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Freitag, 28. Juni 2019

Roll-Leine in der Stadt

Die unendliche Freiheit...?


Da haben wir doch glatt einem Hund das Leben gerettet! Neulich erst, da kam uns auf der anderen Straßenseite ein echt hübscher Podenco-Mix entgegen. Am anderen Ende der Leine – eine Flex – hing ein ebenso attraktives Frauchen, intensiv mit ihrem Handy beschäftigt. Ich sah es schon kommen, selbst Rico schien irgendwas zu spüren, schaute er doch dauernd zwischen dem Hund und mir hin und her...

Zwei, die ohne Roll-Leine auskommen und ihre Freiheit genießen
Foto: Der Papagraf

Kaum war der Hund ungefähr auf gleicher Höhe wie wir (sein Frauchen hing an der Flex-Leine gut zwei, drei Meter dahinter), da spannte er sich an. Zum Glück sah ich dieses subtile Körpersignal rechtzeitig (nicht zuletzt auch wegen des kurzen Fells) – und so geschahen gleich drei Dinge gleichzeitig: der Podenco-Mix sprang auf die Fahrbahn, ich rief „Hey! Achtung! Dein Hund rennt auf die Straße!“, und Rico bestätigte mich mit seinem lauten Bellen. Erschrocken sah das Frauchen von ihrem Handy auf und zog ihren Hund zurück – gerade noch rechtzeitig! Denn da kamen schon die Autos um die Ecke, nur eine Sekunde später und...

Unbeeindruckt ging die Dame weiter, kein „Danke“, kein freundliches Kopfnicken, nichts, nada, niente. Stattdessen wieder auf ihr Handy schauend. Muss ja was Wichtiges sein, mindestens ein bilateraler Handelsvertrag oder 'ne Rede vor der Vollversammlung der UNO... Egal, ich konnte es mir nicht verkneifen ihr noch hinterher zu rufen: „Handy aus und Hirn an kann manchmal schon weiterhelfen!“ (Für alle Spekulanten: Nein, es war keine Blondine!)

Das ist nur eines von vielen Beispielen, die wir in der Stadt mit anderen Hunden, ihren Haltern und Flex-Leinen hatten. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen: von quer über den Bürgersteig laufenden Hunden, während ihr Frauchen die Schaufenster bewundert; sich in der dünnen Leine verfangende Jogger; Hunde die um die Ecke biegen, während Herrchen gemütlich und deutlich nach dem Hund selbige Ecke erreichen – meist nachdem ihr Fellpartner schon auf andere Hunde losläuft. Und ja, es gibt sie tatsächlich, die Halter, die so eine Leine nicht mit einem Brustgeschirr, sondern am Halsband benutzen – mit entsprechender Wirkung auf die Wirbel, wenn Wauzi das abrupte Ende erreicht oder spontan der Stop-Knopf gedrückt wird. Auch ein Klassiker: Wie aus einer anderen Dimension gebeamt, schießen plötzlich unter den Tischen von Straßenkaffees Hunde an Flex-Leinen hervor – und einige Hundehalter haben ja die Reaktionsgeschwindigkeit eines bekifften Faultieres in der Nähe eines Schwarzen Loches (da vergeht dank der Super-Gravitation die Zeit weeeeeesentlich langsamer). Einige Anekdoten hat mein Doggen-Mix Rico ja auch schon in unserem Blog „GASSIREPORT“ gewufft.

Ehrlich liebe Hundehalter: Was soll das? Was braucht es eine Flex-Leine in der Innenstadt? Ich weiß, ihr benutzt diese Flex-Leinen nicht, um andere Halter und ihre Fellpartner zu ärgern! Immer wieder haben wir mit Anderen darüber geredet und dabei eines erfahren: Flex-Benutzer sind nicht böse! Also alle Flex-Gegner, lasst bitte die unqualifizierten Äußerungen! Manche Hunde kommen mit so einer Leine einfach besser klar; es gibt sogar Fälle, da geht es gar nicht ohne Flex – so beispielsweise bei einer 3-beinigen Hundefreundin, die schon wegen ihrer hüpfenden Gangart nicht mit einer normalen Leine geführt werden kann, ohne Hals- und Rückenschäden zu provozieren. Auch wenn es die Flex-Gegner nicht glauben wollen, die meisten Flex-Leinen-Benutzer mit denen wir sprachen, nutzen diese Leinen, weil sie ihren Hund lieben. Ja genau, denn die häufigsten Antworten waren: „So hat mein Hund mehr Freiraum“ oder „dann würgt ihn die Leine nicht so sehr“ und Ähnliches. Allerdings, liebe Flex-Benutzer, heißt das im Umkehrschluss, dass ihr darauf mehr Priorität legt, als auf eure Umwelt. Zumal ich mir echt die Frage stelle, was „mehr Freiraum für meinen Hund“ in der Stadt bedeutet? Etwa die Freiheit Selbstmord zu begehen? Vielleicht haben wir es ja hier mit einem ganz neuen Phänomen zu tun: dem suizidgefährdeten Hund 😉

War das eventuell der eigentliche Grund, weswegen der Podenco-Mix auch auf die Straße rannte? Wollte er am Ende gar nicht zu uns? Wollte er einfach nur dem Ganzen ein Ende machen!? Das mangelnde Interesse seines Frauchens trieb ihn vielleicht erst zu diesem Fahrbahn-Suizidversuch 😉

Spaß beiseite: Hört man die Argumente der Gegner, warum sie keine Flex-Leine benutzen, könnte man glatt meinen, die denken eher mit und weniger egoistisch. Denn da hörte ich als Argument gegen diese Leinen: „die Verletzungsgefahr für andere Menschen oder Hunde“ oder „so hab ich meinen Hund besser unter Kontrolle – zu seiner Sicherheit und der der Anderen“.

Ich will hier gar keine Diskussion um die erzieherischen Konsequenzen beginnen. Ist ja derzeit eh einer der Hundereligionskriege (neben der Erziehung wäre da noch die Ernährung, das Spielzeug, das Geschirr, Impfungen oder auch der passend zu den Erdstrahlen ganz Feng-Shui konform ausgesuchte Schlafplatz). Aber viele Experten meinen, dass erst mit einer Flex die Hunde das Ziehen an der Leine lernen würden. Klingt plausibel – und irgendwie auch canilogisch. Doch was geht mich die Erziehung anderer Hunde an? Das ist die Sache eines jeden Hunde-Mensch-Teams! ABER: Gegenseitige Rücksichtnahme – ist das echt zu viel verlangt? Dann haben ALLE mehr Freiheiten – Hunde wie Halter. Also liebe Flex-Freunde, lasst demnächst mal die Langlauf-Leine Zuhause, wenn ihr in die Stadt kommt. Wetten? Dann ist die Shoppingtour für alle entspannter – egal ob mit oder ohne Fell.


Anmk: Dieser Artikel erschien zuerst in meiner Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin 06/2016; parallel dazu erschien auch unser Blogbeitrag Rücksichtnahme statt Roll-Leine.


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Mittwoch, 4. Mai 2016

Rücksichtnahme statt Roll-Leine

🐶 Da war mein 2-beiniges Cerebral-Interface aber sauer. Zückte sein kleines Taschenmesser und schnitt einfach die Leine durch. Der Blick des anderen Mannes war eine Mischung aus Unglauben, Empörung und auch Ratlosigkeit...

Was war geschehen? Nun es war einer dieser Tage, gutes Wetter, wir waren gerade eine längere Gassirunde gegangen, da riefen ein paar Leute unsere Namen (die Meisten rufen ja zuerst mich und dann erst Maximilians Namen). Draußen standen ein paar Bekannte, genossen die Abendsonne und tranken ein kleines Feierabend-Bier. Wir gesellten uns dazu. Doch schon kurze Zeit später kam ein anderer Mann (der roch schon nach mehr als einem Feierabend-Bier) mit seiner Hündin - an einer Roll-Leine (auch Flex-Leine genannt; dazu hatten wir ja bereits einige Male was gewufft, unter Anderem auch eine Umfrage, schaut einfach mal in unserer Rubrik rein)...

Sogleich stürmte die Hündin auf mich zu. Sie war ganz offensichtlich verliebt. An ihrer Körpersprache erkannte mein Cerebral-Interface, dass sie läufig war. Na so direkt wie sie mir immer wieder ihr Hinterteil anbot, war das ja auch zu deutlich. *sabber* Bevor er jedoch den Mann fragen konnte, sagte der schon: "Die ist heiß. Wie niedlich die miteinander spielen. Und schau mal wie sich die läufige Hindin anbietet."

Doch durch das herumwirbeln der kleinen Hündin um mich, wickelte sich ihre Roll-Leine um meine Beine. Maximilian wies den Mann darauf hin, dass das nicht so gut ist und er sie doch bitte entwirren möge. Doch der reagierte nicht. "Ist doch lustig, wie die spielen." Darauf Maximilian: "Ja, aber nur solange nichts passiert. Also nochmal, bitte entwirren sie die Leine." Aber auch auf seine 2. Bitte reagierte der Mann nicht. Immer mehr verhedderte ich mich in der Leine. Mein Cerebral-Interface spürte mein steigendes Unwohlsein *mitgroßenaugenschau*, denn die Leine behinderte mich ja: "Zum letzten Mal: Lösen Sie die Leine oder sonst mach ich es!" Diesmal war sein Tonfall schon recht scharf, doch das schien den Kerl nicht zu beeindrucken, sagte der doch nur: "Ist doch nichts passiert." Nach dem Satz fackelte mein 2-Beiner nicht mehr, er griff in seine Hosentasche und beugte sich zu mir während er sagte: "Und ich werde nicht darauf warten." Dann schnitt er mit seinem kleinen Gentleman-Messer (die Klinge ist nicht mal 3 Zentimeter lang) die Roll-Leine durch...unter dem erstaunten Blick des Mannes, der seiner Bitte nicht nachgekommen war.

"Schnallpfffft" - mit dem Geräusch rollte das nun lose Stück in die Trommel hinein und mein Cerebral-Interface befreite mich von dem Rest an meinen Beinen (während die Hündin freudig bellend um uns herumsprang und das lose Leinen-Ende hinter sich herzog - naja, sie wahr halt läufig). Nach einem kurzen Anfall von Schnappatmung schrie der Kerl los, wie bescheuert mein Maximilian wäre, ein Spinner und so... "Jaja, Hauptsache mein Hund ist frei und nun red mit jemanden, der dich noch ernst nimmt - falls es den gibt." Und ich wuffte ihm noch zur Bestätigung hinterher. *jawohlwoaff*

Sogleich schaltete mein 2-Beiner um und war von einem Moment auf den anderen wieder ganz ruhig (er kann das recht gut, auch dank gewisser Atemtechniken). Er wand sich unseren Bekannten zu, die grinsend die Szenerie beobachtet hatten. Einer fragte: "Warum hast du nicht dein normales Taschenmesser genommen? Das ist doch viel praktischer." Darauf antwortete mein Cerebral-Interface nur stoisch: "Ich wollte nicht angeben oder provozieren. Nur meinen Hund befreien." Dann trank er den letzten Schluck seines Bieres, verabschiedete sich und wir gingen. Den Rest des Abends haben wir dann ganz kuschelig auf dem Sofa verbracht - ganz ohne Leine. *anlehn*

Im Zwigespräch mit meinem Cerebral-Interface Maximilian :-)
Foto: Der Papagraf

Also bei uns ist die Leine eher ein Kommunikationsmittel - keine Beschränkung. Und wenn sie doch beschränkt, dann uns beide, also auch meinen 2-Beiner. Daher sehe ich die Leine nicht negativ oder als Einschränkung meiner Freiheit. Wie Kommunikationsmittel? fragt ihr jetzt. Na, ein wenig ist es vergleichbar mit diesen Becher-Telefonen, mit Kordel. Die, die Kinder manchmal basteln (zumindest die Kinder aus der Erinnerung meines 2-Beiners, aber der stammt ja noch aus dem analogen zeitalter *frechschau*). Es ist also irgendwie ein Hunde-Handy. *schwanzwedel* Jedenfalls zeige ich damit unter Anderem meinem Cerebral-Interface an, was ich so will oder vor allem wohin ich will. Er macht es ähnlich. Ganz ohne Ruck und großer Kraft. Manchmal spielt er ein wenig mit dem Finger an der Leine, so das sie leicht vibriert, das reicht mir schon als Signal. Es ist ähnlich, wie wenn jemand euch Menschen an die Schulter tippt - also ein anderer Mensch, kein anderer Hund jetzt - um eure Aufmerksamkeit zu bekommen. *frechwedel* Mit einer Roll-Leine könnte ich jedenfalls nicht so mit meinem 2-Beiner kommunizieren - ich tausche da also die Freiheit der Kommunikation gegen die Freiheit des Laufens. Und gerade Letzteres kann bei Hundebegegnungen oder besonders in der City sogar eine Gefahr für uns Caniden werden.

Nehmt lieber mehr Rücksicht als Roll-Leinen...

Und dabei könnt es so hundseinfach sein: Liebe 2-Beiner, wo ist denn das Problem einfach mal ein wenig Rücksicht zu nehmen? Und wenn einer schon nett bittet, dann besteht doch nicht starrköpfig auf eure Meinung oder Willen. Das hat doch nicht Priorität gegenüber irgendeinem Leben! Auch das von uns Hunden nicht! Macht also bitte aus solchen Diskussionen keinen "Machtkampf" (damit zeigt ihr allerhöchstens eine gewisse Kleingeistigkeit), versucht euch einfach in den anderen hinein zu versetzen und nehmt Rücksicht! Und so eine Roll-Leine kann im Zweifelsfall ganz schön schlimme Verletzungen verursachen, sowohl bei uns Hunden, als auch bei euch Menschen. Eine Hundebegegnung mit Leine - egal welcher Art - ist eh schon problematisch genug. In der City haben diese Roll-Leinen eh meiner Meinung nach nichts verloren!!! (Ausnahmen bestätigen die Regel: Also ihr Roll-Leinen-Kritiker, für euch gilt das gleiche - wenn ihr jemanden mit so einer Leine seht, dann blafft nicht gleich los. Schaut zu und versetzt euch in den anderen, denn manche Hunde - gerade die mit einem Gebrechen - können gar nicht anders als mit einer Roll-Leine geführt werden.) Und mit gegenseitiger Rücksichtnahme, wird der Gassigang gleich viel entspannter für alle - auch für uns Hunde! *schwanzwedelfreu*


PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (06/2016) "Roll-Leine in der Stadt"



Montag, 28. April 2014

Wie ich zu Flex-Leinen stehe

Nach der Umfrage haben viele von euch mich gefragt, wie ich denn nun persönlich zu Flex-Leinen stehe. Gut dann will ich mal meine Marke setzen, oder wie ihr Zweibeiner wohl sagen würdet: mich positionieren.

Nun, eigentlich muss ich denen beipflichten, dass wenn die Fellnase gut erzogen ist und der Zweibeiner sie im Griff hat, dann ist die Leine wirklich egal. ABER: meine persönliche Erfahrung zeigt, dass gerade diese Leute nicht zu den typischen Benutzern von Flex-Leinen gehören (das mag daran liegen, dass diese so verantwortungsbewusst sind, dass sie sie bei Spaziergängen wo man vielen Menschen begegnet erst gar nicht mitnehmen). *schnauf* In den meisten Fällen sieht man in der Tat ziehende Hunde und auch etwas faule Hundehalter (und das ist noch diplomatisch ausgedrückt; das wiederum liegt sicherlich daran, dass gerade die verantwortungslosen und diejenigen, die nicht mitdenken, sie auch in Innenstädten und ähnlichen Situationen benutzen).

Meine Erfahrungen mit Flex-Leinen sind zu 99% negativ...sei es nun um selbst erlebte oder beobachtete Situationen. Um es auf den Hund zu bringen: Ich bin dafür, dass jeder Zweibeiner sich erst einmal soweit mit seiner Fellnase beschäftigt, dass die beiden ein gutes Team werden. Bis beide soweit sind, bin ich aber gegen Flex-Leinen.

Wahrscheinlich habe ich mich nun bei einigen Lesern unbeliebt gemacht (bei einigen Fellfreunden wohl auch, die nun um ihre "eingeschränkte" Freiheit bangen). Daher bin ich jetzt mal auf eure Kommentare gespannt! (Am Ende dieses Beitrags könnt ihr sie schreiben)

"Ich finde: Maxi und ich sind schon ein tolles Team, aber soweit,
dass wir Flex-Leinen benutzen können sind wir selber nicht..."
© Foto: Antje Hachmann



Montag, 7. April 2014

Umfrageergebnisse zu Flex-Leinen

War das wieder ein spannendes Wuffenende....bin noch ganz platt, aber dazu die kommenden Tage mehr. Doch heute gehts erstmal um die Flexi-Leinen-Umfrage.  Und hier scheiden sich echt die Geister... Die Mehrheit der Teilnehmer an der Umfrage lehnen Flex-Leinen kategorisch ab: 28% finden sie gar nicht gut, 27% finden sie wegen der Verletzungsgefahr gar gefährlich. Ganze 23% der Befragten gaben an, dass sie sie gar nicht benutzen. Jeweils 13% hatten bereits Ärger damit bzw. haben sich gar mit anderen Haltern deswegen gestritten.

Seltsamerweise benutzen 15% sie immer, aber nur 11% finden sie toll. Was ist mit den Differenz? Muss ich mir das etwa so vorstellen, dass die fehlenden 4 Prozentpunkte zwar Flex-Leinen immer benutzen, aber nicht so doll oder gar schlecht finden? Ist wohl Zweibeiner-Logik ;-)


Find ich toll!
  11%
Benutze ich selber immer
  15%
Benutze ich selber manchmal
  17%
Benutze ich selber selten
  4%
Benutze ich nie
  23%
Überlege mir eine anzuschaffen
  0%
Finde ich nicht so gut
  2%
Finde sie gefährlich wegen der Verletzungsgefahr
  27%
Setze sie nur in ganz bestimmten Situationen ein
  22%
Finde ich absolut nicht gut!
  28%
Hab ich schon viel ärger mit gehabt
  13%
Hab mich deswegen schon mit anderen Haltern gestritten
  13%



Mindestens so interessant wie die Umfrageergebnisse fand ich aber die verschiedenen Kommentare in Facebook dazu (übrigens: schade, dass ihr das nicht hier im Blog kommentiert habt, dann hätten alle Leser was davon gehabt, so waren die Diskussionen über verschiedenen Facebook-Gruppen verteilt). Daher hier eine kleine Auswahl der Einträge:
  • Irene Lanz es gibt so viele hundehalter die jammern, das ihre hunde ziehen und sich damit abplagen. die hunde bekommen von klein auf die flexi dran und gewöhnen sich damit das "ziehen" an, ganz einfach begründet: der hund lernt, wenn er den wiederstand überwindet und anzieht, wird die leine länger und er kommt weiter weg.....ich habe bei meinen welpen immer eine normale schleppleine genommen und ihnen ihren 4m freiraum gegeben, sie jedoch für jedes zu mir kommen und neben mir gehen belohnt. klar ist eine flexi bequemer als eine schlepp........aber das "ziehen" aus dem hund dann raus zu bekommen macht noch mehr mühe.....und warum soll ich einem jungen hund was angewöhnen, was später nicht erwünscht ist???


  • Barbara Stracke Ich halte auch nichts von Flexleinen! Die neisten Hunde sind damit absolut nicht leinenführig! Für mich ist das eine typische "Fiffi Leine! "

  • Nadine Lohse Ich finde Flexleinen sogar gefährlich! Als Kind hab ich mir damit die ganze Hand verbrannt! Der Hund hat losgezogen und ich hatte ein Stück Leine in der Hand! Seitdem haben wir normale Leinen gehabt. Leider hat man das ziehen aus unserem alten Hund nicht mehr rausbekommen das war auch nicht ganz so dramatisch der war ja klein. Jetzt hab ich einen Schäferhund/Labrador/Münsterländer Mix wenn der mich durch die Gegend ziehen würde wäre nicht so prickelnd und da hab ich auch Glück die Leine liegt meist locker in der Hand Außerdem kann man mit so einer Leine den Hund auch besser ma schnell irgendwo festmachen das geht ja mit der Flexleine schwerer.Der Hund muss ma ein bisschen freiraum haben wenn ich das höre dann geht in den Wald oder auf Wiesen und Felder und macht sie ab.

  • Irene Lanz und nicht nur deswegen, wie oft gehe ich mit meinem hund die straße entlang, biegt ein anderer hund an einer flexi um die ecke, kein hundehalter zu sehen, der ist noch einige meter hinter dem hund und kommt dann gemütlich herangedackelt gggg. das kann ins auge gehen......also ich würd schon gern sehen, wo mir wer entgegenkommt, aber die denken sich nix......
  • Joachim Katz Wer seinen Hund nicht unter Kontrolle hat, für den ist es auch mit einer normalen Leine oder Schleppleine nicht einfach!
    Ich habe 2 Hunde die sehr gut Leinenfuehrig sind!
    Gehe mit Beiden mit der Flexleine raus, wenn ich an unübersichtliche Stellen komme, dann nehme ich meine Hunde eh kurz, genauso, wenn uns jemand mit oder ohne Hund begegnet!
    Ich habe auch immer den Daumen auf dem Stoppknopf!
  • Sandra Mie Also ich gehöre zu den Flexi -Ablehnern! Unser alter Hund hat dadurch nur gelernt dass ziehen belohnt wird und ist nie schön gelaufen! Mein Welpe (5 Monate) hat mir ne 2m Leine und ne Schleppleine. Natürlich nicht immer ganz einfach, aber er zieht nie daran und bleibt immer bei mir, weil er weiß dass ziehen nichts hilft. Außerdem sieht er die Leine besser als das dünne seil einer Flexi, in das er sich dadurch viel leichter verheddern kann und sich auch weh tut kann wenn er nicht merkt dass er sich verheddert hat.

  • Nicole Schürmann Geb Godány Ich kann nur sagen, eine Leine ist immer genau so schlecht, wie der jenige der sie in der Hand haelt. Ob ich einen Kurzführer, eine Flexi oder eine Schleppleine benutze ist völlig wurscht, soange ich mich mit der richtigen Handhabung beschaeftige. Zwei meiner drei Hunde gehen wunderbar an der Flexi, eine besser an der Schlepp. Das man Hunde an der Flexi nicht spielen laesst sollte sich von slbst verstehen. Jede Leine ist potentiell gefaehrlich, wenn man sie falsch benutzt und das tun halt leider viele Hundehalter.
  • Ralf Wagner Flex-Leinen ist etwas, so meine Ansicht- für Hundehalter, welche ihren Hund nicht unter Kontrolle haben, aber im ein wenig mehr Freiheit gönnen mögen. So wie: Mein Hund braucht Auslauf, aber nicht so weit, denn er hört ja nicht. Hundehalter, welche dieses Teil benutzen, sollten sich mal mit dem Thema Schleppleine auseinander setzen. Hier kann Mensch und Hund sehr viel lernen und sich, bei der Richtigen Anwendung, ein ganz neues Gehe-mit-meinem-Hund-spazieren-Gefühl erleben.

  • Bianca Olschowsky Meiner ist eigentlich nie angeleint...wenn wir irgendwo sind .. im Park etc. .. dann bekommt er nur zur Tarnung die Flexi dran. .. damit ich der Leinenpflicht nach komme. .. allerdings nur die mit gurt... bei Hunden die nicht ordentlich bei Fuß gehen. .. sind flexi eine Katastrophe
  • Nicolé Pomm Ich hasse die Dinger mir ist na n Wuff von ner Bekannten mit som sch... Ding um die nackten Beine gerannt. ..tat mächtig Aua
 
Vielen Dank für eure Teilnahme! Ich werde von Zeit zu Zeit wieder eine Umfrage starten. Schreibt mir doch mal zu welchen Themen ihr gerne eine hättet.


Interessantes Ergebnis :-)


Donnerstag, 27. März 2014

Umfrage Flex-Leinen

Nun offenbar spaltet das Thema Flex-Leinen die Hundehalter-Nation...daher will ich mal eine Umfrage starten (findet ihr in der Navigationsleiste über dem Welpenbild) um zu sehen, wie die Mehrheit das sieht. Das heißt zwar nicht, dass die Mehrheit zwangsläufig Recht hat, aber es ist sowohl in der Zweibeiner-Demokratie und der Schnüffelnasen-Rudelkratie nicht unwichtig, was die meisten so denken. Die Umfrage läuft bis zum 3.4.2014 bis 18 Uhr, es sind mehrere Antworten möglich. Stimmt also ab! Bin mal echt gespannt, was dabei raus kommt!

Da bin ich mal ganz Nasen-neugierig...
© Foto: Antje Hachmann

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Und schon wieder Flex-Leinen...

Rollleinen sind ein Ärgernis

🐶 Ihr glaub es nicht, was mir erst bei einem kurzen Gassigang kürzlich passiert ist...Also ich und mein Zweibeiner unterwegs...von hinten kommt ein älteres Ehepaar, der Mann war alleine schon so dick wie 2 Menschen...und ein Hundchen, klar an der Flex-Leine...ihr wisst ja wie ich dazu stehe...

Und was machen die? Nähern sich und von hinten (ich weiß, dass sowas auch bei Menschen als bedrohlich angesehen wird...also nicht nur bei uns Hunden). Deren Hundchen zieht und Herrchen kann ja ganz bequem (so kam er wohl auch zu seiner Leibesfülle) die Leine geben...wozu ist eine Flex-Leine schließlich auch gut?

Das alleine ist schon unverschämt. Ich merkte sogleich wie die Wut in meinem Zweibeiner gärte, seine Körperhaltung sich anspannte...Aber noch hatte sich Maxi im Griff und so übertrug sich nur ein Teil der Nervosität auf mich...als aber Hundchen zu nah kam und ich reagierte, der dicke Mensch aber dies wiederum ignorierte und keine Rücksicht nahm, drehte sich mein Zweibeiner um und sagte höflich: "Mein Hund ist krank und ansteckend, wäre gut wenn sie ihren fern halten..." Ihr erinnert euch: Ich habe Husten...die Ärztin hat kurze Spaziergänge empfohlen, denn die frische Luft tut den Atemwegen gut und wir Hunde müssen ja raus...sie erwähnte auch die Ansteckungsgefahr, aber in Quarantäne muss ich deswegen nicht...ihr Menschen geht ja auch nicht bei einem grippalen Infekt in Quarantäne...Warum ich das erwähne? Na wegen der Reaktion des Dicken: "Dann sollten sie mit ihrem Hund zu Hause bleiben!"

Das war der Moment, wo Maxis Beherrschung bröckelte: "Zu Hause bleiben mit einem Hund? Womöglich mit kalten Wickeln und nem Thermometer im Maul? Also was gehirnamputierteres habe ich noch nicht gehört!" Der Dicke regte sich auf, aber seinen Hund nahm er nicht zurück. Maxi ignorierte daher seine Worte und sagte nur noch in einem fast schon knurrenden Tonfall: "Wenn du deinen Hund nicht zurückholst schneid ich dir deine beschissene Flex-Leine durch!" Er meinte es tatsächlich ernst: ich merkte es daran, dass seine Hand dorthin zuckte, wo er immer sein Taschenmesser trägt...

Na jedenfalls wirkte die Androhung und der Kerl zog weiter...seltsam, hätte er den Hinweis meines Zweibeiners nicht als nettgemeinte Warnung auffassen können? Es ging doch um die Gesundheit seines Hundes...aber vielleicht war dem Dicken das nicht so wichtig, seine Bequemlichkeit schien größere Priorität zu haben...sowohl seine körperliche als auch seine geistige...


Montag, 30. September 2013

Flexi-Leinen...ich mag sie nicht...

Gefahren durch Rollleinen

🐶 So das Wuffenende ist vorbei. Viel habe ich mit meinem Rudel erlebt: Spielen und Toben, Kuscheln und Knibbeln... :-) leider wurde meine schwarze Schönheit Motzi krank (an dieser Stelle nochmal gute Besserung!); das Kräuterseminar haben wir dennoch besucht und konnten die auf der Wanderung gesammelten Kräuter direkt für Motzi zubereiten (es hat sogleich geholfen!). Aber davon erzähl ich euch ein anderes Mal....Heute will ich ein Thema ansprechen, was mich schon länger nervt: Flex-Leinen. Sie sind echt die Pest! Und das sage ich nicht, weil auch mein Zweibeiner diese Dingern mehr als kritisch sieht. Der aktuelle Aufregeranlaß? Nun, Maxi und ich gehen über eine stark befahrene Straße, Bahnen fahren da auch lang, (keine Ahnung wie die heißt, aber ich kann euch da ein paar tolle Bäume zeigen). Uns gegenüber steht ein Zweibeiner mit seinem Dackel - an der Flex-Leine. Der kleine Kerl schaut schon so provokativ...

Und sein Zweibeiner? Nun, der war mehr damit beschäftigt eine blonde Schönheit anzuhimmeln, als auf uns oder gar seinen Hund zu achten. Und so kams, wie es kommen musste: Die Ampel wurde Grün, der Dackel-Typ läuft los...sein Zweibeiner weiter geradeaus (Schulter an Schulter mit der blonden Schönheit und den leicht debilen Blick dabei auf sie gerichtet), sein Hund dagegen auf uns zu...quer über den Ampelübergang. Ganz davon abgesehen, dass das ein direkter Affront in der Hundesprache war und ich daher voll auf Abwehr reagierte; seine Flex-Leine wurde auch zur Stolperfalle für alle Fußgänger.

Blöd war, dass auch mich unfreundliche Blicke trafen, dabei konnte ich doch gar nichts dafür... Immerhin hat sich der Zweibeiner entschuldigt (sein Dackel übrigens nicht!), aber danach hat er sich wieder lächelnd seiner Zweibeinerin gewidmet...

Ein anderes mal kam uns ein älteres Paar mit ihrem kleinen Hund entgegen. Auch Flex-Leine. Ich war damals noch kein Jahr alt, freute mich daher wie Bolle einen anderen Vierbeiner zu sehen (und sprang damals vor Freude in die Luft). Der kleine weiße Hund kläffte und rannte los...Und was sagt sein Zweibeiner zu uns? "Den würd ich aber kurz halten!" Woraufhin Maxi entgegnete: "Das sagen sie mir mit ner Flex-Leine? Geht der Hirnschrittmacher noch?" (okay, er war an dem Tag schlecht drauf...und was mich angeht entwickelt er einen fast schon peinlichen Beschützerinstinkt...)

Flexi-Leinen sind auch auf dem Land gefährlich

Aber nicht nur in der Stadt mag ich Flex-Leinen nicht...So hatte bei einer kleine Gassirunde ums Feld am frühen Morgen mein Zweibeiner nicht einen anderen gesehen, der mit seinen beiden Hunden (beide an Flex-Leinen) uns entgegen kam (wie schon gesagt: Maxi ist Morgends nicht so ganz da... ;-) ) Ich pubertierender Junghund, ganz klar, stürme auf die beiden zu...Immerhin wusste ich ja auch Fritz und Motzi hinter mir...und ich musste doch zeigen was ich kann und wie mutig ich bin...ich also auf die beiden zu um sie abzuchecken, sie durch ihre Flex-Leinen nicht wirklich von ihrem Zweibeiner kontrolliert (irgendwie beachteten sie ihn gar nicht) kamen auf mich zu...die beiden Hunde an ihren Felx-Leinen fühlten sich aber offenbar bedroht, knurrten mich an...ich wollte gerade loslegen, da war mein Zweibeiner auch schon heran, griff in mein Halsband (angesichts der Flex-Leinen ein Wunder, dass er sich dabei nicht verheddert hatte) und zog mich weg...die beiden Hunde machten noch einen Satz auf uns zu (was sie dank ihrer Flex-Leinen und der menschlichen Reaktionsgeschwindigkeit problemlos konnten)...gut, Maxi hätte besser aufpassen und mich vorher anleinen sollen, aber ohne Flex-Leinen wäre das ganze sicherlich etwas einfacher abgelaufen... 

Ich bin ja nur ein Hund, und es mag daher Situationen und Gelegenheiten geben, wo Flex-Leinen Sinn machen (obwohl mir gerade spontan keine einfällt...). Aber: In der Stadt, bei Hundebegegnungen und ähnlichem sind sie im besten Falle ärgerlich und im schlimmsten Falle eine Gefahr.

Mehr Freiheit durch Flexi-Leinen ist nur Schönrederi der Benutzer


"Aber Hundchen will doch seine Freiheit", sagen da einige. Hallo, gehts noch? Was'n das für ne Freiheit? Das ist, als würde man mit angezogener Handbremse schwanger sein oder so... Aber viele Zweibeiner haben ja offenbar einen Hang dazu sich und andere durch Wortverdehungen was vor zu machen (ist halt oft bequemer als die Wahrheit...wir Hunde habens da ja einfacher, wir müssen uns nur mit der Realität auseinandersetzen...)

Also wenn ihr euren Hunden mehr Freilauf aber dennoch eine gewisse Kontrolle ausüben wollt oder müsst, weil die Hündin läufig ist oder zum Training, dann nehmt lieber Schleppleinen (aber die auch nicht in der Stadt! Erst recht nicht in der Fußgängerzone!). Und egal welche Leine ihr verwendet: achtet auf euren Hund! So und nun genug aufgeregt, ich kau jetzt zur Entspannung ne getrocknete Pansenstange... :-)