Dienstag, 15. April 2014

Wahnsinns-Wuffenende – Pferdetreffen und Hundewandern

Knochen! (Übersetzung für Zweibeiner: Hammer!) Was für ein Wuffenende! So voller Spaß, Eindrücke, Schnüffeleien und vielen Freunden. Schon Freitag (nicht den vergangenen, den davor) traf ich meine geliebte Motzi und meinen alten Bro Fritz. Le Motz begann schon im Auto laut zu Winseln, als sie meinen Zweibeiner durch die Scheibe sah. Ihre Begrüßung, kaum aus dem Auto gesprungen, fiel entsprechend herzlich und überschwenglich aus :-) sie sprang und drehte sich im Kreis vor Maxi, leckte ihm immer wieder die Hand und biss ganz zärtlich in seinen Arm (mein Cerebral-Interface sagt immer, er würde nicht mal ihre Zähne spüren, so zart macht sie das).

Lonesome Rider ;-)
© Foto: Antje Hachmann
Ein wenig wunderte ich mich schon über die recht kurzen Gassigänge am Freitag, doch schon am kommenden Tag wusste ich warum: Samstag ging es zu einem Stall wo wir Ashanti kennen lernten (aufmerksame Leser meines Facebook-Profiles haben ja bereits ein paar Bilder gesehen). Ein  tolles Pferd sag ich euch! Und mindestens so cool und gechillt wie ich. Ach was sag ich da, mindestens doppelt so cool...immerhin hat Ashantis Ruhe meinen Zweibeiner davon überzeugt sich nach nahezu 30 Jahren mal wieder auf den Rücken eines Pferdes zu trauen (er ist da ein bisserl feige...fairerweise muss ich aber sagen, dass er als Kind so gut wie von jedem Pferd abgeworfen und einmal auch gebissen wurde...). Das erste Eis hatte vor einiger Zeit ein anders Pferd mit Namen Whynot gebrochen (da steht jetzt auch bald ein Besuch an) und Ashanti hat ihn dann ganz überzeugt (wahrscheinlich auch weil Ashanti etwas kleiner als Whynot ist und er sich dachte: "da fall ich dann nicht ganz so tief" ;-) ). Spätestens als er im Sattel saß, die ersten Reitversuche klappten, kam Maxi aus dem Lächeln nicht mehr raus. Das verbreitete sich dann noch, wenn es auch nicht mal klappte und Ashanti versuchte seinen eigenen Kopf durchzusetzen...so oder so, mein Zweibeiner hatte Spaß :-)


Als die Pferde auf dem Hof
waren musste Spike an die
Leine...auch zur eigenen Sicherheit
Und für mich war der Besuch eines Stalls mit all seinen Gerüchen auch wiedermal eine schöne Abwechslung. Kenn das zwar schon, aber so oft machen wir das nicht. Neue Fellnasen hab ich auch kennen gelernt, wie den Labrador Spike. Außerdem war es auch mal interessant zu sehen, wie die Tierfotografin Antje Hachmann mal Pferde ablichtet; meistens sehe ich sie eher mit Hunden. Apropos, erinnert ihr euch noch an HoliDogs von ihr? Bei diesem Termin kam das Holi-Pulver auch zum Einsatz, aber bei Ashanti. Ein bisschen anders müssen die Zweibeiner da schon vorgehen, schließlich sind Pferde anders als wir Hunde Fluchttiere... Da muss man schon drauf Rücksicht nehmen, hat aber alles super geklappt und es kamen tolle Fotos bei raus. Als Maxi dann auf der bunten Ashanti saß, meinte seine Freundin: "Sieht aus als ob beim Ausritt neben dir ein Einhorn explodiert wäre..." :-D Er überlegt nun tatsächlich mal einen Reitkurs zu besuchen. Mir soll es Recht sein! Aber wenn der nen Gaul mit nach Hause bringt und der auf die Couch will, hab ich auch noch nen Wuff mitzureden... ;-)

HoliHippo :-)
© Foto: Antje Hachmann

Am Sonntag ging es dann  schon ganz früh morgends aus dem Bett. Erst wachte seine Freundin auf, etwas später dann er. Verschlafen strinrunzelnd sah ich meinem Zweibeiner hinterher, als der sich aus dem Bett quälte...er war offensichtlich noch sehr müde. Aber warum steht er dann am Wuffenende so früh auf? Als Motzi und ich unseren Zweibeinern folgten spürten wir eine gewissen Hektik, was vor allem Motzi ansteckte...während Fritz sich sogleich auf die Couch verzog. Nach der Runde ums Feld gabs lecker Futter...naja, auch wenns sehr früh war, Essen geht immer :-) Erst als wir versorgt waren trafen unsere Zweibeiner Vorbereitungen, packten Taschen und frühstückten auch selber mal eine Kleinigkeit...nach ein paar Stunden (schließlich mussten wir Hunde ja auch erstmal unser Futter verdauuen; Stichwort: Magendrehung! Das Essen befindet sich bis zu 2,5 Stunden im Hundemagen, so lange sollte man mit Aktivitäten warten, mindestens aber 1 Stunde!) fuhren wir dann los zum Freilauf der Hundeschule Dogwhipser.de. Dort trafen wir andere Fellfreunde, wie beispielsweise Anouk und Odin (von Tierphysio Langenfeld), Elli, Nick, Piedro und Pablo...

Die schöne und sanfte Alva
© Foto: Antje Hachmann
Krümel ist noch größer als Fritz :-)
© Foto: Antje Hachmann
Ich fragte mich langsam, was das werden sollte? eine große Hundeparty? Nein, es sollte noch besser kommen. Doch zunächst kam eine einstündige Fahrt die dort endete wo im vergangen Jahr unser Hundeurlaub ebenfalls seinen Abschluss fand: im Lokal Kermeter Schänke in der Eifel (bei Schleiden; hier die Lage bei Google Maps). Dort trafen wir dann auf noch mehr Freunde, wie die Boxerhündin Kashira oder die Mischlingsdame Nala. Aber auch neue Schnüffelnasen lernte ich kennen, wie beispielsweise den Bernhadiner-Mix Krümel (aus dem Tierheim Hilden, er sucht noch ein passendes Zuhause)...ich bin mir ziemlich sicher, dass der noch größer als Fritz ist ;-) Besonders gefreut hat mich, dass ich Alva wieder getroffen habe. Erinnert ihr euch? das war die Collie-Dame, die ich im vergangenen Hundeurlaub kennen gelernt habe (ihre Zweibeinerin Regina hat sie als Therapiehund ausgebildet). Leider hatten wir dieses Mal keine Zeit für ausgiebiges Spielen und Schmusen, was auch Alva sehr bedauerte (wie sie mir in einer Mail neulich schrieb). Alvas Rudel hat übrigens Zuwachs bekommen: Frieda, ebenfalls ein Collie.

Frieda und Alva
© Foto Antje Hachmann

Die Zweibeiner von Alva und Frieda, Regina und Andreas von "Geschichte lebendig", waren an diesem Tag unsere Wanderführer. Es ging durch den Nationalpark Eifel, hier gibt es Wildschweine, Hirsche, Storche, Wildkatzen, ja sogar Luchse wurden schon mal gesehen... "Man hat auch schon mal Seeadler gesichtet, aber die waren eher auf den Durchflug oder sind aus der Voliere Hellenthal entflohen", berichtet Andreas. Zwar haben unsere Zweibeiner nur wenige Tiere zu Gesicht bekommen, doch dafür konnten wir Hunde sie riechen... Und das ist für uns Hunde weit spannender und informativer als nur was zu sehen.

Vieles zu entdecken für 4- und 2-Beiner :-)
© Foto: Antje Hachmann

Anfangs war vieles noch chaotisch, so manche Bellerei ging los...jeder musste noch seinen Platz finden im Wander-Rudel...zumal ja auch neue Hunde dabei waren, die wir noch nicht kannten... Schließlich sind auch wir Hunde Individualisten: der eine ist eher der Kundschafter-Typ, der andere eher der Checker, andere wieder wollen nur in Ruhe am Gras schnüffeln... :-) Doch nach einer Weile waren wir recht eingespielt, nur wenn uns unbekannte Hunde entgegen kamen wurde es brenzlig... denn irgendeiner von uns (immerhin waren wir mehr als 20 Hunde) fühlte sich proviziert (nicht selten haben die anderen Hunde echt provoziert, entweder durch Starren oder indem sie als erste Kamine gemacht haben) und bellte los und dann hielt das ganze Rudel zusammen, egal ob Cane Corso, Boxer, Schäferhund, Terrier, Windhund oder Mischling :-)

Mein neuer Kumpel Piedro
© Foto: Antje Hachmann

In den Pausen genossen wir (hier Pablo) die Ruhe und Streicheleinheiten
© Foto: Antje Hachmann

Einen besonderen Narren hab ich bei der Wanderung an den beiden Windhunden Piedro und Pablo gefressen. Besonders Piedros Nähe hab ich immer wieder gesucht. Das ging so weit, dass ich immer wieder nach ihnen Ausschau hielt und meinen Zweibeiner dorthin versuchte zu ziehen, wenn die beiden mal weiter weg waren. Dafür habe ich sogar mein eigenes Kernrudel auch mal alleine gelassen (dachte, der große Fritz wird schon aufpassen). Bei unserem 1. Zusammentreffen, damals beim Tellington-Touch Seminar, war Piedro nicht gerade angetan von mir, obwohl wir doch das gleiche Fell haben... Doch nach einiger Zeit auf unsere Wanderung haben die beiden mich akzepiert und mich sogar in ihrer Nähe geduldet (was für Windhunde nicht gerade selbstverständlich ist). Nur wenn ich allzu aufdringlich wurde, schnappte Piedro noch nach mir...

Das Wander-Rudel in der Eifel :-)
© Foto: Antje Hachmann

Der Kreis unserer Wanderung schloss sich dann wieder in der Kermeter Schänke wo unsere Zweibeiner nach der mehrstündigen Wanderung sich stärkten bevor es auf die Heimreise ging. Ehrlich meine lieben Fellnasen-Freunde und Zweibeiner-Kumpels, das war ein echt schöner und anstrengender Tag...Zuhause reichte es noch gerade zum Essen, dann sind mein Zweibeiner und ich totmüde, aber glücklich ins Bett gefallen... :-)

Motzi, Maxi, Rico und Fritz (v.l.n.r.)...kaputt aber glücklich :-)
© Foto: Antje Hachmann

 

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