Mittwoch, 5. September 2018

Mit Hunden hört das Lernen nie auf

🐶 Ihr Menschen seid schon komische Wesen. Und damit meine ich jetzt nicht eure ach so tolle Technik, wie den weißen Zauberschrank, wo ihr immer wieder was zu Futtern heraus holt – ich glaub ihr nennt ihn Kühlschrank. *sabberschmatz* Vielmehr meine ich euer Verhalten: Ihr habt durch die Evolution einen großen Vorteil erhalten – euer Hirn. Aber warum benutzen es viele von euch felllosen Primaten dann nicht? *ohrennachvorn*

So manches Mal mussten wir erleben, wie Wissen und Informationen von euch Zweibeinern diskriminiert werden. Mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian schrieb ja darüber auch in unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF. Offenbar selektieren viele Menschen Informationen nach „Sympathie“. Also die Infos, die ihnen passen oder die ihr vorgefasste Meinung bestätigen, die sind euch genehm. Doch andere Infos werden dagegen schnell „abgebügelt“. *brummm*

Immer was Neues erschnüffeln ist absolut pansig, denn so lernt Mensch und Hund dazu

Irgendwie ist das ja nachvollziehbar. Schließlich setzen neue Informationen, vor allem wenn sie eurer vorgefassten Meinung widersprechen, euch einem Anpassungsdruck aus. Ihr müsstet halt euren Standpunkt überdenken, eventuell sogar ganz revidieren. Man nennt das auch umgangssprachlich „Dazulernen“. Das ist natürlich unbequem. Daher auch verständlich, wenn viele von euch sich dagegen verwehren. Doch vernünftig ist es nicht! UND: Wenn ihr eure Hunde liebt, dann solltet ihr auch bereit sein, Neues dazu zu lernen!

Bei manchen ist es schon keine Diskriminierung mehr, sondern schon eine voll ausgebildete Ignoranz. Ein Beispiel: So schrieb jemand mal einen Kommentar, in dem der Satz vorkam „Ich weiß schon alles, was ich wissen muss“. DER sagt ja schon alles! Vor allem zeigt dieser Satz, dass die Person sich schon allwissend fühlt und daher nicht nötig hat, Neues dazu zu lernen. Eine geistige Weiterentwicklung ist somit nicht möglich...

Aber vielleicht hilft euch einfach mal ein Perspekivwechsel: Seht doch das Dazulernen nicht als Versagen oder Irrtum in der Vergangenheit an, sondern vielmehr als ein „Mehrwissen“, welches euch hilft eure Hunde besser zu verstehen. Schließlich will man doch verstehen, was man liebt.

Was man liebt, will man verstehen - das gilt für Mensch und Hund!
Foto: Ruggero De Pellegrini

Klar, der ein oder andere wird auch dann nicht dazu lernen. Wahrscheinlich weil er irgendeiner Ideologie anhängt. Oder, was schlimmer ist, weil wirtschaftliche Interessen dagegen sprechen. Aber die sind eh verloren, denn die verweigern gewisse Informationen ja absichtlich. Diskutieren ist da also sinnlos, denn sie diskriminieren Wissen ja bewusst. Klar, schließlich müssen gewisse Leute ja irgendwie ihre Seminare, Workshops etc. verkaufen... *brummm*

Also ihr lieben felllosen Primaten, denkt daran, dass wir Hunde vor Jahrtausenden einen Pakt mit euch schlossen. Nicht zuletzt weil wir uns so wunderbar ergänzen. Wenn ihr aber euren Verstand nicht nutzt, so erfüllt ihr euren Teil des Paktes nicht. Wundert euch also nicht, wenn wir Hunde uns dann auch nicht mehr daran gebunden fühlen und euch nicht mehr ernst nehmen.


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (10/2018) "Gegen Wissensdiskriminierung in der Hundeszene"


 

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