Dienstag, 11. Oktober 2016

Statt dauernd über unser Benehmen zu diskutieren, macht euch mal Gedanken über euer Benehmen uns gegenüber!

Also ehrlich Leute, es nervt! *jawohlwoaff* Immer wenn ich mich bei meinem Cerebral-Interface Maximilian einlogge und wir gemeinsam das Wuffweb durchschnüffeln, finde ich 2-Beiner-Ratschläge, wie wir Hunde uns zu benehmen haben. Mit den unterschiedlichsten, mehr oder weniger sinnvollen Methoden. Doch gaaaaanz selten steht da auch mal was wie IHR felllosen Primaten euch UNS gegenüber zu benehmen habt! *brummmschüttel*

In unserer aktuellen Kolume in WUFF-Das Hundemagazin hat euch ja mein Oller schon so die ein oder andere Unverschämtheit von Canigrapschern und Kynotatschern erzählt. Darunter - was mich besonders verwundert - auch viele Hundehalter. Die sollten es doch eigentlich besser wissen oder haben die ihre Hunde nicht beobachtet? Und überhaupt: Was heißt das? Das rechtfertigt doch nicht so ein Verhalten... Bereits als Junghund habe ich mich über solche Hundebegrapscher gewundert, aber bis heute hat sich nichts geändert...leider! Einige felllose Primaten sind bei ihrer Annäherung echt unverschämt: ziehen ihre Hand zurück bevor wir Hunde zuende gerochen haben, das ist in etwa so, als ob jemand beim Handschlag im letzten Moment wegzieht; oder dieses unsägliche über einen beugen; oder dieses Tätscheln auf dem Kopf.... *grrr* Woher nehmt ihr 2-Beiner eigentlich solche Ideen? Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass wir das mögen? *brummm*

Muss das sein...so von Oben...mag das eigentlich nicht...

Dabei müssen wir eh schon so einiges an „Unverschämtheiten“ durch euch ertragen – so aus Hundesicht. Beispielsweise direkt auf uns zu rennende Jogger, dicht an uns vorbeisausende Fahrräder, begeistert auf uns zustürmende Kinder, Parcour-Läufer in der City – und manchmal sogar Paraglider im Wald. An all das haben wir uns gewöhnt, haben begriffen, dass es nicht gefährlich ist (weil wir euch vertrauen) und wir nicht unseren Instinkten folgen sollen. Denn wisst ihr, ihr lieben Menschen, unserer Natur nach, würden wir gern vielem nachjagen oder es wegwuffen - aber das machen wir nicht, haben wir doch mit euch die Impulskontrolle geübt (eure eigene hättet ihr am besten gleich mal mittrainiert). Wir haben begriffen, dass ihr es nicht wirklich hunde-unhöflich meint – ihr wisst es einfach meist nicht besser.

Besonders vorbildlich war da die Begrüßung des Hundeexperten Günther Bloch, als wir ihn für ein Interview trafen. Aber ist es da wirklich zu viel verlangt, wenn ihr auch ein wenig Hunde-Höflichkeit uns entgegen bringt? Ist vielleicht auch eine Geschäftsidee für Hundetrainer: Statt dauernd irgendwelche Kurse zu unserer Erziehung anzubieten, organisiert doch mal einen Benimm-Kurs für Menschen. Ganz ehrlich: Ich glaub, das ist viel nötiger...und dem gegenseitigen Verständnis hilft es allemal. *jawohlwoaff*


PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (11/2016) "Von Canigrapschern, Kynotatschern und anderen Hunde-Belästigungen"



Kommentare:

  1. Und prompt umgesetzt. Habe mir Gedanken gemacht. :-) Lg Team Hundeseele

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  2. Ein klasse Beitrag :-) Lädt zwar anfangs erstmal sehr zum Schmunzeln ein, aber wirkt im Nachgang dann doch sehr zum Nachdenken! Danke dafür.

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