Montag, 7. April 2014

Umfrageergebnisse zu Flex-Leinen

War das wieder ein spannendes Wuffenende....bin noch ganz platt, aber dazu die kommenden Tage mehr. Doch heute gehts erstmal um die Flexi-Leinen-Umfrage.  Und hier scheiden sich echt die Geister... Die Mehrheit der Teilnehmer an der Umfrage lehnen Flex-Leinen kategorisch ab: 28% finden sie gar nicht gut, 27% finden sie wegen der Verletzungsgefahr gar gefährlich. Ganze 23% der Befragten gaben an, dass sie sie gar nicht benutzen. Jeweils 13% hatten bereits Ärger damit bzw. haben sich gar mit anderen Haltern deswegen gestritten.

Seltsamerweise benutzen 15% sie immer, aber nur 11% finden sie toll. Was ist mit den Differenz? Muss ich mir das etwa so vorstellen, dass die fehlenden 4 Prozentpunkte zwar Flex-Leinen immer benutzen, aber nicht so doll oder gar schlecht finden? Ist wohl Zweibeiner-Logik ;-)


Find ich toll!
  11%
Benutze ich selber immer
  15%
Benutze ich selber manchmal
  17%
Benutze ich selber selten
  4%
Benutze ich nie
  23%
Überlege mir eine anzuschaffen
  0%
Finde ich nicht so gut
  2%
Finde sie gefährlich wegen der Verletzungsgefahr
  27%
Setze sie nur in ganz bestimmten Situationen ein
  22%
Finde ich absolut nicht gut!
  28%
Hab ich schon viel ärger mit gehabt
  13%
Hab mich deswegen schon mit anderen Haltern gestritten
  13%



Mindestens so interessant wie die Umfrageergebnisse fand ich aber die verschiedenen Kommentare in Facebook dazu (übrigens: schade, dass ihr das nicht hier im Blog kommentiert habt, dann hätten alle Leser was davon gehabt, so waren die Diskussionen über verschiedenen Facebook-Gruppen verteilt). Daher hier eine kleine Auswahl der Einträge:
  • Irene Lanz es gibt so viele hundehalter die jammern, das ihre hunde ziehen und sich damit abplagen. die hunde bekommen von klein auf die flexi dran und gewöhnen sich damit das "ziehen" an, ganz einfach begründet: der hund lernt, wenn er den wiederstand überwindet und anzieht, wird die leine länger und er kommt weiter weg.....ich habe bei meinen welpen immer eine normale schleppleine genommen und ihnen ihren 4m freiraum gegeben, sie jedoch für jedes zu mir kommen und neben mir gehen belohnt. klar ist eine flexi bequemer als eine schlepp........aber das "ziehen" aus dem hund dann raus zu bekommen macht noch mehr mühe.....und warum soll ich einem jungen hund was angewöhnen, was später nicht erwünscht ist???


  • Barbara Stracke Ich halte auch nichts von Flexleinen! Die neisten Hunde sind damit absolut nicht leinenführig! Für mich ist das eine typische "Fiffi Leine! "

  • Nadine Lohse Ich finde Flexleinen sogar gefährlich! Als Kind hab ich mir damit die ganze Hand verbrannt! Der Hund hat losgezogen und ich hatte ein Stück Leine in der Hand! Seitdem haben wir normale Leinen gehabt. Leider hat man das ziehen aus unserem alten Hund nicht mehr rausbekommen das war auch nicht ganz so dramatisch der war ja klein. Jetzt hab ich einen Schäferhund/Labrador/Münsterländer Mix wenn der mich durch die Gegend ziehen würde wäre nicht so prickelnd und da hab ich auch Glück die Leine liegt meist locker in der Hand Außerdem kann man mit so einer Leine den Hund auch besser ma schnell irgendwo festmachen das geht ja mit der Flexleine schwerer.Der Hund muss ma ein bisschen freiraum haben wenn ich das höre dann geht in den Wald oder auf Wiesen und Felder und macht sie ab.

  • Irene Lanz und nicht nur deswegen, wie oft gehe ich mit meinem hund die straße entlang, biegt ein anderer hund an einer flexi um die ecke, kein hundehalter zu sehen, der ist noch einige meter hinter dem hund und kommt dann gemütlich herangedackelt gggg. das kann ins auge gehen......also ich würd schon gern sehen, wo mir wer entgegenkommt, aber die denken sich nix......
  • Joachim Katz Wer seinen Hund nicht unter Kontrolle hat, für den ist es auch mit einer normalen Leine oder Schleppleine nicht einfach!
    Ich habe 2 Hunde die sehr gut Leinenfuehrig sind!
    Gehe mit Beiden mit der Flexleine raus, wenn ich an unübersichtliche Stellen komme, dann nehme ich meine Hunde eh kurz, genauso, wenn uns jemand mit oder ohne Hund begegnet!
    Ich habe auch immer den Daumen auf dem Stoppknopf!
  • Sandra Mie Also ich gehöre zu den Flexi -Ablehnern! Unser alter Hund hat dadurch nur gelernt dass ziehen belohnt wird und ist nie schön gelaufen! Mein Welpe (5 Monate) hat mir ne 2m Leine und ne Schleppleine. Natürlich nicht immer ganz einfach, aber er zieht nie daran und bleibt immer bei mir, weil er weiß dass ziehen nichts hilft. Außerdem sieht er die Leine besser als das dünne seil einer Flexi, in das er sich dadurch viel leichter verheddern kann und sich auch weh tut kann wenn er nicht merkt dass er sich verheddert hat.

  • Nicole Schürmann Geb Godány Ich kann nur sagen, eine Leine ist immer genau so schlecht, wie der jenige der sie in der Hand haelt. Ob ich einen Kurzführer, eine Flexi oder eine Schleppleine benutze ist völlig wurscht, soange ich mich mit der richtigen Handhabung beschaeftige. Zwei meiner drei Hunde gehen wunderbar an der Flexi, eine besser an der Schlepp. Das man Hunde an der Flexi nicht spielen laesst sollte sich von slbst verstehen. Jede Leine ist potentiell gefaehrlich, wenn man sie falsch benutzt und das tun halt leider viele Hundehalter.
  • Ralf Wagner Flex-Leinen ist etwas, so meine Ansicht- für Hundehalter, welche ihren Hund nicht unter Kontrolle haben, aber im ein wenig mehr Freiheit gönnen mögen. So wie: Mein Hund braucht Auslauf, aber nicht so weit, denn er hört ja nicht. Hundehalter, welche dieses Teil benutzen, sollten sich mal mit dem Thema Schleppleine auseinander setzen. Hier kann Mensch und Hund sehr viel lernen und sich, bei der Richtigen Anwendung, ein ganz neues Gehe-mit-meinem-Hund-spazieren-Gefühl erleben.

  • Bianca Olschowsky Meiner ist eigentlich nie angeleint...wenn wir irgendwo sind .. im Park etc. .. dann bekommt er nur zur Tarnung die Flexi dran. .. damit ich der Leinenpflicht nach komme. .. allerdings nur die mit gurt... bei Hunden die nicht ordentlich bei Fuß gehen. .. sind flexi eine Katastrophe
  • Nicolé Pomm Ich hasse die Dinger mir ist na n Wuff von ner Bekannten mit som sch... Ding um die nackten Beine gerannt. ..tat mächtig Aua
 
Vielen Dank für eure Teilnahme! Ich werde von Zeit zu Zeit wieder eine Umfrage starten. Schreibt mir doch mal zu welchen Themen ihr gerne eine hättet.


Interessantes Ergebnis :-)


Donnerstag, 3. April 2014

Ganz großes Schnüffelkino beim Marktbesuch

*schnüffel* *snief*...oh Rüde roch das lecker. Wir waren die Tage auf dem Markt...liebe Fellnasen: seht bloß zu, dass ihr mit euren Zweibeinern da mal hingeht. Das ist ein Schnüffelerlebnis sag ich euch. Ich war die Tage mit meinem Zweibeiner mal wieder da (das erste Mal ging er mit mir als Welpe dahin), hier bei uns in der Altstadt, auf dem Carlsplatz.

Interessanterweise (zumindest für mich als Hund) findet der Markt nicht auf dem Marktplatz (vor dem Rathaus) statt. Aber ich kenne die Stadtgeschichte ja auch nicht so gut... Dafür erkenne ich die Gerüche um so mehr. Und davon gibt es auf dem Markt genug, beispielsweise der Ledergeruch des Schuhmachers, die Düfte bei der Kräuterhexe, der Atem der Exotic von asiatischen Buden, diverse Obst- und Gemüsestände und nicht zuletzt die verlockenden Ausdünstungen von Käse, Fischen und vor allem Fleisch :-)

Als wir neulich beim Fleischer waren, bekam ich von dem Mädchen hinter Fleischtheke sogar eine Wurst: "Das bekommt nicht jeder Hund", sagte sie freundlich lächelnd. Mir jedenfalls sehr gut geschmeckt (nur dass mein Zweibeiner daraus wieder so eine Impulskontroll-Übung draus gemacht hat, hat ein bisserl genervt).

Als ich noch kleiner war, waren die engen Gassen nicht so das Problem. Mittlerweile hab ich aber andere Ausmaße und die Marktgänge sind leider nicht mit gewachsen. Daher muss ich immer ganz nah bei Maxi laufen (was mich viel Konzentration kostet, gerade bei den vielen verlockenden Düften). Besonders eng wird es, wenn jemand mit Hund auch auf dem gleichen Gang uns entgegenkommt...Ausweichen ist da nicht (gemeinsames Toben und Spielen erst recht nicht). Ich muss mich dann immer beherrschen, vor allem wenn mich der andere Hund auch noch anpöbelt...falls ich das vergesse, erinnert mich mein Celebral-Interface mit mehr oder weniger leichtem Leinenruck (je nach Situation und meinem "Ausflippen-Niveau"). Kleiner Tipp an euch Fellnasen: Ich habe gemerkt, je mehr hund sich zu benehmen weiß, umso mehr mögen einen die Marktleute und es gibt mehr Leckerchen ;-)

Nun werden sicher einige einwenden, dass das zuviel Eindrücke für einen Hund sind, eventuell zu viel Stress. Nun, Maxi hat mich ja nicht einfach so durch den Markt gezerrt: Schon als Welpe ging er mit mir daran vorbei; dabei gingen wir aber nicht durch die Marktgassen. Doch schon von außen war es für mich extrem spannend, ich reckte die Nase in die Luft uns sog alles auf (immerhin riechen wir Hunde 1000mal besser als ihr felllosen Primatenabkömmlinge). Dann ging er mit mir einmal um eine Bude, das wiederholte er ein anderesmal mit einer wie er dachte wesentlich verlockenderen Bude (er hatte auch Recht: der Schinken Toni war wirklich verführerisch duftend). Und das steigerte er dann langsam bei diversen Gelegenheiten. Und so konnte ich mich langsam an die vielen Eindrücke gewöhnen und meine ersten Impulse (meistens war das: auf die Nahrung stürzen!) zu kontrollieren (daher auch "Impulskontrolle"). Mittlerweile ist es für mich kein Problem über den Markt zu schlendern, im Gegenteil, es ist das ganz große Duftkino... :-)

PS: Falls ihr euch wundert, dass es diesmal keine Fotos gibt...nun, Maxi führte mich sicherheitshalber mit der 2-Punkt-Führung durch die engen Gassen...da hatte er keine Hand mehr frei um zu Fotografieren...oder anders gesagt: Er wollte nicht riskieren, dass ich das ausnutze und über die Fleischtheke springe ;-)


Mittwoch, 2. April 2014

Orte für Pfoten in Düsseldorf - Rheinpark Golzheim

Heute will ich euch mal wieder eine Pfoten-Location vorstellen: Der Hundefreilauf im Rheinpark Golzheim ist vorbildlich (er liegt im Stadtteil Golzheim, hier zur Lage in Google Maps). Er ist ziemlich groß, es reicht jedenfalls zum Rennen, ohne, dass Hund Angst haben muss gegen ein Gatter zu laufen (außer vielleicht ein Windhund). Außerdem stehen hier immer Näpfe parat. Gute Idee! Schließlich sind wir nach dem vielen Beschnüffeln, Toben und Rennen doch recht durstig. Und für die Zweibeiner, damit sie ausruhen können, gibt es einige Parkbänke.

Das Hundepublikum ist hier mindestens so abwechslungsreich wie das der Menschen. Von jung bis alt trifft sich alles, egal ob in Hunde- oder Menschenjahren. Klar, wie bei euch Zweibeinern gibts mehr oder weniger Sympathie auch bei uns Fellnasen. Aber hier hab ich eigentlich immer einen Spielkammeraden gefunden. 

Hier ist genug Platz zum Toben... :-)

Ach ja, euch Zweibeiner interessiert ja auch der Flirtfaktor: Nun, der ist hier ziemlich hoch, schon wegen des recht gemischten Publikums aller Altersklassen. Und vor allem: hier sind die Leute weniger verkampft auf der verzweifelten Suche ;-) Der Rest ist aber natürlich immer auch Geschmacksache ;-)

Bei all diesen Vorzügen stört es auch nicht, dass keine Geschicklichkeits-Sachen rumstehen, wie beispielsweise eine Brücke, eine Wippe oder einfach ein dicker Baum zum Balancieren (da teilen sich ja eh die Geister). Aber auch wenn diese Sachen fehlen: Ich kann den Hundefreilaufplatz im Rheinpark Golzheim jedenfalls nur empfehlen!




Dienstag, 1. April 2014

FrühlingsWuffenende 2014

Na dass nenne ich mal ein hechelspannendes Wuffenende. Das Wetter hat ja alle Zweibeiner rausgetrieben :-) Habe viele neue Fellnasen kennen gelernt, so beispielsweise die schüchterne Luna, die der Tierschutz vor Jahren aus Griechenland gerettet hat.

Auch mit anderen Hunden hatte ich lustige Begegnungen. Außer mit meinem Intimfeind dem Neufundländer. Der kreuzte eines Morgends unseren Weg *grrrrr*...mal wieder unangeleint *GRRRR*. Doch der Obdachlose hat schon in der Vergangenheit mitbekommen, dass mein Zweibeiner anders tickt als die meisten: statt wegzugehen schrie er ihn an. Immerhin nahm er seinen Hund an die Leine...naja, oder besser gesagt, der Hund hielt ihn. Denn wirklich acht gab der blöde Neufundländer nicht auf seinen Zweibeiner. Der war eh im besoffenen Schädel damit beschäftigt meinen Zweibeiner anzupöbeln. Doch Maxi forderte ihn nur bestimmt auf, Platz zu machen. "Das geht nicht, der ist zu groß!", erklärte der Obdachlose...und bewies damit nicht gerade Nobelpreisverdächtige Intellingenz (von Hundeintelligenz mal ganz zu schweigen!). "Dann schaff dir nen kleineren Hund an", blaffte mein Zweibenier. Doch diese einfache Logik hat den Obdachlosen bereits überfordert und zu noch mehr Pöbelei getrieben. Was dann kam fand ich seltsam: Maxi drückte meine Leine einem der Jungs von der Brauerei Im Füchschen in die Hand und stampfte frontal auf den Penner und den Hund zu...ohne mich! Besorgt um meinen Zweibeiner schmiss ich mich in mein Geschirr und bellte lauthals während Klausi vom Füchschen mich festhielt. Ich war so gar nicht begeistert von diesem Alleingang meines Zweibeiners, für mich gibt es nur ein "Uns", wir sind doch ein Rudel...

Der Neufundländer ging angesichts der deutlichen Körpersprache meines Zweibeiners schon mal hinter dem Obdachlosen in Deckung und somit kam die 2er-Gruppe auch endlich in Bewegung (weil der Neufundländer seinen Zweibeiner "wegführte"). "Siehste, geht doch, dein Hund ist eindeutig schlauer als du", sagte mein Zweibeiner, griff zum Handy und rief unter dem Schimpfen des Obdachlosen die Polizei (kleiner Tipp: sagt am Telefon nicht das Wort "Penner", sondern benutzt das politisch korrekte "Obdachloser"; andernfalls verwickelt euch der Beamte sonst auch in ein sinnloses Gespräch, bevor ihr zum eigentlichen Kernproblem kommt...stell mir gerade vor, wie sowas abläuft wenn jemand die Polizei zur Hilfe ruft, weil jemand umbringen will...da dann blosnicht "Scheißkerl" oder so sagen, besser ist von "Täter" oder so zu reden...andernfalls seid ihr verprügelt, bevor ihr den Sachverhalt schildern könnt...aber immerhin über das korrekte Wort belehrt wurdet).

Ich weiß, neulich hatte mein Zweibeiner noch anders gedacht, wollte in der Sache nichts unternehmen, weil er sich sicher war, dass der Obdachlose bei aller Unfähigkeit seinen Hund ja doch lieben muss. Aber dieses Mal ist er zu weit gegangen: Sein Pöbeln und drohen, dass er den Hund auf uns hetzen würde, hat den Napf zum Überlaufen gebracht. Später folget noch ein Telefonat mit dem Ordnungsamt sowie eine Mail... Er hätte gleich auf mich hören sollen *schnauf*.

Nächtlicher Rettungseinsatz am Burgplatz

Überhaupt war viel los an diesem sonnigen Wuffenende: So habe ich abends den Einsatz eines Rettungswagens am Burgplatz mitbekommen.Tags drauf bekamen wir ebenfalls auf dem Burgplatz eine Hundeshow geboten. Wir begegneten Brauereipferden, Straßenmusikanten und Aktionskünstlern. Rüde waren das viele Gerüche und Eindrücke...und alles hab ich zusammen mit meinem Zweibeiner erlebt (für die Theoretiker unter euch: gemeinsame Erlebnisse festigen die Bindung!). Abends haben wir auch mal die ein oder andere Kneipe besucht, wo ich die Streicheleinheiten der Kellnerinnen genoss ;-)

"Uiiii, konnten die viele Tricks..."

"...und Spaß hatten sie auch dabei!"


Abhängen im Cafe :-)
Für Entspannung sorgte die Zwischenstopps in den Cafes und das gemütliche Schlendern durch weniger belebte Gassen. Besonders wenn Maxi zwischendurch mit mir spielte freute ich mich sehr *hüpf*. Also so schön kuschelig der Winter auch ist, ich bin froh, dass nun Frühling ist. Aber so wie ich das rieche, euch Zweibeinern gefällt er auch...zumindest euer Pheromongeruch lag für uns Hunde deutlich in der Luft :-)