Freitag, 29. Juli 2016

Meine Geschichte bevor ich meinen Menschenpartner traf... (Teil 2)

*gäähn* Ohrüde (Menschensprache: Ohmann), das "Geworfen-werden" ist ganz schön anstrengend. (Das könnt ihr hier nachlesen.) Und dann noch die vielen Eindrücke am ersten Tag...selbst mit meinen noch geschlossenen Augen. Wobei "Tag" trifft es nicht so ganz genau...eben auch weil meine Augen noch geschlossen waren. Heute weiß ich, dass es nicht wirklich Tage waren...heute würde ich eher von "Wachphasen" reden...aber damals, als kleiner Welpe in diesem Keller, da waren das eben "Tage" für mich...ich wusste es nicht besser, war ja noch sehr jung...

Jedenfalls wachte ich an diesem "Tag" nicht weniger neugierig auf dieses Ding, was man "Welt" nennt...und auch wieder sehr hungrig. Aber noch war es auszuhalten...außerdem hatte ich so ein seltsam drückendes Gefühl in der Bauchgegend...so, als wolle dahinten was raus... Also aufstehen *reckstreck* Passt ja, muss ich ja eh um die "Welt" (noch immer wusste ich nicht genau, was das war...aber ich spürte, es war wichtig) zu erkunden. Und so tapste und krabbelte ich los - immer meiner Nase nach *schnüffel*

Ein paar meiner Geschwister waren vor mir wach geworden. Ich hörte ihr Fiepen...dann erreichte ich eine Stelle die stark roch. Und voller Informationen war. Das Gefühl, so als ob da was raus will, wurde stärker...was geschieht da? Mein Hinterteil zuckte - ich drückte. Und setzte meinen allerersten Haufen in die Welt. *schwanzwedel* Huiiii, war das ein tolles Gefühl. Irgendwie befreit...und auch bereit, endlich die Welt zu erkunden. Zwar hatte ich auch wieder Hunger, aber noch nicht so dolle - die Neugierde war einfach größer. Und so tapste ich nach meinem ersten Geschäft im Leben weiter.

Ist die Welt schnüffelspannend!

Ich roch und hörte meine Geschwister, folgte ihren Gerüchen und Tönen...was mochte mich nur erwarten? Wie groß wohl diese Welt wohl sein mag? Welche Gerüche warteten auf mich? Was war dieses Ding namens Welt überhaupt? Und dann...*RUMMMS!* Was war das? *schüttel* Es gingt nicht weiter...

Vorsichtig schnüffelte ich. *sniffsniff* Der Geruch war mir nicht unbekannt, hatte ihn schon an meinem 1. Tag wahrgenommen. Nun aber war er wesentlich näher, intensiver... Kam mir nicht bedrohlich vor, wie alles speicherte ich ihn sogleich in meine Geruchsdatenbank ab (erst später sollte ich lernen, dass ihr Menschen das "Holz" nennt)...ich kroch ein wenig dieses Ding entlang...drumherum ging auch nicht...*fiep* Aber warum blockte es mich von der Welt ab? Oder war das etwa schon die Grenze der Welt? War sie hier auch schon zuende? *amohrkratzgähn*

Also wenn das die Welt sein sollte, dann ist das aber 'ne ziemlich kleine Angelegenheit. Da hörte ich ein neues Geräusch - ein neuer Duft drang in meine Nase. Meine Geschwister fiepten aufgeregter. Ich tapste daher in ihre Richtung, schließlich war ich ja neugierig, was da kommt... Doch dann roch ich die Nervosität meiner Mutter, irgendwas schien sie zu beunruhigen. War der neue Geruch oder das von dem er kommt etwa gefährlich? Sicherheithalber blieb ich daher auf halber Strecke zu meinen Geschwistern, die gegen die Grenze der Welt mit ihren Pfoten drückten und dabei aufgeregt fiepten.

Ich schaute zwischen meiner Mutter und meinen Geschwistern hin und her. Wobei "schauen" das falsche Wort ist, denn meine Augen waren ja noch geschlossen. Ich meine auch schauen eher im hündischen Sinne - mit der Nase. Mutter war angespannt, ich roch ihre Nervosität, ihre Unsicherheit... Was war denn los?

Soooo viele neue Gerüche, so viele neuen Eindrücke gibt es in der Welt...da wird hund (Menschensprache: man) ja müde...

Hin und her gerissen zwischen meiner Neugierde und meiner Mutter schaute ich hin und her. "Du bist schlau mein Sohn", sagte Mutter zu mir (also sie sprach nicht wie ihr felllosen Primaten, aber sie ließ es mich "fühlen"). Ich wollte wissen wie sie das meinte, und so signalisierte sie mir: "Du bist neugierig genug, um viel zu lernen - das bereitet dich auf das Leben vor. Und du kannst dich auch beherrschen, folgst nicht jedem Impuls - das hilft dir zu überleben."

Ich hatte noch mindetsen 10 Fragen im Kopf. Aber da hörte ich ein seltsames Geräusch (später erfuhr ich, dass es von einer "Tür" stammte - aber die lag ja noch außerhalb meiner bis dahin existierenden Welt). Der Duft von vorhin war nun intensiver. Irgendwie süßlich-scharf (das kam von alten Schweiß), gemischt mit einer starken Note von etwas (noch) Unbekanntem (es war Alkohol)...

Aufgeregt fiepten meine Geschwister, zumindest diejenigen, die sich an der hölzernen Grenze unserer Welt drängten; einige hatten auch bei Mutter Schutz gesucht - ich saß dazwischen. Da hörte ich zum ersten Mal im Leben eine menschliche (damals wusste ich noch nicht, dass es ein "Mensch" war) Stimme...ich verstand die Worte nicht, der Ton war aber nicht unangenehm... Da hörte ich den ein oder anderen meiner Geschwister lauter fiepen...was war los? Was geschah da? Ich konnte ja nichts sehen...umso mehr versuchte ich was zu erschnüffeln (später berichteten einige Geschwister, wie sie plötzlich flogen - sie meinten damit aber "hochgehoben wurden") und gewendet wurden...

Dann hörte ich seine sich entfernenden Schritte - ein ganz anderes Geräusch und ein anderer Rhythmus als wir mit unseren Pfoten. "Das hast du gut gemacht, Mädchen. Für deine Kinder werden wir viel Geld bekommen", hörte ich (wenngleich ich den Sinn der Worte damals noch nicht verstand). Und dann hörte ich wieder dieses Geräusch von eben - die Tür.

Ich krabbelte zu meiner Mutter. "Was war das?", wollte ich wissen. "DAS, mein Sohn, sind Menschen", antwortete sie mir und beruhigte mich durch Ablecken. Menschen? Was war das denn? Sind das unsere Partner in dieser Welt? "Mein Kleiner, leider ist die Welt nicht immer so, wie sie eigentlich sein sollte - und für vieles sind die Menschen verantwortlich..."

Aber die Welt war doch recht klein...also konnten die Menschen ja nicht für allzu viel verantwortlich sein... Aber da signalisierte mir meine Mutter: "Das hier ist nicht die ganze Welt. Das ist die Wurfbox. Danach kommt ein Raum - das ist unsere Welt. Und da draußen, außerhalb der Tür, da ist die Welt der Menschen."

Komm, zeig mir die "Welt", Partner! Da wartet so viel mehr auf uns...

DAS war also nicht die ganze Welt? Da gab es noch mehr? Noch mehr Gerüche? Geräusche? *amohrkratz* Hab ich es doch gewusst - oder besser gesagt: gespürt (was bei uns Hunden oft das selbe ist). Das konnte doch nicht alles sein! Wie mochte die Welt der Menschen da draußen wohl aussehen? Rochen alle Menschen so seltsam? Waren alle so "gefühllos" (denn genau das habe ich bei dem Menschen eben gerochen)? Immer mehr Fragen schossen mir durch den Kopf...und so wurde ich immer müder. *gäääähn* Aber eines wusste ich ganz genau: Ich musste hier raus! Raus aus diesem stinkenden Loch, wo alle meine Geschwister schon hingepisst und gekackt haben. Raus, um endlich meinen fehlenden Teil zu finden! Denn ich spürte, dass da draußen etwas - nein, JEMAND - zu mir gehörte und ich zu ihm. Raus, Freiheit, Liebe und die Welt - das waren meine letzten Gedanken, bevor ich von der Spannung erschöpft einschlief....


Die anderen Teile meiner Geschichte findet ihr hier:



Mittwoch, 27. Juli 2016

*[Produkttest+Gewinnspiel] Pfotenschuhe von EQDog - jetzt sind Glasscherben keine Gefahr mehr!

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Mit Glassplittern steht mein kleiner Doggen-Wookiee Rico quasi auf Kriegspfote. Schon 3 Mal innerhalb eines knappen dreiviertel Jahres hatte er sich schon 'nen Splitter eingefangen (und damit euch das nicht auch passiert, verlosen wir ein Paar Pfotenschuhe - aber lest selber!). Zuletzt Ende Februar, den konnte ich zum Glück sogar selber entfernen.




Die beiden Male zuvor, wo wir zur Tierarztpraxis Herzogstraße fuhren, haben wir euch ja hier im Blog berichtet (das 1. Mal im September 2015 und das 2. Mal im Januar 2016). Daher musste Rico auch oft seine Schuhe anziehen. Doch die saßen nicht so toll, gerade an den Hinterbeinen nicht. Da fielen sie oft ab, so dass ich ihm nur an den Vorderpfoten welche anzog. Da ist ja auch das Hauptgewicht. Aber beim letzten Mal Ende Februar, da fing er sich 'nen Splitter eben in der Hinterpfote ein.

Da flatterte eine Mail bei uns rein. Die liebe Katja hatte schon bei unserem 2. Splittermalheur uns angeschrieben und uns sogleich ihre Hundeschuhe von *EQDog angeboten. Gern nahmen wir das Angebot an, zumal der Vorteil war, dass es sie im 2er-Pack gibt. So konnten ich für Ricos Vorder- und Hinterpfoten verschiedene Passgrößen nehmen. Denn die Hinterpfoten sind bei nahezu allen Hunden fast eine Nummer kleiner.



Beim 3. Splitter dann nahm ich das Angebot an. Schon kurz später kam das Paket. Okay, ich geb zu, ich hätte die Schuhe lieber in grau gehabt (ich hatte keinen Farbwunsch geäußert), passend zu Ricos Geschirr. Aber im Nachhinein war ich froh, dass sie in gelb kamen - wegen der Signalfarbe (Reflektoren haben beide Farben).

Vorder- und Hinterpfoten sind jetzt safe *schwanzwedel*Foto: Ira Prettycloud

Skeptisch war ich ja wegen der Socken. Klar machen sie Sinn, schon um Scheuern zu verhindern oder die Wolfskralle zu schützen. Allerdings dürfte das Überziehen nicht ganz einfach werden, schoss mir der Gedanke durch den Kopf.

Und das zu Recht! Fand diese Socken-Dings schon seltsam... *schüttel*

Ja, das hab ich gemerkt, Rico. Und du warst dabei sogar noch extrem gechillt und geduldig. Ich vermute, bei anderen Hunden dürfte das Sockenanziehen abenteuerlicher werden. Dennoch, einmal drauf machen die echt Sinn! Denn so gut die Pfotenschuhe auch abschließen, so kann immer mal doch das ein oder andere Steinchen oder Sand etc. hineingelangen. Da bietet die Socke auch einen gewissen Schutz, was Wundscheuern angeht beispielsweise.

Dank des Profils hast du auch auf allen Belägen guten Halt gefunden. So gut, dass du auch ausgiebig gescharrt hast auf der Wiese. :-)

Nicht nur auf Asphalt, auch in Wald und Wiesen stehen die Schuhe ihre Pfote!
Foto: Ira Prettycloud

Yo, das hat mit den Schuhen auch 1-A geklappt! Ebenso wie das Rennen. *schwanzwedel*

Auch beim Rennen blieben die Schuhe dran...und der Grip der Sohle gab mir zusätzlichen Speed *schwanzwedelhüpf*
Foto: Ira Prettycloud

Jetzt tust du cool. Aber ich erinnere mich noch gut an die ersten Szenen, als ich dir dann die Schuhe über die Socken anzog. :-)

Muss das sein...? *brummm*

Warum nicht? Deine Akrobatik war nicht nur lustig, sondern auch sehr respektabel... Besonders hat mich erstaunt, wie viele Schritte du nur auf deinen Vorderpfoten gehen kannst. :-D Schade, dass ich das nicht rechtzeitig filmen konnte. :-D

Du hast mich ausgelacht... *brummm*

Nein, mein Kleiner, ich habe mich mit dir gefreut. Und mein Lachen sollte dir auch zeigen, dass es absolut keinen Grund gibt sich unwohl zu fühlen.

Jetzt redest du dich heraus!

Run, Rico run! :-)
Foto: Ira Prettycloud
Nur ein bisschen... ;-) Aber zurück zu den Schuhen. Die saßen super. Nach seiner ersten Eingewöhnungs-Akrobatik lief er damit ganz normal (ich hatte das aber auch schon im Welpenalter mit ihm geübt, es war ihm also nicht ganz neu). Damit konnte Rico über verschiedene Untergründe laufen. Auch Rennen war, wie Rico ja bereits bemerkt hat, kein Problem. Sogar an Baumstämmen hoch gaben sie ihm genug Halt. Erst nach mehr als einer Stunde, wo wir verschiedenste Sachen ausprobiert hatten, hatte sich ein Schuh verdreht, so dass die Sohle nach oben zeigte. Das kann aber auch daran liegen, dass ich den nicht richtig festgemacht habe.

Auch am Baum hoch finde ich halt damit...
Foto: Ira Prettycloud

Wir sind höchst zufrieden damit. Und wenn es mal schnell gehen muss, beispielsweise für die abendliche kurze Gassirunde, dann kann man die Schuhe auch ohne die Socken anziehen.

Gemeinsames Gassi mit 6 Schuhen - ich finde meine aber stylischer *frechwedel*
Foto: Ira Prettycloud

Und da besonders große Hunde wegen ihres Gewichtes sich schnell was in ihre Pfoten bekommen, freuen wir uns, dass wir ein Paar dieser Schuhe in der Größe XL verlosen dürfen. Wie ihr die gewinnen könnt? Ganz einfach: Schreibt uns wann sich Rico das erste Mal und wann das letzte Mal einen Splitter eingefangen hat! Unter allen richtigen Antworten verlosen wir dann die Hundeschuhe. Nur die Kommentare hier unter dem Blogbeitrag oder unter den entsprechenden Beiträgen auf unserer Facebook-Seite zählen (nicht die geteilten auf anderen Seiten und Gruppen!). Schreibt uns eure Antworten bis einschließlich zum 10. August 2016 (bis 23.59 Uhr). Und nun ran mit den Pfoten an die Tasten! :-)

Viel Pfotenglück! *letztewortwoaff*

Give Five! Jetzt brauchen wir keine Glasscherbe mehr zu fürchten! *schwanzwedelfreu*
Foto: Ira Prettycloud



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Sonntag, 24. Juli 2016

Von Marke zu Marke viel los und einiges Neues - daher mal in eigener Sache :-)

Uiuiui, da haben sich die Ereignisse ja richtig überschlagen. Eine Überraschung folgte der anderen und wir mussten das ein oder andere mal improvisieren. *schwanzwedel* Dabei gäbe es soooo viel Neues zu berichten. Aber das Meiste darf ich euch leider nicht erzählen, da viele Termine beruflicher Natur waren - und da respektiert mein Cerebral-Interface den Wunsch der Auftraggeber nach Diskretion. Eigentlich hatte alles damit angefangen, dass wir die 10.000er-Marke bei Facebook geknackt haben. *schwanzwedelfreu*



Okay, zugegeben, das war jetzt keine Überraschung, denn wir konnten ja sehen, wie es langsam anstieg. Nur war mein 2-beiniges Cerebral-Interface so beschäftigt, dass er nicht viel vorbereiten konnte. Immerhin schaffte er es ein paar wuffige Preise für ein Gewinnspiel für euch auf die Schnelle zu organisieren (vielen Dank auch an die Sponsoren und ihre prompte Hilfe!). *schwanzwedel* Und danach ging dann alles Schlag auf Schlag. *ohrennachvorn* Erst kam da der Bericht in der BILD. *schwanzwedelfreu*


 
Kaum erschienen, folgte darauf das Gassi-Interview am Rhein mit dem Lokal-TV-Sender center.tv Düsseldorf, genauer gesagt: mit ihrer Reporterin und Moderatorin Claudia Monreal. Beim gemeinsamen Schlendern am Rheinufer in Oberkassel, befragte sie meinen Maximilian. *schwanzwedelhüpf*

 

Zwar nach center.tv, aber noch vor Ausstrahlen der Sendung, meldete sich dann Sat1. Was wir da gedreht haben ist noch geheim, werde es euch aber sobald ich kann wuffen! Und während ich bei den Terminen versuchte mich von meiner besten Seite zu zeigen (und meinen 2-Beiner nicht allzusehr zu blamieren..*hehehechel*), wart ihr richtig fleißig - und so haben wir durch eure Likes eine neue Marke erreicht. 11.000 LIKES!!! Ohwau! *hüpfhüf*

 

Und daher will ich die Gelegenheit mal nutzen ein wenig in eigener Sache zu wuffen. Das sind nun fast 3 Jahre als bloggende Dogge, es waren ganz schnüffelspannende Jahre indem ich viel gelernt habe und mit meinem 2-Beiner die Welt entdeckt habe. Anfangs hätten wir nie gedacht, dass so viele daran Anteil nehmen und unserem Blog folgen würden. Und so hat er sich auch weiterentwickelt und ist gewachsen, mehr als wir selber damals gedacht haben - dank eurer Unterstützung und Inspiration. *jawohlwoaff* Und da wir noch viel für euch vorhaben, brauchen wir die auch weiterhin! Durch eure Likes, durch euer Teilen und eure Kommentare. Manchmal erreichen mich Nachrichten von Lesern, dass sie diesen oder jenen Beitrag verpasst haben. Am einfachsten ist es, wenn ihr den GASSIREPORT abboniert - kostenlos. Einfach mit eurer Mailadresse eintragen und ihr werdet immer informiert (findet ihr in der Sidebar des Blogs). Ähnliches könnt ihr übrigens auch bei unserer Facebook-Seite machen - denn da rutscht man duch den Algorithmus schnell mal aus der Nachrichtenseite: Einfach mit der Maus auf den "Gefällt mir" Button gehen (noch nicht klicken!), dann erscheint ein kleines Fenster in dem ihr die Benachrichtigungen einstellen könnt. Wenn ihr das Häkchen auf "Alle ein" macht, verpasst ihr Nichts mehr! Und wenn ihr dann noch eines bei "Als erstes Anzeigen" setzt, dann bekommt ihr sie auf eurer Startseite immer oben angezeigt!


Es gibt noch soooo viele schnüffelspannende Geschichten...

Wir haben noch jede Menge an Ideen und Geschichten auf Lager...ehrlich gesagt, kommen wir kaum noch hinterher...und einige größere Überraschungen für euch wird es auch noch geben... *ohrennachvornwedel* Aber mittlwerweile ist der Aufwand für so einen Beitrag recht groß, viel Zeit, Arbeit und Herzblut steckt darin. Und auch kostet es uns Geld - ja selbst wenn wir einen Produkttest machen und die Ware gestellt bekommen, fallen oft noch Kosten an (z.B. für Telefon, Fahrten, Recherchematerial etc.). Von daher werden wir auch weiterhin Kooperationen eingehen, damit wir wenigstens ein bisschen die Kosten zumindest teilweise ausgleichen können. Die Werbelinks zu den Produkten (meist von Amazon) kosten euch übrigens nichts, wenn ihr darüber kauft! Aber unsere Partner (wie gesagt, meist Amazon) zahlen uns ein paar Prozentchen dafür. Schließlich muss ja auch mein Napf gefüllt werden - und bei den Unkosten, die der Blog mittlerweile verursacht, wird mein Oller wohl bald das ein oder andere Leckerlie kürzen... *brummm* Damit das nicht geschieht und wir euch noch bessere Geschichten und Aktionen präsentieren können, hab ich seit einiger Zeit auch einen kleinen Spenden-Button eingebaut (ihr findet ihn ganz unten im Blog). Die Spender werden - sofern sie es wünschen - namentlich genannt und wenn sie uns ein Foto zur Verfügung stellen auch damit veröffentlicht (wir planen beispielsweise ein Facebook-Fotoalbum mit allen GASSIREPORT-Unterstützern!).

Aber ihr Leser könnt noch viel mehr tun! Da wären die bereits genannten Punkte, wie Liken, Teilen und Kommentieren. Auch Themenideen sind willkommen! Aber auch darüber hinaus! Denn mich würde mal brennend interessieren, was ihr euch so vom GASSIREPORT wünscht? Welche Themen? Welche Art Geschichten? Wollt ihr mehr Videos? Oder wollt ihr was ganz anderes? Tassen? Aufkleber? Halsbänder? und, und und... Lasst eurer Pfoten-Phantasie freien lauf! Und keine Hemmungen! Schreibt es mir am besten als Kommentar hier unter den Beitrag oder unter unseren Postings zu diesem Beitrag in den Sozialen Medien (Facebook, Google+, Instagram, Twitter, Youtube) - ihr könnt es uns aber auch mailen. Und nun bin ich mal ganz nasengespannt auf eure Post! *ohrennachvorn*




Donnerstag, 14. Juli 2016

Therapiehund Quedo hilft vielen jungen und alten Menschen!

Vor einiger Zeit lernten wir Quedo und seinen 2-Beiner Stefan Knobel kennen. Quedo ist ein Therapiehund. Er hilft anderen Menschen die krank sind - jung und alt. Oft reicht schon seine bloße Anwesenheit, damit es ihnen besser geht. Denn Hunde haben eine gute Wirkung auf Menschen - erst recht, wenn sie eine Therapiehund-Ausbildung wie Quedo haben.

Und er ist ein absolut wuffiger Kumpel! Vergiss nicht das auch zu erwähnen! Wir haben nach Quedos Arbeitstag echt pansig gespielt am Rhein... *schwanzwedel* Was Quedo für andere Menschen tut, das ist schon ober-mega-pansig. Der hilft so vielen Menschen, denen es nicht gut geht. Da hat er aber auch seinen Ausgleich verdient. *jawohlwoaff*

Ja, Rico, da hast du Recht. Da sah man, dass Quedo auch ein ganz normaler Hund ist, der Spaß am Rennen und Toben hat. Und das ist auch wichtig für ihn, denn seine Arbeit ist nicht nur hilfreich für die Menschen, sondern auch anstrengend für ihn. Und so achtet Stefan immer sehr genau darauf, dass Quedo jeden Tag auch einfach "nur" Hund sein darf. 

Er hat wie ich auch eine eigene Facebook-Seite und war bereits ein paar mal im TV! Hat Spaß gemacht mit ihm auf den Rheinwiesen! *schwanzwedelfreu* Nur einmal gerieten wir aneinander...als du zum Abschied mit ihm zu viel gekuschelt hast... *brummmm* 

Ja, das hat dir misshagt, mein Kleiner... :-) Doch das ging ja zwischen euch beiden mit ein oder zwei Wuffern schnell vorbei. Aber nun lass die Leute mal lesen, was Stefan uns so über seine Arbeit mit Therapiehund Quedo berichtet hat! Viel Spaß!


Stefan und Quedo...und Ricos Hinterteil ;-)

Wie sieht so ein Besuch von dir und Quedo aus?
Ganz unterschiedlich. Wir besuchen zwei Seniorenheime, in einem Gruppenangebot mit Senioren mit einer Demenzerkrankung, im anderen gehen wir über drei Etagen und besuchen die Senioren, die Freude an einem Hund haben. Und da reicht die Palette von Streicheln, Leckerliegabe, Kommando, Pfötchen geben, Ballspiele oder Lagerung bei bettlägerigen Patienten.


"Lagerung"? Was muss man sich darunter vorstellen?
Quedo wird dabei an die Seite des Patienten auf einer Decke gelagert. Das heißt er springt nicht wild ins Bett, sondern ich hebe ihn behutsam rein um Patienten nicht zu verletzen oder erschrecken. Das ist besonders bei gebrechlichen oder ängstlichen Patienten wichtig. Dabei stützt Quedo oft den Körper des Patienten ab und gibt ihm auch emotionalen Halt. Da passt sogar sein Name.


Wie meinst du das, sein Name?
Quedo ist Spanisch und bedeutet so viel wie: ruhig, still, verbleiben.


Aber ihr macht doch auch Hausbesuche?
Ja, beispielsweise Senioren mit 91 und 92, die unter Demenz leiden; oder eine Senior mit 60, ebenfalls demenzkrank: Da machen wir ähnliches wie im Heim, halt Streicheln, kleine Aufgaben, aber auch gemeinsame Spaziergänge.

Aber wir gehen auch in ein Kinderhospiz. Dort gibt es dann auch ein Spiel. Das sorgt für Freude, das Streicheln für Entspannung. Es geht hier auch basale Stimulation.

Gemeinsames Rennen...

Ist das nicht ungewöhnlich? Ich meine, die meisten Therapiehunde machen doch entweder Senioren oder Kinder. Ihr macht beides.
Es ist nicht gerade die Norm, das stimmt. Aber bei manchen Hunden wie Quedo klappt das. Warum es dann nicht auch mit beiden Gruppen machen?


Was macht Quedo denn genau? Womit hilft er den Patienten?
Da wäre zum einen die physiologische Wirkungen: Denn so ein Hund, zudem wenn er auch als Therapiehund ausgebildet ist, sehr viele positiven körperliche Reaktionen hervorruft bei uns Menschen. So stabiliert es das Herz-Kreislaufsystem, der Blutdruck und die Herzfrequenz sinken, die Muskulatur entspannt sich. Beispielsweise senkt sich durch Lagerung der Puls bei Jugendlichen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung von 90 auf 70. Außerdem verringert sich auch das Schmerzempfinden durch das Freisetzten von Endorphinen – den so genannten Glückshormonen. Anderseits vermindert es die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol und fördert so den Stressabbau. Auch Motorik, Koordination und die sensomotorische Wahrnehmung wird gefördert. Und ganz allgemein verbessern die Aktivität und Bewegung in der Natur das Körpergefühl und die Befindlichkeit.

Mindestens genauso wichtig sind aber die psychologischen Wirkungen von Hunden. Sie fördern das emotionale Wohlbefinden, das Sebstwergefühl und das Selbstbewusstsein. Die Sensibilität für die eigenen Ressourcen steigt ebenso, wie die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Hunde wirken beruhigend und entspannend auf Menschen, so unterstützen sie nicht nur wie bereits gesagt physiologisch den Stressabbau, sondern auch psychologisch. Sie können auch Sinn und Halt im Leben geben, ja sogar eine Stütze in einer Krisensituation sein.

Und dann wären da noch die sozialen Wirkungen. Hunde sind wunderbare Katalysatoren und Eisbrecher. Sie erleichtern den Kontakt „nach draußen“ und holen Menschen aus ihrer Einsamkeit und Isolation. Das hilft beispielsweise bei Depressionen. Quedo holt eine Seniorin nur durch seine Anwesenheit aus ihrer Depression zurück ins Leben.

Gemeinsames Schnüffeln...

Ist das für Quedo anstrengend? Wie erholt er sich?
Laut Tierschutzgesetz darf ein Therapiehund nur 2 Stunden pro Tag im Einsatz sein. Ja, es ist Arbeit für Quedo, das merke ich auch jedesmal. Er ist dann geradezu erschöpft. Daher darf er danach auch nur noch Hund sein, Schnüffeln, Wälzen, frei laufen. Während mein Arbeitstag dann leider noch nicht zuende ist.


Hast du und vor allem Quedo eine besondere Ausbildung dafür absolviert? Wenn ja, wie sah die aus? Wie lange hat die gedauert?
Klar! Die Ausbildung dauerte 2 Jahre, im ersten Jahr haben wir klassisch die Hundeschule besucht und nebenbei Einzelstunden zur Vorbereitung auf die Ausbildung. Die Begleit- und Verkehrshundeprüfung haben wir danach gemacht, sie ist Voraussetzung für Ausbildung beim Deutschen Ausbildungsverein für Therapie- und Begleithunde e.V. (DATB) Darauf folgten dann Einsatz-, Zwischen- und Abschlussprüfung, letztere hatte einen praktischen und einen theoretischen Teil. Die Ausbildung verlief in Wochenend-Seminaren einmal im Monat etwa ein Jahr. Seit September 2012 sind wir nun ein geprüftes Therapiehundeteam.

Gemeinsames Schlendern...
 
Welche Eigenschaften sind bei Hunden besonders förderlich für einen
Therapie-Begleithund?
Er sollte wesensfest sein und eine freundliche Erscheinung. Wenn er von Anfang an angsteinflößend ist, erschwert das nur unnötig die Arbeit.Wichtig ist natürlich, dass er nicht aggressiv ist! Auch muss er eine hohe Stresstoleranz besitzen. Er sollte dem Menschen zugetan sein, denn ohne das geht ein Therapiebesuch ja nicht. Erleichternd für die Arbeit ist ein „will to please“, eine gewisse Arbeitsfreude.


Ist das der Grund, warum man meist Labradore als Therapiehunde sieht?
Labradore sind aufgrund ihres Wesens Vorreiter in diesem Gebiet und sicher sehr gut geeignet, sie bedienen die Eigenschaften und gelten als freundliche Familienhunde, denen das Apportieren in den Genen gezüchtet wurde und so gut für diese Aufgaben einsetzbar sind.


Welche Art von Patienten betreust du derzeit?
Das ist ganz unterschieldich: Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Erkrankung im Kinderhospiz, sowie Geschwisterkinder sind ebenso dabei wie Senioren mit einer Demenzerkrankung. Auch eine Klientin mit Hundephobie ist darunter, sowie unser erster Einsatz in einem Kindergarten. Freuen würde es mich, wenn sich mehr Kindergärten dem Thema öffnen, denn damit kann man nicht nur den Kindern den Umgang mit Hunden zeigen, sondern so auch dafür sorgen, dass Ängste nicht erst aufkommen.

Therapiehund Quedo am Rhein


Arbeit und Wirkung eines Therapiehundes:

Physiologisch:
  • Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems; Blutdruck und Herzfrequenz sinken,
  • die Muskulatur entspannt sich;
  • das Schmerzempfinden verringert sich (durch Freisetzen von Endorphinen – so genannten Glückshormonen);
  • Motorik, Koordination und sensomotorische Wahrnehmung werden gefördert,
  • ebenso der Stressabbau (verminderte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol)
  • Aktivität und Bewegung in der Natur verbessern Körpergefühl und Befindlichkeit

Mental und psychologisch:
  • Hunde fördern das emotionale Wohlbefinden,
  • das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein,
  • die Sensibilität für eigene Ressourcen und
  • die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen;
  • sie reduzieren Stress, beruhigen und entspannen,
  • stiften Sinn und Halt im Leben,
  • und sind eine Stütze in Krisensituationen

Sozial:
  • als sozialer Katalysator und Eisbrecher;
  • erleichtern Kontakt „nach draußen" und holen den Menschen aus seiner Einsamkeit und Isolation


Sonntag, 10. Juli 2016

[Watchdog] Manches was in einigen Tierschutzverträgen steht, hat mit Tierschutz nichts zu tun - beispielsweise Kastration

Heute will ich mich mal eines ernsteren Themas annehmen, dem der Kastration von uns Hunden. Nein, keine Sorge, es wird keine Ideologiekritik, auch nicht ein Vergleich der Geschlechter...denn mittlerweile wissen ja alle, dass viele Menschenfrauen recht schnell einer Kastration eines Rüden zustimmen, aber abwehrend die Hände heben, wenn es ein Weibchen ist und umgekehrt bei Männern. Auch die biologischen (manchmal führt es zu Fettleibigkeit) oder sozialen (nicht selten werden Kastraten von den intakten Hunden gemobbt) Punkte lasse ich mal hier außen vor - das würde zu weit führen. Statt dessen will ich mich mal zu einigen gesetzlichen Tatsachen äußern.

Schon gemein, dass manche uns Hunde benutzen um ihre kleinlichen Machtgelüste zu befriedigen...merken die denn nicht, was die damit über sich selber verraten?

Immer wieder tauchen sogenannte Übernahme-Verträge auf, ausgerechnet aus dem „Tierschutz“, die eine Kastration (meist auch nur bei den Rüden) als Verpflichtung hineinschreiben. *schüttel* Für jeden, dem das nicht passt, habe ich eine beruhigende Nachricht: Diese Vertragspunkte sind juristisch nicht haltbar und damit nichtig...oder konkret gesagt: ihr könnt solche Verträge ruhig unterschreiben, aber müsst euch nicht daran halten. Warum nicht? Ganz einfach, sie widersprechen dem derzeit geltenden Tierschutzgesetz, genauer gesagt § 6. Demnach ist es sogar strafbar und kann geahnded werden (Verstöße gegen Tierschutzgesetzte können z.B. mit Geldbußen oder Halterverbot bestraft werden; kommt Tierquälerei mit ins Spiel wird daraus sogar eine Sache des Strafgesetzbuches und es können dann sogar Freiheitsstrafen verhängt werden), wenn man ein Tier verstümmelt, und auch die Kastration wird als Verstümmelung gewertet, wenn sie ohne medizinische Indikation durchgeführt wird. *brummm*

Ihr müsstet also einen Tierarzt finden, der bereit ist, gegen geltende Gesetze zu verstoßen. Warum es solche Tierärzte gibt, kann ich nur vermuten, vielleicht weil sie das Geld verdienen wollen. *grrrrr* Falls ihr also einen Hund aus dem Tierschutz nehmen wollt und euch ein solcher Vertrag vorgelegt wird, lasst euch davon nicht abschrecken, denn er ist eh ungültig (denn kein Vertrag steht über dem Gesetz, im Gegenteil, er muss sich sogar an Gesetze halten). Jetzt befürchten viele eine juristische Auseinandersetzung, vielleicht weil sie sich keinen Anwalt leisten können oder wollen. Das braucht ihr gar nicht, ihr könnt es getrost zur Gerichtsverhandlung kommen lassen, denn bisher hat kein Richter die Einhaltung eines Vertrages eingefordert, der gegen Gesetze verstößt. Wohl daher hat bisher auch noch keiner die Vertragseinhaltung richterlich eingefordert ;-) Denn dann müssten sie ja erklären, warum sie die medizinisch unnötige Kastration einfordern...die Argumente dürften mehr als nur dünn sein, und Richter interessieren sich weder für Ideologien noch für Geschlechterkämpfe (zumindest nicht im Gerichtssaal). 

Falls dann doch jemand euch dazu zwingen will, gibt den dezenten Hinweis auf den § 6 und dass ihr gegebenenfalls diesen Gesetzesbruch dem Veterinäramt und der Staatsanwaltschaft melden würdet. Da werden alle mit einem Minimum an Restintelligenz einen Rückzieher machen, denn andernfalls wäre das dann wohl das Ende ihrer „Tierschutz“-Aktivität...und somit auch ihrem Profilierungsvehikel...

Also liebe Halter, beschützt uns Hunde vor den Kleingeistern, die wegen ihrer Unbedeutsamkeit und Kleinheit uns benutzen um ein wenig Macht und Einfluss zu gewinnen  - gegen alle Vernunft, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Gesetze. Denn eure Hauptaufgabe ist, uns Sicherheit und Geborgenheit zu geben und nicht irgendwelchen Ideologen oder Testosteron-Angstgestörten zu gefallen! *jawohlwoaff*



Interessante Links zum Thema:



Montag, 4. Juli 2016

[Buchvorstellung] Leinen los! von Inga Böhm-Reithmeier und Katharina von der Leyen - Mit Gelassenheit und Verständnis zur vertrauensvollen Kommunikation

Um es der Fairnesshalber vorweg zu nehmen: Diese Buchvorstellung ist besonders subjektiv. Denn ich lese eine der beiden Autorinnen schon seit meiner Zeit damals als Redakteur bei Gruner+Jahr. Die Artikel von Katharina von der Leyen in der Dogs (ebenfalls aus dem Hause Gruner+Jahr) habe ich damals gern verschlungen und bei so mancher Mittagspause meine Kollegen damit wohl auch genervt - waren halt keine Hundemenschen, sondern Wirtschaftsredakteure und verstanden daher meine Begeisterung für das Thema "Hund" nicht (nur einmal war das anders, als ich einen Artikel über börsennotierte amerikanische Hundefirmen schrieb). Einige kennen vielleicht auch ihren Blog Lumpi4.

**Leinen los! Freilauftraining für den Hund von Inga Böhm-Reithmeier und Katharina von der Leyen

Was mir so an der Autorin gefällt? Das ist eigentlich schnell gesagt: ihr Stil. Und davon hat sie wahrlich reichlich! Es sind Sätze wie "Ein Verkehrspolizist überreicht Ihnen auch keinen Blumenstrauß, weil Sie die Vorfahrt eingehalten haben..." oder "Außerdem ist er total pubertär und hält sich sowieso für eine Mischung aus Batman und Richard Löwenherz...", die mich begeistern und schmunzeln ließen (besonders lachen musste ich bei dem Satz: "..., was auch viel eleganter ist, als in Wald und Flur herumzurbrüllen." Nun, zugegeben, Rico und ich sind zuweilen recht "unelegant" ;-) ). Das Bildhafte, der leichtfüßige Witz darin und doch mit Fachwissen gepaart. Und das findet der Leser auch im Buch "Leinen los!" von Inga Böhm-Reithmeier (Fachautorin und Hundetrainerin) und eben Katharina von der Leyen aus dem GU Verlag. Da legt man das Buch nur ungern zur Seite. Hinzu kommen noch die tollen Fotos und die vielen hübschen Zeichnungen. So macht schon das Blättern darin Spaß. Es eignet sich daher meiner Meinung nach zum Durchlesen ebenso, wie zum Stöbern.

Das Buch ist meines Erachtens sehr gut aufgebaut und erklärt in verständlicher (zuweilen amüsanter) Sprache. Das Meiste ist sinnvoll und logisch für mich. Was mir besonders gefällt, sind die zusätzlichen wichtigen Informationen, die es einem möglich machen, den Hund in seinem Denken, Fühlen und Handeln besser zu verstehen. Denn Verständnis ist eines der Grundpfeiler einer guten Kommunikation. Gespickt ist das Buch zudem mit kleinen "Randnotizen" und lehrreichen Episoden aus dem Traineralltag der Autorin Böhm-Reithmeier.

Auch mit einer anderen Ansicht rennen die Autorinnen bei mir offene Türen ein: Dass man als Halter mit Körpersprache, Gestik, Mimik und Stimme Vieles zur Kommunikation beiträgt, wie ein Hund reagiert (und das nicht immer befehlskonform). Vor allem dass die Ausstrahlung von Gelassenheit, Ruhe und Souveränität zur Stressminderung beiträgt trifft voll meine Wellenlänge - zumal ja Hunde nachweislich Stimmungen riechen können. So kommt unerwünschtes Verhalten gar nicht erst auf, oder es lässt sich zumindest minimieren.


Yipiiiiieeehhh, frei laufen, ohne Leine ist wuffastisch!

Die Autorinnen arbeiten mit einem 3-Säulen-Modell, bestehend aus Erziehung, Training und Führung. Hier werden zahlreiche hilfreiche und praxistaugliche Tipps und Empfehlungen gegeben und diese auch mittels Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Bildern sehr gut und anschaulich erklärt. Führung wird hier zudem nicht als Unterdrückung verstanden, sondern eher als vertrauensvolles Anleiten. Überhaupt spielt das Vertrauen zwischen Hund und Halter eine große Rolle in dem Buch. Es geht eben mehr um ein Miteinander, als um ein Gegeneinander... Die Balance zwischen Kommunikation und Konditionierung ist recht ausgewogen, wobei die Konditionierung nicht verteufelt wird (wer uns kennt, weiß, dass ich ja eher ein Freund der Kommunikation bin, aber ganz ohne Konditionierung geht es halt auch nicht). Die Autorinnen setzten sich auch kritisch mit diversen Methoden auseinander, die entweder dem Wohl der Tiere widersprechen oder die nur Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen.

Besonders aufgefallen ist mir der Teil mit dem Unterschiedlichen Distanzbedürfnis von Hunden. Denn das habe ich bei meinem Rico schon vor einiger Zeit bemerkt (darin ähneln wir uns sogar, insofern spiegelt er da wohl nur mich). Und darüber habe ich bisher noch nie was gelesen, daher haben mich die Ausführungen der beiden Autorinnen dazu besonders interessiert. 

Pass auf, gleich renn ich dich um...

Allein der Inhalt rechtfertigt schon den Preis von 19,99 Euro. Aber auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen, sehr gute Papier- und Druckqualität! Alles in Allem ein mehr als nur gelungenes Buch, wie ich finde. Und nun warte ich mal wieder auf dein letztes Wort, Rico... :-)

Ja, dass es dir gefallen hat, das hab ich an deinem Grinsen gemerkt, wenn du es auf der Couch durchgeblättert hast und an der ein oder anderen Stelle hingen bliebst... *schwanzwedel* Und danke auch für die Widmung, Katharina! *anlehn* Und du hast absolut Recht, er erfreut sich wirklich an schönen Hundebüchern (psssst, so ganz 100%ig klappt das bei uns auch nicht alles, aber wir haben genau daran auch viel Spaß ;-) Insofern hat dein Buch meinen 2-Beiner reichlich inspiriert). *treuschauwedel*





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