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Dienstag, 15. März 2016

Das DogBlogger Wanderpaket ist da!

Na da war meine Freude groß, als der Postbote das Paket brachte...und dann noch so ein großes *schwanzwedel* Denn ich weiß ja, dass die meisten Pakete eh für mich sind *frechschau* Aber so ein großes ist eher selten. Noch dazu eines, das soooo schnüffelspannend war. Denn es roch nach ganz vielen verschiedenen Hunden...und Leckereien *schwanzwedel*


Das riecht aber spannend...

Denn es handelte sich nicht um irgend ein Paket...nein, es ist ein Wanderpaket. Was das ist? Das erklärt euch besser mein Cerebral-Interface Maximilian *schwanzwedel* Also, leg los!

War ja klar, wenn es ums erklären geht, spielst den Ball weiter...

Ballspielen ist toll! Aber nicht jetzt, denn jetzt musst du das mit dem Wanderpaket erkären - also Cerebral-Interface, walte deines Amtes *anstups*

*seufz* Wie der Name schon sagt, wandert das Paket herum - von Hundeblogger zu Hundeblogger. Die Aktion ist eine Idee gewesen von Manuela vom Blog meinHund24.de. Manuela füllte das Paket rand­voll mit tollen Pro­duk­ten rund um den Hund und schickte es los. Jeder mitmachende Hundeblogger kann sich ein bis zwei Sachen her­aus­nehmen und legt dafür wieder genauso viele Sachen zurück in das Paket hinein. Dieses wird dann weiter geschickt zum näch­sten Dog­Blog­ger. Ähnlich wie ein Kettenbrief... Und seit - ich glaub - Sommer vergangenen Jahres ist es schon unterwegs.

*schwanzwedelhüpf* Dann kam es endlich bei uns an!

Ja, es kam vom Schnüffelinspektor Timmy und deine Aufregung war groß...

Na hör mal! oder besser gesagt: riech mal! Hast du die ganzen feinen Gerüche nicht wahrgenommen? Ach vergiss die Frage...ist rhetorisch gemeint...natürlich nicht...dein Riechzentrum ist ja ausgefaltet nur so groß wie ne Briefmarke *frechschau*

*schnüffelsniff*

Jaja, du Geruchsgenie! Ich weiß! Eures dafür so groß wie ein DIN A 4 Blatt :-)


Quatsch nicht so viel, macht das Paket auf *schwanzwedel*

Es war jedenfalls ein pfotastischer Spaß! All die tollen Sachen zu beschnüffeln... War gar nicht so einfach sich da zu entscheiden...



Was wir reingetan haben? Nun, so viel: Etwas, womit wohl JEDER Hund etwas anfangen kann und etwas was ich ganz besonders mag *schmatz* Und an wen geht das Paket jetzt?

Also wir sind schon recht am Ende der Kette. Als nächstes wandert es weiter zu Nadine vom Blog Chaostrickser., um dann wieder an seinen Ausgangspunkt zurück zu kehren: zu Manuela.

Na da bin ich ja mal auf das Ende der Wanderschaft gespannt! *ohrennachvorn-neugierigschau*


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Mehr Liebe und ganz viele Gerüche...

Ich glaube nicht, dass Rico die Bedeutung von Weihnachten kennt. Also die religiöse Bedeutung. Wie soll ich ihm auch erklären, dass an dem Tag vor über 2000 Jahren jemand geboren wurde, der später dafür ans Kreuz genagelt wurde, weil er den Menschen sagte, dass es doch echt wuffig wäre, wenn sie zur Abwechslung nett zueinander wären... Religion ist wohl nichts für Hunde (zum Glück, religiös-fanatische Caniden will ich mir gar nicht vorstellen). Aber das Konzept der Nächstenliebe, DAS versteht mein Hund sicherlich! Nicht kognitiv-intellektuell, dafür viel tiefer: instinktiv.

Foto: Antje Hachmann

Und ja, er merkt, dass die Weihnachtszeit anders ist. Schon wegen der häufigen kuscheligen Abende. Das viele Zusammenliegen, Kraulen und Knibbeln genießt er geradezu. Auch die vielen Treffen mit Freunden (mit und ohne Fell) genießt er. Schließlich kennt er seit seiner Welpenzeit unsere traditionelle Abfolge zu Weihnachten: Mittags treffen wir uns mit guten Freunden auf der Ratinger Straße, danach geht’s dann zur Familien lecker essen (und für Rico viele Streicheleinheiten von meiner Omi und meiner Mutter), nach dem Essen faul auf der Couch liegen (und verdauen) und Abends dann variiert je nachdem: entweder wir besuchen Freunde oder sie besuchen uns oder wir machen es uns alleine gemütlich.

Die beiden anderen Weihnachtstage verlaufen sogar noch gemütlicher, eigentlich lebe ich an den Tagen selber fast wie ein Hund: Aufstehen, Gassigehen, was essen, wieder was auf die Couch mit Hund, dann Mittags zur Familie (meist verbudnen mit nem Gassigang dorthin), wieder essen, danach nach Hause, wieder hinlegen mit Hund... Okay, ich schnüffel zwar nicht an den Hinterteilen irgendwelcher Menschen, die mir auf der Straße begegnen, aber der Tagesrhythmus ist menschlich so basal, dass es nem hündischen Tagesablauf sehr nahe kommt ;-)

Jedenfalls bekommt durch die vielen Treffen mit Freunden und Familie und die kuscheligen Tage Rico viel Liebe – das zeigt sich bei ihm sogar wesentlich offensichtlicher als bei mir. ICH werde jedenfalls nicht so viel gestreichelt wie er...nicht mal von meiner Mutter :-) (Mutsch, solltest du das hier lesen: Bitte nicht jetzt anfangen MICH zu streicheln!) Er mag vielleicht das philosophische Konzept von Liebe und Nächstenliebe nicht ganz intellektuell durchdringen, aber das tut dem Fühlen (und sichtlich auch Genießen) keinen Abruch.

Foto: Antje Hachmann

"Das riecht aber lecker..." *schnüffel*
Doch das Kuscheln alleine macht noch nicht den Unterschied, denn das machen wir immer wieder mal (wenngleich vielleicht nicht sooooo viel wie an den 3 Weihnachtstagen). Den Ausschlag geben die Gerüche...

Klar, was auch sonst bei einem Hund *schnauf*

Ahja, war ja klar, dass du dich wieder mal einmischst, Kleiner :-)

Na hör mal, wir sind ein Team...und ohne mich bist doch eh aufgeschmissen *anlehn*

So, meinst du?

Klar, DU würdest doch nicht die vielen Gerüche wahrnehmen. Durch mich bekommst die immerhin indirekt mit.

Ja, wenn ich so deine vibrierenden Nasenflügel beobachte, sehe wie du den Hals steckst. Denn aus jeder Weihnachstbude dringen andere Düfte: Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Waffeln, Kartoffelpuffer, Glühwein...

Bratwürste! Vergiss die Bratwürste nicht! Und erst das schlabberleckere Weihnachtsessen! *schleck*

Ja, ich war mit der Aufzählung auch noch nicht fertig, Rico...

Ich wollte nur nicht, dass du es vergisst *jawohlwuff*

Wie könnte ich? Du machst mich ja bei jeder Bude darauf aufmerksam. Ich freu mich jedenfalls auf die „Hunde-Tage“ zu Weihnachten mit dir!

Ich mich mit dir auch! *anlehn* Und wer weiß, vielleicht begreift ihr 2-Beiner ja irgendwann, wie toll es ist, nett zueinander zu sein...ohne, dass ihr dafür jemanden ans Kreuz nagelt!

Du kennst die Geschichte?

Naja, nicht bis ins Detail... Aber: Wir sind doch alles Geschöpfe eines Gottes! Egal wie ihr Menschen den auch nennen wollt.

Kleiner, du überraschst mich immer wieder!

Dafür bin ich doch da! <3

Wauzige Wuffnacht



PS: Bitte geht mit euren Hunden nicht auf den Weihnachtsmarkt, wenn es dort mega-voll ist! Und beobachtet sie genau, ob sie Stresssymptome zeigen! Rico ist da sehr gechillt, er kennt es ja; schließlich wuchs er in der vor Leben pulsierenden Altstadt auf. Aber jeder Hund ist anders! Bitte zwingt eure Hunde zu nichts und achtet auf sie!


(Der Beitrag erschien zuerst als Gastbeitrag in "Die Fabelschmiede" am 22.12.2015 im Zusammenhang mit dem Projekt "Wauzige Wuffnacht 2015".)

 

Freitag, 4. Dezember 2015

Beschreibung eines Gefühls: Wenn Rico fehlt...

© Foto: Antje Hachmann

Kennt ihr das? Dieses wohlig warme Gefühl, welches sirupgleich langsam die Innenseite der Haut heruntergleitet? Dabei diesen Kloß im Hals? Und dann dieses Kribbeln an den Herzwänden? Mal kitzelnd wie kleine Ameisen, mal juckend wie Brennessel, mal lodernd wie Flammen?

© Foto: Antje Hachmann

Genau das sind – im Groben und nur unzulänglich beschrieben – die Gefühle die ich bei meinem Hund habe. Doch gerade weil es so schwierig ist, in Worte zu packen, was genau ich für meinen Hund empfinde, beschreiben es die Gefühle, die ich bei seiner Abwesenheit habe vielleicht besser.

Einige von euch wissen ja vielleicht, dass Rico aus dem Tierheim stammt. Er war eine Beschlagnahmung durch den Amtsveterinär, weil er und seine Geschwister die ersten 11 Wochen nur einen völlig verdreckten Keller kannten. Von daher war seine Verlustangst anfangs recht stark. Sonst ein Traumhund, der nie eine Socke versteckte oder ‘nen Schuh zerkaute, zerfetzte er dann gern vorzugsweise was aus Papier, auch wenn ich nicht mal eine Minute weg war. Strategisch klug, denn er hatte nur gewartet: Als er groß genug war (also in seinem 1. Lebensjahr), da schredderte er dann die Ledercouch. Gut, mittlerweile hat er begriffen, dass ich immer wieder zurück komme. Und so kann ich ihn auch alleine lassen ohne zu befürchten, die gesamte Wohnung neu einrichten zu müssen – ne zerfetzte Zeitung oder Brief muss ich meistens aber immer noch wegräumen.

© Foto: Antje Hachmann
Nun aber zu mir: Ist mein „Kleiner“ nicht bei mir, so fühl ich mich irgendwie „amputiert“. Aber es ist nicht nur das Gefühl, als fehte was. Nein mehr noch, ich fühle mich wahrlich „eingeschränkt“. Verrückt? Nein, gar nicht. Das kannte ich schon aus meiner Kindheit mit früheren Hunden. Denn so ein Fellfreund erschließt einem eine wunderbare Welt. Im Team nehme ich viel mehr wahr, registriere Dinge, die mir ansonsten entgangen wären… Das liegt daran, dass ich meine Aufmerksamkeit nun „verteile“? Ja, sicherlich. Aber sicher auch, weil mein Hund die Welt mit anderen Sinnesprioritäten wahrnimmt und mir dieses wiederum signalisiert. Kein Wunder, dass viele Anthropologen und Prähistorkiker, die sich mit der Geschichte der Hunde beschäftigt haben, der Meinung sind, dass die Verbindung Hund-Mensch ein nahezu unschlagbares Team bildet.

Doch das ist nur der physische Aspekt der Amputation. Aber sie alleine reicht schon aus, dass ich nach einiger Zeit ohne meinen Hund mich irgendwie unwohl fühle. Wie jemand, der die Welt nicht mehr zur Gänze wahrnimmt – so als sei man in eine abschirmende Watte gepackt, durch die Gerüche, Geräusche und andere Sinneswahrnehmungen nur noch gedämpft durchkommen.

© Foto: Antje Hachmann
Doch mindestens genauso ins Gewicht fällt die emotionale Amputation, die ich empfinde, wenn wir etwas länger getrennt sind. Da ist zunächst das Fehlen all der kleinen Freundessignale, all der Nasenstupser, Pfotentascher, Anlehnen und so manche Clownerie, die so zwischendurch ein Hundehalter erlebt. Doch das wächst und gärt: Irgendwann ist es die pure Abwesenheit, die im Herzen brennt – er fehlt. Freunde haben sogar schon beobachtet, wie meine Nervosität stieg, je länger wir getrennt waren – und sie haben damit Recht (interessanterweise haben Beobachter Ähnliches bei Rico gesehen, wenn ich ging).

Er ist kein Super-Hund. Er kann keine besonderen Tricks, hat keinen edlen Stammbaum oder sonst sowas. Auch singt er weder Mozarts „Zauberflöte“ oder tanzt zu „Dirty Dancing“ (er hat eh eher eine Vorliebe für Hardrock), noch kann er die Zahl Pi bis auf 10 Stellen hinter dem Komma berechnen. Aber er hat eine Superkraft – die für mich wichtigste: Ich fühl mich in seinem Beisein wohl und er bringt mich zum Lachen.

© Foto: Antje Hachmann



(Der Beitrag erschien zuerst als Gastbeitrag in "Die Fabelschmiede" am 15. August 2015 im Zusammenhang mit dem Projekt "Beschreibung eunes Gefühls".)

Freitag, 4. September 2015

[Dialogbeitrag] Queen zieht in die City...

Queen hat bald ein neues Revier...in der City!
© Foto: Sabrina Konczak
Bald zieht meine Bloggerkollegin Sabrina mit ihrer Schäferhündin Queen vom Blog Die tut nichts um: vom Land in die Stadt. Immer wieder hört sie die zweifelnde Frage, ob das mit Hund, noch dazu von Queens Größe, nicht zu kompliziert und unbequem wäre. Aus einem gemeinsamen Gespräch entwickelten wir eine Idee. Denn immerhin haben wir eine ähnliche Lebenssituation wie Sabrina und Queen vor ihrem Umzug, nur umgekehrt: sie wohnt (noch) auf dem Lande, ihr Freund (zu dem sie zieht) in der Stadt. Und so lest ihr nun den wahrscheinlich ersten Dialogbeitrag in der Dog-Blog-Szene! (Ihr findet die jeweiligen Gesprächsteile im jeweiligen Blog, einfach den Links folgen)


Lies weiter bei Sabrina & Queen - Teil 1)

Maximilian & Rico - Teil 1)
Puuuh, tritt mal auf die Bremse Sabrina, das sind gleich mehrere gute Fragen, die sich so leicht und vor allem pauschal nicht beantworten lassen :-) Nehmen wir nur die Entfernungsfrage: Klar wir wohnen in der Großstadt Düsseldorf, mitten in ihrem Herzen, der Altstadt. Das ist tagsüber das Einkaufsviertel und Abends dann die Amüsier- und Gastromeile. Also mächtig was los. Aber wir wohnen etwas Abseitz davon, auf unserer Straße gibt es kein Lokal oder einen Shop, auf der Parallele dann schon, die ist quasi Kult und hat eine lange Kneipen- und Club-Historie. Dennoch habe ich zu Fuß keine 2 Minuten zum großen Stadtpark, dem Hofgarten, quasi die Lunge der Stadt. Direkt zum Rhein sind es zu Fuß so zwischen 3 und 10 Minuten – je nachdem wie oft Rico anhalten muss für die P-Mails ;-) Und rüber über die Brücke, was nur eine Straßenbahnstation weiter ist, bin ich dann direkt auf den Rheinwiesen auf der Oberkassler Seite. Aber ich denke, das ist nicht in jeder Stadt so und es kommt halt auch darauf an, wo man dann wohnt...

Auf den Rheinwiesen im Stadtteil Oberkassel...
da drüben auf der anderen Seite, um die Ecke vom Schlossturm, da wohnen wir :-)

Oder deine schwierige Frage, ob Großstadthunde ein stressigeres Leben führen: Da müsste man erst mal sich einigen, was jeder so unter Stress versteht...und ein punktueller Stress soll ja gar nicht mal so schädlich sein, was Reizschwelle und sowas angeht...da hab ich manchmal über so manchen coolen Hund gestaunt: Hab schon völlig entspannt Hunde auf der Kirmes bei ihren Menschen liegen gesehen...und nein, es waren keine Stoffhunde :-) Ich denke es ist auch immer eine Gewohnheits- uns Charaktersache. Motzi, die Hündin einer Freundin, findet die Stadt beispielsweise spooky; sind einfach zu viele Eindrücke auf einmal. Fritz dagegen scheint in der Stadt sein Goldkettchen zurecht zu rücken und macht einen auf Ultracool – was dann manchmal mächtig in die Hose geht :-D Rico dagegen ist ziemlich entspannt wenn wir alleine laufen. Nur wenn ein anderer Hund uns zu nahe kommt und zu sehr provoziert, dann prollt er rum. Das Verhalten zeigt er nur an der Leine, also gar nicht mal selten, denn in der Stadt ist ja Leinenpflicht (und das finde ich auch schon zur Sicherheit des Hundes gut, sind einfach zu viele Autos um ihn gefahrlos ohne Leine laufen zu lassen). Sind Fritz und Motzi aber dabei, dann ist auch Rico angespannter, übernimmt die Checker-Rolle und will aufpassen...schon weil Motzi aufgeregter ist.

Die Rheinuferpromenade mitten im Herzen von Düsseldorf
© Foto: Antje Hachmann

Klar ist, in der Stadt ist meist mehr los – auch für Hunde: mehr Gerüche, mehr Geräusche, mehr Bewegungen etc. Das muss nicht unbedingt stressig sein. Schließlich können Hunde lernen zu selektieren und auszublenden.

Aber durch die vielen Eindrücke kann ein 30 Minuten Spaziergang genauso auslastend sein, wie 2 Stunden im Wald. Daher rate ich immer, seinen Hund zu kennen und genau zu beobachten, damit man gegebenenfalls mal eine Pause in einem Kaffee einlegt – ist ja nicht nur für den Hund angenehm :-) So hab ich mir angewöhnt, in der Stadt eher mehrere kurze Gassigänge zu machen und wenn ich auf dem Land bin eher längere Spaziergänge.

Lies weiter bei Sabrina & Queen - Teil 2) 

Maximilian & Rico - Teil 2)
Das kenne ich auch. Wir sind ja oft auf dem Lande. Aber den Zahn muss ich dir ziehen: Da es in der Stadt mehr Menschen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit Idioten zu treffen auch größer. Muss ich auf dem Lande nur punktuell meine Aufmerksamkeit erhöhen, habe ich in der Stadt quasi permanent eine höhere. Denn schnell kann mal ein kleinerer Hund unter einem Tisch hervor geschossen kommen oder jemand lässt seinen Hund an der Flex schon mal vorab um die Ecke biegen und und und...

Es ist oft auch gar nicht böse gemeint, eher aus Unwissenheit: Die Städter haben oft noch weniger Ahnung von Hunden als die Landbevölkerung. Die Stadt ist also nicht etwa der Hort der Hunde-Toleranz und -Wissens. 

Sogar ein Picknick haben wir schon mitten in der Stadt gemacht... :-)

Andererseits muss man fair bleiben: Habe in der Stadt auch viele schöne Erlebnisse, mehr als auf dem Lande. So werde ich nie vergessen, wie mich mal 2 Männer ansprachen: Ein älterer und ein mittleren Alters – wohl Vater und Sohn. Der jüngere von den beiden schob zudem einen Kinderwagen. Sie baten mich sehr höflich und freundlich darum, ob ich ihrem kleinen Jungen mal den Hund zeigen könnte. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie damit auch durchaus Pädagogisches im Sinn hatten. Der kleine Junge sollte keine Angst vor Hunden entwickeln, nur weil er sie nicht kennt. Der Großvater sagte noch im Scherz: „Nur gut, dass wir heute ohne unsere Frauen unterwegs sind. Wäre die Mutter dabei gewesen, hätte sie es nicht erlaubt.“

Sieht idyllisch aus? Yo, und doch mitten in der City!

Dummheit und Intoleranz findest du glaub ich überall auf der Welt. Ebenso wie Wissen und Toleranz. Und wo eben viele Menschen sind findest du von allem Licht und Schatten eben auch mehr.

Vieles scheint also eine Frage der Organisation zu sein. Wald und Wiesen findet man überall. Ebenso tolle Hundehalter und Menschen mit Vorurteilen. Genau wie auf dem Land auch wird man in der Stadt ziemlich schnell herausfinden, wann man wo ungestört und ausgiebig spazieren gehen kann. Vieles wird sich verändern, aber es wird nicht besser oder schlechter. Es wird neue Abenteuer und neue Hundebegnungen geben, auf die man sich freuen kann. 


Montag, 22. Juni 2015

Kurzzusammenfassungen zur International Conference on Dog Behavior 2015 - 3. Tag "Stress: Psychologie, Kognition und Verhalten"

Am 3. Tag der 3. "International Conference on Dog Behavior, die von der Society for the Promotion of Applied Research in Canine Science in Poenix (Arizona) veranstaltet wird, ist das Oberthema "Stress: Psychologie, Kognition und Verhalten". Für euch hat Marie vom Blog Hundeprofil wieder bis spät in die Nacht ein paar Vorträge angeschaut und zusammengefasst.

"Wissenschaft schafft Wissen..." ;-)


1)  Miles Orchinik „Stress – Ist es ein Problem, ein Killer oder etwas anderes?“
Zu Beginn des dritten Tages spricht Miles Orchinik zum Thema „Stress – Ist es ein Problem, ein Killer oder etwas...


2) Cheryl Conrad „Macht Stress dumm?“
In ihrem Vortrag wird Cheryl Conrad gleich der Frage nachgehen „Macht Stress dumm?“Cheryl Conrad ist Professorin für...


3) Bonne Beerda „Über das „Wie“ und „Warum“ von Stress bei Hunden“
Bonne Beerda: „Über das „Wie“ und „Warum“ von Stress bei Hunden“Bonne Beerda ist Verhaltensökologe forscht an der...


4) Michael Hennessy „Verringerung von Stress bei Hunden im Tierheim“
Weiter geht's mit Michael Hennessy und „Verringerung von Stress bei Hunden im Tierheim“Michael Hennessy ist Professor...


Das wars von der 3. International Conference on Dog Behavior. Also mein 2-Beiner hat viel neues gelernt und erfahren. Denke, damit hat mein Cerebral-Interface erst mal ne Weile zu tun ;-) Naja, ich werd schon durch Spielattacken dafür sorgen, dass sein Hirn nicht überhitzt *schwanzwedelhüpf* Vielen Dank auch an Marie vom Hundeprofil, dass sie sich die Mühe gemacht hat und für ihre und meine Leser die Vorträge zusammengefasst hat!



Sonntag, 21. Juni 2015

Kurzzusammenfassungen zur International Conference on Dog Behavior 2015 - 2. Tag "Hunde auf der ganzen Welt"

Am 2. Tag begann die 3. "International Conference on Dog Behavior, die von der Society for the Promotion of Applied Research in Canine Science veranstaltet wird, etwa eine Stunde früher - wohl wegen des Feueralarms am Vortag (daher gehören die ersten 3 Vorträge thematisch noch zum Vortag)...

Für euch hat sich Marie vom Blog Hundeprofil wieder ein paar Vorträge zusammengefasst. Das Oberthema des Tages war "Hunde auf der ganzen Welt"...das finde ich so interessant, da hab ich auch meinem 2-Beiner über die Schultern geschaut (und das obwohl mein Cerabral-Interface sich wesentlich mehr für Wissenschaft begeistern kann als ich Fellnase...ist wohl so ähnlich wie geistiger Pansen ;-) ) Hier das Tagesprogramm:

17:00 - 17:40
Differential Psychology: For the Dogs?
Gene Brewer, PhD


17:45 – 18:30
The Potentials of Social Learning in Dog-human Interactions
Márta Gácsi, PhD


18:35 - 19:00
Best Emerging Researcher
Dogs Around the World


19:05 - 20:00
Hunting With Dogs in the Tropical Rain Forest
Jeremy Koster, PhD


20:05 - 21:00
When a Stray is Not Astray
Kathryn Lord, PhD


Pause

22:00 - 23:00
Dog Pound to Rehabilitation Center: A Three Hundred Year Journey
Steve Zawistowski, PhD, CAAB


23:05 - 0:00
What the New Science of Human-Animal Interactions Reveals About Our Relationships With Dogs
Hal Herzog, PhD


0:15 - 1:15pm
Show Me the Money: Future Funding for Canine Science
James Ha, PhD, CAAB


1:30 - 2:00pm
Best Emerging Researcher


2:00-2:15pm
Remote Interview with Special Guest
Nicola Rooney, PhD
Interview with Mia Cobb and Julie Hecht via Google Hangouts


2:30 - 4:00pm
Panel Discussion

"Überall auf der Welt gibt es Hunde..."

Ganz schön viel Inhalt und Programm, da würde mir Hund ganz schön der Kopf rauchen...zum Glück habt ihr Menschen ja andere Fähigkeiten (dafür könnt ihr nicht so gut riechen *schwanzwedel*). Nun aber zu den Kurzzusammenfassungen von Marie:
 
1) Gene Brewer „Differentielle Psychologie: Für die Hunde?“
Heute geht es mit den beiden Vorträgen von gestern los. Den Anfang macht Gene Brewer:Gene Brewer „Differentielle...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


2) Márta Gácsi „Die Möglichkeiten des sozialen Lernens in Hund-Mensch-Interaktionen“
Gleich geht's (hoffentlich) weiter mit Márta Gácsi.Nach langer Vorfreude kommt nun ihr Vortrag „Die Möglichkeiten des...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


3) Nathan Hall spricht über Pavlov-Konditionierung als Methode um Hunde Geruchsunterscheidung beizubringen
Nathan Hall spricht gerade über Pavlov-Konditionierung als Methode um Hunde Geruchsunterscheidung beizubringen.
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


4) Jeremy Coster „Die Jagd mit Hunden im tropischen Regenwald“
Nun startet das eigentliche Samstag-Programm zum Thema "Hunde auf der ganzen Welt"Jeremy Coster „Die Jagd mit Hunden...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


5) Kathryn Lord „Wenn ein Streuner nicht entlaufen ist“
Kathryn Lord „Wenn ein Streuner nicht entlaufen ist“Kathryn Lord untersucht die evolutionäre Entwicklung des...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


6) Steve Zawistowski „Von Hunde-Verwahranstalten zu Rehabilitationzentren: eine 300jahr-Reise“
Pause vorbei, weiter gehts:Steve Zawistowski „Von Hunde-Verwahranstalten zu Rehabilitationzentren: eine 300jahr-Reise“...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


7) Hal Herzog „Was die neue Wissenschaft der Mensch-Tier-Interaktionen überunsere Beziehung zu Hunden aussagt“
Hal Herzog „Was die neue Wissenschaft der Mensch-Tier-Interaktionen überunsere Beziehung zu Hunden aussagt“Harold...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Samstag, 20. Juni 2015


Das wars vom 2. Tag, weiter gehts morgen mit dem Oberthema "Stress: Psychologie, Kognition und Verhalten". 

Freitag, 19. Juni 2015

Kurzzusammenfassungen zur International Conference on Dog Behavior 2015 - 1. Tag "Lernen und Gedächtnis"

Heute hat die 3. "International Conference on Dog Behavior" angefangen - da gehts nur um uns Fellnasen und unser Verhalten. Die Society for the Promotion of Applied Research in Canine Science veranstaltet diese Fachkonferenz vom 19. bis 21. Juni in Phoenix (Arizona, USA). Und lauter schlauer Leute die sich ganz intensiv mit uns Hunden befassen halten interessante Vorträge zu ihren neuesten Beobachtungen und Ergebnissen.

Ich freu mich nun, dass ich in Kooperation mit Marie Nitzschner euch einige Konferenzvorträge in Zusammenfassung und auf Deutsch präsentieren darf. Denn Marie, ist nicht nur Biologin und auf Hundeverhaltensforschung spezialisiert, sondern auch eine Blogger-Kollegin meines Maximilian: Sie schreibt für den Hundeblog der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) Hundekunde und betreibt selber den Blog Hundeprofil. Also ehrlich gesagt, ist mir das oft zu theoretisch und wissenschaftlich, aber mein Cerebral-Interface Maximilian ist von ihren Blogs ganz begeistert. Und Marie schaut sich für euch in den Konferenztagen so viele Vorträge an, wie sie schafft und fasst diese dann für euch auf Deutsch zusammen (dabei kann sie jeder gern unterstützen, ebenfalls Vorträge zusammenfassen und auf die Facebok-Seite von Hundeprofil posten). Diese postet sie dann auf die Facebook-Seite vom Hundeprofil und hier im Gassireport findet ihr dann immer am folgenden Morgen die Übersicht (wegen der Zeitverschiebung; daher wird dieser Blogbeitrag auch morgen Vormittag aktualisiert und um weitere Zusammenfassungen ergänzt).

Jeder Konferenztag hat ein eigenen Themenschwerpunkt, heute drehen sich die Vorträge rund um das Thema "Lernen und Gedächtnis". 

1) Peter Killeen „Die Gesetze der Verknüpfung“
Los geht es mit Peter Killeen und dem Vortrag „Die Gesetze der Verknüpfung“Peter Killeen bekleidete eine Professur für...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Freitag, 19. Juni 2015


2) Ekrem Dere „Zurück in die Zukunft: mentale Zeitreisen bei Tieren“
Es geht gleich weiter mit Ekrem Dere. Er wird über mentale Zeitreise bei Tieren sprechen: „Zurück in die Zukunft:...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Freitag, 19. Juni 2015


3) Heather Bimonte-Nelson „Wie wissen wir morgen mehr als heute? Die verhaltensbezogene Neurowissenschaft des Lernens und Erinnerns“
Die Nächste bitte:Heather Bimonte-Nelson „Wie wissen wir morgen mehr als heute? Die verhaltensbezogene...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Freitag, 19. Juni 2015


4) Márta Gácsi „Die Möglichkeiten des sozialen Lernens in Hund-Mensch-Interaktionen“
Es geht weiter!Jetzt freue ich mich sehr auf Márta Gácsi und ihren Vortrag „Die Möglichkeiten des sozialen Lernens in...
Posted by HUNDEPROFIL-Hund und Wissenschaft on Freitag, 19. Juni 2015


[So, das reicht für heute und denkt daran, dass dies quasi ein "fließender Beitrag" ist, denn 1) wird er wegen der Zeitverschiebung morgen Vormittag um die noch fehlenden Zusammenfassungen ergänzt und 2) verändert er sich mit euren Kommentaren und Anmerkungen zu Maries Kurzzusammenfassungen in Facebook!]

Das wars vom 1. Tag der 3. "International Conference on Dog Behavior". Weiter gehts heute abend mit dem Thema "Hunde auf der ganzen Welt" auf den Facebook-Seiten von Hundeprofil und morgen Vormittag dann findet ihr die Übersicht hier im Blog.