Donnerstag, 9. April 2015

What has Dog to sniff: Unterwegs in Brandenburg

Heute ist wieder ein Dalmatiner an der Reihe die Serie "What has Dog to sniff..." fortzusetzen: Allie (auch Fräulein Punkt genannt) und Kerstin vom Blog 2&4 zusammen unterwegs leben am Rand von Berlin. Wo genau? Das können euch die beiden am besten berichten und euch sagen, wo in ihrer Gegend ihr unbedingt mal vorbeischnüffeln müsst *schwanzwedel*


2&4 zusammen unterwegs in Brandenburg


Allie und Kerstin
Wir sind Kerstin und Allie und bloggen gemeinsam über alles rund um Hund und Halter – mal aus meiner, mal aus Allies Sicht.

Wir wohnen in Berlin, ganz am Rand, weswegen wir Euch heute „unser“ Berlin und das nähere Brandenburg vorstellen.

Berlin kennt wohl jeder – wenn nicht durch persönliche Inaugenscheinnahme, dann zumindest durch die Medien. Doch das Berlin ist nicht „unser“ Berlin. Jedesmal, wenn jemand das erste Mal zu Besuch bei uns ist, dann staunen die Besucher über die Schönheit der Wohngegend und noch mehr, dass DAS auch Berlin ist! Es gibt IN Berlin einige Auslaufgebiete und ja, einige haben auch wir bereits besucht – doch ist das nichts für regelmäßige Spaziergänge denn erstens sind die schönen alle über ne Stunde mit den Öffentlichen entfernt und immer dasselbe wäre auf Dauer auch langweilig und 3. Wären wir ja schön blöd, die Wiesen und Felder Brandenburgs sind nur 5-10 Minuten zu Fuß entfernt…

Wir erkunden regelmäßig neue Strecken, Brandenburg ist riesig und da wird uns der Teststoff wohl nie ausgehen – sogar einen Hundewanderführer werden wir mal auszugsweise ablaufen, bzw. die Strecken darin.

 


Am liebsten sind uns dabei Längen von rund 15 km auf denen Fräulein Punkt offline unterwegs sein kann – Wasser unterwegs wäre perfekt.

Es gibt wirklich zahlreiche wunderschöne Ecken in und um Berlin. Das Erpetal, die Gegend rund um Eiche, Kiekebusch und eben auch die Auslaufgebiete z. B. im Grundewald.



In Berlin kann man natürlich auch MIT Hund Sightseeing machen – es gibt Touren durch die Mitte Berlins, da sieht man vom Brandenburger Tor über den Potsdamer Platz und die Siegessäule bis hin zum Alexanderplatz alles, was Berlin berühmt macht (und einiges mehr). Fräulein Punkt und ich dieses Jahr so eine Tour mal dokumentieren und über ihre hundetauglichkeit berichten.

Unser persönliches Lieblingsgassigebiet: das Rudower Fließ, wo, von Leuten, die das erste Mal da waren, schon öfter der Satz fiel: „Ist ja wie im Urlaub hier“ …

Im Frühling...

Im Sommer...

Im Winter...

Wir haben die Strecke mal abgelaufen und nebenbei mit einer App die Route aufgezeichnet. Es sind (mit Lauf zum Startpunkt und vom Zielpunkt nach Hause) etwa 12 km und einfach perfekt, um danach einen tiefenentspannten Laufhund zu haben ;-).


Das Schöne an diesem Lauf ist die Möglichkeit, zu variieren – je nachdem, wonach einem der Sinn steht, kann man auch „nur“ 5 km laufen oder durch kleinere Modifikationen einen 20 km-Lauf daraus machen – im Sommer gern gekrönt durch einen Abstecher zum Moin Moin für ein hausgemachtes Eis!


*schmatzi*

Vielen Dank Allie und Kerstin! Ich war ja noch nie in Berlin, aber mein 2-Beiner hat viele schöne Erinnerungen daran, auch weil sein bester Freund dort jahrelang gelebt hat. Und so wie Brandenburg aussieht, werden wir wohl sicher Mal einen Abstecher zu euch machen *schwanzwedelfreu* In der kommenden Woche berichten euch dann Inuki, Skadi und ihr Frauchen Danni vom Blog Pfotenfreunde von Ostfriesland...hab über die Gegend schon viele gutes gehört, aber leider konnte ich sie bisher noch nicht selber erschnüffeln...bin daher sehr gespannt! Zumal es sich um eine nicht alltägliche Location handelt: einen Truppenübungsplatz *neugierigohrennachvorn*


Dienstag, 7. April 2015

Hundeschwimmen - mehr als nur ein nasser Spaß! *schüttel* :-D

Also ehrlich, manchmal, da überrascht mich mein 2-beiniges Cerebral-Interface auch nach so langer Zeit noch...war ja schon seltsam genug, dass wir am vergangenen Wuffenende einmal bereits um kurz nach 6 Uhr aufstanden und Gassi gingen...danach gabs wie üblich mein Futter *schmatz* Als dann mehr als 2 Stunden später Maximilian die Tasche packte, dämmerte es mir: Wir waren so früh gegangen, damit ich auch früh was zu Futtern bekomme und mich danach ausruhen und verdauuen konnte. Denn Tasche packen hieß immer: wir unternehmen was... *schwanzwedel*

Früh morgens wurden wir abgeholt und ich traf den Rest meines Rudels: meine Motzi, Fritz und ihre 2-Beinerin Antje. Dann ging es los mit dem Auto. Wahrscheinlich zu einer Wanderung, dachte ich da noch...insofern freute ich mich, aber war nicht so aufgeregt, schließlich kenne ich das ja schon. Aber es kam ganz anders...

Unser Ziel war Erkelenz, genauer gesagt: die Praxis von Tierisch Vital Physiotherapie. Denn hier hatten unsere 2-Beiner einen Termin für Hundeschwimmen abgemacht (gut, aus Schuseligkeit waren wir Stunden zu früh da, aber so gabs wenigstens ein stärkendes Frühstück...denn Antje und Maximilian hatten im Gegensatz zu mir noch nichts gegessen).

Ich war ja bereits einmal beim Hundeschwimmen, damals als Welpe im Gangwerk in Düsseldorf. Das war ein tolles Erlebnis und hat mein Selbstbewusstsein sehr gestärkt. Auch dass ich das zusammen mit meinem 2-Beiner erlebt habe, war gut für unsere Bindung und Vertrauen. Aber dieses Mal stieg mein Cerebral-Interface mit ins Becken! Da war ja auch genug Platz für uns (obwohl ich mittlerweile gewachsen bin).


Sah schon lustig aus, so meinen 2-Beiner in diesem Gummianzug :-) Aber egal, bin ja so einige Spinnereien von ihm gewohnt *schwanzwedel* Aber dann bekam ich so ein seltsames Geschirr angezogen, es war viel dicker, als ich es sonst gewohnt war, dann erinnerte es mich an das damals vom Gangwerk...nur halt größer, ich war ja nun kein Welpe mehr.

Dann ging es mit Marina und Maximilian eine Rampe hoch...zuerst. Aber dann solte ich sie wieder runter... Anfangs war ich ja noch skeptisch...die Rampe runter in das Wasser? Ich weiß doch gar nicht wie tief das ist? Aber da mein Maximilian ja da drin war, konnte es ja nicht so gefährlich sein...und so ging ich mit einem leichten Schieber von der ebenfalls im Becken stehenden Marina bis zum Ende der Rampe...und darüber hinaus...


   
Zuerst plantsche ich hektisch, versuchte zu meinem Maxi zu kommen. Der wich langsam vor mir zurück...Marina gab mir Hilfestellung und hielt leicht den Griff an meinem Geschirr. Aber Katzenpisse (Hündisch für "Riesenmist")! Warum haut Maxi ab?! Dann begriff ich, denn plötzlich stand ich auf einem Podest. Dahin hatte er mich führen wollen. Puh, hier konnte ich mich vom ersten Schrecken erholen...und es gab ein Leckerchen *schmatz* Da ich es fraß, kamen die 2-Beiner zu dem Schluss, dass ich wohl nicht allzu gestresst wäre...was Maximilian nach einen Blick in meine Augen bestätigte.

Gestresst war ich zwar nicht, aber na warte, für diesen Schabernack werde ich mich rächen ;-) Bei meiner ersten Runde plantsche ich so heftig neben Maximilien, dass eine größere Welle über den Rand seiner Gummilatzhose schwappte...und so nicht nur sein Shirt (welches er daher später auszog), sondern auch die Hose drunter nass machte :-D Na wenn ich schon ein nasses Fell bekam, dann sollte das mein 2-Beiner auch...ich finde, ist doch nur fair ;-)




Nach 2 Runden war dann der Knochen bei mir gefallen und ich drehte ohne großes Geplantsche meine Runde, schnappte nach dem schwimmenden Gummi-Leuchturm und brachte ihm zum Podest zurück. Und so langsam begann mir das ganze Spaß zu machen. Und so wie mein Cerebral-Interface sich gefreut hat, war er mächtig stolz...kann aber auch sein, dass das viele Wasser im Anzug bei ihm nen Kurzschluss verursacht hat ;-)





Nach ein paar Runden ging es dann raus. Ich wurde nett getrocknet und bekam einen Bademantel an, damit ich nicht so abkühle. Danach waren dann Motzi und Fritz dran. Meine liebste Motz hat ihre Sache echt klasse gemacht. Ich sags ja immer: Sie ist nur partiell und temporär ängstlich...ist halt ein Weibchen :-) Mit meinen Bro Fritz war das dagegen schon problematischer. Nicht wegen seinem Gewicht, er hatte darauf am wenigsten Lust...und beschwerte sich auch lauthals nach dem Bad. Wohl auch deswegen hat er am heftigsten im Becken rumgespritzt und meinen 2-Beiner dann vollends nass gemacht :-D



War ein echt tolles Erlebnis, ich fühlte mich danach wie ein Superheld. Mit stolzgeschwellter Brust ging ich über die Rheinuferpromenade. Beim späteren Gassigang hatte Maximilian das Gefühl ich sei sogar gewachsen und meinte "komm mal wieder runter und zieh jetzt nicht so ne Show ab" :-) So wie ich es verstanden haben, waren wir sicher nicht das letzte Mal beim Hundeschwimmen. Soll ja auch eine gesunde Sache sein, schon wegen dem Auftrieb ist es gelenkschonend, der Wasserwiderstand unterstützt den Muskelaufbau und und und... Also ich bin ja nicht so eine totale Wasserratte (steh lieber gern im Wasser), aber ich freu mich schon aufs nächste Mal, und sei es nur um wieder dieses fröhliche und stolze Gesicht bei Maximilian zu sehen...und wie er völlig durchnässt aus der Gummi-Latzhose steigt *schwanzwedelfreu*



Montag, 6. April 2015

[Gastbeitrag] Ich habe einen Menschen gerettet...

Kennt ihr das? Diese Zufälle, die euch nicht wie solche vorkommen, bei denen ihr eher an Schicksal denkt. Nun, wir hatten neulich so einen Zufall: Wir lernten Luna und Manuela kennen. Wir spürten sogleich, dass hinter diesen beiden eine ganz besondere Geschichte steckte (die Story-Spürnase hab ich wohl von meinem 2-Beiner). Und was sie uns erzählte hat uns sehr berührt...

An diesen Tagen feiert ihr Menschen ja die Auferstehung von so einem echt wuffigen Typen. Der hat allen erzählt wie pansig es doch wäre, wenn wir alle uns respektieren, Rücksicht nehmen, uns gegenseitig helfen und unseren Nächsten lieben. Daher finde ich, dass Lunas und Manuelas Geschichte heute besonders gut passt. Denn das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten...   



Ich habe heute einen Menschen gerettet....
(von Manuela Mentel und Luna)

… mit diesen Worten beginnt ein kleiner Text, den man auf vielen Internetseiten finden kann. Erzählt wird die Geschichte der ersten Begegnung zwischen einem Tierheimhund und seiner zukünftigen Halterin – mit dem kleinen Unterschied, dass hier nicht der Mensch den Hund rettet. In dieser Geschichte ist es umgekehrt. Der Hund erkennt die Einsamkeit der Frau und möchte ihr helfen. Nicht er, der in seinem Zwinger sitzt ist verzweifelt, sondern der Mensch auf der anderen Seite des Gitters.

„Kitsch!“ könnte man nun sagen. Und „Vermenschlichung!“ , denn schließlich werden hier dem Hund Denkweisen unterstellt, die Hunde in dieser Form schlichtweg nicht haben.

Also – kann ein Hund einen Menschen „retten“? Nicht auf eine heroische und spektakuläre Art, sondern ganz still und unauffällig? Nicht indem er sich wie Bruce Willis in einem blutbefleckten Unterhemd allen Widrigkeiten in den Weg stellt, sondern ganz subtil, durch seine reine Präsenz?

Ich sage: „Ja.“

Ich habe so einen Hund. Ihr Name ist Luna, und das ist unsere Geschichte.

Hundeheldin Luna

Vorab: Wer hier nun auf eine Geschichte im Stil von „Lassie“ hofft, der kennt meinen Hund nicht. Luna ist ein ziemlich eigenwilliger Charakter, sehr eigenständig und wenig anhänglich. Das liegt sicher zum großen Teil in ihrer Vorgeschichte begründet, und außerdem ist sie ein Windhundmischling. Windhunde sind eben keine Golden Retriever.

Seit September 2009 bestreiten wir unser Leben gemeinsam, mit allen Höhen und Tiefen (und das würde Stoff für mindestens zehn andere Beiträge geben).

Anfang 2011 erkrankte ich an Burnout und Depressionen und verlor im Zuge dessen auch meine Arbeit. Jeder, der so etwas schon einmal erlebt hat oder vielleicht jemanden im Verwandten- oder Freundeskreis hat, dem das so ging weiß, wie furchtbar das ist. Plötzlich macht nichts mehr Spaß. Man sieht keinen Sinn mehr, jede noch so kleine Handlung ist eigentlich schon zu viel. Das tägliche Aufstehen ist ein Kampf, jede Aktion ein unüberwindlicher Berg – gerade so, als bewerfe einen ein überaus schlecht gelaunter Riese nonstop mit autogroßen Steinen.

Da saß ich nun. Kein Job, kein Geld, dafür aber ein psychisches Problem, das es sich mit einer Tasse Tee, seiner Kuscheldecke und einer Menge Zeit in meinem Leben bequem machte.

Aber – es hatte nicht mit Luna gerechnet! Mit diesem Hund, wegen dem ich in der Anfangszeit mehr als einmal an meine Grenzen gekommen war. Dieser Hund, der alles war, nur nicht einfach.

Alles Böse muss jetzt mit Luna rechnen!

 Was hat Luna nun getan? Hat sie mir die Tränen abgeleckt? Mir in dunklen Stunden den Kopf aufs Knie gelegt? Mir einen Job oder einfach bessere Pillen organisiert?

Nein, das hat sie nicht. Sie war einfach nur da, und sie hat mich an jedem Tag daran erinnert, dass dieses eine Lebewesen mich braucht. Schließlich konnte sie auch schlecht in einer Zeitung inserieren, dass sie gerne eine andere Wohnung und bei der Gelegenheit auch gleich einen anderen Menschen will, nicht wahr? Also bin ich morgens aufgestanden, auch wenn der Riese mit seinen Steinen mal wieder alles gegeben hat. Und ich habe eingekauft, auch wenn es mir vorkam wie die Besteigung des Mount Everest – Luna möchte ja auch etwas essen, und über ein paar Extras freut sie sich erst recht.

Auch auf meine emotionalen Tiefs reagierte sie, wenn auch nicht gerade so, wie man sich das vorstellt – Stichwort Lassie. Nein, Luna bellte einfach. Je schlechter es mir ging, desto mehr. Da wurde jeder hustende Regenwurm kommentiert. Irgendwann lernte ich begriffsstutziger Mensch dann auch, nicht genervt zu sein, sondern zu hinterfragen. Wie geht es mir gerade? Bellt Luna wirklich, weil sie Regenwürmer doof findet, oder liegt es vielleicht an mir?

Lunas besondere Superkraft: Sie bringt zum Lachen

Und dann war er irgendwann da, der Moment. Da war Gassigehen plötzlich keine lästige Pflicht mehr. Stattdessen sah ich meinen Hund an mit all seiner Lebensfreude, seiner Geduld und seinem Vertrauen, wie er fröhlich durch eine Schlammpfütze bretterte – und ich musste lachen.

Gemeinsam haben wir dem Riesen mit seinen blöden Steinen in seinen haarigen Arsch getreten – Luna immer vorneweg.

Darum macht es mich immer wieder traurig (das muss ich noch loswerden) , wenn ich Menschen sagen höre: „Jaja, arbeitslos und dann noch Hunde haben wollen. Kostet doch alles Geld!“

Stimmt, Hunde kosten Geld. Außerdem haaren sie, sind oft anstrengend und riechen schlecht, wenn sie nass sind. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass diese Menschen kurz nachdenken, bevor sie den Mund aufmachen, oder sich vielleicht gar die Mühe machen nachzufragen. Ich denke, sie wäre überrascht, denn ich bin sicher, dass es sehr viele dieser stillen Hundehelden gibt.

Gemeinsam besiegen sie jeden bösen Riesen!

„Ich habe heute einen Menschen gerettet....“

Luna darf das mit Fug und Recht von sich sagen!


Danke Luna und Manuela, dass ihr diese, eure Geschichte mit uns geteilt habt! Und es freut mich, dass wir euch kennen lernen durften! Gemeinsam werdet ihr auch in Zukunft alle bösen Riesen besiegen! Und falls mal die Riesen doch zu zahlreich sind, gebt Bescheid und wir rufen dann ein ganzes Rudel Hunde zusammen, die die dann verbellen! *woaff* Ich wünsche euch und allen Hunden, Menschen und anderen Lebewesen da draußen frohe Ostern!

Freitag, 3. April 2015

Humoristisch modische Schnüffeltour :-)

© Foto: Antje Hachmann
So mancher Mode-Mensch ist ja auf den Hund gekommen. Doch bei mir ist das anders: Als Hund bin ich auf die Mode gekommen. Ihr wundert euch? Nicht nötig, denn ich hab durchaus meine Qualifikationen: mein zweibeiniges Cerebral-Interface hat italienische Vorfahren (die sollen ja Stil und Geschmack im Blut haben), seine Mutter arbeitete lange Zeit in der Modebranche, mein Revier liegt im Herzen der Modestadt Düsseldorf (drehe regelmäßig meine Runden auch über der Königsallee) und last but not least verfüge ich über eine hervorragende Style-Schnüffelnase. Richtig gelesen, mit dieser habe ich über die Monate auch einen sehr guten Riecher entwickelt, der mir sagt, welcher (Fashion-) Typ mein vierbeiniges Gegenüber begleitet – hierbei achte ich natürlich nur auf die Damen, wie sollte es anders sein :-) Ihr seid gespannt? Dann lasst uns auf den (nicht ganz ernst gemeinten) modischen Schnüffel-Streifzug gehen…. 


Quelle: Tasha Randall
Wir fangen an mit den Halterinnen von Chinesischen Schopfhunden: Sie sind Individualistinnen durch und durch. Meist verwenden sie Düfte von Gaultier oder lassen ihn sich gleich individuell zusammen mixen. Sie wollen sich von der Masse abheben und stehen daher auf (noch) unbekannte Designer. Und wenn doch was Bekannteres gekauft wird, dann meist Vivienne Westwood oder auch mal Prada.





Das Italienische Windspiel hat meist eine Zweibeinerin mit viel Stil an der Leine. Ihr Geschmack ist exklusiv und meist teuer. Sie wirkt durch ihre Ausstrahlung und hat was Majestätisches an sich. Daher riechen sie oft nach Opium oder Chanel No 5. und bevorzugen den Stil von Versace oder Gucci. Genau passend zu einem edlen Windhund :-)

© Foto: Antje Hachmann
Die Partnerin von Zwergpudeln ist selbstbewusst. Das muss sie auch sein, steht sie doch zu einem Hund, der viele Vorurteile ertragen muss. Sie hat Geschmack und ist bei weitem nicht so zickig, wie man es dem Zwergpudel nachsagt. Ähnlich wie der Pudel zu den intelligentesten Hunderassen zählt, ist auch seine Partnerin an der Leine oft eine intelligente Zweibeinerin. Sie mag die Abwechslung: tagsüber das Business-Kostüm, in ihrer Freizeit eher leger und das Abendkleid zu Anlässen. Ab und an bricht sie aber auch mit diesen Konventionen, dann ist das Legere am Abend dran und das Geschäftsoutfit für die Freizeit… Wie ihr Hund ist sie eine Prinzessin, die sich aber nicht zu schade ist mal mit ihren neuen Schuhen mit ihrem Hund im Wasser zu spielen. Sie riecht daher oft sportlich-edel und kauft bei H&M oder Zara genauso ein, wie in Edel-Boutiquen, auch schon beim Kostüm-Verkauf des Theaterfundus sah man Zwergpudel-Besitzerinnen…

Chihuahuas haben mit Nichten immer einen Paris-Hilton-Verschnitt als menschlichen Partner. Allerdings ist ihnen eine gewisse Leichtigkeit und Fröhlichkeit des Seins gemeinsam. Das hält sie freilich nicht davon ab, gelegentlich rumzuzicken wie ihr Hund ;-) Wohl auch daher riechen viele nach dem Duft von Christina Aguilera. Verspielte Klamotten sind voll ihr Ding!

Quelle: Mitja Mavsar

Mops oder Französische Bulldogge haben meist recht extrovertierte Halterinnen, die gerne lachen. Sie tragen gern sportliche Klamotten. Das Praktische darf nicht unter der Optik leiden. Die Jeans ist ihr bevorzugtes Kleidungsstück, meist Levis oder Diesel. Manchmal sind sie etwas burschikos, ohne an Weiblichkeit einzubüßen. Selbst dann nicht, wenn sie mal einen Männerduft drauf hat (was bei Mops-Halterinnen durchaus vorkommen kann). Eben jemand mit dem hund (auf Zweibeinerisch: man) Pferde stehlen kann.

Quelle: Joysaphine

Wer hingegen einen Weimaraner spazieren führt, der will keinen Schoßhund. Meist sind die Zweibeiner dieser Hunde auch Reiterinnen und fahren einen Jeep. Ihre Naturverbundenheit zeigt sich auch im Kleidungsstil: es dominieren Erdfarben. Ihre Marken sind eher Barbour oder Ralph Lauren. Meist erschnüffelt meine Nase bei diesen Frauen klassische Düfte, wie Shalimar von guerlain oder L’air du Temps von Nina Ricci. Nicht selten paart sich auch ein leichter Pferdeduft darunter… ;-)

 
Quelle: Cindy Kowalski

Bei Yorkshire Terriern ist Vorsicht geboten! Angeblich soll ja Terrier auch von Terror kommen ;-) Am anderen Ende der Leine hängt also entweder eine Dame vom gleichen Schlag wie ihr Hund oder aber eine charakterstarke Frau, die die Bestie zu bändigen weiß. Gehört sie zu letzterer Kategorie, weiß sie was sie will. Und das ist an erster Stelle schön und wenn möglich nicht alltäglich…so wie ein überraschendes Candlelight-Dinner mit Pizza und Teelichtern am Rhein. Gern verziert sie ihre Guess Jeans selber mit Pailletten oder Strass. Sie duftet oft frisch, mit einer starken blumigen Note.

Quelle: dollen


Und, was sagt Ihr? Habt Ihr die ein oder andere wiedererkannt :)? Dann schreibt mir doch mal eure Erfahrungen und Beobachtungen! Und übrigens: nicht nur hat jeder Hund seinen eigenen Zweibeiner-Stil ;-) Auch wir Hunde haben unsere Fashion-Designer. Glaubt Ihr nicht? Dann freut Euch auf meine nächste Schnüffeltour!

(Erstmals erschienen als Gastbeitrag im Blog mimostyle, heute Fashionary Magazin, am 4. August 2014)