Mittwoch, 26. Dezember 2018

[Gastbeitrag] Jens Brambusch vor Ort (Türkei): Eine andere Perspektive auf Tierschutz...

Heute haben wir mal einen Gastbeitrag. Und zwar einer, der mich besonders freut: Jens Brambusch, ein alter Bekannter und Kollege (aus unserer Zeit bei der Financial Times Deutschland und Capital), hat ähnlich wie ich, seinen Job geschmissen um sich eine Auszeit zu nehmen. Er kaufte sich ein Segelschiff und schipperte in die Türkei. Seit dem schreibt er auf seinem Blog "Brambusch macht blau" und auch andere Medien, wie das Float Magazin über seine Erlebnisse und Erfahrungen.


Jens Brambusch auf seinem Segelschiff in der Türkei
Foto: Jens Brambusch

In seinem Gastbeitrag, einer Kurz-Reportage, zeigt er uns mal eine ganz andere Perspektive von Tierschutz. Und wie ich finde eine mehr als denkwürdige! In seinem Erlebnisbericht, schildert er, wie glücklich Straßenhunde auch sein können, statt sie mit LKWs über Kilometer zu transportieren, um sie zu "retten". Sicher, wie bei Reportagen üblich, ist es nur ein einzelnes Fallbeispiel, aber, wie ich finde, eines über das man länger nachdenken sollte. Aber lest selbst, wie er die Situation von Straßenhunden vor Ort einschätzt!


Jens Brambusch vor Ort: Glückliche Straßenhunde

Hier, in der Türkei, gibt es so viele Straßenhunde. Und wenn Du mich fragst, denen geht es richtig gut! Wohl genährt, freundlich, und auch die Menschen hier begegnen ihnen - so weit ich das gesehen habe - mit sehr großem Respekt. Man muss die Hunde nicht retten, es geht ihnen ausgesprochen gut.

Kleine Anekdote: Vor ein paar Jahren fiel mir schon ein kleines Rudel hier in Kas auf. Es waren vier oder fünf Hunde. Ihr „Chef" war eine kurzbeinige, kleine Promenadenmischung, im Rudel andere Hunde, so groß wie Rico, würde ich schätzen. Ich erinnere mich daran, weil wir damals nachts auf der Mole saßen, und als die Hunde kamen, wir ein bisschen Angst hatten. Aber dann setzen sie sich einfach zu uns, schauten mit uns aufs das tiefschwarze Meer, auf die Lichter der gegenüberliegenden griechischen Insel, ließen sich kraulen. Okay, wir waren geizig, teilte unsere Biere nicht. Trotzdem mochten sie uns und wir sie.
Als ich dieses Jahr wieder in Kas ankam, sah ich direkt am ersten Abend das Rudel wieder. Es streunte wie damals durch den Ort. Die kurzbeinige Promenadenmischung ist mittlerweile nicht mehr der Boss. Sie ist alt geworden, trottet den anderen hinterher. Aber immer, wenn die langbeinigen Anführer davonsprinten, stoppen sie irgendwann, warten bis der kurzbeinige, alte Racker zu ihnen aufgeschlossen hat. Ich habe nicht den Eindruck, dass auch nur einer von ihnen gerettet werden müsste. Auch ist die Türkei hier sehr fortschrittlich. Alle Straßenhunde - so weit ich das weiß - sind gechipt und geimpft. Sehr vorbildlich. Also bitte nicht glauben, dass alle Hunde in südlichen Ländern von Stadtmenschen in Deutschland gerettet werden müssen.

Foto: Jens Brambusch

Foto: Jens Brambusch

Dem ersten, dem das hier auffiel war Stephan Boden (Anmk. d. Red.: Autor des Buches "EinHundSegeln" u.a.) als wir im September auf Bootssuche waren. Wir fuhren gerade die Serpentinen bei Marmaris hoch, als am Wegesrand einige wild lebende Hunde auftauchten. "Das sind also die armen Hunde, die gerettet werden müssen", sagte Stephan sarkastisch. Es waren große, stattliche, herrliche Hunde. Vital und sie schienen sehr glücklich. Seitdem habe ich ein Auge darauf. Auch wenn ich manchmal erschrecke, wenn einige Hunde kläffend auf mich zukommen, wenn ich mit dem Rad oder Roller unterwegs bin. Der Tipp: einfach anhalten. Schon ist der Spuk vorbei. Und ganz im Ernst: Ich habe hier noch keinen unterernährten Hund gesehen.


Ich hab selber durchaus glückliche und wohlgenährte Straßenhunde erlebt. Nie werde ich das Erlebnis vergessen, als ich als kleiner Junge erlebt habe, wie am Hafen von Ischia ein großes Rudel von 7 oder 8 Hunden am frühen Morgen auftauchte. Nur wenig später kamen die Fischer an. Und die Hunde bekamen den Teil des Fangs, den sie nicht verkaufen konnten. Die Fischer sagten mir damals, dass die Hunde immer schon kommen, manchmal wechselt das Rudel, aber alle sind sie immer pünktlich. "Pünktlicher oft als wir", scherzte er damals. Vielleicht wäre es eh sinnvoller, Tierschutz vor Ort zu betreiben...nicht zuletzt auch, weil der Import aus dem Ausland für viele mittlerweile ein lukratives Geschäft ist. Was meint ihr denn so? Schreibt es als Kommentar hier unter diesem Beitrag oder bei den entsprechenden Posts in Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest!



Montag, 17. Dezember 2018

*Wir lüften das Geheimnis um Ricos neues Hunde-Halsband

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Viele Gerüchte ranken sich um das neue Halsband vom Döggelchen Rico. Nun endlich, nach monatelangem Testen der Prototypen, können wir das Geheimnis lüften: Zusammen mit dem Spezialisten für Zughundesport Zampa haben wir das Halsband "Goliath" entwickelt! 


Beim Prototypen fehlt noch unser Logo

Zugegeben, im Laufe der Jahre hatten wir ja immer wieder mal Anfragen, ob wir nicht ein Halsband herausbringen wollten. Doch bei den meisten mussten wir absagen. Warum? Ganz einfach: Sie wollten nur ein billiges Halsband herstellen, worauf dann unser Logo sollte. Einige sagten uns sogar, dass so ein billiges Halsband eben mehr abwirft, weil ja die Kunden eh alle blöd seien. Doch DAS widersprach unserer Philosophie! Erst als wir Brigitte und Guido Weilenmann kennen lernten, hatten wir die richtigen Partner dafür gefunden. Denn der erste Punkt bei allen Gesprächen war immer: Was ist das beste für den Hund! Erst danach kamen die Punkte wie Design, Materialpreis etc.

Zuvor sprachen wir mit zahlreichen Tierärzten, Tierphysiotherapeuten, Osteopathen, Hundesportlern und Haltern. All das floss in die Entwicklung des Halsbandes ein. Heraus kam dabei ein multifunktionelles Halsband mit Griff extra für mittelgroße und große Hunde. Die extrem stabile und dennoch leichte Cobra-Schnalle kommt ursprünglich aus dem Bergsport, wiegt nur 120 Gramm und verfügt über eine Zugkraft von 18 Kilonewton (entspricht 1835,5 Kilogramm). Wir haben sie so platziert, dass sie bei der Benutzung des Griffes nicht auf die Kehle drückt. Um an den Handgriff zu gelangen, müssen Halter mit der anderen Hand nur der Leine folgen. Der D-Ring ist in diese Spezial-Schnalle integriert, so dass die Schnalle auch bei der Leinen-Führung nicht auf die Kehle drückt. Um jeden störenden Kontakt zu vermeiden, haben wir sie zudem ähnlich einer Kofferschnalle mit der Polsterung unterlegt.


Gut gepolstert, robust und mit unterlegter Cobra-Schnalle und Reflektorstreifen - das Halsband "Goliath"!


Auch im Wasser macht das Halsband "Goliath" eine gute Figur!
Die 50 mm breite und 8 mm dicke Polsterung selber besteht aus Polycell, welches mit Satinnylon ummantelt ist. Das ist ein weicher und flexibler Zellschaum, der auch für die Stoßdämpfung und in der Thermoverformung eingesetzt wird. Beste physikalische Eigenschaften unterstützen die Anwendung in statischer oder dynamischer Form; die Vorteile sind: widerstandsfähig gegenüber normalen Klimaverhältnissen, äußerst niedrige Aufnahme von Feuchtigkeit (es saugt sich also nicht mit Wasser voll!), sehr resistentes Material und zudem nicht umweltschädlich.

Das Gurtband besteht aus Polyamid, welches sich durch seine hervorragenden Festigkeit und Zähigkeit auszeichnet. Daher wird es vor allem für die Herstellung von unzerbrechlichen Gegenständen und technischen Teilen, die sehr abriebfest sein müssen eingesetzt: Bekleidung, Fallschirme, Ballons, Segel, Angelschnüre, aufgrund ihrer einheitlich glatten Oberfläche eignen sie sich gut als Nahtmaterial in der Chirurgie und selbst die Borsten eurer Zahnbürsten bestehen daraus.


Rico mit seinem Halsband "Goliath"
Der Handgriff am Halsband ist mit angenehmen und robustem Distanzstoff gepolstert. Er ist sehr hilfreich bei Gassigängen in der Stadt, wenn ihr mal den Hund nah an euch ranholen wollt (beispielsweise wenn ihr in einer engen Gasse einen entgegenkommenden Hund begegnet), aber auch bei Outdoor-Einsätzen, wenn ihr z.B. eurem Hund beim Drüberklettern über einen großen Baumstamm oder Felsen helfen wollt oder wenn er in einen Teich gefallen ist und alleine nicht mehr herauskommt...

Auch an die Sicherheit haben wir gedacht: Beim aufgenähten 25 mm breiten Polyamid-Band (Farbe frei wählbar; s. Farben auf dem Foto) ist beidseitig ein reflektierender Kederstreifen eingenäht.


Das Halsband "Goliath" gibt es in vielen tollen Farben und Mustern!

Trotz seiner Robustheit wiegt das ganze Halsband nur knapp 215 Gramm. Das Halsband "Goliath" ist lieferbar in den Größen 40, 44, 48, 52, 56 und 60, was auch dem Halsumfang in Zentimetern entspricht (bitte messt den Halsumfang eurer Hunde so eng wie möglich, da es wegen der Bequemlichkeit groß ausfällt - zum Vergleich: Rico trägt bei einem Halsumfang von 52 Zentimetern die Größe 48) und es lässt sich noch um bis zu 3 Zentimetern vergrößern. Es wird in Schweizer Handarbeit gefertigt und ihr bekommt es in Deutschland nun exklusiv für 89 Euro (zzgl. Versandkosten) über uns (einfach per E-Mail)!


Das Döggelchen Rico fühlt sich mit dem neuen Halsband "Goliath" hundewohl!

Doch das ist noch nicht alles, wir arbeiten gerade mit Zampa an weiteren tollen Produkte. Hier auf unserem Blog werden wir euch darüber natürlich auf dem Laufenden halten. Also bleibt mit der Nase dran!




Dienstag, 4. Dezember 2018

Die 5 besten Hundeblogs

Bei meinen Gassigängen durchs Web lese ich natürlich auch mal andere Hundeblogs - teils zur Belustigung, teils zur Inspiration, teils aber auch zur Information. Im Laufe unseres Daseins als Hundeblogger haben wir viele Blogs kommen und gehen sehen. So mancher hielt nicht mal 6 Monate durch. Eigentlich schade, denn das Leben mit Hund hat unzählige Facetten und es lohnt sich allemal auch mal andere Perspektiven zu erkunden. Denn auch in Blogs findet sich so manche nützliche Info und Inspiration. Daher lese ich ganz besonders gern welche zu Fachgebieten, wo ich selber wenig Ahnung habe.

Aber auch Alltagsgeschichten gefallen mir sehr, denn schließlich besteht der Großteil des Lebens aus Alltag und nicht aus Fachinformationen - ganz davon abgesehen sind die auch meist realitätsnäher als so mancher Fachbeitrag. Hier hab ich euch mal eine Liste der Blogs zusammengestellt, in denen ich immer wieder mal reinschnüffle und die ich daher persönlich am besten finde - und meist liegt Rico dann neben mir und lässt sich dabei genüsslich kraulen.


Egal, ob auf der Straße oder im Wasser, ob im Wald oder im Web - wir beiden Gassireporter halten immer Ausschau nach schnüffelspannenden Themen und Geschichten!
Foto: Lutz Borger

Meine absoluten Favoriten sind:
  • Wohltuend undogmatisch geht Anke Jobi durch das "Minenfeld" des Themas Ernährung in ihrem Blog Clean Feeding. Immer das Wohl des Hundes im Fokus und so herrlich entspannt greift sie hier alle Napf-Themen auf.
  • Beim Thema Hundeurlaub ist Martina Züngel-Hein immer on Tour. In ihrem Blog HundeReisenMehr finden sich zahlreiche Orte und Tipps zum Urlaub mit Hund.
  • Die Autorin Katharina von der Leyen habe ich schon gelesen, als ich damals Redakteur im Hause Gruner+Jahr war (und damals über Aktien und Rohstoffe schrieb). In ihrem Blog Lumpi4 greift sie die unterschiedlichsten Themen auf - immer locker und leicht verständlich geschrieben.
  • Nicht nur zu diversen Krankheiten ist der Blog von Tierarzt Ralph Rückert eine Fundgrube. Auch so manches Alltagsproblem oder diverse Verrücktheiten in den (a)sozialen Medien greift er auf.
  • Kritisch mit wissenschaftlichen Studien setzt sich die Verhaltensbiologin Marie Nietzschner in ihrem Blog Hundeprofil auseinander. 

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere gute Blogs, in denen wir ab und an rumstöbern. Viele mit guten Tipps zum Selberbasteln, Rezepten oder auch wunderbaren Geschichten und Fotos. Stöbert am besten mal selber durch die Weiten des Web. Aber vergesst nicht: Die schönsten Geschichten schreibt das wahre Leben - das gilt ganz besonders für ein Leben mit Hund!