Montag, 10. März 2014

Gegen das Morden in Rumänien: Und plötzlich hat man Schilder zum Demonstrieren ;-)

Also manchmal kann mich mein Zweibeiner ganz gut an der Nase rumführen ;-) So auch an diesem Wuffenende...Zum Gassigehen schlenderten wir bei dem herrlichen Wetter über die Rheinpromenade. Ich schnüffelte hier und dort, Maxi schaute hin und her... alles sehr entspannt, eine ganz normale Runde...dachte ich...

Doch mein Zweibeiner hatte was anderes geplant: Am Burgplatz dann konnte ich die Gerüche schon deutlich riechen: Hier waren viele Hunde. Sie tummelten sich um eine kleine Menschengruppe. Sie hielten eine Mahnwache (wie sie zeitgleich weltweit in vielen Städten stattfand) wegen der unnötigen Tötung von Hunden in Rumänien.

Sie wollen auf die Misstsände aufmerksam machen, vor allem bei den Leuten, die davon eben noch nichts wissen. Auch sammeln sie dafür Unterschriften. Während ich meine Schnüffelnasen-Kollegen beschüffelte, unterhielt sich Maxi mit den Zweibeinern: so beispielsweise mit einem älteren Herren, der mit dem Fahrrad durch ganz Deutschland gefahren ist um Spendengeld für Tiere zu sammeln (Respekt!). Bei den Gesprächen fiel ich auch anderen auf, einige fotografierten mich sogar :-) Eine Demonstrantin, mit der Maxi schon mal kurz gesprochen hatte, hängte mir daraufhin dann ein Schild um (mit dem Ergebnis, dass ich noch mehr fotografiert wurde). "Wäre doch toll, wenn sein Herrchen auch eins hat", sprach sie und drückte Maxi auch schon das Schild in die Hand :-) 


Und plötzlich hat man/hund ein Schild... :-)


Dann kam ein Kerl, ihr Zweibeiner würdet wohl sagen "wie ein Baum" (doch das ist keine Hunde-Metapher, denn wir markieren ja Bäume ;-) ). Er war groß und muskulös...quasi wie mein Bro Fritz auf 2 Beinen ;-) Später erfuhr ich durch die Verbindung mit meinem Celebral-Interface den Namen: Ralf Seeger. Er ist ein aus dem Fernsehen (vielleicht erinnert der ein oder andere sich an die auf Vox ausgestrahlte Serie "Harte Hunde" um das Tierheim Casa Canelui) bekannter Kampfsportler mit durchaus zwilichtiger Vergangenheit, der sich aktiv mit seinem Verein "Helden für Tiere e.V." für die Hunde in Rumänien einsetzt; nicht nur durch Spenden, Ralf fährt mit seinen Freunden auch selber hin und hilft tatkräftig mit. Daher weiß er aus eigener Anschauung, dass "die Umstände unter denen die Hunde leben erbärmlich sind". Und um dem Problem der Straßenhunde Herr zu werden, werden die Tiere getötet...aber nicht durch eine Spritze, sondern oft brutal gequält....Ralf fordert: "Dieses Morden muss aufhören!"


Ralf zur die Situation in Rumänien
"Das Morden muss aufhören!"
Ich finde, da hat Ralf völlig Recht! Um die Umstände in Rumänien etwas zu verbessern ist ja auch Frank Goralski da gewesen (ich hatte euch ja davon erzählt; bald mehr über seinen Besuch hier im Gassireport). Auch er ist für die Hilfe vor Ort: "Es bringt Nichts, die Hunde zu 'exportieren', dadurch vergößert sich das Problem sogar. Es muss sich hier vor Ort, bei den Menschen was ändern." Nicht jeder kann selber vor Ort helfen, das ist klar. Aber: Ich finde jeder kann seinen Teil dazu tun, um zu zeigen, dass die Zweibeiner auch "menschlich" sein können: durch Spenden, durch Unterschriften oder eben durch Schilderhalten. Macht mit und helft meinen von mir zwar noch nicht beschnüffelten, aber dennoch Fellnasen-Kumpels aus Rumänien!






Donnerstag, 6. März 2014

Johnny, oh Johnny... :-)

Gestern habe ich einen ganz besonderen Menschen mit seinem Hund kennen gelernt. Anfangs dachte ich ja noch, das wird einer dieser normalen Gassigänge am der Rheinuferpromenade. Halt Reviercheck...doch spätestens beim Apollo Variete-Theater wusste ich, dass was nicht stimmt...wir gingen Wege, die ich so noch nicht kannte.

Dann standen wir vor einer Haustür...was würde mich hier nun erwarten? Nach einiger Zeit öffnete sich die Tür...und heraus kam ein Mann mit seinem Zweibeiner. Ein richtig putziges Kerlchen (der Hund, ein Malteser, nicht der Mensch ;-) ) mit dem Namen Johnny.

Johnny und ich waren uns auf Anhieb sympathisch... Was mich aber ein wenig wunderte, war die inensive Begrüßung zwischen meinem Zweibeiner und dem vom Johnny. Offensichtlich kannten sie sich sehr gut (eine ähnliche Begrüßung sah ich sonst nur bei Karsten). Was daran verwunderlich ist? Nun, ich kannte den Mann noch nicht und immerhin lebe ich seit über 1,5 Jahren bei meinem Celebral-Interface. Also Grund genug den Zweibeiner genauer zu beschnüffeln. Das Ergebnis: Er war mir genauso sympathisch wie seine Fellnase Johnny (hab ab und an versucht ihn anzuspringen...ich weiß, das hat mir Maxi immer verboten...aber manchmal gehts mit mir Junghund halt durch).


"Ich find dich auch schwer in Ordnung, Kleiner..."

Der Spaziergang war sehr spannend. Da es für mich unbekanntes Terrain war, gab es viel Neues zu erschnüffeln. Wir trafen auch einige andere Hunde...die meisten waren aber eher von Johnnys Größe (gibt es da eventuell gewisse Konzentrationen je nach Stadtteil oder Gebiet? Der Frage muss ich mal nachgehen...). Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass Johnny einen auf dicke Hose machte weil ich an seiner Seite war ;-)

"...aber dieses Anspringen...naja..." ;-)

Interessant war aber auch meinen Zweibeiner zu beobachten. Er war in einem sehr intensiven Gespräch mit Johnnys Herrchen. Das erkannte ich auch daran, dass sie sich oft gegenseitig unterbrochen haben...offenbar hat Bernd, so hieß der Zweibeiner von Johnny, einen recht scharfen und schnellen Verstand...ich kam manchmal gar nicht hinterher bei dem verbalen Ping-Pong der beiden...aber ich merkte: Maxi hörte sehr aufmerksam zu und nahm sich vieles davon an...Schon seltsam meinen Zweibeiner mal so zu sehen...normalerweise kenne ich das eher so, dass er um Rat gefragt wird, nur gab man ihm Ratschläge...ja geradezu väterliche Ratschläge (naja, altersmäßig könnte Bernd auch Maxis Vater sein). Naja, dafür konnte er ihm ein paar Tipps in Sachen Hunde und unsere Beschäftigung geben...da wusste offenbar mein Zweibeiner etwas mehr als der von Johnny :-)



Seminare machen schon Schnüffelsinn

Habt ihr Zwei- und Vierbeiner eigentlich schon mal Seminare besucht? ich meine zum Thema Hund? Ich kann euch das nur an Herz und Nase legen...besonders den Zweibeinern. Denn ehrlich gesagt, sind die meisten Seminare für uns Hunde nach kurzer Zeit recht langweilig...es sei denn sie sind mit einer Hundeaktivität gekoppelt wie eine Wanderung oder so...


Kräuter erschnüffeln
Foto: Antje Hachmann

Zum Glück kein Ernstfall :-)
Foto: Antje Hachmann
Aber was die Zweibeiner dort lernen reicht für mehrere Wochen Spaß. Glaubt mir liebe Fellnasen, selbst wenn das gelernte schief geht ist es lustig die Menschen dabei zu beobachten...Und vieles ist auch echt nützlich, so hat mein Celebral-Interface Maxi mal ein Kräuterseminar besucht mit anschließender Wanderung oder einen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde. Apropos Erste-Hilfe-Kurs: Die PfotenBar, einer der Läden in der Gegend, bietet Mitte Mai einen zusammen mit der Tierärztin Dr. Lohr aus der Tierarztpraxis Dr. Bartels an. 

Das Rudel rockt die PfotenBar
Foto: Antje Hachmann

Doch für unsere Gesundheit muss man nicht erst was tun, wenn wir uns verletzt haben. Schon beim Füttern gehts los. Hierzu bietet die Chefin der PfotenBar, Gabriele Tischler, demnächst in ihrer "Kuschelecke" im Laden Vorträge an. Der nächste ist am 8. März, da geht es um "Mythen und Vorurteile beim Barfen" und am 22. März geht es um "Barf in der Praxis". Oder schaut doch mal in eurer Umgebung oder fragt euren Tierarzt, sicher gibts da auch interessante Angebote.

Liebe Zweibeiner, man muss ja nicht alles von so Seminaren sklavisch befolgen und einiges ist sicher auch kritisch zu hinterfragen...nichts ist in Stein gemeißelt (niemand von euch Zweibeinern hat die Weisheit für sich gepachtet...die haben nämlich wir Hunde ;-) ). Aber von der Erfahrung anderer kann man viel lernen und sich inspirieren lassen...und wie sagte ein weiser Zweibeiner einmal: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." Also mein Futter wird jedenfalls mit wachsendem Wissen meines Celebral-Interfaces immer besser :-)


Mittwoch, 5. März 2014

Neue Gedanken zu meinem alten Feind (dem Neufundländer)

Einige haben mich gefragt, was denn mit meinem Intimfeind, dem Neufundländer geworden ist. Nun, wir sind keine Freunde geworden. Nicht im Entferntesten. Ich dreh immer noch voll am Rad und sträube mein Fell wie bei sonst keinem (Nacken, Hüfte, Schwanz...und wenn ich könnte auch die Haare zwischen meinen Pfoten).

Aber ich muss ihn wohl oder übel ab und an "ertragen"...Denn mein Zweibeiner hat mit einem anderen Obdachlosen geredet, den er offensichtlich besser kannte (keinen Plan, woher Maxi auch solche Leute kennt, aber mich wundert da so langsam eh nichts mehr...naja, soziale Schichten sind jedenfalls genausowenig ein Kriterium für ihn wie für mich: mit dem Hund des Obdachlosen hatte ich mich schon früher mal angefreundet, er heißt übrigens Marx). 

Jedenfalls hat der Zweibeiner von Marx ihm wohl erzählt, dass sowohl der Neufundländer als auch sein Herrchen "in Ordnung" seien. In Ordnung? Hatte ich da richtig gehört? ich hatte da sogar kurz das Spielen mit Marx vergessen...das kann der doch nicht ernst gemeint haben. Jedenfalls sei der Neufundländer harmlos, wohl etwas dümmlich, daher hört er wohl auch nicht auf seinen Zweibeiner (na wenn ich da so an unsere 1. Begegnung denke, wo der blöde Hund einfach über die befahrene Straße – mit je 2 Spuren in jeder Richtung – lief, kann ich das nur bestätigen). Aber die beiden wären wohl unzertrennlich und er würde seinen Hund sehr lieben.

Na und, sowas muss dennoch weggesperrt werden, ist doch eine Gefahr für sich und andere...dachte ich zuerst...aber dann zeigte mir mein Zweibeiner, dass das ja so gar nicht unähnlich bei uns sei...nur eben irgendwie anders, denn die beiden, der Neufundländer und sein Zweibeiner ja auch anders sind als wir...aber dennoch können sie die gleichen Gefühle haben...

Daher hat sich Maxi entschieden, doch nicht gegen den blöden Neufundländer und seinem verantwortungslosen Zweibeiner (sorry, ich mag euch immer noch nicht!) vorzugehen, das Ordnungsamt zu informieren oder so. Also auch wenn ich die beiden nicht mag (das muss ich ja auch gar nicht), aber irgendwie kann ich das nun verstehen...und ich muss wohl damit leben, dass ab und an in meinem Revier sich ein blöder Neufundländer rumtreibt. Naja, so ein bisserl Adrenalin ist ja ab und an auch ganz gesund....und wer weiß...am Ende werden wir vielleicht trotzdem Freunde ;-)

"ICH bin ja ein friedliches Kerlchen" ;-)
© Foto: Antje Hachmann