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Samstag, 30. Januar 2021

Einfache Kommunikationsmodelle taugen nichts …

Viele Hundehalter und Hundetrainer haben bei der Kommunikation mit ihrem Hund noch ein einfaches Sender-Empfänger-Modell im Kopf. Doch das ist veraltet und verdeutlicht viele Reaktionen der Hunde nicht. So erklärt sich auch so manches Kommunikationsproblem mit dem Hund. Da unsere Vierbeiner soziale Wesen sind, sollten wir daher komplexere Kommunikationsmodelle verwenden …

Ich wundere mich immer wieder bei unseren Gassi-Begegnungen und ­Recherchen, wie viele Halter, aber – und das ist noch seltsamer – auch Hundetrainer mit dem veralteten Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation hantieren. Dieses von den beiden Mathematikern Claude E. Shannon und Warren Weaver (daher auch Shannon-Weaver-Modell genannt) Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelte Modell war in der Kommunikationswissenschaft bereits Mitte der 50er nicht mehr en vogue. Stellt es doch den Sender zu sehr in den Vordergrund und berücksichtigt weder die Botschaft, noch was der Empfänger damit anstellt. Dabei muss man gar nicht erst Kommunikationswissenschaftler sein; ein Blick in Wikipedia unter Kommunikationsmodelle genügt schon: „Das ­Shannon-Weaver-Modell orientiert sich an technischen Aspekten der Signalübertragung. […] Deshalb ist dieses Modell zur Beschreibung sozialer Kommunika­tionsprozesse nicht geeignet.“

Kommunikation zwischen Hund und Halter
Kommunikation zwischen Hund und Halter
Foto: Lutz Borger

Angesichts der sozialen Natur unserer Hunde ist es daher für mich nicht nachvollziehbar, warum so mancher damit noch arbeitet. Es degradiert diese wunderbar komplexen, sozialen Wesen quasi zu Radioempfängern. Und welcher Halter kennt das nicht: Trotz gleichem Befehl reagieren Hunde auch mal anders – sie sind also alles andere als bloße Signalempfänger. Die intendierte Wirkung ist eben nicht gleich der tatsächlichen. So müsste es aber nach dem Sender-Empfänger-Modell jedoch sein.

Klar, das Sender-Empfänger-Modell besticht durch seine Einfachheit. Wohl daher benutzen es auch heutzutage immer noch viele. Aber so bequem das auch sein mag, so fatal kann es beim Verständnis der Kommunikation mit unseren Hunden sein. Interaktionistische Kommunikationsmodelle sind da zur Analyse und Erklärung wesentlich geeigneter. Nehmen wir mal beispielsweise den Transaktionalen Ansatz nach Werner Früh und Klaus Schönbach (meiner persönlichen Meinung nach eignet er sich am besten für die Kommunikation zwischen Hund und Mensch und ist nicht ganz so kompliziert wie andere Modelle): Er integriert Wirkungs- (Stimulus-Response, S-O-R) und Nutzen­ansatz (Uses and Gratification), indem sowohl der Kommunikator als auch der Rezipient als aktive und als passive Kommunikationsteilnehmer verstanden werden.


Es ergänzt die Kommunikation zwischen zwei Wesen, auch Inter-­Kommunikation genannt, noch um die Ebene der ­Intra- Kommunikation – also des eigenen internen Kommunikationsprozesses, der Verarbeitung der eingehenden Signale anhand der Situation, des Erlernten, des Erfahrenen, aber auch der Emotionen und Mentalitäten.

Schließlich wissen wir ja schon lange, dass unsere Hunde nicht so dumm sind und Situationen durchaus unterscheiden können. Nicht selten klappt so manche Übung auf dem Trainingsplatz, doch in freier Wildbahn eben nicht. Oder denken wir nur daran, dass unsere Hunde manchmal einen Hund anbellen und manchmal nicht. Zum einen kommt es natürlich auch auf die Signale an, die der andere Hund sendet; aber vielfach kommt auch die so genannte Reiz­akkumulation zum Tragen. Auch hier finden interaktionistische Kommunikationsmodelle – im Gegensatz zum Sender-Empfänger-Modell – einen Grund: Denn auch wenn die Inter-Kommunika­tion zwischen Halter und Hund die gleiche sein mag, so ist die Intra-­Kommunikation des Hundes nun in dem Augenblick eine andere.

Denn die Realität ist ja bekanntlich ein Konstrukt. Nicht zuletzt basiert sie auf der Wahrnehmung. Und diese ist aufgrund der anderen Sinnesprioritäten beim Hund (anders als bei uns Menschen orientieren sich Hunde ja stärker an Gerüchen) dann eine ganz andere. Ihre Realitätskonstruktion ist folglich eine ganz andere.

Neben Inter- und Intra-­Kommunikation berücksichtigen interaktionistische Ansätze auch eine Feedback-Schleife. Auf die Kommunikation zwischen Hund und Halter wäre hier (unter anderem) das weite und wichtige Feld der Stimmungsübertragung zu verorten – oder wie es das Döggelchen Rico in unserem Blog gerne flappsig-metaphorisch nennt: semi-telepathische Verbindung. 😉

Kommunizier mit mir - aber richtig!

Sicher, diese Kommunikationsmodelle wurden ursprünglich für die menschliche Kommunikation entwickelt. Aber meiner Ansicht nach eignen sie sich ganz allgemein bei der Kommunikation zwischen sozialen Wesen – nur die Signale, also quasi die „Sprache“ ändert sich. Wir sollten endlich anfangen, unsere Hunde als individuelle und soziale Wesen wahrzunehmen. Als wesentlichem Bestandteil kommt der Kommunikation da eine maßgebliche Rolle zu. Und als soziale Wesen sollten wir sie auch dabei ernst nehmen und nicht nur als reine Empfänger unserer zuweilen doch recht widersprüchlichen Signale. Es ist für mich daher immer ein kleines Wunder, wenn Hunde uns „felllose Primaten“ dennoch verstehen. Eine Eigenschaft, die wir oft nicht mal innerhalb der eigenen Art schaffen.



Anmk.: Dieser Artikel erschien zuerst in meiner Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin 01/2018; parallel dazu erschien auch unser Blogbeitrag Nehmt uns Hunde als Kommunikationspartner ernst!


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Montag, 17. Februar 2020

Neues vom Rüdenteam: Übers Markieren und Beinchen heben

Auch das Markieren will geübt werden...

Seit längerer Zeit (schon seit ein paar Monaten, aber ich komme erst jetzt dazu es für euch aufzuschreiben) markiert das Leonchen (sprich: Lööönchen), ich hatte euch ja davon berichtet (den Facebook-Post findet ihr am Ende dieses und des verlinkten Beitrages). Das alleine wäre ja keine News, eine Story schon mal gar nicht - aber die Art und Weise ist dann doch zum Schießen. 😂


Gemeinsames Markieren des Reviers 😃


Leon schreibt gern auch längere "P-Mails" 😄
Denn wirklich koordiniert oder mit einem Plan markiert er anfangs nicht. Das sehe offenbar nicht nur ich so: Den Blicken von Rico nach zu urteilen, fragt er oft: "Was soll das jetzt hier?" 😂 So manches Mal hebt er das Bein nur halb, schaut mich und Rico fragend an und nimmt es dann wieder runter. Da er sich offenbar unsicher über den Sinn des Markierens ist (außerhalb des Urinlassens), hebt er oft einfach dort das Bein, wo Rico markiert hat. Aber das heißt nicht, dass Klein-Leon dann auch eine P-Mail schreibt: Überhaupt hebt er oft auch nur das Bein und es kommt nicht mal ein Tropfen raus. Fast so, als ob er das Beinheben und das Markieren nicht immer in einem Sinnzusammenhang sehen würde. 😉


Klein-Leon beim "Pinkel Stretching" 😄

Pinkeln und Schnüffeln gleichzeitig - das geht 😄
Doch nicht dieses Placebo-Pinkeln bringt mich regelmäßig zum Lachen (denn das habe ich schon öfters bei Hunden beobachtet). Am meisten amüsieren mich die verschiedenen "Formationen" in denen die beiden pinkeln: Mal mit dem Gesicht zueinander, mal Arsch an Arsch, manchmal auch in V-Formation und ab und an sogar über Kreuz... 😂 Und so manche akrobatische Einlage wird auch noch eingebaut: So sprang Rico auch schon nach Beendigung seines Markierens aus dem Stand über Klein-Leon. 😄


Beim Pinkeln umgekippt

Vor Lachen beinahe zusammegebrochen bin ich aber, als Klein-Leon dabei mal umkippte. Denn er hebt immer sein Bein sehr hoch, er streckt und reckt sich dabei - quasi sein "Pinkel-Stretching". 😂 Da ich einen halben Schritt hinter ihm stand (weil Don Rico noch an einer anderen Stelle schnupperte), drehte Leon seinen Kopf zu mir um und schaute mich dabei an. Das macht er sehr oft, mich dabei anschauen, so als ob er wissen möchte, ob er alles richtig macht - nur stehe ich dann eben meist direkt daneben oder vor ihm. Doch da er sich diesmal dafür auch nach Hinten verrenken musste, verlor er das Gleichgewicht und kippte beim Pinkeln um. 😂😅

Don Rico war davon so überrascht, dass er sein Schnüffeln dafür abbrach. Er sah erst auf den aufspringenden Leon, dann schaute er mich an (mit einer erhobenen Augenbrauen - ganz nach Spock-Manier): "Was hat der Kleine jetzt schon wieder?"

Mittlerweile hat Leon aber den Pinkel-Dreh weitestgehend raus. Zumindest kippt er dabei nicht mehr um... 😆





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Sonntag, 22. September 2019

Neues vom Rüdenteam: 3 Anekdoten aus dem Hundeleben

Lustige Anekdoten aus dem Hundeleben

In unserem vergangenen Blogbeitrag, dem zu unserem doppeltem Jubiläum, dem „gemeinsamen Geburtstag“, hatte ich ja bereits einige Neuerungen angekündigt. Eine davon war, dass es von unserem Rudel weniger in Social Media geben wird, dafür aber mehr Beiträge hier. Daher wandert die Rubrik „Rüdenteam“ nun von Facebook auf unseren Blog. Wir, (also Leon, Rico und ich) wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

Two an a half Rüden: Leon, Maximilian und Rico (v.l.n.r.)

Da sag noch einer, Ordnungsamt-Mitarbeiter wären nicht auch cool und hundefreundlich...

Wir stehen an einer Ampel einer vierspurigen (2 in jeder Richtung) Straße. Gegenüber steht eine ältere Frau auf dem Fahrrad. Ich erspar euch mal die Details der Beschreibung (sonst fühlt sich wieder irgendjemand angegriffen 😉), nur so viel: Es war schon sehr geeignet für Karneval. 😄 Ich mag ja so skurrile Typen, die beleben eine Stadt, finde ich. Allerdings weiß ich auch, dass Hunde auf solche extremen „Kostümierungen“ zuweilen reagieren – zumal das Fahrrad ebenfalls etwas „dekoriert“ war. Doch darüber machte ich mir keine Gedanken, denn das Döggelchen Rico ist ja auch solche Menschen gewohnt (nur zu Karneval kommentiert er das mit nem Wuffer, da sind es einfach zu viele) und das kleine Leönchen (sprich: Lööönchen) ist ja noch jung, recht harmlos und findet alles supi-spannend.

Als die Ampel auf Grün schaltete, fuhr sie los. Direkt auf uns zu. Sehr nah fuhr sie an Leon vorbei. Was den wachsamen Don Rico zu einem halbherzigen Beschwerde-Wuffer veranlasste - er meint halt, er müsse auf den Kleinen aufpassen. Ich sagte nur: „Schluss! Weiter!“ und gut war. Bis hierhin war aus meiner Sicht alles noch Routine. Doch als wir auf der anderen Straßenseite waren und die Hunde dort auf der Wiese schnüffelten, hörte ich ihr lautes, hysterisches Gezeter. Ich hab kaum ein Wort verstanden – wie gesagt, war eine vierspurige Straße – nur einige Fetzen: „Gemein gefährlich“ und „Hunde nicht im Griff“ und ähnliche Vorwürfe und Unterstellungen... Ich wunderte mich schon ein wenig über ihren extremen Logikmangel, denn 1) hätte ich meine Hunde nicht im Griff gehabt, wäre sie wohl schon Angesichts deren Gewichts kaum unbeschadet auf die andere Straßenseite gekommen und 2) hätte sie bei einem Fußgängerübergang streng genommen ihr Fahrrad eigentlich schieben müssen – aber hey, ich bin nicht die Polizei. (Ganz davon abgesehen, dass wohl jeder vernünftige Mensch mit einem gewissen Abstand an Hunde vorbeifahren würde!) Da ich eh kaum ein Wort verstand, dachte ich, dass auch bei Hunden bekannte Taktik, die geschickteste ist: Ignorieren. Doch die Alte schrie immer weiter...

Gechilltes Gassigehen!

Wer mich kennt, weiß, wie schwer es mir fällt auf Dauer die Klappe zu halten. Und da meine Zunge wegen aller mir gerade einfallenden möglichen Antworten im Mund schon zuckte, schrie ich irgendwann mal rüber: „Entschuldigung, ich spreche nur mit hübschen Frauen.“ 😂😎 Klar ist nicht die feine Englische Art (falls es die seit der ganzen Brexit-Posse überhaupt noch gibt), aber ich wollte sie so schnell wie möglich einfach ruhig bekommen – ihr schrilles, hysterisches Geschrei fing nämlich langsam an zu nerven. Da schrie sie zurück: „Du bist so ein Arschloch!“ Worauf ich lachend antwortete: „Damit hast du in deinem Fall sogar Recht!“ 😂

Doch das war noch gar nicht die Pointe! 😉 Mit diesen letzten Worten gingen wir 3 dann weiter über die Wiese (die beiden Jungs hatten ihr Schnüffeln endlich beendet) und setzten unseren Weg durch den Hofgarten fort (das ist quasi der Stadtpark im Herzen Düsseldorfs, an dessen Grenze wir um die Ecke wohnen). Als wir dort auf unserer Runde um eine Ecke biegen, kommen uns 2 kräftige Kerle vom Ordnungsamt entgegen. Während der eine näher kommt und mich anspricht, bleibt der andere „absichernd“ in einiger Entfernung stehen. Der eine Herr vom Ordnungsamt sprach mich auf die Situation von eben an und meinte: „Ihren Spruch fand ich cool!“ Und lächelte mich freundlich an. Danach unterhielten wir uns ein wenig über die Hunde. Und in dieser Situation dankte ich dem Schicksal...

Denn wie es der Zufall so wollte, kamen gerade 2 ältere Damen mit ihren Fiffis vorbei. Leider ganz klischeehaft kläfften die beiden uns hysterisch an – also die Hunde, nicht die Damen. Und klar antwortete Klein-Leon darauf und zog an der Leine, während Rico anfänglich ruhig die Szenerie beobachtete, aber irgendwann genervt einen seiner dunklen Wuffer abließ. Auch hier sagte ich wieder „Schluss! Zurück!“ Worauf das Döggelchen sofort reagierte und sich sogar direkt neben mir hinsetzte (obwohl ich das gar nicht angesagt hatte). Obwohl die beiden Molosser-Halunken Rico und Leon sonst keine Gelegenheit aus lassen, mich zu blamieren, wenn es hart auf hart kommt, kann ich mich dennoch auf sie verlassen (naja, sagen wir mal zumindest auf Rico). Auch Leon befahl ich aufzuhören – leider nicht mit dem gleichen Erfolg. 😄 Er kläffte die beiden Hündchen weiter an und zog an der Leine (er kam zwar auf meinen Befehl zu mir, nur um sofort zurück zu springen und die hysterisch-kläffenden Hündchen zum Spielen aufzufordern). Dennoch sah ich den anerkennenden Blick in den Augen der beiden Männer. Schulterzuckend mit Blick auf Leon sagte ich: „Er ist noch jung, knapp über 6 Monate.“ Mit einem Lächeln verabschiedeten sie sich von uns. Da sag noch einer, die Leute vom Ordnungsamt wären nicht cool und hundefreundlich...

Der kleine Halunke Leon legt die (wenigen) Regeln auf seine Art aus...

Also die Hunde dürfen ja viel bei mir. Haben sie doch massig Freiheiten. Das gilt gerade in der Wohnung. Da komme ich mir ja selber manchmal vor, wie in einer überdimensionalen Hundehütte, wo ich netterweise ein Bett rein stellen darf. Dennoch gibt es ein paar Regeln: So dürfen das Döggelchen und das Leönchen (sprich: Löööönchen) zwar jederzeit ins Bett oder auf die Couch – aber eben nicht mit Futter oder Spielzeug. Nennt mich spießig, aber ich hab halt keinen Bock auf die Krümel und das Gesabber – zumal ja meist ich derjenige bin, der sich da hineinsetzt oder -legt.


Leon hat die "Unschuldsmiene" voll drauf! 😊

Nun lagen wir abends spät im Bett. Das Döggelchen ganz eng an mich gedrückt. Da sprang Klein-Leon auf, runter vom Bett in den Hundekorb und schnappte sich dort seine Kauwurzel (Rico hat das Ding immer verschmäht, doch für Leon ist es eines seiner Hauptspielzeuge). Damit im Maul sprang er sogleich wieder ins Bett, legte sich hin und wollte gerade anfangen, darauf genüsslich zu kauen. Doch da kam in ermahnendem Tonfall von mir: „Leon....“ zum „Aus!“ kam ich gar nicht, denn er spuckte das Holzstück sofort aus. Dummerweise kullerte es aber nicht vom Bett, sondern blieb auf der Matratze liegen. Während er mich mit Unschuldsmiene anschaute, schubste er das Ding mit der Vorderpfote vom Bett. Sein Blick sagte deutlich: „War was?“ 😆

Anti-Bell-Halsband reagiert nicht auf Leons Gebell, dafür auf seine Rülpser...

Leons Rülpser brint so manches Anti-Bell-Halsband zum Piepen 😆
Leon hat wie eine nervige Angewohnheit: Wenn er was haben will – und sei es nur Aufmerksamkeit – dann fiept er wie ein quengelndes Kleinkind. Kann ziemlich nervend sein, vor allem wenn Abgabetermine bei mir drücken. Daher lieh mir eine befreundetes Pärchen so ein Piep-Halsband, dass immer einen Ton abgibt, wenn der Hund sich akustisch äußert. Als sie und ihr Freund mal einen Tag auf Leon aufgepasst haben, haben sie damit gut Erfahrung bei ihm gemacht, weil er wohl anfangs ziemlich ausdauernd (Molosser-Dickschädel halt!) gefiept und gebellt hat. Tja, was soll ich sagen? Bei mir piepte der Aparillo nicht richtig. Statt eines Piepens, wenn Leon einen fiepte oder quengelte, kam Stille – dafür meldete es sich immer, wenn das Leönchen (sprich: Lööööönchen) rülpste... :-D

Hier die vergangenen Anekdoten aus Facebokk zum Rüdenteam (in chronologischer Reihenfolge; die anderen findet ihr in folgenden Beiträgen):

Und wieder ein Zahn weniger...


Das Rudel auf dem WIU-Fest


Offenbar dürfen manche Hunde nur spielen, wenn sie körperlich überlegen sind...



Molosser-Knibbeln kann echt weh tun...


Rudelgespräche mit olfaktorischer Zugabe

Leon dekoriert die Wohnung um...

Übers Markieren und Beinchen heben...

Seltsame Begegnung...



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Sonntag, 9. Juni 2019

Des Döggelchens 7. Geburtstag

Eine Liebeserklärung an meinen Hund

Heute vor 7 Jahren sollst du das Licht der Welt erblickt haben. Naja, in deinem Fall war es eher die Dunkelheit des Kellers, in dem du deine ersten 11 Lebenswochen verbracht hast (hier findet ihr Ricos Geschichte). Und so ganz genau weiß daher auch keiner dein Geburtsdatum. Aber Letzteres ist mir auch egal. Ich danke dem Universum einfach, dass es dir Leben geschenkt hat - egal, welcher Tag es war. Ebenso sehr danke ich dem Universum, dass es unsere Lebenswege hat kreuzen lassen.


2 verschiedene Arten, 2 Körper - und dennoch eine Einheit
Foto:  Ruggero De Pellegrini

Völlig egal, also, an welchem Tag du, mein kleiner Doggen-Wookiee, geboren wurdest - für mich zählt nur: Hauptsache DAS. Es könnte daher jeder beliebige Tag sein - es ist eh jeder Tag mit dir ein Geschenk. Aber der Einfachheit halber nehmen wir mal einfach das Datum, was der Tierarzt vom Veterinäramt geschätzt und in deinen Impfpass eintrug. Es ist nur ein Tag, einer von vielen, die du besonders machst.

2 Dickköppe im Herzen vereint
Ich werde nie unsere 1. Begegnung vergessen - den Tag, den wir seit dem als unseren gemeinsamen Geburtstag feiern. Du warst ein kleines Häufchen Elend. Plattfüßig, unterernährt, stumpfes Fell. Und doch spürte ich dich so intensiv. Auch wenn ich länger als du gebraucht habe, aber mir war klar: Wir gehören zusammen.

Viel ist geschehen, seit du in mein Leben tratest und es um mehr als nur Facetten bereichert hast. Damals noch ein kleiner Welpe, der nichts kennen gelernt hatte und meinen Schutz bedurfte; dann als neugieriger Junghund, dessen Übermut ich so manches Mal bremsen musste. Und mittlerweile? Ich könnte nicht stolzer sein: Du bist zu einem selbstsicheren, (recht) souveränen und (molossertypisch) eigenständigen Hund herangewachsen - und wir immer mehr zusammengewachsen. Wenn der Spruch stimmt, dass jeder den Hund bekommt, den er verdient, dann frag ich mich, womit hab ich DICH verdient...

Manchmal muss ich schon schmunzeln, wenn wir Gassi gehen: Fast wie ein altes Ehepaar, das sich nicht mehr viel zu sagen hat - aber im positiven Sinne. Denn wir verstehen uns beinahe wortlos. Eben wir alte Freunde, die sich so gut kennen, dass schon Blicke reichen.


2, die sich wortlos verstehen...
Foto: Lutz Borger

🐶 Meinst du, so wie meine Blicke, wenn ich hin und her von dir auf den Futterbeutel starre? *frechwedel*

Auch das, mein Kleiner, auch das! 😄 Aber auch viel mehr. Erinnerst du dich noch, als ich dich mit einem "biologischen Satelliten" verglichen habe?

🐶 Klar, weiß ich das noch, kann es ja auch jederzeit nachlesen. *schlauschau*

Irgendwie ist das jetzt noch intensiver. Jedenfalls passt das Wort "Satellit" nicht so recht, denn es bezeichnet ja was Künstliches. Eher wie ein Organ excorpore (außerhalb des Körpers). Du bist irgendwie zu einem Teil von mir geworden.

🐶 Sag bloß, das wundert dich? Menschen! *schnauff* Ihr habt so schlaue Sprichwörter und doch begreift ihr sie selber kaum. Denn wie sagt eines eurer schauen Sätze: "Wenn man etwas kennen lernt, dann wird es auch zu einem Teil von einem selbst." *schlauschau*

Auch deine Weisheit gehört zu den Dingen, die ich an dir schätze! Dazu gehört auch, dass du mich immer wieder daran erinnerst, was das wirklich Wichtige im Leben ist. Du warst mir in all der Zeit mindestens genauso ein Lehrer wie ich dir.

🐶 Glaub mir, Alter, ich bin dir auch sehr dankbar! Für all die vielen schnüffelspannenden Erlebnisse und dass du dir immer die Zeit genommen hast, all die unheimlichen Sachen mit mir durchzustehen, um mir die Angst zu nehmen. Egal ob du deswegen im Regen hocktest, durch irgendwelche Büsche kriechen musstest oder selbst Kilometer weit mich getragen hast - immer warst du für mich da. Aber was du mit vielen Worten sagst, dass kann ich viel direkter wuffen: Ich hab dich unheimlich lieb...mein Oller. *anlehn*



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Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nehmt uns Hunde als Kommunikationspartner ernst!

🐶 Immer wieder erlebe ich, wie jemand mein menschliches Cerebral-Interface fragt, wie er mich „so gut hinbekommen“ hat. Nun, das liegt wuffverständlich an meinen vielen Talenten und meiner hundsmäßigen Intelligenz. 😎 Aber klaro, so gaaaaanz unbeteiligt war der Olle daran auch nicht. Einer der wesentlichen Punkte ist, dass er mich als Kommunikationspartner für voll nimmt. *stolzwedel*


Sich gegenseitig respektieren und ernst nehmen - DAS ist Grundvorraussetzung für eine funktionierende Kommunikation UND Partnerschaft!
Foto: Lutz Borger

Denn wir Hunde sind ja wahre Kommunikationsmeister. Und daher geht mein Oller eben nicht – wie viele andere – von einem einfachen Sender-Empfänger-Modell aus (das eh schon seit den 50ern als veraltet und „zur Beschreibung sozialer Kommunikationsprozesse nicht geeignet ist“!). So ein Modell besticht zwar durch seine Einfachheit, aber es spiegelt halt nicht die Wirklichkeit ab (das Leben ist halt nicht so einfach, wie viele es gern hätten). Schließlich sind wir Hunde ja keine Radioempfänger! *jawohlwoaff* Kein Wunder also, dass da Missverständnisse und Frust vorprogrammiert sind. Denn ihr felllosen Primaten sendet ein Signal, aber nicht immer reagieren wir Hunde darauf gleich oder wie ihr es wünscht (aber genau das impliziert das Sender-Empfänger-Modell). Viel hilfreicher ist daher der dynamisch-transaktionale Ansatz von Werner Früh und Klaus Schönbach, wie mein Oller es euch in unserer aktuellen Kolumne in WUFF - Das Hundemagzin beschrieben hat.

Das dynamisch-transaktionale Kommunikationsmodell
Quelle: Schönbach/Früh (1991), S. 53

So ein interaktionistisches Modell sieht beide Beteiligten als aktiven und passiven Part des Kommunikationsprozesses. Außerdem berücksichtigt es auch, dass die gesendete Botschaft verarbeitet wird. Viele Faktoren spielen da eine Rolle: Erfahrung, Erlerntes aber auch situative Einflüsse etc. Angesichts unseres Geruchssinnes ist gerade Letzteres nicht zu missachten. Ein Beispiel: Das gleiche Signal, selbst am gleichen Ort und zur gleichen Tageszeit, kann unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, einfach weil wir Hunde einen anderen Geruch wahrnehmen.

Hinzu kommt noch die Feedback-Schleife. Bei euch 2-Beinern sit das unter anderem die Vorstellung die beide Kommunikationsseiten voneinander haben. Bei uns Hunden wäre das also unter anderem das weite Feld der Stimmungsübertragung. Und die beeinflusst uns Hunde weit mehr als viele andere Signale, die ihr uns bewusst sendet - ihr könnt uns da nicht betuppen. *jawohlwoaff*

Ihr seht also, so ein Modell hilft vielmehr um seinen Kommunikationspartner zu verstehen. Und durch ein besseres Verstehen kommt auch ein größeres Verständnis. Schließlich will man ja verstehen, was man liebt. Genau deswegen versuchen wir Hunde auch unser ganzes Leben durch euch felllose Primaten zu verstehen.


PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF (01/2018) "Einfache Kommunikationsmodelle taugen nichts..."


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Montag, 10. April 2017

Unsere nächtliche Diskussion um einen Besoffenen an der Haltestelle... 🤣

Es war später Abend, unsere letzte Runde. Wir kommen an so einem Haltestellen-Häuschen vorbei. Schon vorher bemerkte Rico offensichtlich einen Geruch: Alkohol. (Das erkannte ich zugegebenermaßen nicht nur an seiner Körpersprache, soooo differenziert kann ich sie nicht lesen; im Vorfeld war es also nur eine Vermutung, die sich dann später aber bestätigte...). Daher war ich schon sehr aufmerksam.

Mein "NEIN!" kam prompt, als wir an dem Haltestellen-Verschlag vorbei kamen, wo ein Volltrunkener in gekauerter Haltung und irgendwas lallend saß... Nochmal rechtzeitig, bevor der Kleine auf seinen Godzilla-Bruce-Lee-Modus umschaltet. Dank meiner raschen Reaktion kam der Doggen-Wookiee nicht weiter als bis zu einem kurzen Brummen an den Kerl gerichtet. Kurz schaute er mich an (Rico, nicht der besoffene Kerl)...

Den Spock-Blick hab ich drauf 😏

🐶 *schnauf* (Übersetzung: Echt jetzt? Bist du sicher? Bin ich nicht so mit einverstanden. Muss ich mir nochmal duch den Kopf gehen lassen!)

"Ruhig", sagte ich schon mit einem kleinen Grinsen. 😊

🐶 *lautschnauf* (Übersetzung: Also, ich hab drüber nachgedacht: Jetzt bin ich sicher, dass mir das nicht passt!)

Mit schon breiterem Grinsen: "Weiter!" 😁

🐶 *lautschnaufschnauf* (Übersetzung: Alter, das passt mir so gar nicht!)

Nun schon dem Lachanfall nahe, den ich zu unterdrücken versuchte: "Na, komm jetzt du Killer-Döggelchen, stell dich nicht so an. Wirst das auch mal ohne Wuffer überstehen." 😄

🐶 *leiseschnauf* (Übersetzung: Okay, meinetwegen - unter Protest. Aber nochmal: Das passte mir nicht!)

Nächstes Mal darf ich aber zurückwuffen... 🐶

Jetzt konnte ich nicht mehr, lachend (was mir einen Spock-würdigen Blick Ricos mit einer hochgezogenen Augenbraue einbrachte): "Jaja, schon gut. Schau mal lieber, was es Neues zum Schnüffeln gibt." 😂

Ich weiß, ich hab es schon oft gesagt, aber immer wieder gilt: ICH LIEBE DIE KOMMUNIKATION MIT MEINEM HUND!

🐶 Wart's ab! Nächstes Mal überrasch ich dich und dann komm ich doch mal wieder zum Wuffen! *brummm*

Also ob es dir daran fehlt... 😉

🐶 Hauptsache ich hab hier den letzten Wuffer! *frechwedel*


Szenen aus dem Leben mit einem Doggen-Wookie mit typischem Molosser-Eigensinn (aus unserer neuen Rubrik "Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund"):


















😄

Samstag, 25. Juni 2016

Neues aus unserer Rubrik "Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund..." ;-)

Neulich am Rhein, auf der Oberkassler Seite (der aufmerksame Leser weiß, dass wir da ja öfter sind), schlenderte ich fast schon routinemäßig mit dem kleinen Döggelchen Rico. Unterhalb des Deiches geht das auch ohne Leinenzwang. Schön gechillt...entspannt...ab und an unterbrochen von einer kleinen Spielrunde oder gemeinsamen Rennen...

Aber irgendwann fällt Rico zurück. Und das nicht mal nur für ein paar Sekunden. Alleine das hätte mich misstrauisch werden lassen sollen...Ihr wisst ja, dass bei uns auf den Rheinwiesen auch Schafsherden grasen, dementsprechend liegt halt auch deren Mist dort rum. Hundegourmet-Kenner wissen, welche Leckerei das für unsere Fellfreunde bedeutet. Doch das Zusammenleben erfordert halt Kompromisse. :-) So wie von mir, so auch vom Hund. Und so sehr ich auch verstehe, dass das Fressen von Schafskacke natürlich und aus Cani-Sicht lecker sein mag - er lebt mit mir zusammen und muss daher aus hygienischen Gründen darauf verzichten. Keine Sorge, er leidet darunter nicht gerade, weiß doch mein kleiner Doggen-Wookiee, dass es dafür andere - nicht weniger stinkende - Leckereien gibt, wie Pansen.

Nun hatte ich euch ja bereits berichtet, wie das so normalerweise abgeht, wenn er so eine verlockenden Schafshaufen findet. In Kürze: Er schaut, ob ich was mitbekomme; wenn ja und er zu weit weg steht, als dass ich rechtzeitig eingreifen kann, dann wälzt er sich darin...nicht selten schaut er mich danach an mit einem Blick, der sagt: "Hey, was willst du? Habs nicht gefressen..." Sein Schwanzwedeln inbegriffen. :-)

Manchmal, wenn ich näher dran bin, so wie dieses Mal, dann lässt er sich auch zurückfallen. Wie anfangs gesagt, das hätte mich schon misstrauisch werden lassen. Aber zum Glück sind meine menschlichen Instinkte und Intuition nicht völlig verkümmert: Ich spürte, dass irgendwas nicht ganz stimmte, drehte mich um (nein, das ist keine Telepathie, eher sowas wie Empathie, es ist die ganz normale Verbindung zweier Lebewesen, die sich seeeeehr gut kennen - Rico nennt es daher caniden-vereinfachend "semi-telepathisch" oder "Instinkt-telepathisch" ;-) ). Und erwische Rico bei einer neuen Masche wie er gerade in einen Schafshaufen beißen will. :-)

*mampfkau* Schmeckt mir gerade so gar nicht, muss aber jetzt sein...*brummm*

Ich rufe: "PFUI!" Sein Kopf ruckt hoch, er blickt sich hektisch um. Und mit der Grazie einer Mischung eines Einhorns und Godzilla hüpft das Döggelchen schnell zu einem nahen Busch ins hohe Gras. Dort beginnt er mit großen Geraschel, aber wenig motiviert auf den Gräsern rum zu kauen. Scheint ihm nicht zu schmecken, denn er spuckt sie wieder aus. Doch aufhören ist nicht, er braucht ja ein Alibi, sogleich beißt er wieder in die Gräser und schaut mich dabei an. "Was regst dich auf, Alter? Ich ess' doch nur Gras..."

Was iss'? Hab doch nur Gras gefressen... *wedel*


Hallo, Gras essen ist ja nicht verboten. Jedenfalls hast mir das soooo nicht beigebracht. *frechschauohrennachvorn*

*lach* Dieses "Alibi-Gras-Kauen" ist neu von dir. Aber hey, Kleiner, du weißt doch: Ich liebe die Kommunikation mit dir!!! :-D

Glaub mir, ich hab auch meinen Spaß mit dir! Und du kennst doch die Regel: Mein Blog, mein letztes Woaff (Menschensprache: in diesem Fall "Wort"). *frechschauwedel*


Szenen aus dem Leben mit einem Doggen-Wookiee mit typischem Molosser-Eigensinn (aus unserer neuen Rubrik "Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund"):














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Mittwoch, 27. April 2016

Hilfe, mein Hund hat Personal!!! ;-)

Von wegen, Katzen hätten Personal. Das haben Hunde auch! Und damit meine ich jetzt nicht nur das bloße Dosenöffenen, oder Leckerli-Geben oder als lebende Streichel-Maschine...und auch keine Hundesitter oder Dogwalker und sonstige Dienstleister. Erst neulich zeigte das mir der kleine Doggen-Chewbacca-Verschnitt recht deutlich. Ausgerechnet bei einem Knochen!

Den bekommt der kleine Doggen-Wookie (er spricht recht oft ähnlich wie der Wookie Chewbacca aus Star Wars, was wohl daran liegt, dass ich mir die Filme mit ihm als Welpe angesehen habe) Rico nämlich ab und an. Schon um die Analdrüsen mal richtig auszudrücken. Und naja, es bereitet mir halt Freude seine Freude dabei zu beobachten. Beim Knochenessen, nicht beim Ausdrücken der Analdrüsen! ;-) So auch vor Kurzem, da ging ich in die Küche. Schon beim ersten verräterischen Geräusch - und das entlarvende Geräusch ist für Hunde schon quasi hörbar, bevor wir es subjektiv gesehen verursachen - stand Rico im Wohnzimmer, aufrecht, mit nach vorne gestellten Ohren - volle Aufmerksamkeit.

Als ich dann die Folie vom Knochen öffnete, da sprang er schon in Richtung Schlafzimmer. Abends bekommt er dort immer seine Leckerlis (selbst den Servier-Ort bestimmte er somit; naja, wenigstens passend zur Uhrzeit). Denn krümeln im Bett ist bei uns nicht erlaubt - zumindest nicht für 4-Beiner mit Fell (ein paar Menschen-Privilegien müssen schon noch sein ;-) ). Und da es schon späterer Abend war, war ja klar, wo ich ihm das serviere. Ja wohl, ich benutze dieses Wort ganz bewusst: Servieren. Denn genau das erwartete der kleine Doggen-Wookie offensichtlich... 

Doch zunächst zurück zum Ablauf: Nach seinem ersten Sprung drehte sich Rico nochmal um, schaut zu mir in die Küche. Dort war ich gerade mit dem Entfernen der Folie beschäftigt. Damit noch nicht ganz fertig entschwand gewandt Rico durch den kleinen Flur ins Bad. Da muss er nämlich durch um ins Schlafzimmer zu kommen (falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, wir wohnen in einer Altbauwohnung, die sind manchmal komisch geschnitten - aber passt zu uns :-) ).

Als ich ihm nun folgte, wunderte ich mich bereits, dass er nicht neben mir oder im Wohnzimmer wartete. Die obligatorische Doggen-Wookie-Sabber-Pfütze vor sich... Im übrigen Rate ich allen, diese Sabberpfützen schnellstens zu entfernen. Nicht wegen des Ekels, den verliert man als Hundehalter eh spätestens beim ersten Hundekotzen. Nein, aus Sicherheit!!! Das Zeug ist quasi tauglich als Gleitmittel für die NASA auf dem Flug zum Mars!!! Vor allem kann das Zeug auch saugut kleben - und die Eignung als Treibstoff für den Überlicht-Flug sollte mal jemand erforschen! Zum Glück sabbert der kleine Doggen-Chewbacca ja nicht, nur eben wenn es was zu essen gibt...oder eine besonders leckere Hündin in der Nähe... :-D

"Du kannst den Knochen jetzt servieren, ich wäre dann so weit." *schwanzwedelfreu*


Rico stürzt sich auf den (nur noch halben) Knochen :-D
Aber mit einem Auge die Kamera im Blick ;-)
Was soll ich sagen, ich folgte ihm als kooperativer Mensch und Hunde-Butler dann ins Schlafzimmer. Nicht ohne ein amüsiertes Lächeln... Aber dann brach ich doch in schallendes Gelächter aus. Da saß Rico. Aufrecht. Mit wedelnder Rute, Ohren nach vorn und erwartungsvollem Blick - wartend auf seinen Dog-Butler. Und irgendwie sagte er mir mit seinem semi-telepathischen Kanal: "Also ich wäre jetzt soweit für das Knochen-Servieren." :-) Na, zum  Glück hat er nicht erwartet, dass ich ihn im Butler-Livree bediene. :-)

Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund!!! :-D 

Ich hab dich auch lieb, Maxi! *jawohlwoaff* Du dachtest doch wohl nicht, dass ich dir das letzte Wort überlasse. *frechschau*


Szenen aus dem Leben mit einem Doggen-Wookie mit typischem Molosser-Eigensinn (aus unserer neuen Rubrik "Ich liebe die Kommunikation mit meinem Hund"):