Mittwoch, 9. September 2015

Zum 3. "gemeinsamen Geburtstag" ein gemeinsamer Beitrag mit meinem Cerebral-Interface

Heute vor 3 Jahren, da zog ich bei dir ein. Seit dem feiern wir diesen "gemeinsamen Geburtstag". Damals wusste ich noch nicht genau wer du warst, wie du heißt, was du so machst...eigentlich wusste ich nichts. Nur eines, das spürte ich genau (und ehrlich gesagt auch genauer als du): Wir gehören zusammen!

Meine Vorgeschichte war ja nicht die beste, denn da ich die ersten 11 Wochen in einem Keller aufwuchs kannte ich nichts. Doch du zeigtest mir die Welt. Ich lernte dich besser kennen, du mich. Vieles haben wir gemeinsam erlebt. Wir wuchsen zu einem richtig guten Team zusammen. Jeder verstand den anderen, jeder wusste wie er den anderen zu nehmen hatte. Doch dann kam irgendwann der Moment, ich weiß nicht mehr wann. Da wurde es irgendwie mehr als ein Team, irgendwie wurde jeder ein Teil des anderen.

Am 1. Tag und nach 1 Jahr...
© Foto: Antje Hachmann

Ja, stimmt. Wann genau das war, kann ich dir auch nicht sagen. Ich denke es war ein fließender Prozess. Aber auch du zeigtest mir viel Rico. Alleine das Jahr meines Sabbatical, wo ich mich zeitweise absichtlich "verhundlichte", hat mir viel beigebracht. So viele neue Perspektiven, so viele neue Gedanken die du mir brachtest...von der "Erdung" mal ganz zu schweigen. Und durch dich nehme ich die Welt auch anders wahr, wie mit erweiterten Sinnen. Kein Wunder, dass ich kürzlich in einem Gastbeitrag in der Fabelschmiede schrieb, dass ich mich irgendwie amputiert fühle, wenn wir nicht zusammen sind.

Mir geht es ähnlich. Wenn du nicht da bist, fehlt auch was bei mir. Irgendwie fühl ich mich erst vollständig, wenn du bei mir bist *anlehn* Bereust du manchmal deinen Lebenswandel durch mich?


...nach 2 Jahren...
© Foto: Antje Hachmann

Weißt du Kleiner, du warst vielleicht nicht die vernünftigste Entscheidung meines Lebens, aber eindeutig eine meiner besten. Und ich habe durch meinen Lebenswandel ja nicht wirklich was Wichtiges verloren, aber durch dich unendlich viel dazu gewonnen. Du glaubst vielleicht, ich wüsste viel, nur weil ich die Ampelschaltung besser verstehe als du, dabei bist du es eigentlich, der mein Lehrer ist.

Na dann hat jeder von uns vom anderen gelernt. Dann können wir uns je gegenseitig zum "gemeinsamen Geburtstag" gratulieren. Ich freu mich schon auf die kommenden Jahre mit dir *ankuschel*

...heute nach 3 Jahren: mittlerweile zusammen gewachsen.

Ich mich auch, Rico, ich mich auch. Allesalles Hundegute für dich, zu deinem Einziehtag, der für uns beide ein "gemeinsamer Geburtstag" ist.

So, und wo ist jetzt mein Geburtstags-Knochen? *schleck*

Ricos Geburtstagsknochen

PS: Hier die beiden Beiträge von Maximilian und mir im vergangenen Jahr.

Dienstag, 8. September 2015

Meine Flirttricks... 😊

🐶 Oh ja, genau da! Noch ein bisschen tiefer...jetzt fester... *wohligbrumm* Kraulen und Streicheln ist ja soooo toll! *schwanzwedelfreu* Leider macht ihr 2-Beiner das nicht permanent. Und auch nicht immer dann, wenn wir Hunde es wollen 😉 Daher müssen wir Fellnasen etwas in unsere Trickkiste greifen: mit Schnauzenstuppser, mit Pfoteln oder auch so mancher Clownerie.

Ich hatte euch doch mal vom Kuppelfaktor Hund erzählt. Nun hab ich mir gerade für weibliche 2-Beiner eine paar besondere Flirtmaschen angewöhnt *ohrennachvornundschmelzblickdrauf* Eine davon will ich heute mal verraten. Zuerst fange ich mit der Auswahl an: da gehe ich ganz nach meiner Nase *schwanzwedelfreu* Danach suche ich mir eine strategisch geschickte Position, meist sitzend, damit ich nicht übersehen werde (Maximilian meint ja, das ginge eh nicht bei meiner Größe...aber sicher ist sicher). Dann noch den Schwanzwedel-Schmelzblick drauf. Erst jetzt kommt eine Geheimwaffe zum Einsatz: Permanentes Anschauen damit die telepathisch-hypnotischen Signale besser fließen können. Klappt immer! Zu 100% *schwanzwedelhüpf*


So, positioniert und flirtbereit...

...jetzt mit hypnotisch-herzerweichendem Blick starren...

...manchmal lassen sich die hypnotischen Signale besser durch eine sanfte Berührung übertragen 😉


Heheh, klappt IMMER! *schwanzwedelfreu*

So, liebe Fellfreunde, versucht es auch mal. Wetten das es klappt. ABER: Liebe Nacktnasen, ihr solltet das nicht nachmachen. Spaßeshalber hat es mein 2-beiniges Cerebral-Interface mal versucht...hat nicht funktioniert, aber er meinte, er hätte selten so viel Spaß beim Flirten gehabt: "Klar, ist besser als die ewigen Standard-Sprüche und -Fragen der Mädels..." Als die Frau dann nochmal kam und fragte, was das sollte und ob er nicht normal mit einer Frau reden könnte, sagte er nur: "Schon gut, war ein Experiment. Und ich wollte wissen, ob du Hündisch sprichst." Der Blick der Frau: unbezahlbar...den kann auch ich nicht nachmachen *schwanzwedel*


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Montag, 7. September 2015

Mal ein zusammenfassender Rückblick...

Jaja, ich weiß, hab länger nichts von mir lesen lassen...war halt viel los, daher musste in letzter Zeit öfter auch mein Cerebral-Interface einspringen. Einige wissen es ja vielleicht schon von meiner Facebook-Seite, dass ich nen Glassplitter recht tief im Pfotenballen hatte. Hat recht lange gedauert, bis der raus war. Über 2 Stunden waren wir beim Tierarzt. Das Team von der Tierarztpraxis Herzogstraße hat sich prima um mich gekümmert! So dass ich recht geduldig war. Hab keinen Mucks von mir gegeben und nur ganz selten gezuckt. Ich hab semi-telepathisch den Stolz gespürt, den Maximilian empfand. Das gab mir zusätzliche Kraft das ganze über mich ergehen zu lassen... *schwanzwedel* Klar, dass ich an dem Tag ganz besonders verwöhnt wurde *schwanzwedelfreu* Gab viel Kraulen, viele Leckereien und gaaaaanz viel Liebe <3

Da es regnete und der XXl-Schuh nicht über den verband passte,
bekam ich eine Tüte über die Pfote...lief sich echt komisch...

Am Freitag bekam ich meinen Wuffenend-Verband: Getigert...schaaaarf *schwanzwedel*

Den Verband fanden einige zwar chic. Besonders die getigerte Variante, die ich am Freitag Abend bekommen hatte. Oder auch die Kindersocke mit Laufsohle, die mein menschlicher Partner in einem Schuhgeschäft gekauft hat (weil selbst die XXL Hundeschuhe nicht mehr über den Verband passten). Die Gesicher der Verkäufer hättet ihr sehen müssen ;-) 

Coole Socke!

DogEvent auf der Galopprennbahn
Das war auch der Hauptgrund, warum Maximilian ohne mich beim DogEvent auf der Düsseldorfer Galopprennbahn war. Naja, und die heißen Temperaturen an dem Tag. Er meinte, das müsse ich mir nicht antun. Gemeinheit. Dabei weiß er doch, wie ungern ich von ihm getrennt bin und wie gern ich neue Dinge erlebe und erschnüffle. Also wenn ich ab und an ein Arschlochhund bin, dann ist Maximilian manchmal auch ein Arschlochmensch ;-) Viel erzählen kann ich euch also nicht dazu, aber wenigstens ein paar der Fotos zeigen, die Maximilian geschossen hat. Naja, immerhin kam er nicht nur mit Bildern, sondern auch mit einer großen Tüte voller leckerer Sachen zurück: 10 Rinderohren mit Fell, Pferdeohren mit Fell, Putenhälse, Hirschknochen... *schleck*

Die Stände luden zum Shoppen ein

Im Showprogramm gab es TrickDogging...

...oder Tom Daume führte seine Schafe und
die mit unterschiedlichen Sprachen geführten Hunde vor

Am Dienstag kam mein Verband dann endgültig ab. Tja, und was macht mein 2-Beiner? Verbrennt sich 2 Tage später die rechte Hand *winsel* Und nein, er tat es nicht aus Solidarität...zumindest nicht bewusster ;-)

Cool! Mein 2-Beiner hat Geburtstag und
ich bekomme Knochen-Geschenke *schmatz*
Vor meiner Glasscherben- und seiner Verbrennungs-Verletzung war ja noch der Geburtstag von Maximilian. Da waren wir mit der ganzen Familie essen. Mein Cerebral-Interface gab mir sogar was von seinem riesigen T-Bone Steak ab und Abends bekam ich dann einen Knochen...nein, nicht den vom T-Bone, einen rohen. Denn ich bekomme ja jetzt regelmäßig welche von dem netten Mann, der das Kloster beliefert. Apropos Geburtstag: Das Wuffenende nach seinem Geburtstag (also das vor meiner Glasverletzung) kam Maximilian auf die Idee eines spontanen Picknicks...und das machten wir auch: mitten in der Düsseldorfer Altstadt *schwanzwedel* Ja, ich weiß, er spinnt manchmal...das haben wir gemeinsam ;-)



Am Sonntag (23.8.2015) hatte mein 2-Beiner die spontane Idee eines Picknick...und wo waren wir? Auf der großen Wiese nahe der Kunstakademie in der Altstadt - mitten in der City :-)
Posted by Gassireport on Montag, 24. August 2015


Spannend fand ich den Abend, als wir mal wieder auf der Ratinger waren. Zusammen mit einer alten Freundin aus Kindertagen meines Maximilian klapperten wir so einige der Läden ab, die sie damals regelmäßig besuchten...oder wie sie es nannten "einfielen" :-) Muss eine lustige Zeit gewesen sein, als mein 2-Beiner ein Teenager war *ohrennachvorn*

Ich werde nicht umsonst auch Sir Rico von der Ratinger genannt :-)

Im wahrsten Sinne spooky fand ich den Zombie Walk am vergangenen Sonntag bei uns um die Ecke. So viele seltsame Masken...und einige sahen so verlockend nach Fleisch aus *schwanzwedel* aber sie rochen nicht so...irgendwie anders...außerdem weiß ich ja, dass es eigentlich nicht in ordnung ist, Menschen anzuknabbern...egal wie sie aussehen...selbst dann nicht, wenn ein Steak aus ihrem Bein hängt *schwanzwedelsabber* Dummerweise hatte Maximilian die Kamera Zuhause vergessen und der Akku vom Handy war leer...schade, hätte euch gern mich als Dämonenjäger gezeigt *heftigschwanzwedel*

Und derzeit trainieren wir auch fleißig für die Begleithundeprüfung. Die ist ja schon bald... Mir macht das immer eine  Riesenfreude...auch wenn ich zugegebenermaßen noch viel lernen muss. Mein Cerebral-Interface Maximilian aber auch...irgendwie beruhigend *schwanzwedelfreu*

Sordo am Rheinufer des Industriehafens
Achso, und dann hab ich noch Sordo kennen gelernt. Ein Galgo...und taub. Daher auch der Name, der auf Spanisch eben "taub" bedeutet. Ein ganz lieber Kerl. Ihr wisst ja, dass ich eine Schwäche für Windhunde habe *schwanzwedel* Naja, das liegt wohl auch daran, dass mein 2-Beiner die auch toll findet. Er sucht noch ein Zuhause...die 2-Beiner meinte, dass es nicht leicht werden würde, weil er ja taub ist. Dabei reagiert er sehr gut auf Handzeichen... "Und man müsste den Leuten halt sagen, dass ab einer gewissen Geschwindigkeit ein Galgo wie viele Windhunde eh nichts mehr hört", sagte Maximilian. Ich hoffe, dass Sordo möglichst bald ein neues Zuhause findet! Vielleicht könnt ihr ja da mithelfen! (mehr Infos hier)
 
Mit Sordo am Rheinstrand

Da er nichts hört, schaut sich Sordo immer wieder mal um


Freitag, 4. September 2015

[Dialogbeitrag] Queen zieht in die City...

Queen hat bald ein neues Revier...in der City!
© Foto: Sabrina Konczak
Bald zieht meine Bloggerkollegin Sabrina mit ihrer Schäferhündin Queen vom Blog Die tut nichts um: vom Land in die Stadt. Immer wieder hört sie die zweifelnde Frage, ob das mit Hund, noch dazu von Queens Größe, nicht zu kompliziert und unbequem wäre. Aus einem gemeinsamen Gespräch entwickelten wir eine Idee. Denn immerhin haben wir eine ähnliche Lebenssituation wie Sabrina und Queen vor ihrem Umzug, nur umgekehrt: sie wohnt (noch) auf dem Lande, ihr Freund (zu dem sie zieht) in der Stadt. Und so lest ihr nun den wahrscheinlich ersten Dialogbeitrag in der Dog-Blog-Szene! (Ihr findet die jeweiligen Gesprächsteile im jeweiligen Blog, einfach den Links folgen)


Lies weiter bei Sabrina & Queen - Teil 1)

Maximilian & Rico - Teil 1)
Puuuh, tritt mal auf die Bremse Sabrina, das sind gleich mehrere gute Fragen, die sich so leicht und vor allem pauschal nicht beantworten lassen :-) Nehmen wir nur die Entfernungsfrage: Klar wir wohnen in der Großstadt Düsseldorf, mitten in ihrem Herzen, der Altstadt. Das ist tagsüber das Einkaufsviertel und Abends dann die Amüsier- und Gastromeile. Also mächtig was los. Aber wir wohnen etwas Abseitz davon, auf unserer Straße gibt es kein Lokal oder einen Shop, auf der Parallele dann schon, die ist quasi Kult und hat eine lange Kneipen- und Club-Historie. Dennoch habe ich zu Fuß keine 2 Minuten zum großen Stadtpark, dem Hofgarten, quasi die Lunge der Stadt. Direkt zum Rhein sind es zu Fuß so zwischen 3 und 10 Minuten – je nachdem wie oft Rico anhalten muss für die P-Mails ;-) Und rüber über die Brücke, was nur eine Straßenbahnstation weiter ist, bin ich dann direkt auf den Rheinwiesen auf der Oberkassler Seite. Aber ich denke, das ist nicht in jeder Stadt so und es kommt halt auch darauf an, wo man dann wohnt...

Auf den Rheinwiesen im Stadtteil Oberkassel...
da drüben auf der anderen Seite, um die Ecke vom Schlossturm, da wohnen wir :-)

Oder deine schwierige Frage, ob Großstadthunde ein stressigeres Leben führen: Da müsste man erst mal sich einigen, was jeder so unter Stress versteht...und ein punktueller Stress soll ja gar nicht mal so schädlich sein, was Reizschwelle und sowas angeht...da hab ich manchmal über so manchen coolen Hund gestaunt: Hab schon völlig entspannt Hunde auf der Kirmes bei ihren Menschen liegen gesehen...und nein, es waren keine Stoffhunde :-) Ich denke es ist auch immer eine Gewohnheits- uns Charaktersache. Motzi, die Hündin einer Freundin, findet die Stadt beispielsweise spooky; sind einfach zu viele Eindrücke auf einmal. Fritz dagegen scheint in der Stadt sein Goldkettchen zurecht zu rücken und macht einen auf Ultracool – was dann manchmal mächtig in die Hose geht :-D Rico dagegen ist ziemlich entspannt wenn wir alleine laufen. Nur wenn ein anderer Hund uns zu nahe kommt und zu sehr provoziert, dann prollt er rum. Das Verhalten zeigt er nur an der Leine, also gar nicht mal selten, denn in der Stadt ist ja Leinenpflicht (und das finde ich auch schon zur Sicherheit des Hundes gut, sind einfach zu viele Autos um ihn gefahrlos ohne Leine laufen zu lassen). Sind Fritz und Motzi aber dabei, dann ist auch Rico angespannter, übernimmt die Checker-Rolle und will aufpassen...schon weil Motzi aufgeregter ist.

Die Rheinuferpromenade mitten im Herzen von Düsseldorf
© Foto: Antje Hachmann

Klar ist, in der Stadt ist meist mehr los – auch für Hunde: mehr Gerüche, mehr Geräusche, mehr Bewegungen etc. Das muss nicht unbedingt stressig sein. Schließlich können Hunde lernen zu selektieren und auszublenden.

Aber durch die vielen Eindrücke kann ein 30 Minuten Spaziergang genauso auslastend sein, wie 2 Stunden im Wald. Daher rate ich immer, seinen Hund zu kennen und genau zu beobachten, damit man gegebenenfalls mal eine Pause in einem Kaffee einlegt – ist ja nicht nur für den Hund angenehm :-) So hab ich mir angewöhnt, in der Stadt eher mehrere kurze Gassigänge zu machen und wenn ich auf dem Land bin eher längere Spaziergänge.

Lies weiter bei Sabrina & Queen - Teil 2) 

Maximilian & Rico - Teil 2)
Das kenne ich auch. Wir sind ja oft auf dem Lande. Aber den Zahn muss ich dir ziehen: Da es in der Stadt mehr Menschen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit Idioten zu treffen auch größer. Muss ich auf dem Lande nur punktuell meine Aufmerksamkeit erhöhen, habe ich in der Stadt quasi permanent eine höhere. Denn schnell kann mal ein kleinerer Hund unter einem Tisch hervor geschossen kommen oder jemand lässt seinen Hund an der Flex schon mal vorab um die Ecke biegen und und und...

Es ist oft auch gar nicht böse gemeint, eher aus Unwissenheit: Die Städter haben oft noch weniger Ahnung von Hunden als die Landbevölkerung. Die Stadt ist also nicht etwa der Hort der Hunde-Toleranz und -Wissens. 

Sogar ein Picknick haben wir schon mitten in der Stadt gemacht... :-)

Andererseits muss man fair bleiben: Habe in der Stadt auch viele schöne Erlebnisse, mehr als auf dem Lande. So werde ich nie vergessen, wie mich mal 2 Männer ansprachen: Ein älterer und ein mittleren Alters – wohl Vater und Sohn. Der jüngere von den beiden schob zudem einen Kinderwagen. Sie baten mich sehr höflich und freundlich darum, ob ich ihrem kleinen Jungen mal den Hund zeigen könnte. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie damit auch durchaus Pädagogisches im Sinn hatten. Der kleine Junge sollte keine Angst vor Hunden entwickeln, nur weil er sie nicht kennt. Der Großvater sagte noch im Scherz: „Nur gut, dass wir heute ohne unsere Frauen unterwegs sind. Wäre die Mutter dabei gewesen, hätte sie es nicht erlaubt.“

Sieht idyllisch aus? Yo, und doch mitten in der City!

Dummheit und Intoleranz findest du glaub ich überall auf der Welt. Ebenso wie Wissen und Toleranz. Und wo eben viele Menschen sind findest du von allem Licht und Schatten eben auch mehr.

Vieles scheint also eine Frage der Organisation zu sein. Wald und Wiesen findet man überall. Ebenso tolle Hundehalter und Menschen mit Vorurteilen. Genau wie auf dem Land auch wird man in der Stadt ziemlich schnell herausfinden, wann man wo ungestört und ausgiebig spazieren gehen kann. Vieles wird sich verändern, aber es wird nicht besser oder schlechter. Es wird neue Abenteuer und neue Hundebegnungen geben, auf die man sich freuen kann.