Sonntag, 27. November 2016

[Interview] Ralf Seeger setzt sich ein, weil "Tiere keine Lobby haben"!

Ralf Seeger - ein Kerl wie ein Berg, volltätowiert. Viele Menschen hätten da Vorurteile, würden ihm auf der Straße ausweichen. Als "Harter Hund" (so auch der Name seiner bald wieder auf dem Sender Vox laufenden TV-Reihe) würden ihn wohl viel bezeichnen - auf den 1. Blick. Dass Ralf auch eine "weiche" Seite hat, nämlich für Tiere, wissen die, die ihn kennen. Daher kann Ralf, den wir vor mehr als 3 Jahren kennen gelernt haben, nur darüber lachen, wenn jemand ihm vorwirft, dass sein Tierschutz - häufig vor Ort! - nur zur Eigenpublicity dient. Am Rande der Mahnwache seines Vereins Helden für Tiere e.V. am 19. November hatten wir die Gelegenheit mit Ralf, der selber 4 Hunde und ein Schwein hält, darüber ein Kurzinterview zu führen. Und Rico hat sich voll gefreut seinen Kumpel Ralf mal wieder zu beschnüffeln, er hat ihn sogleich wiedererkannt - naja, so wie Ralf ihn jedes Mal mit Leckerchen verwöhnt :-)



Daumen und Rute (leider hinter Ralfs Rücken) hoch für den Tierschutz!


1) Warum engagierst du dich so sehr für Hunde?

Das liegt an meiner eigenen Vergangenheit. Ich bin bei meinem Vater mit Tieren aufgewachsen. Und schon seit meiner Kindheit habe ich viel Elend, Leid und eine Menge „Schmutz“ miterlebt – sowohl bei Menschen, als auch bei Tieren. Aber anders als die Menschen, können sich Tiere nicht so artikulieren, sie haben somit keine Lobby und gehören zu den schwächsten Wesen in unserer Zivilisation. Die Aufgabe des Starken ist es aber, die Schwachen zu schützen.

Ralf und andere Tierschützer auf der Mahnwache in Düsseldorf

2) Was ist dir beim Tierschutz denn wichtig?

Ralf spricht zu den Anwesenden
Dass nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird. Ich bin eben der Typ, der eher anpackt, als quatscht. Klar ist Reden auch wichtig, um aufzuklären – so wie wir heute hier auf der Mahnwache oder wie du es machst mit deinem Blog GASSIREPORT. Aber du weißt aus eigener Erfahrung auch, dass man auch Taten sprechen lassen muss. Deswegen helfen wir auch immer vor Ort. Denn es bringt nichts, alle Tiere hier ins Land zu holen. Nicht selten bedeutet so eine Reise für sie auch übergroßen Stress. So ändert sich aber nichts, es sorgt nur für den Hunde-Import, woran ja viele auch mitverdienen. Aber wenn wir wirklich was ändern, etwas für die Tiere tun wollen, dann muss das vor Ort geschehen!



3) Viele werfen dir ja vor, dass sei alles nur Öffentlichkeitsarbeit...

Auch Ernstes spricht Ralf an
Das ist Quatsch! Jeder der mich persönlich kennt, weiß, dass ich das aus vollem Herzen tue und dahinter stehe. Das sind so typische Vorwürfe von Neidern und Hatern, denn auch im Tierschutz gibt es Schwarze Schafe, die sich darüber nur profilieren möchten. Das brauche ich ja nicht, denn ich bin ja schon bekannt. Ich nutze halt nur meine Bekanntheit als Kickboxer, Mixed Martial Arts Kämpfer, Unternehmer und Schaupspieler um den Tieren zu helfen. Ich habe über 4 Jahre mit den TV-Leuten gesprochen, bis endlich eine Sendung über die Tierhilfe in Rumänien produziert wurde – nicht die sind zu mir gekommen. Ich nutze meine Bekanntheit für die Tiere. Also wenn schon Öffentlichkeitsarbeit, dann für die Tiere!

Gemeinsam für den Tierschutz

Schon toll, wie sich manche für den Tierschutz engagieren - denn wir Tiere haben leider keine Lobby...



Sonntag, 20. November 2016

[Interview] Im Gespräch mit dem Hund-Mensch-Therapeut José Arce

Der auf Mallorca lebende Buchautor und Hundetrainer - oder was er bevorzugt: Hund-Mensch-Therapeut - José Arce (seine Facebook-Seite findet ihr hier) nahm vor einiger Zeit wegen eines Blogbeitrages mit uns Kontakt auf. Doch was eigentlich als kurzes Telefonat gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem längeren interessanten Gespräch - und daraus entstand dann auch die Idee eines Interviews.

Es hat dann aber doch recht lange gedauert, bis ihr das dann endlich geführt habt *frechwedel*

Stimmt Rico, aber war ja auch eine Menge los in den letzten Monaten. Einen kleinen Einblick davon können unsere Leser ja in unserem Blog hier und auf unseren Social Media Seiten (Facebook, Youtube, Instagram, Twitter, Google+) bekommen. Aber irgendwann haben wir es dann doch geschafft. Und auch wenn es hier wie ein Frage-Antwort-Interview rüberkommt, so war es viel mehr ein lockeres Gespräch. Und in einem Punkt waren wir uns sogleich einig: Wenn die Beziehung zwischen Hund und Halter gut ist, ist der Rest allerhöchstens sekundär. Aber lest selber, was José zu sagen hat!


José mit einer seiner 5 Doggen
Foto: Pressefoto

Eigentlich wolltest du doch nach deinem 1. Buch, wo es um Gefühle und Beziehungen geht, keinen Hunderatgeber schreiben. Was hat deine Meinung geändert?

Streng genommen ist es ja kein Ratgeber-, sondern ein Praxisbuch. Denn durch meine zahlreichen Lehrgänge konnte ich viele Mensch-Hunde-Teams kennen lernen. Dabei sind mir vor allem 2 Punkte aufgefallen, die auch in eurem GASSIREPORT immer wieder eine große Rolle spielen: 1) eine große Unwissenheit über Hunde und 2) zu wenige Empathie und Verständnis für das Hundewesen. Viele Menschen sind einfach zu ungeduldig im Umgang mit ihrem Hund. Statt dessen sollten sie die Zeit mit ihrem Hund und seine Instinkte mehr genießen.

So erkläre ich mir auch, warum so viele Menschen Probleme mit ihrem Hund haben. Denn streng genommen gibt es keine wirklichen Problemhunde! Das ist eine der seltsam-skurrilen Auswüchse derzeit in der Hundeszene. Und da ich nicht nachvollziehen kann, dass man sich über Hunde und ihr Wesen nicht informiert, wenn man einen hält, war also ein Buch die logische Konsequenz um mehr Informationen zu verbreiten.


Aber einige haben auch schwierige Hunde, eventuell mit eine schwierigen Vorgeschichte...

Ja, aber für mich sind Schwierigkeiten in erster Linie etwas Neues, was es zu erkunden und entdecken gilt. Das muss man also gar nicht so negativ sehen, eher neutraler, als einfach etwas, was man so noch nicht kennt. Und schon strahlt man mehr Ruhe aus. Das ist wegen der Stimmungsübertragung viel besser, als der Frust darüber, dass irgendwas nicht geklappt hat. Und nur weil sie scheitern oder mit sich unzufrieden sind, projizieren sie das auf ihre Hunde und deklarieren sie als Problemhunde. Das ist zwar menschlich, aber unfair.


In deinem Buch schreibst du, dass in jedem Hund ein Wolf steckt. Da würde dir aber so mancher Wissenschaftler widersprechen.

Ich schrieb das Buch auch nicht als wissenschaftliche Abhandlung, sondern für den Otto-Normal-Halter. Daher ging es mir hauptsächlich um Verständlichkeit und nicht um wissenschaftliche Genauigkeit. Ob im Chihuahua nun 2 Prozent, 1 Prozent oder 0,873 Prozent von den Genen noch vom Wolf sind und bei anderen Hunderassen mehr oder weniger ist sicherlich wissenschaftlich interessant, aber für meine Botschaft nicht so relevant. Wichtig bei dem bildlichen Vergleich war mir, dass der Hund von einem Raub- und Rudeltier abstammt und sich daraus gewisse Verhaltensweisen ableiten. So wie auch bei uns Menschen bei den Primaten.


José rennt nicht weg, sondern mit seinen Hunden :-)
Foto: Pressefoto

Aber vermenschlichst du den Hund nicht an manchen Stellen?

Nein, nicht wirklich. Denn der Hund ist kein wildes Tier mehr. Er hat mit uns Menschen ja eine Koevolution mitgemacht. Und Domestizierung ist immer auch eine teilweise Vermenschlichung. Die Frage ist nur, welches Maß. Ich sage: Genieße den Hund wie einen Menschen, aber lass ihn Hund sein!


Wie meinst du das?

Nun ja, viele sind doch gefrustet, wenn ihr Hund nicht wie ein Mensch reagiert. Das ist sehr egoistisch, denn er kann doch gar nicht anders, als wie ein Hund zu agieren. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich der Frust dann gegenseitig hochschaukelt. Daher schaue ich mir immer an, was das für ein Mensch ist, was das für ein Hund ist, und vor allem: was das für eine Beziehung ist Denn wenn Hund und Mensch sich verstehen, dann ist das für mich eine gute Beziehung.


Eine gesunde Beziehung zwischen Hund und Halter ist José wichtig - dazu gehört auch Empathie!
Foto: Pressefoto

Demnach würdest du sagen, dass Beziehung vor Erziehung geht?

Eine gute Beziehung macht die Erziehung auf jeden Fall leichter. Allerdings würde ich das nicht so ganz strikt trennen, denn so manche Beziehungsarbeit erzieht auch und so manche Erziehung ist auch förderlich für die Beziehung. Dabei helfen einem Menschenverstand und Bauchgefühl!Viele Menschen machen sich einfach zu viele Gedanken, sind zu kopflastig bei der Sache, dabei ist es viel einfacher als viele denken. Daher sage ich immer: Erkenne, respektiere und liebe deinen Hund!



 
Vor Kurzem erschien das **Praxisbuch von José Arce im GU Verlag (Preis: 16,99 Euro), in dem er den Haltern nahe zu bringt, sich mehr auf das Bauchgefühl zu verlassen und eine gute Beziehung zu ihren Fellfreunden aufzubauen.




**Werbelink

Mittwoch, 16. November 2016

Wie der Herr, so’s Gescherr?! (Unsere Glosse aus "Partner Hund")

Was ist dran, an dem alten Sprichwort "Wie der Herr, so's Gescherr"? Dieser Frage sind wir im Zwiegespräch für die Zeitschrift „Partner Hund“ auf den Grund gegangen. Dabei kommen wir beide zu einem überraschenden Ergebnis, wobei Schnüffelnase Rico sofort den richtigen Riecher hat ...

Eben noch hing Ricos Nase dicht am Boden, doch plötzlich richtet er den Kopf auf. Die Ohren nach vorn, die Nase im Wind, ihre beiden Flügel vibrieren leicht. Alles klar, mein kleiner Doggen-Mix hat irgendwas gerochen, was immerhin mehr seiner Molosser-Aufmerksamkeit gewinnen kann, als die umherwehenden Blätter. Und so wie er sich verhält, scheint da was nicht in Ordnung zu sein... Und da ich mit ihm schon im Welpenalter Star Wars ansah, äußert er seinen Unmut mit ähnlichen Lauten wie der Wookiee Chewbacca (es hätte auch schlimmer kommen können, stellt euch vor, er würde R2D2 nachwuffen).

Ohje, was‘n das für eine... *schnaufschüttel*

Ruhig Rico, was ist denn dein Problem?

Die ist nicht echt... die ist falsch...das riech ich sofort! *schnüffel*

Mein Kleiner meinte das Hund-Halter-Team, das da gerade um die Ecke bog. Sie sieht recht tough aus. Okay, etwas verlebt mit schmalen Lippen, aber das unterstrich noch ihren entschlossenen Eindruck.

Alles Fassade! *brummm*

Ja, ich weiß, mein Kleiner, ihr Hunde könnt Stimmungen riechen – da seid ihr uns Menschen mehr als eine Nasenlänge voraus.

Auch ohne Hundenase müsstest du das erkennen. Schau dir nur ihre Hündin an...

Also ehrlich, ähnlich sehen die sich aber nicht. Nichts gegen die Molosser-Hündin (wer mich kennt, weiß, dass ich auf Molosser und Windhunde stehe – als Hund!), aber wäre schon blöd für eine Frau (aber auch für viele Kerle), wenn sie einem Molosser ähnlich sieht. Optisch entsprach sie vom Stil her dem Klischee einer Prol-Ruhrpott-Tussi – quasi Atze Schröder in weiblich. Auch im darauf folgenden Gespräch macht sie einen selbstsicheren Eindruck – zumindest oberflächlich gesehen. Denn das Gespräch entwickelte sich rasch zur Selbstdarstellung von ihr...

Im Zwiegespräch :-)
Foto: Der Papagraf

Nicht vom Äußeren, du fellloser Primat! Ich meine von der Art... die Hündin ist mega nervös, unsicher, ängstlich, respektlos, distanzlos...schlecht sozialisiert.

Ach, und du meinst, das spiegelt die Halterin wider?

Klar! So wie ich dich ja auch. *jawohlwoaff*

Wie der Herr so's Gescherr *stolzwedel*
Foto: Der Papagraf


So durch meinen kleinen Doggen-Wookiee gewarnt, fühlte ich der Hundehalterin auf den Zahn. Sie hatte die Hündin bereits als Welpe, erfuhr ich so. Über andere lästern war offenbar ihr Haupthobby – und klar, sie wusste alles besser. Ihr Lachen war so künstlich wie die Lippen von Dolly Buster. Sie selber hielt sich offenbar aber für eine Mischung von Angelina Jolie und Marie Curie. Und siehe da, nach schon zwei absichtlich provokanten Sprüchen von mir, offenbarte sich schnell ihre Dünnhäutigkeit (oder heißt das bei Hundehaltern Dünnfelligkeit?) und Unsicherheit. Also nicht kritikfähig und rechthaberisch war sie auch. Gar nicht verwunderlich, dass sie innerlich mega nervös war, unsicher, ängstlich, respektlos, distanzlos...schlecht sozialisiert – eben wie ihre Hündin. Auch bei anderen Hundebegegnungen machten wir ähnliche Erfahrungen. Okay, nicht jeder Halter ist so unsicher und mit sich unzufrieden, dass er sich eine Fassade aufsetzt. Aber irgendwie widersprachen solche Begegnungen dem Spruch „Wie der Herr, so‘s Gescherr“ - und bestätigten ihn aber auch gleichzeitig. Was Äußerlichkeiten angeht, stimmt diese „Hundeweisheit“ nach unseren Erfahrungen nicht so oft. Okay, bei weiblichen Haltern findet häufig eine gewisse farbliche Angleichung statt – besonders in so einer Modemetropole wie Düsseldorf, wo wir ja auch leben. Aber gerade bei Haltern, die ihre Hunde seit dem Welpenalter haben, stellten wir schon viele charakterliche Parallelen fest (während wir das bei Hunden, die schon als Ausgewachsene zu ihren Haltern kamen, selten beobachten konnten – klar, die charakterliche Entwicklung verlief ja auch lange Zeit nicht als Hund-Mensch-Team).

Und wenn du mich nicht hättest, dann hättest du das frühestens nach 'nem langen Gespräch herausgefunden. *frechwedel*

Stimmt, du hast das sofort gerochen – und deswegen sie auch von mir geblockt. :-) Aber soooo lange hätte ich sicher nicht gebraucht, nicht einmal ein kurzes Gespräch – ein Blick auf ihre Hündin verrät ja schon alles.

Siehste, das ist der Unterschied: Ich musste sie dafür nicht einmal sehen – ein, zwei Riecher haben mir gereicht. Und das war, bevor du sie überhaupt wahrgenommen hast. *frechschau-stolzwedel*

Und wie immer hast du das letzte Wort... :-)

Klar, du bist doch mein Cerebral-Interface... und noch was, Partner: Wir haben auch viel gemeinsam – auch wenn du kein gestromtes Fell hast und nur auf zwei Beinen läufst. *anlehn*


PS: Dieser Beitrag erschien zuerst in der Druckausgabe der Zeitschrift "Partner Hund" (Ausgabe 10/2016 S. 22).



Freitag, 11. November 2016

Ob Routinerunde, Reviercheck oder Erkundungsschnüffeln neuer Gebiete - jeder Gassigang ist ein Abenteuer

So ein Gassigang ist schon was dolles! *jawohlwoaff* Ob nun die Routinerounde (die dauert bei uns so zwischen 30 und 45 Minuten) um mal das Revier zu checken oder auch die Erkundungsrunde in einem neuen Gebiet. Ist für uns Hunde so oder so immer schnüffelspannend. 

Nun glaubt bitte nicht, dass bei uns JEDER Gassigang ein Erlebnis bringt. Das glauben offenbar einige unserer Leser, da wir ja darüber berichten (wenn nichts passiert oder wir keine Zeit dafür haben, berichten wir halt nicht). Aber auch wenn kein besonderes oder skuriles Erlebnis unsere Runde bereichert, ein Ereignis ist es für uns allemal. Sei es, weil mein 2-Beiner sich dabei auf mich konzentriert, so wie er in seiner Kolumne in der aktuellen Ausgabe des Hundemagazins WUFF beschrieben hat (er nennt das "sich voll auf Rico einlassen"), oder auch weil er sich immer wieder mal eine kleine Überraschung einfallen lässt.


Jeder Gassigang ist ein kleines Abenteuer! Foto: Ira Prettycloud

Dafür müsst ihr gar nicht immer neue Orte erkunden. Es reicht schon, immer wieder was einzubauen. So beispielsweise wenn mal wieder eine seiner Socken kaputt ist: Dann packt er die in die Tasche und beim Gassigehen benutzt er sie dann plötzlich zum Zerren mit mir, oder er wirft sie und ich apportiere. Manchmal lässt er sie beim Gehen einfach aus der Jackentasche fallen...mal fällt es mir auf und gebe ihm ein Signal, mal nicht...dann macht er mich darauf aufmerksam und ich darf die dann holen. Das ist immer ein Spaß, denn mein Oller freut sich immer so.

Dass manche Menschen da seltsam gucken, wenn da plötzlich ne Socke aus der Tasche fällt oder wir daran zerren - das ist ihm egal und mir als Hund sowieso *frechwedel* Da ist die kleine Mini-Beißwurst schon dezenter und kann genauso eingesetzt werden. So kann man auch bei den Gegenständen etwas Abwechslung in die Gassirunde bringen. Oft nutzt mein menschliches Cerebral-Interface aber auch einfach die Gegebenheiten: So ging er mit mir über einen glatte Metallplatte oder einen Anlegesteg für Schiffe. Oder ich stell mich auf die Hinterpfoten und stemme meine Vorderpfoten gegen einen Baum. Oder er rennt einfach ein Stück mit mir, lässt Laub aufwirbeln und und und...es gibt so viele Möglichkeiten, lasst euch auch von eurer Umwelt inspirieren! Jedemal ist es für mich etwas nicht Alltägliches. Und das habe ich dann mit meinem Menschen zusammen erlebt!


Das sind die Damenschuhe und die Handtasche, die mein 2-Beiner in
der WUFF-Kolumne erwähnt hat. Ohne mich hätte er sie nichtmal bemerkt ;-)

Und ihr wisst ja vielleicht, dass gemeinsame Erlebnisse die Bindung stärken - nicht nur bei euch Menschen (erinnert euch mal daran, wie ihr Freundschaften als Kinder geschlossen habt). Und das stärkt auch das Vertrauen, schon alleine weil man sich in solchen Situationen besser kennen lernt. Denn wie der andere reagiert, sich bewegt und (für uns Hunde ganz wichtig!) er dabei riecht, das sagt viel über ihn aus.

Auch die Ente auf dem Blechdach hätte mein Menschenpartner ohne mich verpasst :-)

Dabei müsst ihr aber nicht immer so ein Spiel einbauen. Machen wir auch nicht immer! Manchmal reicht es schon, die Routinerunde mal anders herum zu gehen. Das ist auch schon eine Abwechslung für uns Hunde *freuwedel* Und so wie er mir immer wieder mal was neues zeigt, so zeige ich Maximilian immer wieder mal was, was ihm ohne mich entgagen wäre. Sie sind ja manchmal doch recht hilflos ohne uns, diese felllosen Primaten *woaffwedelfrech*


Hinter jedem Baumstamm gibt's was Neues zu erschnüffeln!
Foto: Der Papagraf

Und so wird jeder Gassigang irgendwie immer zu einem kleinen oder großen Abenteuer - für 4- und 2-Beiner. Wir müssen halt nur Nase und Augen dafür offenhalten und gegenseitig auf uns achten.


PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (12/2016) "Abenteuer Gassigang - Der Hund, unser 'Umweltsensor'"


 

Mittwoch, 9. November 2016

*Mit Frontline Pet Care auf der Messe Hund & Pferd 2016

*Gesponsert

Als mein Oller am Abend die Tasche packte, da konnte ich schon riechen, dass wir einen Ausflug machen würden. Aber was DANN kam, das war schon eines der bisher schnüffelspannensten Erlebnisse bisher...*schwanzwedel*

Ach komm Kleiner, du warst doch schon auf Messen.



Da bin ich ja mal gespannt,
wo es hingeht...
Ja klar, sogar auch schon auf der *Hund & Pferd, aber da waren wir ja nur Pressebesucher und nicht lange dort. Und auf anderen Messen und Events, wo wir mal was moderiert haben oder an sonstigen Aktionen mitmachten, die waren doch um einiges kleiner...dauerten ja auch nicht 3 Tage... Du hast da ja weit mehr Erfahrung als ich...von früher noch, vor meiner Zeit...

Trotzdem war es auch für mich neu, so mit Hund. Und ich kann dir versichern mein Kleiner: Ich bin mehr als stolz auf dich! Du hast mich wirklich sehr überrascht!

Überrascht? Wieso? Du kennst mich doch... *ohrennachvorn*

Klar, ich weiß, dass du recht gechillt bist. Aber das du so cool sein würdest auf der Messe, das hatte ich so nicht vorhergesehen...

Das ist also der Stand von FRONTLINE PET CARE *schnüffel*

Ich muss ja alles genau beschnuppern...

Während ich schnüffle, kannst mich ruhig streicheln...*pfotenstupser*

Yo, die Flasche mit dem Reinigungsschaum kenn ich *schwanzwedel*

Schon gut, Alter, ich hab schon verstanden, dass du stolz auf mich bist ;-)

Nicht hier in der Öffentlichkeit! :-)

Auch am Stand konnte ich zwischendurch relaxen.
Na hör mal, die waren doch alle ganz wuffig nett zu mir! Sowohl die lieben Besucher als auch die Damen vom *FRONTLINE PET CARE Stand. Und du hast ja alles so organisiert mit denen, ich konnte ja sogar die Messe und die Stände einen Tag vorher beschnüffeln, damit nicht alles völlig neu für mich ist... An den Messetagen hast du auch immer darauf geachtet, dass ich nicht zu viel Stress hatte und dich mit mir immer wieder mal zurückgezogen, wir hatten ja auch eine lange Mittagspause, in der du mit mir viel spatzieren warst und wir viel gespielt haben...

Gemeinsames Trinken: Prost! *schlabber* :-)

Ja, so mancher hat uns sogar bei unseren Zerrspielen mit der Beißwurst zugeschaut :-) Bei einer dieser Pausen lernten wir ja auch Frank von Eukanuba kennen, er selber hat einen Cane Corso und kam wohl daher auf uns zu als er selber eine Pause machte.

Ja, genau da...das tut guuuuut...

Von 2-Beinern beschnüffelt...DAS werd ich auch nicht alle Tage...ist das okay, Alter? *blickzumeinemollen*

Und einen eigenen Ruheraum nur für mich hatte ich auch sogar *schwanzwedelfreu*

Ja, das war echt cool. Du weißt ja, wem du das zu verdanken hast.

Klar, der Ilse von FRONTLINE PET CARE. Du hättest es ja beinahe vermaselt...so wie du die Messedamen genervt angegangen bist. Echt Alter, souverän ist anders...gut das Ilse da war, die das dann regeln konnte *wedelfreu*


Jaaaaa, hast ja recht...aber ich hatte mir halt Sorgen um dich gemacht. Dabei war alles nur ein Kommunikationsproblem... Die Messe hatte für dich eh schon eine Ausnahme gemacht und wir hatten ja einen Ausweis für den Raum für die Hunde, die auf Ausstellungen präsentiert wurden.

Die haben alle ganz schön geguckt, als wir da rumschlenderten *frechwedel*

Verständlich, wir gehörten da ja auch nicht wirklich hin ;-) Aber nur wusste ich nicht, dass in dem Raum keine Aufsichtspersonen waren. Und dich dort alleine unbeaufsichtigt lassen wollt ich nicht...

Siehste, das Problem hat dann Ilse mit den Messemenschen geklärt. Also alles locker, Oller *frechwedelschau*

Na prima, so warst du wohl der einizge Hund auf der Messe mit einem eigenen Raum für sich alleine.


Immer gut besucht: Neugierig auf die neuen Produkte.

Mach mal sauber, damit ich klar sehe *frechwedel*
Lieber wäre mir ja gewesen, du wärst da auch bei mir geblieben. Aber so hab ich mich dann immer gefreut, wenn du mich da abgeholt hast und wir unseren gemeinsamen Einsatz beim PET CARE Stand hatten. Der war immer gut besucht, schließlich waren die Produkte neu und entsprechend neugierig waren auch die Schnüffelnasen und ihre Halter. Am Stand durften wir dann die neuen Pflegeprodukte vorführen: den Schaum (von dem wir euch ja bereits berichtet haben), den Augenreiniger, den Feuchtigkeitsspray und auch mal den Ohrreiniger *schüttel* Ab und an an mir, aber viel öfter noch an anderen Hunden... *brummm*

Erstmal sich vorstellen...

Die Massage tute gut :-)

So mancher Fellfreund genoss die Streicheleinheiten abseits des Messetrubels :-)

Was ist kleiner Doggen-Wookiee? Warum brummst du so?

Na du weißt doch, das mag ich nicht so, wenn du dich so intensiv um andere Hunde kümmerst...auch wenn du das offensichtlich genossen hast mit anderen zu kuscheln...*grrrr*

Ein verliebter Blick... :-)

Ein Küsschen... :-)

...und noch eines :-)

Zeit für Abschlecker :-)

Also manchmal...

...da hat mein Oller mit anderen Hunden echt zu heftig gekuschelt...*brummm*

Okay, sie ist ne Süße...ABER: Da wäre ich fast ausgerastet *grrrr*

Ja, das hab ich gemerkt. Und vor allem, die armen Mädels am Stand haben es wohl auch gespürt, als sie dich festhielten ;-)

Jaaaa, ist schon gut...tut mir ja auch leid. Aber mit einigen hast du schon heftig gekuschelt, dabei bist du MEIN Menschenpartner *jawohlwoaff*

Ach komm, dafür haben viele andere an DIR einen Narren gefressen. Denk nur an die netten Damen vom Stand nebenan...

Meine Freunde vom
KOSMOS Verlag
Pebbles und Jule von Hunderunden
Du meinst unsere alten Freunde von Wild Hazel mit ihren Gassitaschen? Yo, die waren echt pansig, immer wieder schön sich dort ein paar Streicheleinheiten und Leckerchen abzuholen *schwanzwedelfreu* Auch fand ich toll, dass uns so viele Freunde und Bekannte besucht haben: So beispielsweise unsere Freundin Hilke vom KOSMOS Verlag, oder Andreas Moll und seine Tochter Jule vom Blog Hunderunden, die mit Pebbles vorbeikamen – die kleine Pebbles hast ja dann auch mit dem Reinigungsschaum massiert. Oder auch Lea mit ihren beiden Trickhunden Yuki und Alinga. Auch Mara vom Blog Aram und Abra schaute vorbei...leider ohne Abra *seufz*

Die beiden Trickhund-Stars Yuki und Alinge haben mich auch besucht *stolz*

Na so eine Messe ist halt nicht für jeden Hund was. Die einen genießen es unter so vielen Menschen zu sein, die anderen eben nicht so. Von daher sollte sich jeder Halter sehr gut überlegen ob es was für SEINEN Hundefreund ist. Denn es ist schon sehr voll auf der Hund & Pferd.



Stimmt, so als Besucherhund, na ich weiß nicht, ob ich daran so viel Spaß gehabt hätte... Apropos Spaß: wir dürfen den Filmtiertrainer Dirk Lenzen von Animalstar nicht vergessen. Der hat dich ja quasi gerettet *schwanzwedelfreu*

Ja stimmt, er kam genau im richtigen Augenblick: er hielt dich, so dass ich mal die Toilette besuchen konnte ;-)

Wieso hast du mich nicht mit rein genommen? Haben andere doch auch gemacht...

Na, 1) muss ich ja nicht alles nachmachen und 2) weiß ich doch was du vor hast: während ich am Pissoir stehe, springst du dann los und willst mit einem anderen Hund spielen...

*unschuldigschaufrechwedel*

Ja schau du nur unschuldig :-) Dabei fandest du das alles schon sehr interessant...und die viele Aufmerksamkeit hat dir sichtlich gefallen :-)

Der kleine Oliver ist ganz vernarrt in Hunde...und er riecht echt wuffig!
Auf jeden Fall! Schon die vielen Düfte der Leckerchen *leftzenleck*, Menschen und Hunde *ohrennachvornschnüffel* Besonders hat mich auch gefreut, dass einige Leser vorbeikamen, die ich bisher noch nicht analog beschnüffeln konnte. Mit Claudia Volkmer hast dich ja auf Anhieb verstanden, auch mit Bettina Schockemöhle, ebenso mit Sandra Mansen und ihrem Jackson, der war ja auch ganz angetan von dir. Bei einigen hast du ja erst später gerafft, dass es Leser von uns waren, so wie bei Jacky und Kevin, die mit ihrem Sohn Oliver vorbeigeschaut haben.

Die Teilnehmer unseres Gewinnspieles erhielten ein großes Testpaket von Frontline Pet Care

Der Kleine war klasse! Der ist vor Freude voll ausgerastet, als er dich sah!

Yo, seine Freude konnte ich deutlich riechen! *schwanzwedelfreu*

Aber jetzt hast du jemanden vergessen ;-)

Ach und wen?

Na Martin Rütter!

Martin Rütter beim Filmdreh auf der Hund & Pferd 2016

Achso, ja das liegt daran, dass ich ihn nicht aus nächster Nähe beschnüffeln konnte *brummmm*

Die haben da gerade für seine TV-Reihe gedreht als wir ihn entdeckten, näher ran kamen wir nicht, die Kameramänner mussten arbeiten – wir haben von denen eh schon den ein oder anderen Blick kassiert, weil wir ihren Distanzkreis nicht wirklich beachtet haben ;-)



Egal, war auch so sehr schnüffelspannend. Wie die ganze Messe *jawohlwoaff*

Dabei hast du auch viel gelernt, es hat offenbar dein Selbstbewusstsein gestärkt, du bist seit dem jedenfalls ein bisschen souveräner. Für dich war es ein echt wuffastisches Erlebnis.

*schnarch*
 Das kann ich dir wuffen! Darum hab ich die kuscheligen Abende mit dir im Hotel auch sehr genossen, da hatte ich dich ganz für mich alleine *anlehn*

Ja, und das Bett hast du auch platzmäßig ganz für dich alleine beansprucht. Und jede meiner Bewegungen hast du mit einem Brummen quittiert :-)

Ey Alter, schon vergessen: ICH bin hier der wuffende Blogger-Star *frechwedel*



*Gesponsert

Freitag, 4. November 2016

[Über meinen Ollen] Von wegen immer cool und gechillt!

Endlich kann ich es euch erzählen! Und damit mal am Image meines Ollen kratzen *frechwedel* Denn mittlerweile dürften die Aufnahmen der Sicherheitskameras gelöscht sein *ohrennachvorn* Viele von euch denken ja, mein Menschenpartner wäre immer so cool und gechillt...VON WEGEN! Auch mein Cerebral-Interface Maximilian verliert zuweilen die Nerven.

Vor längerem, so im Frühjahr, da fuhren wir beide mit der Bahn. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Machen wir ja öfter. Auch nicht, als so ein seltsamer Typ einstieg - passiert ja öfter in Straßenbahnen. Eigentlich. Nun ja, der Kerl war nicht besoffen oder so, sprach aber mit sich selber (oder auch imaginären Freunden; und nein, er war auch nicht geistig behindert)...und setzte sich in unsere Nähe. Denn nun sollte offensichtlich (bzw. offenhörbar) ich sein Gesprächspartner sein. Jedenfalls sprach er mich an *grrrr*

Schon manchmal seltsame Leute in der Bahn...

Passte mir gar nicht. Zumal er sich auch über mich beugte. Er war schon ein ganz spezieller Fall von Canigrapscher oder Kynotatscher. Mein Cerebral-Interface lenkte mich ab und sagte zu dem Typen: "Lassen Sie bitte meinen Hund in Ruhe!" Doch der Kerl reagierte nicht, im Gegenteil, er sagte: "Nö!" Und sprach mich weiter an *fellsträub* Daraufhin rief dann mein 2-Beiner recht laut (damit es möglichst viele mitbekommen - wegen Zeugen): "Ich sagte: du sollst meinen Hund in Ruhe lassen!"

Doch der Kerl hörte darauf immer noch nicht. Woraufhin mein Maximilian einen taktischen Fehler machte: "Musst du dir erst eine fangen, damit du aufhörst?" Und der Kerl antwortete tatsächlich mit "Ja!" *staunschau*

Tja, nun war mein Oller in Zugzwang - da hatte er sich selber hinein manövriert (eigentlich hatte er keinen Bock darauf, war also ursprünglich eine leere Drohung - wer rechnet auch damit, dass jemand so blöd ist und mit "Ja" antwortet; aber wenn er nicht reagierte würde er unglaubwürdig sein und damit riskieren, dass der Kerl mich weiter belästigt - und damit auch, dass ICH darauf in der Bahn reagiere). Und das hat er auch gemerkt, denn er reagierte mit 1 Sekunde (die brauchte er wohl zum Nachdenken) für seine Verhältnisse sehr langsam *frechwedel* Auch wenn es im peinlich war: Er stand auf und scheuerte dem Mann eine *staunschau*

Jetzt war Ruhe. Naja, wenigstens für ein paar Sekunden. Dann faselte der Kerl irgendwas von 30 Jahren Kampfsporterfahrung. Mein Oller entgegnete ihm: "Ich auch. Und jetzt? Willste Stechen spielen? Alter, und wenn du 'ne Atombombe hättest, greif meinen Hund an und du lernst mich mal anders kennen!"

Auch wenn du Fehler machst, ich hab dich trotzdem lieb...mein Oller *frechwedel*

Seht ihr, mein Oller verliert auch mal die Nerven und macht Fehler (das hab ich dann wohl auch von ihm ;-) )...aber ganz ehrlich: Ich mag ihn trotzdem *wedelfreu*