins Büro nehmen dürfen. Doch nie hat er sich bei mir beschwert, immer spürte ich seine Freude bei allem was wir taten – hauptsache gemeinsam.

Wir gehen gemeinsam durchs Leben - Partner!
Foto: Ruggero De Pellegrini

Es gab auch keinen Grund sich zu beschweren, mein Kleiner. Denn jeder Augenblick mit dir war ein Geschenk. Es verging kein Tag an dem ich nicht etwas von dir gelernt habe. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht ahnst, aber du warst mir ein weit größerer Lehrmeister als ich dir. Denn du zeigtest mir nicht nur deine Welt, du lehrtest mich auch, meine eigene Welt mit neuen Augen – nämlich durch deine – zu sehen. Keinen Tag, keine Stunde, keine Minute und keine Sekunde die wir zusammen verbachten bereue ich – ganz im Gegenteil. Von dem Augenblick, wo du in mein Leben tapptest, hast du es bereichert. Wie ich damals schon sagte: Es war vielleicht nicht die „vernünftigste“ Entscheidung dich zu adoptieren, aber ganz sicher eine meiner besten!

🐶 Daher feiern mein Oller und ich diesen Tag als unseren "gemeinsamen Geburtstag" - denn an diesem Tag fing für uns beide ein neues Leben an!

Mittwoch, 5. September 2018

Mit Hunden hört das Lernen nie auf

🐶 Ihr Menschen seid schon komische Wesen. Und damit meine ich jetzt nicht eure ach so tolle Technik, wie den weißen Zauberschrank, wo ihr immer wieder was zu Futtern heraus holt – ich glaub ihr nennt ihn Kühlschrank. *sabberschmatz* Vielmehr meine ich euer Verhalten: Ihr habt durch die Evolution einen großen Vorteil erhalten – euer Hirn. Aber warum benutzen es viele von euch felllosen Primaten dann nicht? *ohrennachvorn*

So manches Mal mussten wir erleben, wie Wissen und Informationen von euch Zweibeinern diskriminiert werden. Mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian schrieb ja darüber auch in unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF. Offenbar selektieren viele Menschen Informationen nach „Sympathie“. Also die Infos, die ihnen passen oder die ihr vorgefasste Meinung bestätigen, die sind euch genehm. Doch andere Infos werden dagegen schnell „abgebügelt“. *brummm*

Immer was Neues erschnüffeln ist absolut pansig, denn so lernt Mensch und Hund dazu

Irgendwie ist das ja nachvollziehbar. Schließlich setzen neue Informationen, vor allem wenn sie eurer vorgefassten Meinung widersprechen, euch einem Anpassungsdruck aus. Ihr müsstet halt euren Standpunkt überdenken, eventuell sogar ganz revidieren. Man nennt das auch umgangssprachlich „Dazulernen“. Das ist natürlich unbequem. Daher auch verständlich, wenn viele von euch sich dagegen verwehren. Doch vernünftig ist es nicht! UND: Wenn ihr eure Hunde liebt, dann solltet ihr auch bereit sein, Neues dazu zu lernen!

Bei manchen ist es schon keine Diskriminierung mehr, sondern schon eine voll ausgebildete Ignoranz. Ein Beispiel: So schrieb jemand mal einen Kommentar, in dem der Satz vorkam „Ich weiß schon alles, was ich wissen muss“. DER sagt ja schon alles! Vor allem zeigt dieser Satz, dass die Person sich schon allwissend fühlt und daher nicht nötig hat, Neues dazu zu lernen. Eine geistige Weiterentwicklung ist somit nicht möglich...

Aber vielleicht hilft euch einfach mal ein Perspekivwechsel: Seht doch das Dazulernen nicht als Versagen oder Irrtum in der Vergangenheit an, sondern vielmehr als ein „Mehrwissen“, welches euch hilft eure Hunde besser zu verstehen. Schließlich will man doch verstehen, was man liebt.

Was man liebt, will man verstehen - das gilt für Mensch und Hund!
Foto: Ruggero De Pellegrini

Klar, der ein oder andere wird auch dann nicht dazu lernen. Wahrscheinlich weil er irgendeiner Ideologie anhängt. Oder, was schlimmer ist, weil wirtschaftliche Interessen dagegen sprechen. Aber die sind eh verloren, denn die verweigern gewisse Informationen ja absichtlich. Diskutieren ist da also sinnlos, denn sie diskriminieren Wissen ja bewusst. Klar, schließlich müssen gewisse Leute ja irgendwie ihre Seminare, Workshops etc. verkaufen... *brummm*

Also ihr lieben felllosen Primaten, denkt daran, dass wir Hunde vor Jahrtausenden einen Pakt mit euch schlossen. Nicht zuletzt weil wir uns so wunderbar ergänzen. Wenn ihr aber euren Verstand nicht nutzt, so erfüllt ihr euren Teil des Paktes nicht. Wundert euch also nicht, wenn wir Hunde uns dann auch nicht mehr daran gebunden fühlen und euch nicht mehr ernst nehmen.


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (10/2018) "Gegen Wissensdiskriminierung in der Hundeszene"


 

Mittwoch, 8. August 2018

Aus Angst verbieten Helikopter-Halter ihren Hunden den Kontakt zu anderen, doch Angst ist ein schlechter Ratgeber

🐶 Juhuuu, ein Spielkamerad. *freuwedel Freudig wedelnd und winselnd kommt er auf mich zu. Zeigt nicht die geringsten Anzeichen von Angst oder Agression. Aber was ist das? Seine Halterin ruft ihn zurück und blafft noch mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian an: „Rufen Sie Ihren Hund zurück! Ich möchte nicht, dass meinem was passiert!“ Der Satz alleine entbehrte schon jeder Logik, denn IHR Hund lief ja auf uns zu, während ich weniger als 2 Meter von meinem Ollen abwartend dastand.

In unserer Kolumne in der aktuellen Ausgabe des Hundemagazins WUFF schreibt mein Oller über solche „Helikopter-Halter“. Ich kann ja die Sorge dieser Halter irgendwie verstehen. Aber: Wie sollen Hunde der unterschiedlichsten Rasse und Größe denn lernen miteinander klar zu kommen, wenn man ihnen nicht erlaubt Erfahrungen zu sammeln.

Egal welche Größe oder was für ein Fell: Gut sozialisierte Hunde haben mehr Freiheiten und somit auch mehr Spaß!
Foto: Brigitte Klemke

Besonders unverständlich finde ich, dass ihr felllosen Primaten ja sogar historische Erfahrungen (mit Kindern UND auch mit Tieren!) damit gemacht habt (s. unsere Kolumne im Hundemagazin WUFF) und wisst, welche negativen Auswirkungen eine mangelnde Sozialisation hat. Warum lernt ihr nicht daraus? *ohrennachvorn*







Ich für meinen Teil bin jedenfalls sehr froh, dass mein Oller schon zu meiner Welpenzeit viel Wert darauf gelegt hat, dass ich mit möglichst vielen unterschiedlichen Hunden klar komme. Und glaubt mir, das ist gar nicht mal so einfach! Denn durch euch 2-Beiner, vor allem durch eure Zucht(!) sind einige Rassen kommunikationstechnisch echt eingeschränkt. Nehmen wir doch nur mal das Paradebeispiel: den Mops. Auch wenn sein Gesicht mit den großen Kulleraugen bei euch das Kindchenschema anspricht, seine Mimik ist für die meisten Hunde nicht mehr zu lesen; sein Ringelschwanz ist in etwa so aussagekräftig wie einzellner Buchstabe in Aspik eingelegt; und das Röcheln dieser Hunde klingt für die meisten anderen Caniden eher wie ein Knurren. Dennoch können wir Hunde uns auch auf solche Fellkollegen anpassen, aber dafür müssen wir sie erst kennen lernen.

Wildes Toben mit Smilla 💕

Mein Oller genießt es förmlich mir beim Spielen mit anderen Hunden zu zu schauen. Besonders stolz macht es ihn, wenn er sieht, wie vorsichtig und mit "reduzierter Kraft" mit leichteren Hunden tobe. So beispielsweise mit meiner lieben Smilla, die nur knapp die Hälfte von mir wiegt. Aber das musste ich natürlich erst mal lernen, und das geschah indem ich viele unterschiedliche Hunde kennen lernte.




Als soziale Wesen brauchen wir den Kontakt zu anderen Artgenossen. Ohne diesen Kontakt verkümmert so einiges unserer Psyche. Außerdem birgt es die Gefahr, dass wir die Signale von anderen Artgenossen nicht oder falsch verstehen. Insofern ist dann das Risiko sogar größer, dass ein „Unfall“ passiert. *jawohlwoaff*

Also ihr lieben 2-Beiner, wenn ihr das nächste Mal den Kontakt mit anderen Artgenossen verbietet, denkt mal darüber nach, dass ihr dann zwar kurzfristig für die Sicherheit eures Hundes gesorgt habt, ihm aber somit quasi die Sozialisation vorenthaltet und langfristig ihr sogar die Gefahr für ihn erhöht – ist ja auch canilogisch. 


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (09/2018) "'Helikopter-Halter'...verhindern eine gesunde und soziale Entwicklung ihrer Hunde"



Donnerstag, 19. Juli 2018

Dinge, die wir Hunde euch Menschen voraushaben (Teil 2)

🐶 Hier im 2. Teil unserer Rubrik erfahrt ihr wieder einige Dinge, die wir Hunde euch 2-Beinern voraushaben. Das sind nämlich gar nicht mal so wenige... Nehmen wir doch nur mal das Kacken. *wedelfreu* Das ist bei euch felllosen Primaten recht inneffizient. So machen wir Hunde einfach unseren Haufen und danach ist unser Analbereich vergleichsweise recht sauber. Doch wie ist es bei euch? Ihr müsst nachdem ihr eure Stoffwechsel-Endprodukte (also euren biologischen Dreck) ausgeschissen habt, noch euren Hintern mit Papier abputzen - und macht damit noch mehr Dreck (vom Verbrauch von Ressourcen, dem Papier, mal ganz zu schweigen).*schlauschaufrechwedel*


🐶 So einiges haben wir Hunde euch Menschen voraus... 


Panoramablick



Farbspektrum

 

Starker Lappen


Zum 1. Teil unserer Rubrik "Dinge, die wir Hunde euch Menschen voraushaben", geht es hier.


Mittwoch, 11. Juli 2018

Interview mit dem Filmtier- und Hundetrainer Dirk Lenzen über sein neues Buch, worin auch Hunde zu Wort kommen

🐶 Und wieder hat mein menschliches Cerebral-Interface es getan, ein Interview in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF. *wedelfreu* Dabei weiß mein Oller doch, wie schwer es mir fällt, zu einem Interview einen begleitenden Blogartikel zu schreiben. Aber diesmal hab ich den Ollen ausgetrickst! *frechwedelfreu* Denn wisst ihr, bei so einem Interview werden meist mehr Fragen gestellt, als abgedruckt werden. Während die beiden sich auf dem Gelände von Dirk Lenzens Hundeschule animalstar unterhielten, habe ich gelauscht. *ohrennachvorn* Und so habe ich ihm das Interview stibitzt...ich war also schnüffel-investigativ unterwegs. *megafrechwedel* Mein Cerebral-Interface Maximilian hat sich mit dem bekannten Filmtiertrainer, der bereits schon mit Hollywood-Stars wie Tom Cruise gedreht hat, über sein neues Buch *Wenn Hunde sprechen könnten und Menschen richtig zuhören" (Co-Autor Sebastian Brück; erschienen im GU Verlag) unterhalten. Darin kommen nämlich Trainer, Halter und - was mich besonders freut - wir Hunde zu Wort. *jawohlwoaff* Lest nun den Teil, den mein Oller rausgekürzt hat:


Dirk Lenzen und Gassireporter Rico

Wie sind denn so bisher die Reaktionen der Halter auf das Buch?
Dirk Lenzen (DL): Natürlich, weil es so noch nicht gegeben hat, nur gute. (lacht) Vor allem loben alle die Verständlichkeit, keiner sagt, es wäre zu kompliziert. Auch nutzen es viele zum Nachschlagen.


Und wie sind die Reaktionen anderer Hundetrainer?
DL: Auch da habe ich positive Reaktionen von Kollegen, die sich darüber freuen, weil ich so deren Arbeit vereinfache. Ein Hundetrainer-Kollege, soll mein Buch sogar seinen Kunden weiterempfehlen. Allerdings im so genannten „Flurgeflüster“ bekomme ich schon mit, dass dem ein oder anderen Kollegen, das Buch missfällt – und sei es nur, weil er mit anderen Methoden trainiert.


Was wünschst du dir von Hundehaltern, das sie im Umgang mit ihrem Hund aber auch anderen Haltern, beachten sollten?
DL: Da wünschte ich mir:
1) Mehr Rücksicht – sie sollten sich im Klaren sein, dass der Gegenüber einen anderen Hundecharakter hat als der eigene.
2) Die Grunderziehung zumindest im 1. Jahr ernster nehmen und sich nicht von der Putzigkeit des Welpen oder Junghundes erweichen lassen. Ich kenne dieses Gefühl, aber als Profi kann ich das ausschalten, um sachlich mit der Sache umzugehen.
3) Mehr Verständnis für andere Hunde, für andere Halter, aber auch für die Nicht-Halter
4) Mehr Verantwortungsbewusstsein - einen Hund durchs Leben zu führen sehe ich ähnlich wie das Autofahren. Mit 180 km/h über die Autobahn, ohne Rücksicht auf andere Fahrer und dabei auf der Rückbank noch ein Leberwurstbrot schmieren; das bringt nicht nur einen selber in Gefahr, sondern ist verantwortungslos gegenüber seiner Umwelt. So sollten Halter ihren Hund nicht durchs Leben führen!

5) Weniger Wettbewerb, wie ich ihn oft im Hundesport oder auf Ausstellungen gesehen habe. Denn wo der Wettbewerb anfängt, hört der Tierschutz meist auf.


Aber förderst du nicht mit deinen Castings solchen Wettbewerb? Kommen da nicht auch Leute, die ihren falschen Ehrgeiz auf den Hund projizieren?
DL: Ja, die gibt es natürlich. Aber ehrlich gesagt, muss ich die meist gar nicht aussortieren, das machen die oft schon ganz alleine durch ihr gestörtes Verhältnis zum Hund. Denn dann funktioniert es meist auch nicht mit den beiden als Team vor der Kamera.

Für Dirk Lenzen ist die Perspektive der Hunde mindestens so wichtig, wie die von Trainern oder Haltern

Wie sollte deiner Meinung nach denn der „optimale“ Hundehalter sein? Welcher Typ oder Mischtyp hat am wenigsten und/oder seltensten Probleme?
DL: Zunächst die Basics: Er muss finanziell in der Lage sein, seinen Hund zu Versorgen, sowohl im Alltag als auch in Notfallsituationen medizinisch. Das Zeitmanagement ist auch wichtig, kann man den Hund mit der eigenen Lebensführung vereinbaren? Das sollte man sich vorher genau überlegen. Besonders förderliche Charaktereigenschaften sind Gelassenheit, Choleriker haben bei den meisten Hunden schlechte Karten, und Souveränität. Auch sollte man nicht empfindlich sein und sich beispielsweise aufregen, weil der Hund den Knochen auf dem Teppich frisst und den somit verdreckt.


Welcher Halter-Typ hat denn deiner Erfahrung nach am häufigsten Missverständnisse mit seinem Hund?
DL: Die vor lauter Nervosität gar nicht überlegt haben, dass sie sich auf einen Deal eingelassen haben, wenn sie einen Hund übernehmen. Zu den Nervösen und Unüberlegten gesellen sich dann noch diejenigen, die die Verantwortung abgeben wollen, die glauben, dass der Hundetrainer schon alles richtet.
Schwierig sind auch diese festgefahrenen Ideologen, die sind schwer zu knacken. Ein offener Charakter ist da für den Hund in mehrerer Hinsicht förderlicher.

Zwischendurch war auch Zeit für die ein oder andere kleine Übung

Du bist ja auch Filmtiertrainer. Kannst du bitte kurz umreißen, welche Eigenschaften ein Hund haben sollte und was er auf jeden Fall bereits können sollte?
DL: Ganz wichtig ist ein stabiles Wesen! Menschenfreundlich, kinderlieb muss auch sein, da sie ja vor und hinter der Kamera, egal ob für Film oder Foto, damit zu tun haben. Oft wird auch mit anderen Tieren zusammen gedreht, beispielsweise mit Katzen – da wäre so ein ausgesprochener Katzenjäger fehl am Platz. Sie sollten die Grundkommandos beherrschen, also: Sitz, Platz, Bleib etc. Idealerweise können sie das auf Handzeichen und auf Entfernung, denn der Halter und ich stehen ja hinter(!) der Kamera. Aber im Vergleich zu früher muss ich den Hunden gar nicht mehr so viel Neues beibringen, da heutzutage viele Halter denen schon den ein oder anderen Trick beibringen auf dem ich dann auch aufbauen kann. Heutzutage bin ich daher eher eine Art Scout, der auch darauf achtet, dass die Tierschutzverordnungen eingehalten werden, die ganze Abwicklung begleitet, eben alles, was so noch dahinter steckt.
 



PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (08/2018) "Erkenntnisgewinn durch Perspektivwechsel"



Donnerstag, 28. Juni 2018

*Mit der Furbo Dog Camera alles im Blick

*Gesponsert
#furbo #karkaliscommunications 

Kaum kam das Paket an, schnüffelte das Döggelchen Rico schon neugierig. Klar, ist er doch gewohnt, dass die Mehrheit der Pakete für ihn sind. 😉 Kaum ausgepackt schaute er aber etwas irritiert: Dieses weiße Ding mit Holzdeckel soll für mich sein?, schien sein Blick zu sagen. Klar war er verwundert, denn so ein Gerät hatte er bisher ja nicht gesehn...

🐶 Was'n das für ein Gerät...

Rico beschnüffelt die Furbo Dog Camera

Die *Furbo Dog Camera passt durch ihr schlichtes Design in nahezu jede Wohnung. Irgendwie hat sie Ähnlichkeit mit einer Keksdose. Doch statt Knabberzeugs für Menschen, stecken darin Leckerchen für Hunde. Wie eine Hunde-Kamera mit Leckerchen?, fragt sich jetzt sicher der ein oder andere. Ja, denn diese Dog Camera kann weit mehr als nur Fotos und Filme aufnehmen (wobei deren Qualität stark von der Qualität der Internet-Verbindung abhängt). Sie macht eure Wohnung quasi zum Big-Brother-Camp für Hunde. 😉

Big-Brother Furbo is watching Rico 😄

Der Aufbau der Furbo war kinderleicht, oder besser gesagt: welpeneasy. Einfach an die Steckdose anschließen, die passende App herunterladen, den WLAN-Schlüssel eingeben und schon funktionuckelt das Ding. Zunächst testete ich sie mit Rico alleine: Über die 160-Grad-HD-Kamera konnte ich den kleinen Doggen-Wookiee (er spricht zuweilen wie Chewbacca aus Star Wars, ich hätte mir wohl die Filme nicht so oft ansehen sollen, als er noch Welpe war...nunja, immer noch besser als wenn er rumpfeift wie R2D2) beobachten. Auch Fotos schießt das Ding, ebenso wie Videoaufnahmen – alles über die App ansteuerbar. Sogar einen Nachtsicht-Modus hat es. Die Tonübertragung läuft tadellos. So dass auch der „Bell-Alarm“ mich via App erreicht. Und nun zu den Leckerchen darin. Über die App können Halter nämlich ein paar davon in den Raum schleudern (keine Panik, die fliegen ganz sanft!). Doch hier merkte ich schon ein kleines individuelles Problemchen mit meinem Doggen-Wookiee: Denn Rico ist es gewohnt nichts zu essen, was ich nicht vorher freigebe. Daher stand er nun im Raum und machte wegen der fliegenden Leckereien erst ein verdutzes Gesicht – weniger wegen der auf ungewöhnliche Art verteilten Leckerchen, sondern viel mehr, weil er auf meine Freigabe wartete (die er natürlich erhielt, will ja nicht, dass das Döggelchen vor Hunger den Boden vollsabbert und ich wahrscheinlich darauf ausrutsche). Ich also raus aus dem Raum und wiederhole das Experiment. Und siehe da, er hatte es sofort verstanden: Kaum ertönte der Signalton, der immer vor der Leckerchenausgabe der Furbo ertönt (den kann man übrigens auch individuell gestalten, indem man seine Stimme aufnimmt), da wedelte er schon erwartungsvoll mit der Rute. Und da ich nun nicht dabei war, um es zu kontrollieren, verschlang der kleine Halunke die Leckerchen auf dem Boden sofort. Er hat sogar schon beim 2. Mal begriffen, aus der Schussbahn zu gehen. 😃





🐶 Na klar, so kann ich doch viel besser verfolgen, wohin die Dinger fliegen...ist doch canilogisch! *ohrennachvorn*

Beim Test mit dem ganzen Rudel, also auch mit den beiden Drahthaar-Vizslas Djury und Smilla, habe ich jedoch keine Leckerchen verteilt. Zu groß war mir da das Risiko, dass die Hunde sich deswegen in die Wolle bzw. ins Fell bekommen und ich wegen der Entfernung nicht einschreiten kann, falls sie sich darum streiten.




Über den eingebauten Lautsprecher kann man sogar mit seinen Hunden reden. Allerdings ist meine Bass-Stimme dafür wohl recht ungeeignet, denn ich hörte dann meist nur ein Brummen. Doch mit der helleren Stimme meiner Freundin klappte es dagegen wesentlich besser. Nur dass unsere Hunde dafür offensichtlich zu intelligent sind. ;-) Denn wenn sie uns über den Lautsprecher hörten, reagierten sie kaum. Anfangs bewegten sie noch wenigstens die Köpfe, aber schon nach ein paar Mal, sparten sie sich sogar das. 😃

🐶 Du glaubst wohl auch, dass ihr 2-Beiner die Krönung der Schöpfung seid und wir Hunde völlig blöd... *brummm*

Nein, ganz im Gegenteil mein Kleiner! Beinahe täglich beweist du mir deine Intelligenz und zeigst mir damit, wie sehr wir Menschen eure Klugheit unterschätzen.

Schnell hat das Döggelchen die neue Furbo Dog Camera akzeptiert

Alles in allem ist die Furbo Dog Camera ein echt nützliches Gadget, wenn man mal seine Hunde alleine zuhause lässt und dennoch ein wenig kontrollieren will. Damit sich die Nachbarn auch nicht zu oft wegen dem Gebell beschweren. Allerdings eine kleine Warnung für Paare muss ich an dieser Stelle mal loswerden: Wie ja viele Leser wissen, ist meine Freundin ja Mantrail-Trainerin. Nun wollte sie bei einem ihrer Kurse den Teilnehmern die Furbo vorführen. Dumm nur, dass ich kurz vorher geduscht hatte und wegen der Hitze halbnackt am Schreibtisch saß. 😂

🐶 Ach komm, gönn doch den Damen auch mal was. *frechwedel*

War ja klar, dass du mal wieder das letzte Wort haben musst...

🐶 Hey Alter, du kennst doch die Regel: Mein Blog, mein letztes Wort. *freuwedel*




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Sonntag, 10. Juni 2018

*Zeckenschutz für Hunde von AniForte ohne Chemie!

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#aniforte #zeckenschutz #zeckenmittel #zeckenabwehr #zeckenschild #hundefloh #hund #juckreiz #grasmilben


Mit der Parasitenabwehr auf Naturbasis von AniForte haben wir gute Erfahrung gemacht - eine echte Alternative zu Chemie!

Gemeinsam liegen wir auf der Couch. Chillen ist angesagt. Bei den heißen Temperaturen genau das Richtige. Da spreizt mein Doggen-Wookiee Rico seine Hinterbeine, entblößt so seine Kronjuwelen. Am Sack hängt eine Zecke...


Zum Glück ist Rico nicht so ein Zeckenmagnet, wie ich es schon oft bei anderen Hunden gesehen habe. Aber je nachdem wo wir gerade unterwegs sind – und wie stark „Zeckenverseucht“ das Gebiet ist - fängt auch er sich ein bis zwei dieser lästigen Parasiten ein. Chemische Mittel wie Spot-Ons nehme ich nur ungern, weil ich den Körper des kleinen Doggen-Wookiees bei Kurzaufenthalten nicht unnötig damit belasten will. Von Bernsteinketten oder ähnlichen „Beschwörungsformeln“ halte ich nicht viel – sie haben sich in der Praxis bei uns als nutzlos erwiesen. Viele schwören ja auf Kokosöl, womit wir auch recht gute Erfahrung gemacht haben – in der Stadt, im Park oder ähnlichen Auslaufgebieten. Dort ist die Zeckenplage aber (noch) nicht so groß. Aber was tun, wenn man sich längere Zeit in so einem Zecken-Gebiet aufhält? Da kam das Angebot diverse Produkte zur Parasitenabwehr von *AniForte zu testen genau richtig. Denn die sind darauf spezialisiert Naturprodukte für Tiere zu entwickeln. Ich war sehr gespannt, ob die genauso wirksam sind, wie die chemischen Mittel.

Einfache Verabreichung des SpotOns
Zuerst kam der SpotOn *Ectoprotex zum Einsatz. Den verabreicht man genauso wie von anderen Spot-Ons bekannt: ein paar Tropfen zwischen den Schulterblättern und am Steißansatz. Doch statt Chemie, wie man es sonst von Spot-Ons gewohnt ist, steckt in Ectoprotex reine Natur: Paraffinum liquidum, Margosa-Extrakt, Schwarzkümmelöl, Kokosöl, Zitronenöl und Geranienöl.


🐶 Yo, vor allem nach Zitrone hab ich gestunken. *schnauff*

Also ich fand den Geruch sehr angenehm. 😃

🐶 Klar, du magst ja auch Zitronen...frisst sie ja quasi pur. *schüttel*

Geschmäcker sind halt verschieden. Aber zurück zu unserem Test - denn noch etwas ist anders, als bei chemischen Spot-Ons: Während chemische Produkte nur einmal aufgetragen werden und dann eine gewisse Zeit einen Schutz bieten, muss man das AniForte-Produkt auf Naturbasis jeden Tag erneuern. Aber ich finde das eine höchst kleine „Unbequemlichkeit“, die ich gerne eingehe, um meinen Hund die Chemie zu ersparen. Man kann es ja bei einer Streichelrunde einfach mit einbauen.

Ein paar Tropfen des SpotOns zwischen die Schulterblätter...


...und dann noch ein paar Tropfen am Steiß.
Auch Djury testet den SpotOn...

Was die Wirksamkeit angeht, war ich mehr als überrascht. Ich habe damit gerechnet, dass eventuell weniger Zecken als sonst sich festsaugen. Aber es waren gar keine! Auch bei den anderen Hunden unseres Rudels, Djury und Smilla, war die Wirkung die gleiche – Null Zecken nach unseren ausgedehnten Spaziergängen im Wald. Und dabei waren wir zu dem Zeitpunkt in Süddeutschland und der Schweiz, also dort wo es um die Jahreszeit besonders viele Zecken gibt.



...ebenso die hübsche Smilla.



Ein weiteres Produkt, welches wir getestet haben, waren die *Zeckenschild-Kapseln. Darin sind natürliche und ausgewogene Spezialhefen an Malzkeimen und Biertreber enthalten, die versorgen den Hund mit einem speziellen Vitamin B-Komplex. Dieser wirkt wie ein natürlicher Schutzschild, der sich um Haut und Fell des Tieres legt und somit Zecken und andere Parasiten abwehrt. Die Kapseln bewirken, dass sich das Hautmilieu und der Geruch des Fells stoffwechselbedingt für Zecken und Parasiten abstoßend verändern, wobei der Geruch für den Menschen nicht wahrnehmbar ist.

🐶 Also ideal für die 2-Beiner, die den Zitronengeruch nicht mögen. *frechwedel*

Genau, du sagst es mein Kleiner. Die Verabreichung ist auch noch simpler als beim Spot-On: Einfach täglich eine Kapsel ins Futter tun und schon nach 2 Tagen wirkt es. Wobei so Nahrungsmittelhektiker wie Rico sie auch einfach so fressen, quasi wie ein Leckerchen.

🐶 Nahrungsmittelhektiker? *brummm* Hallo, was soll das? Ich steh halt auf Fressen, denn wo Essen ist, ist auch Freude. Da bist du doch nicht anders, du „Snackloch“. *frechwedel*

Tja, wie der Herr, so's Gescherr. 😀 Die Kapseln wirkten allerdings nicht so optimal wie der Spot-On: Manchmal fing sich das Döggelchen doch mal eine Zecke ein – so etwa 1 oder 2 pro Woche.


🐶 Aber was ist eigentlich, wenn ein Hund bereits einen Parasitenbefall hat? Beispielsweise durch Milben oder Flöhe? Gibt es da auch was? *ohrennachvornneugierigschau*

Ja, auch für diese „Felle“ hat AniForte was im Angebot: So beispielsweise den *Milben Stop Spray oder das *Floh Ex Pulver. Aber da du dahingehend keine Probleme hast, konnte ich es nicht testen. Sollte es aber ähnlich wirksam sein, wie die anderen Produkte, so finde ich sie eine tolle Alternative zu chemischen Mitteln.





🐶 Okay, aber jetzt genug Menschen-Gequasel. Jetzt wo ich so gut gegen Parasiten geschützt bin, schnapp dir die Leine und raus in die Natur. Den Zecken zeigen wir es! *freuwedel*

Alles klar, du Zeck-Schreck... 😂

🐶 Und so musst mir nicht mehr an oder auf den Sack gehen wegen ner Zecke. *megafrechwedel*



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Donnerstag, 7. Juni 2018

An manchen Menschen ist die Evolution und Zivilisation vorbei gegangen

🐶 Auch wenn es mir nicht leicht fällt, aber ich muss leider zugeben, dass das schlechte Image von Hundehaltern leider sehr häufig hausgemacht ist. *brummm* Statt Rücksichtnahme erlebe ich sehr häufig, dass sie davon ausgehen, die anderen würden Rücksicht nehmen. Schon seltsame 2-Beiner Logik...hat euch keiner gesagt, dass die Welt sich nicht um euch dreht? Aber noch caniunlogischer finde ich, wenn ihr felllosen Primaten euch so verhaltet, wie ihr selber nicht behandelt werden wollt. So beispielsweise oft in euren Urlauben (davon berichtet ja mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF).

🐶 Manchmal kann ich mich über das Verhalten so mancher felllosen Primaten nur wundern - offenbar war die Evolution sehr ungerecht im Verteilen von Talenten... *frechwedel* 🐾

Gerade in der Urlaubszeit zeigt sich, wie unzivilisiert ihr euch benehmen könnt. Nein, ich meine jetzt nicht eure Ballermann-Touren oder diesen kleinlich-spießigen Handtuch-Krieg am Swimmingpool. Sondern wie ihr euch als Gäste benehmt und mit fremden Eigentum umgeht. Wisst ihr nicht, dass ihr durch euer Benehmen allen anderen zeigt, wie ihr selber behandelt werden wollt? *ohrennachvorn*

Ihr diskutiert ja immer wieder gern über unser Benehmen und die Erziehung von Hunden. Aber wie sieht es denn mit eurer Erziehung aus? Manchmal benehmt ihr felllosen Primaten so, als wärt ihr erst vor einer Stunde aus der Höhle gekrochen...oder schlimmer: als hättet ihr erst gestern die Bäume verlassen. Dabei habt ihr doch so eine tolle Evolution hinter euch und so wuffig interessante Entwicklungen wie die Zivilisation. Nur merkt man es einigen 2-Beinern nicht an. Fast könnte man meinen, dass bei denen der Frontallappen (wo einige ja den Sitz des "zivilisierten Denkens" ausmachen) die Evolution nicht mitgemacht hat. Dafür scheint die Amygdala stärker gewachsen zu sein. *pansigfrechwedel*

🐶 Menschen mit starker Amygdala und unterentwickeltem Frontallappen braucht kein Hund... *skeptischschau* 🐾

Ist es für einige von euch echt so schwierig logisch zu denken? Vorausschauend mitdenken wird offenbar immer seltener. Aber dann frag ich als Hund mich mal, was für ein Sinn hat der Pakt, den einst unsere Vorfahren mit euch schlossen noch? Denn wir Hunde erfüllen noch unsere Aufgabe darin, ja mehr noch, im Laufe der Zeit haben wir noch weitere Aufgaben dazu bekommen - neben der Funktion als Jagdpartner und Stammesbewacher sind wir mittlerweile viel mehr Sozialpartner.

Partner

Ihr werft dafür euren Verstand, eure Logik und nicht zuletzt das vorausschauende, planvolle Denken (welches euch dazu bewogen hat, Vorräte für schlechte Zeiten anzulegen, was ja auch meinen Vorfahren, den Stammeswölfen zu Gute kam). Aber wenn ihr das nicht mehr macht, dann kündigt ihr doch quasi den Pakt mit uns. Mittlerweile komme ich sogar fast zu der Frage, inwiefern sind solche unzivilisierten und unerzogenen 2-Beiner überhaupt in der Lage einen Hund zu erziehen? Denn wenn ihr selber nicht erzogen seid, könnt ihr es doch auch nicht weitergeben. Hoffe, das ist für euch felllose Primaten jetzt nicht zu canilogisch. *frechwedel* Und falls doch, dann denkt mal über folgendes nach: Zivilisierte Menschen haben die Wahl und somit die Freiheit sich eben zivilisiert oder unzivilisiert zu benehmen (je nach Situation kann ja Letzteres auch Spaß machen), diese Freiheit haben unzivilisierte Menschen nicht - ihnen bleibt eben nur die Primitivität. *doppelfrechwedel* 🐾


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (07/2018) "Das schlechte Image von Hundehaltern ist hausgemacht" 


Mittwoch, 9. Mai 2018

Eure 2-Beiner-Ideologien sind uns Hunden völlig egal - also projiziert sie nicht auf uns!

🐶 Man trifft sie überall, kann ihnen kaum noch entgehen: den Ideologie-Fanatikern in der Hundeszene. Völlig egal ob nun Klicker-Kreuzritter, Degility-Dschihadisten, Agility-Attentäter, Ernährungs-Extremisten, Futter-Fanatiker und was es sonst noch an möglichen und unmöglichen Ideologien gibt. Das ist echt schon nervig...*seufz* Schon weil es mein menschliches-Cerebral-Interface nervt (das berichtete er euch ja in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF) und das durch die Stimmungsübertragung auf mich rüberschwappt. *brummm* Aber noch viel schlimmer finde ich, weil ihr da unsere "Unmündigkeit" schamlos ausnutzt, wenn ihr uns Hunden eure Ideologie auch noch überstülpen wollt. *grrrrr*

🐶 Alles klar, die Luft ist rein: kein Ideologie-Extremist zu sehen und zu schnüffeln... 😃
Foto: Lutz Borger

Nehmen wir beispielsweise die an Laissez-fair-Erziehung erinnernde Fraktion der Positiv-Verstärkend-Extremisten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Positive Verstärkung ist toll! *wedelfreu* Zeigt es uns doch nicht nur, was richtig ist, durch die Freude steigert es auch unsere Motivation - vorausgesetzt sie wird sinnvoll (!!!) eingesetzt. ABER: Dann wissen wir Hunde immer noch nicht, was falsch ist. Dafür brauchen wir Grenzen, die müsst ihr uns zeigen (natürlich nicht mit Gewalt! Aber ich kann die Hochsensiblen unter euch beruhigen - ein "Nein!" gilt auch in der allgemeinen Weltsicht von euch 2-Beinern nicht als "Gewalt" und tut uns Hunden auch nicht wirklich weh). Denn ohne Grenzen benehmen wir uns halt ähnlich wie ungezogene Kinder. Das ist die logische Konsequenz - insofern sogar voraussehbar. Da dürft ihr felllosen Primaten euch also auch gar nicht wundern, das habt ihr euch zum Großteil dann oft selber eingebrockt. 

Oder die Kampfemanzen-Kreuzritter...die offenbar den ganzen Tag damit beschäftigt sind, ihre Ideologie zu verbreiten und dafür ist ihnen kaum ein Hundethema als Vehikel zu schade. In extremen Fällen wollen sie auch einen davon überzeugen, dass Frauen die "besseren Hundehalter" sind *gäääähn* und überhaupt die "besseren Menschen". *gäääähnschüttel* Ich frag mich immer, warum die ihren Kunden eigentlich nicht ein Abo der Zeitschrift Emma schenken. *frechwedel* Aber offenbar darf das Überzeugen der Anderen von der eigenen Ideologie nichts kosten... *doppelfrechwedel* Also ich kann ja nicht für alle meiner Fellkollegen sprechen, aber mir ist das Geschlecht megaaaa-völlig egal! *jawohlwoaff* Vielmehr interessiert mich eure Stimmung und was für'n "Typ Mensch" ihr seid, was mir zum Großteil auch euer Geruch (der von vielen Faktoren, unter anderem auch Hormone, aber auch eure Nahrung beeinflusst wird) verrät. 

Aber auch im Grunde gut gemeinte Ideologien sind darunter. Nehmen wir beispielsweise die seit einiger Zeit kursierende Mode, Hunde vegetarisch (oder gar vegan) zu ernähren. Klar, ich kann den Gedanken dahinter verstehen und mein Oller steht ja in weiten Teilen auch dazu, denn schließlich ist diese ganze Massentierhaltung und sonstige Ausbeutung unseres Planeten absoluter Mist (jawohl: UNSERES Planeten, denn der gehört nicht nur euch 2-Beinern, sondern auch uns Hunden...und allen anderen Lebewesen darauf). *jawohlwoaff* ABER: Wir Hunde sind nun mal Carnivoren - genauer gesagt: fakultative Carnivoren. Klar, können wir auch andere Sachen als Fleisch essen und verdauen - das brachte die Evolution an eurer Seite so mit sich. Doch wenn ihr uns vegetarisch ernährt, seid ihr ehrlich gesagt nicht anders als diejenigen, die auch die Natur nach ihrem Willen formen wollen - nur halt mit einem anderen ideologischen Hintergrund. UND: Habt ihr euch eigentlich nie darüber gewundert, dass justamente mit dem Aufkommen der Mode auch die passenden Futterangebote auf den Markt kamen? Schon seltsam, wenn man bedenkt, wie lange doch so ein Zulassungsprozess dauert. Außerdem hab ich in den Gehirnwindungen meines Ollen den Begriff Preiselastizität gefunden... Hat jemand schon mal nachgerechnet, was so das Pfund Möhren oder Kartoffeln in diesem "Spezial-Futter" kosten? Würde mich nicht wundern, wenn dort das Pfund mehr kostet, als die Möhren und Kartoffeln in anderem Futter mit Fleisch. Dann wäre das so ein ähnliches Phänomen wie mit dem Kaffee in den Kapseln und Pads... *amohrkratz*


🐶 Da liegt Essen (!), was interessiert mich da deine Ideologie..

Die Beispiele ließen sich noch weiterführen. Kaum ein Thema ist offenbar vor den Ideologen sicher: Halsband vs. Geschirr, BARF vs. Fertigfutter, Bersteinketten vs. Spot-Ons etc. In dem Wort Ideologie steckt ja auch das Wort Idee. Mal ehrlich ihr lieben 2-Beiner, lohnt es sich echt, wegen einer Idee die Köppe einzuschlagen? Also nach meiner Hundesicht, wenn ich da den Kosten-Nutzen-Effekt betrachte, ist das schon seeeeehr dämlich...oder wie ihr sagt: menschlich. *frechwedel* Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass irgend einer meiner Hundekollegen sich wegen irgendeiner Ideologie so an die Gurgel geht, wie ihr felllosen Primaten es zum Teil tut. *treuschau* 🐾


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (06/2018) "Hunde sind so wunderbar unideologisch"