Mittwoch, 30. September 2015

*[Produkttest] Das Abenteuer Geschirr von Alcott Adventures für die kleinen Abenteuer des Alltages

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Als das Paket ankam, schnüffelte Rico schon ganz aufgeregt. Klar, ist er doch mittlerweile daran gewöhnt, dass in größeren Paketen was für ihn drin ist ;-) Und nicht selten darf er es auch selber auspacken...das spielerische Zerfetzen von Kartons ist sogar ein 2. Hobby von ihm ;-)

Als ich dann das das Abenteuer Geschirr von *Alcott Adventures in den Händen hielt, war mein erster Eindruck sehr gut. Hochwertig verarbeitet, die robusten Schnallen an den richtigen Stellen (wo sie nicht so sehr stören oder drücken können), reflektierende Nähte, 2 Ringe am Rückensteg (vorne und hinten) für die Leine - alles in allem kenne ich für den vergleichsweise niedrigen Preis (die größte Größe kostet 21,99 Euro) kaum ein anderes Gurtbandgeschirr von dieser Qualität.


Eine Kleinigkeit fand ich aber seltsam, und das bestätigte sich im Praxistest: der vordere Teil des Rückenbandes ist mit einer Schlaufe an der Schulterkrause befestigt, also nicht fixiert...daher verrutscht er auch gerne mal. Was recht suboptimal ist. Aber ehrlich gesagt, ein Gurtbandgeschirr ist ja auch nicht für ausgedehnte und anspruchsvolle Outdoor-Touren gedacht. Aber wie passt das zum Namen "Abenteuer Geschirr"? "Wir verstehen Abenteuer eher allgemein als die vielen kleinen und großen Abenteuer, die Halter und ihre Hunde so im Alltag erleben", höre ich aus der deutschen Niederlassung.


Der Stoff an der Brust ist atmungsaktiv und ein wenig elastisch. Diese Elastizität wird aber durch die Nähte eingeschränkt, was dem Ganzen wieder mehr Festigkeit gibt. Je nach Hund und dessen Körperbau und Fell könnten sich die Ränder des Bruststoffes aber eindrehen, was eventuell unangenehm sein könnte (Stichwort: ausgerissene Haare oder Scheuern). Wir hatten damit aber keine Probleme. 


Unser Fazit: Für die schnelle Gassirunde und für den Alltag ist das Geschirr gut geeignet. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mehr als überzeugend. Für die Preisklasse ist die Verarbeitung und Materialqualität außerordentlich gut. Allerdings würden wir für längere Wanderungen oder anspruchsvolle Outdoor-Touren ein anders Geschirr bevorzugen - schon wegen des verrutschenden Rückenbandes. Sicher gibt es ein paar verbesserungswürdige Details. Doch die Alcott Zentrale steht im regen Austausch mit ihren Länderniederlassungen und hat die ein oder andere Idee auch schon umgesetzt (so kam beispielsweise die Idee zu einer Führleine aus Deutschland, denn in den USA sind die eher untypisch). Wir benutzen das Geschirr von Alcott vor allem für die schnelle Runde (wegen der Reflektoren besonders am Abend) oder aber auch für Tellington Touch Übungen, da es sich mit den 2 Ringen am Rückenband besonders gut dafür eignet. Dabei ist der angesprochene Kritikpunkt (das nicht fixierte Vorderteil des Gurtbandes) sogar ein Vorteil - denn bei Telligton Touch sollen kleinste Signale reichen, verrutscht das Gurtband war das Signal eindeutig nicht subtil genug ;-)





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Dienstag, 29. September 2015

Ein ganz außergewöhnliches Gassierlebnis: Hochzeit

Sowas erlebt Hund (Hündisch für "Mensch") auch nicht alle Tage. Was für ein mega-spannendes Wuffenende! Ich war noch bis Gestern ganz geplättet...mein 2-Beiner allerdings auch (wobei er es auch auf sein Alter schiebt ;-) ) Ich hab gaaaaanz viel Neues erlebt, gelernt und vor allem erschnüffelt! *schwanzwedel* Denn wir waren auf einem ganz besonderen und für Hund auch nicht alltäglichen Gassigang. Zumindest war es das für mich als Fellnase, für mein 2-beiniges Cerebral-Interface war es wesentlich mehr: die Hochzeit eines seiner ältesten und liebsten Weggefährten.

Meine feine Spürnase hatte ja bereits am Abend zuvor bemerkt, dass wir eine Tour machen würden. 

Mein Maximilian ist ganz schön am wuseln :-) packen für eine Hochzeit. Keine Ahnung was das bei euch 2-Beiner bedeutet,...
Posted by Gassireport on Freitag, 25. September 2015


Obwohl ich mich beim Packen schon ein wenig über die Klamotten gewundert hatte... Mit so was ist Maximilian ansonsten mit mir nie Wandern. Dafür ist doch diese dünne Hose gar nicht strapaziefähig genug, das weiße Hemd sah auch nicht wirklich praktisch aus; und was soll diese um die Hüften etwas flatterige dünne Jacke, die nicht den geringsten Tropfen aufhält? *ohrennachvorn* Aha, Anzug heißt das Ding sagst du? Klar, das weiß ich doch schon längst, ist doch so was wie ne Arbeits-Uniform bei gewissen Terminen. Ach so, wir haben also einen Termin?

Genau, mein Kleiner. Einen ganz besonderen Termin! Mein alter Kumpel aus Schulzeiten feiert Hochzeit.

Nanu, wo soll's denn hingehen? Hochzeit? was ist das?
© Foto: Antje Hachmann

Hochzeit? *ohrennachvorn* Ihr könnt euch ja denken, dass ich da etwas verwundert schaute, die Stirn in Falten legte und den Kopf schief hielt (letzteres mach ich recht selten, weil mich mittlerweile bei meinem 2-Beiner kaum noch was wundert... ;-) ) Aber das Wort hörte ich echt zum 1. Mal. Was ist das?

Nun, wenn 2 Menschen sich treffen und lieben, dann wächst daraus manchmal was größeres. Etwas, das mehr ist als die Summe der Teile. Und daher entscheiden sie sich für immer zusammen zu bleiben und das allen Kund zu tun. Die Variante des Feierns ist unterschiedlich, je nach Religion, Kultur, Mentalität und anderen Punkte. Aber letztlich geht es bei allen um eines: um die gemeinsame Liebe.

Uiiii, das klingt aber toll. Wobei, eines versteh ich nicht so ganz, wenn mir eine Hündin gefällt, dann renn ich hin, spiel mit ihr und wenn ich ihr auch sympathisch bin...

Stopp, brauchst nicht weiter reden. Ja, ich weiß, wie das bei euch Hunden läuft. Und glaub mir, es ist auch einfacher. Aber bei uns Menschen läuft es eben etwas anders.

Warum?

Hm, genau kann ich dir das auch nicht sagen. Denke es eine kulturhistorische Angelegenheit, aber sicher spielen da auch andere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise unsere Gesellschaft, die doch ein wenig anders aufgebaut ist als ein Rudel, schon wegen ihrer Größe. Da ist die Familie als eine kleine Einheit der Gesellschaft eine extrem private Gruppe mit emotionaler Bindung. Und auch die Biologie spielt sicher eine Rolle, denk nur daran, wie viel länger Menschenbabies brauchen, um sich zu entwickeln im Vergleich bei euch Hunden. Wir haben also eine längerwährende "Aufzuchtsverantwortung", da macht eine festere Bindung zwischen den Eltern auch aus mehreren Aspekten, emotionalen, soziologischen, aber auch materiellen, Sinn.

Hm, klingt kompliziert...aber irgendwie plausibel. Naja, wir werden riechen...und sehen *schwanzwedel* Ich freu mich jedenfalls, wieder einen neuen Ort zu erkunden *propellerwedel*

So versuchte mir also mein 2-Beiner am Vorabend das Konzept der menschlichen Ehe zu erklären. So ganz hatte ich das ja nicht verstanden, denn wie gesagt, bei uns Hunden läuft das anders ab. Auch nachdem ich nun die Hochzeit erlebt habe, verstehe ich nicht wirklich alles. Aber eines konnte ich ganz deutlich riechen (auch wenn ihr Menschen es nicht wollt, aber eure Gerüche verraten viel über eure Gefühlslage): Ganz viele Menschen haben sich gefreut und waren glücklich. Auch die Liebe zwischen dem Brautpaar war deutlich zu spüren. Ganz ehrlich, ich mag das Konzept der Ehe nicht ganz verstehen, aber das muss ich auch gar nicht. Als Hund ist mir nur eines wichtig: Wenn ihr Menschen euch so freut und es euch so gut gehen lasst, wenn 2 andere Menschen heiraten, dann muss dieses Hochzeits-Ding was ganz tolles sein und da freuen wir Hunde uns einfach mal mit!

Okay, ich geb's zu, nicht zuletzt, weil wir ja auch verwöhnt werden. Hier nochmal an alle die mich so toll gestreichelt haben ein ganz wufiggen Dank! Ich fand euch alle toll! Aber das habt ihr ja gemerkt *schwanzwedelfreu*

Und dann ging es Samstag los...zu der echt unhundlichen Uhrzeit von kurz nach 5 Uhr wollte mein Cerebral-Interface mit mir Gassi gehen. In einer Mischung aus Verwunderung und Verschlafenheit schaute ich ihn an, während er im Flur stand um mit dem Halsband winkte. Na gut, dann wollte ich mal nicht so sein und trotte langsam zu ihm...mit einem Zwischenstopp, wo ich mich erstmal gründlich reckte :-) Immerhin gab's danach direkt Futter *schmatz*

Wozu die frühe Aktion? Mein 2-Beiner wollte, dass ich vor der Fahrt im Auto möglichst lange Zeit hab, um mich auszuruhen und zu verdauen. Er meint, es wäre nicht gut, wenn ich mit vollem Magen mit im Auto sitze. Und während ich verdaute, frühstückte Maximilian und traf danach die letzten Vorbereitungen, wie beispielsweise das Auto beladen (wie immer hatte ich mehr Gepäck als er...und seines war auch nur so groß, weil er wie üblich Bettwäsche mitnahm, um die des Hotels zu schonen). Danach stieg er unter die Dusche und machte sich fertig.

Dann ging die Fahrt los. Erst einmal um 8 Uhr eine alte Schulfreundin abholen: Steffi kenn ich ja schon. Sie ist nicht so der Hundemensch, eher der Katzenmensch, dennoch mag sie mich, das spüre ich. Und ich find sie eh ganz wuffig *schwanzwedel* Und das nicht nur, weil sie mein Logo entworfen hat (sie ist nämlich Designerin), sondern vor allem, weil sie mich ganz toll streicheln kann *wedelfreu*

Jedenfalls nach dem Einchecken im Hotel blieb gerade mal Zeit das Hotelbett mit unserer Bettwäsche zu be- und für Maximilien sich umzuziehen :-) Und dann los zur Kirche. Und ich mit - denn das Zimmer musste noch hergerichtet werden und wir so erst nach der Hochzeit rein. Apropos rein: Da, in der Kirche durfte ich nicht dabei sein, aber durch die semi-telepathische Verbindung zu meinem Cerebral-Interface spürte ich viel von den Emotionen dort. Wo ich war? Im Auto. Keine Sorge, das Auto stand im Schatten, die Fenster waren einen Spalt breit geöffnet und Maximilian kam auch mal um nach dem Rechten zu sehen (wobei er an einem nahen Würstchenstand Bescheid gab, dass falls irgendwas sein sollte, er in der Kirche wäre).

Beim Empfang danach durfte ich dabei sein. Aber um den Stress für mich möglichst gering zu halten, wollte Maximilian einfach nicht in das Zelt wo die meisten Leute waren...und außerdem das Buffet *schleck* Gemeinheit: Dabei hab ich doch gar keinen Stress wegen der vielen Leute...eher schon, weil ich nicht ans Buffet kann *brumm* Naja, immerhin bekam ich ganz viele Streicheleinheiten. Das war so mega-wuffig! *seufz* <3


Fotos: Ralf Werner Bildermacher
Posted by Gassireport on Mittwoch, 28. Oktober 2015


Nach dem Empfang haben Maximilian und ich dann ein wenig die Gegend von Marburg (Hessen) erkundet. Also ich kann nur sagen: echt tolle Gegend für Hunde! Wir werden da sicher nochmal hinfahren!

Hochzeitstanz! Das Paar lebe wuffig hoch!
Zur abendlichen Feier durfte ich nicht mit... Mist! Mein menschlicher Partner meinte, das wäre nichts für mich. Pahh...was weiß der denn? Da sind ganz viele potenzielle Streichler und ich hab ganz genau was von Essen gehört...sogar mehrere Gänge *schleck* Außerdem hatten doch auch andere Menschen gesagt, dass ich mitkommen sollte... Aber Maximilian blieb da unnachgiebig. Dafür belohnte er mich bei seiner Rückkehr mit einem nächtlichen Gassigang, bei dem er zwar etwas angeschlagen und torkelnd, aber dennoch fröhlich mit mir spielte... "Zum Glück sieht uns keiner hier um diese Uhrzeit", lallte er oft dabei. Und zurück im Hotel gab es ein Extra-Leckerli, einem Kaubarren ohne Getreide.

Aber das war noch nicht alles was ich erlebte: Am frühen Morgen (eigentlich nur ein paar Stunden nach unserem nächtlichen Gassigang) stand mein 2-Beiner auf um etwas verschlafen mit mir eine Runde zu drehen. Neues Gelände, neue Gerüche...mein 2-Beiner etwas angeschlagen und unkonzentriert...super *schwanzwedelfreu* An einem großen Feld machte er mich von der Leine los...und schwupps fand ich einen Hasen als Spielgefährten. Yeeehaa, dem jagte ich sogleich hinterher...aber leider rief mich mein 2-Beiner zurück *grummel* Auch die streunende Katze, der ich hinterher schoß, durfte ich nicht jagen...*brumm* "Du willst doch nicht, dass wir hier einen schlechten Eindruck hinterlassen", sagte Maximilian. Jaja, schon gut...auch wenn ich als Hund recht wenig mich um den Eindruck schere, aber dir zuliebe lass ich es (mal) ;-)

Nach dem Futter legten wir 2 uns nochmal hin. Zum Glück wurden wir aber noch rechtzeitig wieder wach, denn schließlich mussten wir auschecken und es gab ja noch einen Brunch *schleck* Sowas kenn ich zwar schon, aber ist halt auch nicht alltäglich...und alles was mit Futter zu tun hat ist immer toll *heftigschwanzwedel* Aber wie üblich bekam ich während Maximilian noch aß Nichts ab...erst danach erhielt ich eine Salamischeibe *sabber* Aber währenddessen bekam ich viele Streicheleinheiten *grinswedel*


Oh ja, das mag ich...


...genau da...ja bitte mach weiter...hör nicht auf...



Ich mag dich! <3


Zum Abschied durfte die Tocher des Brautpaares noch kurz auf mir sitzen (nicht mit ihrem vollen Gewicht natürlich, die Mutter hielt sie fest). Anfangs war ich etwas irritiert, aber da die Kleine sowas von zuckersüß war und mich sogar streichelte, fand ichs dann gar nicht mal so unangenhem...jedenfalls nichts, was ich meiden müsste *wedel* Auf der Rückfahrt, da hab ich dann die meiste Zeit gepennt. Nur der Stau bei Köln war etwas unangenehm und nervend. Auch den Sonntag Abend haben wir dann eher gemütlich kuschelig verbacht. Ich spürte wie mega-stolz mein 2-Beiner Maximilian war, denn er fand ich hätte mich super benommen. Naja, so ganz Unrecht hat er ja nicht, denn wenn ich gewollt hätte, hätte ich die Hoteleinrichtung schreddern, das Empfangs-Buffet stürmen, das Zelt umreißen, beim Brunch über die Tische springen können...und glaubt mir, das waren nicht die einzigen Hundeideen, die mir da durch den Kopf schossen *schwanzwedelgrins* Warum ich es nicht tat? Meinen Impuls kontrollierte? Weil ich es so zusammen mit meinem Menschenpartner gelernt habe und weil ich ihn gern habe. Dafür lässt er mich dann bei anderen Gelegenheiten meinen Impulsen freien Lauf geben ;-)


PS: Ihr wundert euch sicher über die Fotos der Hochzeit, oder besser gesagt, dass es so wenige und dann noch so undeutliche sind. Nun, das ist auch der Grund, warum wir keine Namen nennen oder andere Details erwähnen: wir wollen die Privatsphäre der Familie achten. Schließlich kennen wir Hunde auch sowas wie Respekt! Und irgendwie gehören wir ja auch zur Familie! *bestätigendwoaff* Vielleicht macht ihr ja auch mal sowas mit euren Fellnasen (sofern es sie nicht stresst!), ich jedenfalls hab so meinen 2-Beiner mal von einer ganz anderen, nicht alltäglichen Seite kennen gelernt. Alleine das und das Miterleben der großen Freude und Liebe, die alle empfanden, war es mir als Hund schon wert! *jawohlwuff*



Freitag, 25. September 2015

[Gastbeitrag] Trennungshunde - Wenn Fellnasen 2 Reviere haben...

Heute geht es um ein Thema, das gar nicht mal so selten vorkommt. Ein eigentlich auch etwas trauriges Thema: Denn ihr Menschen lebt ja ganz gern in Gemeinschaften. Ihr nennt es Beziehung. Aber manchmal trennt ihr euch auch wieder. Aber was ist mit den Hunden? Da gibt es ja kein Sorgerecht oder so wie bei Kindern. Nicht selten artet das dann in einem Rechtsstreit um den "Besitz" des Hundes aus... Ist für uns Fellnasen nicht gerade angenehm, denn wir spüren eure Anspannungen. Nun lernten wir vor Kurzem Isabelle und Egon kennen. Ihr Egon ist so ein Trennungshund. Seine 2-Beiner haben eine ganz gute Lösung gefunden, wahrscheinlich weil beide Menschen ihre damaligen Schwierigkeiten nicht über das Wohl des Hundes gestellt haben. Aber lest selber wie Egon so mit 2-Revieren lebt!



Unzertrennlich: Isabelle und Egon

Ich bin ein „Scheidungskind“

Mein Name ist Egon, ich bin ein Mix und mittlerweile stolze 12 Jahre alt. Als meine „Eltern“ mich adoptierten, war ich gerade mal 3 Jahre alt und hatte auch schon einiges erlebt. Das habe ich Ihnen aber nie erzählt.

Wir waren viele Jahre eine glückliche Familie, immer zu dritt. Ich habe Sie auch mal sagen hören: „Egal was mit uns beiden passiert, wir werden uns nie um Egon streiten. Er soll niemals leiden. Wir reißen uns egal was kommt am Riemen, damit es Egon immer gut hat.“

So kam es irgendwann dann auch. „Mama“ und „Papa“ hatten sich nicht mehr lieb. Sie versuchten es mir aber nicht zu zeigen. Aber ich bin ja nicht doof *wuff*


Hab schnell verstanden, wie der Hase läuft...

Irgendwann kam der Zeitpunkt an dem Mama auszog und von da an begann das „wandern“. Meine Eltern haben das Problem aber gut gelöst, ich werde mittwochs früh zur „Mama“ gebracht und die Woche darauf Mittwochs nach dem letzten gemeinsamen Gassi wieder abgeholt.


Wieder bei meinem Frauchen <3

Wenn ich bei meiner „Mama“ bin, bin ich der König. Hier liege ich Faul rum, treffe mich mit Freunden, knabbere viel leckeres Zeug und genieße die Ruhe. „Papa“ sagt ich habe immer mind. zwei Kilo zugenommen wenn ich von „Mama“ komme. Das kann ich gar nicht glauben.

„Mama“ ist manchmal auch richtig traurig wenn Sie weiß das ich wieder gehen muss, aber dann flüstere ich Ihr ins Ohr: „Ich komme bald wieder und bin in Gedanken immer bei dir.“ Dann geht es Ihr gleich besser.

Meine „Mama“ gehört zu den Hardcore-Hundehaltern, die lieber verhungern würden, weil man keine Zeit zum Einkaufen hat. Denn man kann den Hund ja nicht schon wieder allein lassen. Sie geht auch nicht mit Freunden weg oder mal ins Kino. Sie kümmert sich durchweg nur um mich. Deswegen denke ich, diese Regelung tut auch Ihr ganz gut und Sie kann auch mal wieder etwas mit Freunden unternehmen wenn ich nicht da bin. Nur damit Ihr mal einen klitzekleinen Einblick in „Mamas“ Welt habt, erzähle ich euch etwas über Ihr Leben mit mir bzw. mein Leben bei ihr. Früher war ich nicht so lang alleine wie heute, aber „Mama“ sagt: „Lieber ein paar Stunden länger allein als wieder Tierheim“ und mal ehrlich Leute, ich schlafe eh die ganze Zeit.


*schnarch*

"Is was...?" ;-)
Ok ok, ich mache auch schon mal Blödsinn, aber mittlerweile räumt „Mama“ alles weg damit ich auch wirklich nichts mehr anfressen kann. „Mama“ sagt: „Mit dem Alter kommen solche Marotten.“ Wir gehen früh´s schön Gassi, dann gibt’s Frühstück, ich werde ausgiebig gekuschelt…ob ich will oder nicht :-) und dann geht Sie erst einmal Taler verdienen. Denn da „Mutti“ für mich nur das Beste vom Besten kauft, brauchen wir viele Taler. Sie sputet sich nach dem Taler-Verdienen immer ganz schnell nach Hause zu kommen, dann zieht sie mich an und ab ins Feld oder in den Wald. Lange Spaziergänge gepaart mit meiner Frisbee sind meine Lieblingsbeschäftigungen. Danach gibt es schon wieder Abendessen und weil ich so ein Geier bin, kurz drauf noch was zu knabbern. Irgendwo her müssen ja die Röllchen kommen die ich bei „Papa“ abtrainiere. :-)


HABS :-)



Meine heißgeliebte Frisbee :-)

Die Wochenenden dagegen sehen schon anders aus. Wir treffen uns mit Freunden zum Spazieren gehen oder sind mal übers Wochenende bei meinem Herzblatt, fahren die „Oma“ besuchen oder wie letztes Wochenende auf einem Fotoshooting. Ich sag euch, so viel Aktion und so viele tolle Menschen die mich Gekrabbelt haben. Neue Kumpels und Kumpelinen habe ich auch kennengelernt. Ach es war schon anstrengend. Dann hat die „Mama“ mit mir Frisbee gespielt, ich glaube dabei wurde ich geknipst, aber das war mir so egal. Hauptsache spielen.

Bis wir endlich daheim und noch mal spazieren waren, war es so spät, dass ich nur noch Abendessen und meine Couch wollte. Freunde, die Mama tut was Sie kann, um mich zu bespaßen. Wir haben dann auch beide den Poppes nicht mehr von der Couch hoch bekommen. :-) Zum Glück ist nicht jedes Wochenende so turbulent.
 

Erstmal ausruhen...

Beim „Papa“ ist das schon etwas anders. Auch er lebt „Hund“. Deswegen habe ich dort auch noch drei Schwestern und immer High Life in Dosen. Hier bekomme ich die angezüchteten Speckrollen von „Mama“, auf dem Hundeplatz wieder abtrainiert *schmunzel*

Auch „Papa“ ist sicherlich ein wenig traurig und froh, wenn ich wieder bei Ihm bin, aber dank meiner Geschwister ist es für Ihn nicht so schlimm.

Für mich ist es absolut gar kein Problem. Denn ich weiß, es lieben mich beide über alles und ich habe bei beiden meine Freiheiten, Vorzüge und Liebe. :-)
 

Hab dich lieb!
Bitte denkt nicht immer nur an euch sondern auch an uns. Wir sind eure „Kinder“. Tragt euren Streit nicht auf unserem Rücken aus. Wenn man will, schafft man diesen Weg gemeinsam, auch wenn man getrennt ist. Ihr habt eine Verantwortung übernommen und diese erlischt nicht sobald Ihr euch nicht mehr lieb habt.

Wuffige Grüße
Euer Opa Egon




Vielen Dank Egon, dass du uns von deinem Leben als Trennungshund erzählt hast. Diese Offenheit hilft vielleicht auch anderen, die mal in diese Situation kommen. Ich finde es jedenfalls toll, wie deine Menschen das für dich und zu deinem Besten gelöst haben. Genieße die Zeit mit deine 2-Beinern in deinen 2 Revieren!





Montag, 21. September 2015

Fast vergessen: Blog-Jubiläum - ein bisschen back to the roots und ein wenig Neues :-)

Also ganz vergessen haben wir unser Blog-Jubiläum eigentlich ja nicht. Untergegangen trifft es besser. Denn als mein menschlicher Partner und ich unseren 3. "gemeinsamen" Geburtstag feierten, war das gleichzeitig das 2-jährige Bestehen unseres Blogs. Jawohl, ich sag nicht mehr "mein Blog"...denn wie wir euch ja an unserem vergangenen Geburtstag geschrieben haben, sind wir mittlerweile mehr als nur ein Team. Und Maximilian schreibt ja auch mehr mit hier. Da ist es nur fair, von einem UNS zu wuffen *propellerwedel*

Daher haben wir meine alte Facebook-Seite von Haustier auf Persönlicher Blog umgestellt und in Gassireport umbenannt, dafür hab ich nun eine andere neue eigene Seite, da wird aber nicht viel anderes passieren als auf der Gassireport-Facebook-Seite...ich nutze sie eigentlich eher um mit eigenen Namen zu kommentieren.

Wie unser Blog-Jubiläum denn untergehen konnte? Schließlich hätten wir es doch zusammen mit unserem Geburtstagspost erwähnen können... Stimmt, damit haben einige von euch durchaus Recht. Aber naja, wir machen halt nicht so ein Aufsehen um das Blog-Jubiläum. Nicht, dass wir was gegen Jubiläen hätten, schließlich feiern wir ja gern (vor allem wenn es was zu Fressen gibt), aber an dem Tag ist uns unser Geburtstag echt wichtiger *schwanzwedelhüpf*

Aber einigen aufmerksamen Lesern unter euch sind ein paar Veränderungen aufgefallen. Nach 2 Blog-Jahren sind mein Cerebral-Interface und ich mal in uns gegangen. Schließlich wird es da mal Zeit für einen Rückblick (hier unser 1. Beitrag, damals war unser Rudel noch ein wenig größer). Ein wenig werden wir wieder zurück zu den Wurzeln gehen, eben vieles auch wieder spontan machen. Daher werden wir auch wieder mehr unbearbeitete Fotos bringen, schon weil es authentischer ist. Doch keine Sorge, auch rein ästhetische Fotos wird es weiter geben...sogar noch unterschiedlichere, da wir nun mit diversen Fotografen kooperieren. Aber es wird auch ein paar Neuerungen geben. Eine gravierende Neuerung ist unsere wuffiges Logo.

Unser neues Logo *imkreisfreu*

Ein bisschen am Layout haben wir ja bereits rumgedoktert, wie beispielsweise in der Seitenleiste ein wenig aufgeräumt. Apropos: Da ist nun auch nicht mehr ein Link zu meinem Google+ Profil, statt dessen hat der Gassireport nun eine eigene Google+ Seite (würd mich wuffig freuen, wenn ihr die ebenfalls liked und so viele Freunde anklicken wie auf unserer Facebook-Seite *schwanzwedelfreu*) Auch werden wir ein paar neue Rubriken einführen. Eine haben aufmerksame Leser ja bereits sehr lieb gewonnen: Arschlochhund *schwanzwedel* Andere werden bald folgen... Doch auch ein paar Projekte "außerhalb" des Wuffnet, also in der realen Schnüffelwelt, werden wir in Angriff nehmen: so werden wir auch weiterhin Tierschutzprojekte unterstützen, aber auch neue Aktionen sind geplant...darunter auch einige für euch Leser *ohrennachvorn*

Na neugierig geworden? Dann weiter unseren Blog durchschnüffeln...und immer her mit Feedback und konstruktiver Kritik! Am besten mit ein paar Leckerlis *schleck*


Freitag, 18. September 2015

Mein Kurztrip durch verschiedene Länder an einem Vormittag oder wie ich trivago besuchte :-)

Nanu, was ist denn jetzt los? Wieder raus? Wir waren doch erst vor fast 3 Stunden schon mal Gassi... Und hey, wo willst du hin? da geht's doch zum Innenhof... Na gut, dann will ich mal nicht so sein und folg dir mal besser...wer weiß, was dir sonst so ohne mich passiert *schwanzwedel* Achso...Auto...hm, wohin soll es denn gehen? Nach Wald siehst du nicht gerade aus... *ohrennachvorn* Die Antwort auf die Frage sollte ich bald bekommen...

So begann einer der lustigsten und spannendsten Termine der vergangenen Woche für mich. Denn mit dem Auto ging es nicht wie sonst ins Grüne...naja, okay, die nahe Rheinwiesen waren schon grün, aber halt nicht Wald oder Wildnis :-)  Statt dessen fuhren wir in ein großes Büro. Also nicht mit dem Auto direkt rein...nein, das haben wir vorher geparkt, wie es sich für Menschen gehört. So konnte ich noch ein paar Hundelosungen lesen während wir an den Rheinwiesen entlang gingen.

Im Bürogebäude wurden wir am Empfang zwar etwas verwundert angeschaut, aber nett lächelnd von dem Herren begrüßt. Offenbar haben die nicht oft Fellnasen-Besuch hier ;-) Weiter ging es mit dem Fahrstuhl ein paar Etagen rauf. Dabei trafen wir lauter nette 2-Beiner, die alle verschiedene Sprachen sprachen. Ein paar davon kannte ich (zumindest in Bruchstücken), weil mein Cerebral-Interface sie zuweilen auch benutzt...wenn auch selten im Gespräch mit mir ;-) Übrigens: Find ich schon irgendwie ne verrückte Idee, so viele verschiedene Sprachen zu entwickeln. Kein Wunder, dass ihr Menschen euch oft falsch versteht *schwanzwedel* Wir Hunde haben da ja nur eine Sprache...aber das ist ein anderes Thema.


Geht jetzt unsere Büroreise los?
© Foto: Beatriz Huélamo/trivago

Aus dem Fahrstuhl raus, kamen wir wieder in einen Empfang. In bunten Leuchtbuchstaben stand dort: trivago. Hier war die Begrüßung nicht nur freundlich, sie war geradezu überschwänglich. Die Damen waren von mir ganz begeistert und ich genoss die Streicheleinheiten. Ehrlich gesagt, bei der tollen Auswahl, konnt ich mich gar nicht so recht entscheiden und ging reihum um von allen gestreichelt zu werden *propellerwedel* Nur der Boden im Eingangsbereich war doch etwas zu glatt für mein Hundegefühl...doch das sollte sich ja bald ändern...

Denn dann kamen Tanja und Vanessa. Die beiden arbeiten für die Hotelsuchmaschine trivago und hatten uns angeschrieben für ein Interview. Da wir ja auch in Düsseldorf leben, kamen wir gemeinsam zum Schluss, die Fragen bei einem Treffen zu beantworten. Doch erst führten uns die beiden durch die Büroetage. Und das war mal schnüffelspannend! Denn es gab ganz verschiedene Räume: eine Bibliothek, ein Nordsee-Raum, ein Alm-Raum, ein Mittelmeer-Raum und und und... Irgendwie war es wie eine kleine Reise zu anderen Ländern... Und ich durfte überall mit hin! Okay, ich musste an der Leine bleiben, aber das findet mein Maximilian in unbekannter Umgebung und mit mir unbekannten Menschen auch sicherer.

Alter, das ist mir zu glatt hier, ich leg mich erstmal hin. Sag Bescheid, wenn es losgeht...
© Foto: Beatriz Huélamo/trivago

Nachdem wir alles gesehen und ich fast jeden beschnüffelt habe, ging es dann um die Fragen, die die beiden an uns hatten. Ihr könnt euch ja denken, worum es ging: Urlaub mit Hund und hundefreundliche Hotels. Ab da hab ich mich ein wenig ausgeklickt und es meinem Cerebral-Interface überlassen... Ohne mich ist er zwar aufgeschmissen, aber das kann er doch ganz gut alleine ;-) Ich hab derweil hundsmäßig den Raum gecheckt, tolle Aussicht hat hund (Hündisch für: man) da...sofern er schwindelfrei ist. Da es sich um einen Konferenzraum handelte, war er nicht ganz so spannend dekoriert wie die anderen Räume...zumindest optisch. Zu riechen gab es hier dafür für mich ganz schön viel *schwanzwedel*

Mit Tanja im Empfang bei unserem Ländertrip durchs Büro...
© Foto: Beatriz Huélamo/trivago

Während des Gesprächs kam dann die Fotografin. Sie sprach eine Sprache, die ich eher selten höre: Spanisch. Aber da sie auch Englisch und Italienisch konnte, konnte Maximilian sich mit ihr unterhalten. Sie hat übrigens noch nie Tiere bzw. Hunde fotografiert. Nach einem extrem kurzen Briefing durch Maximilian ging es ans Knipsen...und ich finde, für ihre ersten Hundefotos echt klasse!


Mit Tanja und Vanessa (sie sitzt hinter meinem Cerebral-Interface) und anderen trivago-Mitarbeitern beim Gruppenfoto... Klar! Kein Kurztrip ohne Gruppenfoto! *schwanzwedel* wenn doch nur nicht dieser glatte Boden gewesen wäre, dann hätte ich auch mehr Haltung...
© Foto: Beatriz Huélamo/trivago

Die Zeit verging wie im Flug. Und eigentlich hätten wir auch noch was länger bleiben können, aber Maximilian hatte noch einen anderen Termin. Für mich war es ein außergewöhnliches Erlebnis. Bin ja bei so manchen Terminen dabei, aber selten dauern sie so lange und finden nur im Büro statt, noch dazu mit so vielen Menschen, die ja alle beschnüffelt werden wollen *schwanzwedel*

Ach so, ihr fragt euch jetzt sicherlich, wie die Fragen und Antworten lauteten. Nun, das erfahrt ihr bald auf den Seiten des Reisemagazins Checkin von trivago... *schwanzwedel*

Ganz schön spannend so ein Bürotrip...erstmal strecken... *schwanzwedel*
© Foto: Beatriz Huélamo/trivago


Mittwoch, 16. September 2015

SOKA Run Düsseldorf 2015 - gegen Vorurteile!

War das knochenspannend. Wo sollte es hingehen? War ja noch verhältnismäßig früh...war ja Wuffenende... Schon als wir den Burgplatz überquerten, wusste ich, das ist keine normale Gassirunde. Die Düfte wurden daher unbekannter, die ein oder andere Hundelosung kannte ich nicht *schnüffelsniff*...waren wohl Besucher in der City...


Nanu, wo soll es denn hingehen?

Je weiter wir gingen, umso mehr Fellnasen konnte ich riechen. Den Duftmarken nach zu urteilen, mussten es ganz viele unterschiedliche Hunde sein...Männchen und Weibchen *schwanzwedel*, alte und junge, kleine und große...

Auf dem Weg zum Platz...
Als wir uns dann einem Platz in der Nähe von Roncalli's Apollo Varieté näherten, semi-telepathisch erfuhr ich von meinem Cerebral-Interface, dass er Johannes-Rau-Platz heißt, hörte und sah ich dann auch die vielen Fellnasen mit ihren 2-Beinern am anderen Ende der Leine. Und nun wusste ich auch, was los war: ein Soka Run (der von den Soka Freunde NRW e.V. organisiert wurde). Immerhin hab ich ein paar Soka Runs ja schon mitgemacht, daher erkannte ich es an den Buden und Transparenten *schwanzwedel*




...drangen mir schon viele Hundegerüche in die Nase *schwanzwedel*

Soka steht für "so genannte Kampfhunde". Und genau um die Abschaffung von solchen Rasselisten geht es den Organisatoren. Denn es liegt in 99% der Fälle am Menschen, nicht am Hund, wenn er agressiv wird. Es geht also gegen Vorurteile. Und da mein 2-Beiner Maximilian und meine Wenigkeit eine ausgesprochene Allergie gegen Vorurteile haben, sind wir bei solchen Aktionen gern dabei. Zumal wir ja einige Listenhunde kennen und die sind alles andere als agressiv...

Bea ruft zum Apell...
Was uns besonders gefiel: Als Bea Zaborowski beim Apell auf der Bühne stand, sprach sie ein anderes ernstes Thema an, was uns auch sehr am Herzen liegt - die Vorurteile gegenüber Flüchtlingen. Ich hatte ja auch mal einen Beitrag geschrieben, wo ich mein Unverständnis über einige Reaktionen gegenüber Flüchtlingen zum Ausdruck brachte; vor allem weil einige zwar für die Abschaffung von Rasselisten bei Hunden sind, aber bei Menschen offenbar sie einführen wollen... *knurrr* Bea rief zu mehr Toleranz und Hilfe auf - für die Listenhunde, aber auch für die Flüchtlinge. Und so war der diesjährige Protestmarsch in Düsseldorf auch ein Signal an all die hilfsbedürftigen Menschen da draußen: Ihr seid nicht alleine!


...und zu mehr Toleranz und Hilfe auf - für Hunde UND Menschen!


Unsere Freunde von Angel's Legacy
Die 2 hübschen Dogo-Argentino-Damen Lutz und Elke
Toll fand ich auch, dass ich einige alte Freunde wieder traf. So beispielsweise Chico und Kashi, die ich von der ein oder anderen Eifel-Wanderung kannte. Oder Alexander Schemken von Angel's Legacy, die auch mit einem Stand den Soka Run unterstützten (hatte euch ja vor Kurzem vom 1. Angel's Legacy Walk erzählt, der sich auch gegen Vorurteile und Diskriminierung einsetzt). Aber auch neue Fellnasen lernte ich kennen: So die beiden Dogo Argentino Damen Elke und Lutz (jawohl, sie ist auch ein Weibchen) *schwanzwedel* Die zwischen 7 und 8 Jahre alte Elke wurde als Gebährmaschine missbraucht und war ihr Lebenlang eingesperrt...die 3-jährige Lutz wurde mit einner zertrümmerten Hüfte aufgefunden, daher ist ein Bein kürzer als das andre, der Hüftkopf konnte nicht gerettet werden. Beide Mädels sind taub...aber das tat unserer Sympathie keinen Abbruch. Gerade Lutz und ich hatten uns auf Anhieb verstanden (naja, ich hab ja auch die ein odere andere Erfahrung mit tauben Artgenossen, wie den Doggen-Dalmatiner-Mischling Williwutz oder den Podenco Sordo). Ihre 2-Beinerin Marie kenne ich noch von früher, sie war die Menschenpartnerin von Suli (die im vergangenen Jahr verstarb). Die alte Dame lernte ich damals auch auf einem Soka Run kennen, trotz des Altersunterschiedes hatte sie einen Narren an mir gefressen und wir spielten ein wenig zusammen... Wir denken immer noch an dich, Suli!

Anfangs noch recht leer...

...füllte sich der Platz schnell.

Ganz viele unterschiedliche Menschen und Hunde...

So beschnüffelte ich auch einige real, die ich zu vor nur aus dem Web kannte...

So viele setzen sich gegen Vorurteile ein!

Kurz vor dem Protestmarsch

PS: Am folgenden Tag waren wir wieder (nachdem wir kurz den Fischmarkt am Rhein gestreift hatten) dort. War ein großes Geruchskino für mich *schwanzwedel* Aber weniger wegen der Hundegerüche vom Vortag, als wegen der vielen Gerüche und Ereignisse die am Sonntag stattfanden: ein Kinderfest :-)








 

Mittwoch, 9. September 2015

Zum 3. "gemeinsamen Geburtstag" ein gemeinsamer Beitrag mit meinem Cerebral-Interface

Heute vor 3 Jahren, da zog ich bei dir ein. Seit dem feiern wir diesen "gemeinsamen Geburtstag". Damals wusste ich noch nicht genau wer du warst, wie du heißt, was du so machst...eigentlich wusste ich nichts. Nur eines, das spürte ich genau (und ehrlich gesagt auch genauer als du): Wir gehören zusammen!

Meine Vorgeschichte war ja nicht die beste, denn da ich die ersten 11 Wochen in einem Keller aufwuchs kannte ich nichts. Doch du zeigtest mir die Welt. Ich lernte dich besser kennen, du mich. Vieles haben wir gemeinsam erlebt. Wir wuchsen zu einem richtig guten Team zusammen. Jeder verstand den anderen, jeder wusste wie er den anderen zu nehmen hatte. Doch dann kam irgendwann der Moment, ich weiß nicht mehr wann. Da wurde es irgendwie mehr als ein Team, irgendwie wurde jeder ein Teil des anderen.

Am 1. Tag und nach 1 Jahr...
© Foto: Antje Hachmann

Ja, stimmt. Wann genau das war, kann ich dir auch nicht sagen. Ich denke es war ein fließender Prozess. Aber auch du zeigtest mir viel Rico. Alleine das Jahr meines Sabbatical, wo ich mich zeitweise absichtlich "verhundlichte", hat mir viel beigebracht. So viele neue Perspektiven, so viele neue Gedanken die du mir brachtest...von der "Erdung" mal ganz zu schweigen. Und durch dich nehme ich die Welt auch anders wahr, wie mit erweiterten Sinnen. Kein Wunder, dass ich kürzlich in einem Gastbeitrag in der Fabelschmiede schrieb, dass ich mich irgendwie amputiert fühle, wenn wir nicht zusammen sind.

Mir geht es ähnlich. Wenn du nicht da bist, fehlt auch was bei mir. Irgendwie fühl ich mich erst vollständig, wenn du bei mir bist *anlehn* Bereust du manchmal deinen Lebenswandel durch mich?


...nach 2 Jahren...
© Foto: Antje Hachmann

Weißt du Kleiner, du warst vielleicht nicht die vernünftigste Entscheidung meines Lebens, aber eindeutig eine meiner besten. Und ich habe durch meinen Lebenswandel ja nicht wirklich was Wichtiges verloren, aber durch dich unendlich viel dazu gewonnen. Du glaubst vielleicht, ich wüsste viel, nur weil ich die Ampelschaltung besser verstehe als du, dabei bist du es eigentlich, der mein Lehrer ist.

Na dann hat jeder von uns vom anderen gelernt. Dann können wir uns je gegenseitig zum "gemeinsamen Geburtstag" gratulieren. Ich freu mich schon auf die kommenden Jahre mit dir *ankuschel*

...heute nach 3 Jahren: mittlerweile zusammen gewachsen.

Ich mich auch, Rico, ich mich auch. Allesalles Hundegute für dich, zu deinem Einziehtag, der für uns beide ein "gemeinsamer Geburtstag" ist.

So, und wo ist jetzt mein Geburtstags-Knochen? *schleck*

Ricos Geburtstagsknochen

PS: Hier die beiden Beiträge von Maximilian und mir im vergangenen Jahr.

Dienstag, 8. September 2015

Meine Flirttricks... :-)

Oh ja, genau da! Noch ein bisschen tiefer...jetzt fester... *wohligbrumm* Kraulen und Streicheln ist ja soooo toll! *schwanzwedelfreu* Leider macht ihr 2-Beiner das nicht permanent. Und auch nicht immer dann, wenn wir Hunde es wollen ;-) Daher müssen wir Fellnasen etwas in unsere Trickkiste greifen: mit Schnauzenstuppser, mit Pfoteln oder auch so mancher Clownerie.

Ich hatte euch doch mal vom Kuppelfaktor Hund erzählt. Nun hab ich mir gerade für weibliche 2-Beiner eine paar besondere Flirtmaschen angewöhnt *ohrennachvornundschmelzblickdrauf* Eine davon will ich heute mal verraten. Zuerst fange ich mit der Auswahl an: da gehe ich ganz nach meiner Nase *schwanzwedelfreu* Danach suche ich mir eine strategisch geschickte Position, meist sitzend, damit ich nicht übersehen werde (Maximilian meint ja, das ginge eh nicht bei meiner Größe...aber sicher ist sicher). Dann noch den Schwanzwedel-Schmelzblick drauf. Erst jetzt kommt eine Geheimwaffe zum Einsatz: Permanentes Anschauen damit die telepathisch-hypnotischen Signale besser fließen können. Klappt immer! Zu 100% *schwanzwedelhüpf*


So, positioniert und flirtbereit...

...jetzt mit hypnotisch-herzerweichendem Blick starren...

...manchmal lassen sich die hypnotischen Signale besser durch eine sanfte Berührung übertragen ;-)


Heheh, klappt IMMER! *schwanzwedelfreu*

So, liebe Fellfreunde, versucht es auch mal. Wetten das es klappt. ABER: Liebe Nacktnasen, ihr solltet das nicht nachmachen. Spaßeshalber hat es mein 2-beiniges Cerebral-Interface mal versucht...hat nicht funktioniert, aber er meinte, er hätte selten so viel Spaß beim Flirten gehabt: "Klar, ist besser als die ewigen Standard-Sprüche und -Fragen der Mädels..." Als die Frau dann nochmal kam und fragte, was das sollte und ob er nicht normal mit einer Frau reden könnte, sagte er nur: "Schon gut, war ein Experiment. Und ich wollte wissen, ob du Hündisch sprichst." Der Blick der Frau: unbezahlbar...den kann auch ich nicht nachmachen *schwanzwedel*