Sonntag, 4. Dezember 2016

*[Buchvorstellung] 3 Bücher kurz vorgestellt - ALLfonzz / Aus dem Leben eines Rüden / Dog Management

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Heute will ich euch gleich 3 Bücher vorstellen. Alle 3 sind sehr unterschiedlich, aber auf ihre Weise auch sehr kurzweilig.

Eines davon ist sogar aus Hundesicht geschrieben! *jawohlwoaffwedelfreu*

Stimmt Rico, war ja klar, dass du dich da auch einmischst :-)

Na hör mal, ist doch canilogisch, dass mir das gefällt, schließlich schreiben wir ja hier in unserem Blog auch oft aus Hundesicht *ohrennachvorn*

Soso, canilogisch...etwa so, canilogisch wie dein Lesen? ;-)

Lesen? Das ist doch deine Aufgabe *frechwedel* Ich hab die Bücher beschnüffelt, das reicht!

Klar, die Arbeit bleibt an mir hängen. Aber nun zu den Büchern, vielleicht ist ja die ein oder andere Idee für Nikolaus oder Weihnachten dabei ;-)


Das Lesen überlass ich dir, ich bin für's Schnüffeln zuständig *frechwedel*
Foto: Der Papagraf


**ALLfonz - Die knochentrockene Wahrheit über Teenager, Eltern und andere Aliens
Aus der Sicht eines Hundes beschreibt "ALLfonz - Die knochentrockene Wahrheit über Teenager, Eltern und andere Aliens" (190 Seiten) die Welt der 2-Beiner. Auch hat er eine eigene Facebook-Seite. Da wir ja auch in unserem Blog des öfteren aus Hundesicht schreiben, fand das Buch sogleich meine Sympathie. Und dank der humorvollen Schreibweise des Autors Andreas Buck sind die Abenteuer von Allfonzz und seine Analyse der Menschenwelt äußerst unterhaltsam (Allfonzz Geschichten gibt es für 9,80 Euro). Und so wie mein Doggen-Wookiee Rico manchmal schaut, so ist auch für ihn wie für Allfonnz die Menschenwelt voller Aliens :-)

Das kann ich dir aber laut wuffen! *jawohlwoaffwedel*




**Aus dem Leben eines Rüden
In 25 satirischen Hundegeschichten schreibt der Autor Sören Emmzwoaka amüsant über typische Situationen, die wohl jedem Hundehalter bekannt sind. Daher findet sich wohl jeder Leser in der ein oder anderen (oder auch allen) Geschichten wieder. Doch es ist kein Ratgeberbuch im typischen Sinne, nicht wissenschaftlich oder besserwisserisch, dafür mit umso mehr Humor, der aber auch zum Nachdenken anregt. Die Kürze der in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten aus dem prallen Hundeleben ist sehr leserfreundlich und kurzweilig. Das Büchlein (80 Seiten) kostet 5,99 Euro.



 
**Dog Management
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn ich selber glaube, dass sich ein guter Führungsstil, der Mitarbeiter auch motiviert, sich viel von Hunden abschauen kann. Dabei geht es um Loyalität, Vertrauen, Teamgeist, Motivation etc. Also eigentlich ganz klassische Begriffe, insofern habe ich auch im Buch nichts Neues erwartet. Doch gerade weil ich in einigen Punkten anderer Meinung als der Autor Ulv Philipper bin, fand ich das Buch sehr inspirierend (wie gesagt, liegt aber auch daran, dass mich das Thema sehr interessiert). Als Hunderatgeber eignet es sich allerdings meiner Meinung nach nicht. Ich glaub aber auch, dass das nicht die Intention des Autors war, denn bereits im Vorwort schreibt er: "Es ist kein Hundebuch geworden." Aber so ein richtiges Managementbuch ist es nun leider auch nicht. An vielen Stellen bleibt es unkronkret. Immerhin versucht es den schwierigen Spagat, der wie ich finde durchaus ein Ansatz ist, über den sich nachzudenken lohnt - angesichts der vielen Managementfehler und der Zunahme von psychischen Erkrankungen bei den Arbeitnehmern in den letzteten Jahren. Der Schreibstil ist jetzt nicht so mein Geschmack, aber über den lässt sich ja bekanntlich streiten ;-) Der Preis von 25,- Euro für die gebundene Ausgabe (178 Seiten) finde ich aber mehr als happig für den Inhalt.





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Donnerstag, 1. Dezember 2016

*[Produkttest] Noordwijk, eine Stadt für Hunde - oder: Wie Rico das Meer kennen lernte

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Was für ein schnüffelspannendes Wuffenende! Ich habe endlich das Meer gerochen, gesehen und auch am Fell gespürt. Schon als Welpe hatte mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian mir versprochen: "Eines Tages zeige ich dir das Meer!" Das hat für ihn eine große Bedeutung, denn er selber verbrachte große Teile seiner Kindheit am Meer und war als Kind oft mit Hund dort in den Ferien. Freilich dachte er damals eher wohl an das Mittelmeer... *amohrkratz* Aber egal, hauptsache Meer! *jawohlwoaff*

Zum 1. Mal bin ich am Meeresstrand...

Stimmt Rico, ich hatte tatsächlich eher das Mittelmeer im Sinn damals. Aber so war die Einladung zur Pressereise in mehrfacher Hinsicht klasse. Denn so konntest du die Nordsee kennen lernen.

Das kannst du mal laut wuffen! Ich bin seit dem voll der Fan von Noordwijk! Dieser Strand und diese Dünen... *seufz*

Na da kommt das Döggelchen ins Schwärmen, was? :-)

Ach komm, du konntest es doch auch kaum abwarten. Kaum waren wir angekommen und hatten eingecheckt, hast du das Auto nur kurz entladen, deine Treckingschuhe angezogen und ab ging's!

Info-Mappen und Leckerchen
Ja, stimmt, aber du hast die Begrüßung im *Vakantiepark Duinrust vergessen. Die war auch schon sehr vorbildlich. Ich erhielt eine Mappe mit allen wichtigen Informationen, auch mit Telefonnummer eines Tierarztes, eine kleine Karte der Umgebung, Wandertipps, Einkaufsmöglichkeiten, Hausordnung etc. Die bekommen alle Gäste, die war nicht extra für uns (denn es gab noch eine andere Informationsmappe für Journalisten und Blogger, die wir auch beim Enchecken erhielten). Außerdem gab es noch ein Tütchen mit Leckerchen für Rico von *I Love Dogs, einem Hundeladen in Noodwijk und die Einladung zum 3-Gänge-Menu im *Langs Berg en Dal. Aber danach gings dann endlich ab in die Dünen und zum Strand - schließlich sollte mein kleines Döggelchen zum 1. Mal im Leben das Meer sehen und riechen :-)

War ja klar, dass Rico sie beschnüffeln muss :-)

Naja, kein Wunder, dass ich das nicht erwähnt habe, ich hab ja im Auto warten müssen... *brummm* Und so Infomaterial ist ja eher für euch felllose Primaten interessant *frechwedel*

Mach mal hinne! Ich will endlich zu diesem Meer!

In den Dünen gibts immer wieder atemberaubende Ausblicke
Na dafür warst du umso schneller in den Dünen. Die liegen übrigens genau am Bungalowpark. Direkt am Anfang des Weges fragte ich ein älteres Paar nach dem Weg zum Strand. "Folgen sie einfach den grünen Pflöcken", kam die freundliche Antwort. Nein, bevor ihr was falsches vermutet: Wir hatten nichts gerauch und wir waren auch nicht im Mittelerde (obwohl die Dünen eine tolle Kulisse dafür abgegeben hätten). Tatsächlich sind die Wege dort mit Pflocken verschiedner Farbe markiert, wir sahen beispielsweise auch blaue Pflöcke. Toll fand ich, dass Fußgänger, Reiter und Fahrradfahrer alle eigene Wege hatten und sich so zwar begegnen aber nicht in die Quere kommen konnten. Auch an der ausgesprochenen Freundlichkeit der Menschen dort, könnten sich hierzulande einige ein Beispiel nehmen (wir wurden nahezu von jedem begrüßt, egal ob Hundehalter, Jogger, Fahrradfahrer oder Reiter). Und so folgten wir den grünen Pflöcken und fanden nach etwas mehr als einer Viertelstunde den Strand.





Ach komm, gibt nicht so an! Als ob das soooo einfach wäre... Auf dem Rückweg hast dich dann doch verlaufen *frechwedel*

Wohl wahr, mein Döggelchen :-D Du kennst doch meinen Orientierungssinn.

Klar, hab ihn ja dann auf dem Rückweg mal wieder voll mitbekommen *frechwoaffwoaff*

Als ob du Doggen-Wookiee mein Verlaufen nicht meistens genießt, vor allem wenn es in so schönen Gegenden wie dort in den Dünen ist.

Stimmt, für mich als Hund ist das toll, denn so laufen wir länger gemeinsam und es gibt mehr zu erschnüffeln. Dass es dunkel wurde, hat mich gar nicht gestört, ich verlass mich auf meine Nase und du hast doch eh immer ein kleines Taschenmesser und eine kleine Taschenlampe dabei, das reicht doch als Ausrüstung *abenteuerlustigwedel*

Daher sagte ich ja zu dir mit einer gewissen Genugtuung: "Und einige lachten mich aus, weil ich immer Taschenmesser und Taschenlampe dabei habe. Die wissen halt nicht, was alles passieren kann, wenn man mit Hund unterwegs ist."

Und ohne Orientierungssinn! *frechwedel*

Der Olle hat echt null Orientierungssinn. Gut, dass er mich mit meiner Nase hat *frechwedel* und ne Taschenlampe ;-)

Hey Kleiner! Ich war jedenfalls echt froh darum, sonst hätten wir im dunkeln die grünen Pflöcke wohl kaum gesehen. Und nein, mein Handy hatte dort keinen Empfang, dieses Wunderwerk der Technik war mir also beim Finden des Heimweges in etwa so Hilfreich wie die Brotkrumen für Hänsel und Gretel.

Das Bad war sehr sauber und geräumig
Nach der mehr oder weniger unfreiwilligen "Nacht-Dünenwanderung" machten wir es uns in unserem Bungalow gemütlich (das Chalet kostet € 54,- pro Nacht; exklusive Endreinigung, Bettwäsche, Kurtaxe und Kosten für den Hund). Der ist im übrigen sehr geräumig, hat sogar einen kleinen eigenen Garten. Die Ausstattung ist echt klasse und nahezu neuwertig - sogar ein DVD-Player war vorhanden. Das TV empfängt auch deutsche Sender. Auch in der Küche, die fließend in den Wohnbereich übergeht, war alles was man brauchte. Das Bad war sogar recht geräumig. Jedenfalls hab ich schon in Hotels kleinere Bäder gesehen. Alles top sauber!

Also die Couch ist echt bequem...
Bevor du dazu kamst,
war's bequemer *brumm*
Nun, nach unserer Dünen-Wanderung wieder im Bungalow vom Vakantiepark Duinrust angekommen, bezog ich zuerst das Bett mit unserer Bettwäsche. Zwar war es schon vom Park bezogen worden, aber ich nehme auf Reisen immer eigene Bettbezüge mit. Wieso? Ganz einfach: ich kenne doch mein Döggelchen :-D Und der pennt nun mal gern im Bett - auch mit seinem Dreck :-) Aus Rücksicht nehme ich also daher immer Bettwäsche mit; ein paar Decken hab ich eh immer im Auto (für alle Fälle! Eigenen sich nicht nur gut für Hunde, auch für spontane Picknick-Aktionen ;-) ), und die breitete ich nun auf der Couch aus. Glücklich und zufrieden, machten wir beide es uns dort dann gemütlich. Wohlig brummend kuschelte sich Rico an mich. Das hatte aber zur Folge, dass auf der eigentlich recht bequemen Couch für mich nicht mehr so viel Platz war...aber egal, als Hundehalter (noch dazu vom Typ Molosser) bin ich das ja gewohnt und verzichte daher gern auf eine bequeme Liegeposition, man ich ja mitlerweile yogatechnisch geübt den Platz mit seinem Hund zu "teilen" :-D Und so schliefen wir am ersten Abend gemeinsam auf der Couch ein. Doch des Nachts wachte ich auf...wahrscheinlich, weil ich ungewohnt viel Platz auf dem Sofa hatte. Wo war denn Rico? Ich stand auf und schlurfte ins Schlafzimmer. Und dort lag das Döggelchen, hob den Kopf, die Ohren nach vorn und schaute mich an: "Kommst du auch endlich ins Bett!" Mit einem breiten Grinsen legte ich mich zu ihm.

Am folgenden Tag waren wir dann zu einem 3-Gänge-Lunch-Menu in Langs Berg en Dal eingeladen. Das war genau das richtige nach unseren Dünenwanderung am Vormittag.

Im Wintergarten des Langs Berg en Dal verbreitet der Kamin eine wohlige Wärme und Atmosphere

Wo dich wieder verlaufen hast *gäääähn* Bei Tageslicht wohlgemerkt *frechwedel* 

Nur bei der 1. Runde! Und beschwer dich nicht, denn statt wie geplant nur 1 Stunde, waren wir so über 2 Stunden unterwegs, was dir sichtlich gefiel.

Was Kuckt ihr so?

Ist ja schon gut! So haben wir ja am kommenden Tag auch die lustig starrende Ziege entdeckt. Die hat geschaut, als ob wir von einem anderen Planeten kämen *freudigwedel*  Nur hätten wir dann auch ruhig mal zum Strand gehen können.

Im Langs Berg en Dal sind Hunde willkommen!
Das waren wir doch dann nach dem Essen im Langs Berg en Dal. Auch dort ist man mit Hund sehr willkommen. Rico bekam sogleich einen Napf mit Wasser und einen großen Hundekeks. Ich konnte beim 1. Gang zwischen 2 Suppen wählen: Erbesen- und Tomatensuppe. Ich entschied mich für Letzteres und sie schmeckte mir ausgezeichnet. Ebenso der Hauptgang, den ich von der Karte aussuchen durfte. Aber ich ließ mir von der kelnerin was empfehlen, angeblich eine Spezialität des Hauses.

Und du hast sie auch noch falsch verstanden *amohrkratz* (in Menschensprache: mit der Hand gegen die Strin klatschen:-) )

Mein Holländisch ist echt nicht der Rede wert. Sie empfahl mir Pfannekuchen mit etwas, was sich für mich wie "Herz" anhörte. Ich fragte sie auch 2 Mal nach und sie wiederholte das Wort. "Okay, ich versuchs mal", sagte ich dann mit einer Mischung aus Neugierde und Unglauben. Was dann kam war dann für mich eine echt tolle Überraschung: Pfannekuchen mit einem kleinen Töpfchen Hirschragout (Hirsch hörte sich für mich mit dem holländischen Akzent wie Herz an). Und ich mag ja Wild.

Ich auch *leftzenlecksabber*

Ich pass hier doch nur auf...*unschudligguck*
Ja, du hast den Tisch nicht aus den Augen gelassen. Und sogar verteidigt ;-)

Ach, du meinst wegen dieser seltsamen Frau *grrrrr* Ich glaub ja, dass die gar nicht mich kennen lernen wollte, die hat nur so getan, um dich anzuquatschen!

Und wie kommst du darauf?

Na so ungeschickt, wie sie sich mir genähert hatte - die hatte NULL Ahnung von Hunden. Kam von hinten und beugte sich auch noch über mich *grrrrrr*

Deine Reaktion war zwar nicht vorbildlich ;-) aber dafür umso witziger. Ich konnte kaum ein Grinsen unterdrücken. Du saßt da mit Blick auf mich als sie näher kam, hast gaaaaanz langsam, fast in Zeitlupe deinen Kopf gehoben...bis deine Nase zur Decke zeigte und sie schräg aus den Augenwinkeln angeschaut. Dein Blick sagte ganz klar: "Komm blos nicht näher, Alte!" :-)

Was die aber dann doch tat *brummmm*

Und du sprangst wie eine Stahlfeder hoch und schnapptest gezielt daneben. Respekt!

Die war dann ganz schön blass und steif *ohrennachvorn*

Naja, toll war deine Aktion ehrlich gesagt nicht, eher peinlich. Doch ich fands dennoch lustig ;-) Aber zurück zum Essen. Also diese Kombi, der süßliche Pfannekuchen mit dem Hirschragout zusammen, einfack lecker und absolut passend zur Jahrezeit und dem Wetter draußen. Als Nachtisch konnte cih zwischen verschiednen Kuchen wählen, doch ich weiß gar nicht welche es alle gab. Denn als die Kellnerin bei ihrer Aufzählung Zitronentarte erwähnte war meine Wahl getroffen. Auch die war lecker, wenngleich ich sie saurer bevorzuge (allerdings bekommt man die so sauer nirgends; ich kam in den Genuß meist auch nur, wenn eine meiner Ex-Freundinnen sich beim Backen vertan hatte).

Okay, für ein Foto posier ich, aber dann spielen wir wieder *freuwedel*

Nach dem verzüglichen Essen ging es zunächst zurück zum Bungalow, kurz umziehen und ab wieder in die Dünen. Diesesmal fanden wir auch wieder den Strand. Und Rico ging schon auf der letzten Düne ab, als ob der Doggen-Wookiee auf dem Millenium Falcon aus Star Wars surfen würde, stürmte Rico dem Meer entgegen.

Da rennt das Döggelchen dem Meer entgegen :-)
 
Am Strand konnten wir nach Herzenslust und Hundewonne schlendern und toben. Zu dieser Jahreszeit ist er für Hunde frei (im Sommer zwar nicht, dafür gibt es aber einen extra Hundestrand). Der kleine Doggen-Wookiee Rico hatte seine helle Freude. Es war ganz offensichtlich für ihn ein ganz tolles, ja wuffastisches Erlebnis. Schließlich war es nicht nur eine neue Umgebung, sondern auch viele neue Gerüche für ihn. Schon das Meerwasser roch für ihn ja ganz anders als das ihm allzubekannte Süßwasser des Rheins.


 


Klar, schon wegen dam Salz darin...und dann die vielen anderen meeresgerüche, von den toten Fischen oder den Muscheln am Strand, die Algen.... Das war alles neu für mich...und schnüffelspannend! 

Soooo viele neue Gerüche...



Das hab ich gemerkt, mein Kleiner. Die Meerluft tat uns echt gut (auch wenn ich sie nicht so auf molekularer Ebene riechen konnte, wie mein Fellpartner). Und so alberten und spielten wir zwischendurch miteinander - sehr zur Belustigung der anderen Spaziergänger :-) Wir hatten voll unseren Spaß und konnten gar nicht genug davon bekommen.

Hier gibt's sooooo viel Neues zu erschnüffeln...

Das kannst du laut wuffen! *heftigwedel* 

Daher haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, vor der Heimreise nochmal mit Femke de Jager von *Noordwijk Marketing, die die Reise organisiert hat, durch die Dünen zu wandern.

Mit Femke de Jager von Noordwijk Marketing in den Dünen

Mit Fanny van den Burg vom
Vakantiepark Duinrust
Die fand ich voll schmackofatz
*frechwedel*
Die war voll wuffig nett! Wie eigentlich alle in Noordwijk. So auch Fanny van den Burg vom Bungalowpark, die ich beim Auschecken auch kennen lernte - sie gab dir ja die Leckerchen für mich mit *leftzenleck* Und für mich war dieses neue pfotentastische Erlebnis mit meinem Menschenpartner ein absoluter Highgeruch (Menschensprache: Highlight)! Ich kann verstehen, warum dir das Meer so gefällt, Partner. 


PS: Mehr Filme aus Nordwijk werden die Tage auf unserem Youtube-Kanal veröffentlicht!








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Sonntag, 27. November 2016

[Interview] Ralf Seeger setzt sich ein, weil "Tiere keine Lobby haben"!

Ralf Seeger - ein Kerl wie ein Berg, volltätowiert. Viele Menschen hätten da Vorurteile, würden ihm auf der Straße ausweichen. Als "Harter Hund" (so auch der Name seiner bald wieder auf dem Sender Vox laufenden TV-Reihe) würden ihn wohl viel bezeichnen - auf den 1. Blick. Dass Ralf auch eine "weiche" Seite hat, nämlich für Tiere, wissen die, die ihn kennen. Daher kann Ralf, den wir vor mehr als 3 Jahren kennen gelernt haben, nur darüber lachen, wenn jemand ihm vorwirft, dass sein Tierschutz - häufig vor Ort! - nur zur Eigenpublicity dient. Am Rande der Mahnwache seines Vereins Helden für Tiere e.V. am 19. November hatten wir die Gelegenheit mit Ralf, der selber 4 Hunde und ein Schwein hält, darüber ein Kurzinterview zu führen. Und Rico hat sich voll gefreut seinen Kumpel Ralf mal wieder zu beschnüffeln, er hat ihn sogleich wiedererkannt - naja, so wie Ralf ihn jedes Mal mit Leckerchen verwöhnt :-)



Daumen und Rute (leider hinter Ralfs Rücken) hoch für den Tierschutz!


1) Warum engagierst du dich so sehr für Hunde?

Das liegt an meiner eigenen Vergangenheit. Ich bin bei meinem Vater mit Tieren aufgewachsen. Und schon seit meiner Kindheit habe ich viel Elend, Leid und eine Menge „Schmutz“ miterlebt – sowohl bei Menschen, als auch bei Tieren. Aber anders als die Menschen, können sich Tiere nicht so artikulieren, sie haben somit keine Lobby und gehören zu den schwächsten Wesen in unserer Zivilisation. Die Aufgabe des Starken ist es aber, die Schwachen zu schützen.

Ralf und andere Tierschützer auf der Mahnwache in Düsseldorf

2) Was ist dir beim Tierschutz denn wichtig?

Ralf spricht zu den Anwesenden
Dass nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird. Ich bin eben der Typ, der eher anpackt, als quatscht. Klar ist Reden auch wichtig, um aufzuklären – so wie wir heute hier auf der Mahnwache oder wie du es machst mit deinem Blog GASSIREPORT. Aber du weißt aus eigener Erfahrung auch, dass man auch Taten sprechen lassen muss. Deswegen helfen wir auch immer vor Ort. Denn es bringt nichts, alle Tiere hier ins Land zu holen. Nicht selten bedeutet so eine Reise für sie auch übergroßen Stress. So ändert sich aber nichts, es sorgt nur für den Hunde-Import, woran ja viele auch mitverdienen. Aber wenn wir wirklich was ändern, etwas für die Tiere tun wollen, dann muss das vor Ort geschehen!



3) Viele werfen dir ja vor, dass sei alles nur Öffentlichkeitsarbeit...

Auch Ernstes spricht Ralf an
Das ist Quatsch! Jeder der mich persönlich kennt, weiß, dass ich das aus vollem Herzen tue und dahinter stehe. Das sind so typische Vorwürfe von Neidern und Hatern, denn auch im Tierschutz gibt es Schwarze Schafe, die sich darüber nur profilieren möchten. Das brauche ich ja nicht, denn ich bin ja schon bekannt. Ich nutze halt nur meine Bekanntheit als Kickboxer, Mixed Martial Arts Kämpfer, Unternehmer und Schaupspieler um den Tieren zu helfen. Ich habe über 4 Jahre mit den TV-Leuten gesprochen, bis endlich eine Sendung über die Tierhilfe in Rumänien produziert wurde – nicht die sind zu mir gekommen. Ich nutze meine Bekanntheit für die Tiere. Also wenn schon Öffentlichkeitsarbeit, dann für die Tiere!

Gemeinsam für den Tierschutz

Schon toll, wie sich manche für den Tierschutz engagieren - denn wir Tiere haben leider keine Lobby...



Sonntag, 20. November 2016

[Interview] Im Gespräch mit dem Hund-Mensch-Therapeut José Arce

Der auf Mallorca lebende Buchautor und Hundetrainer - oder was er bevorzugt: Hund-Mensch-Therapeut - José Arce (seine Facebook-Seite findet ihr hier) nahm vor einiger Zeit wegen eines Blogbeitrages mit uns Kontakt auf. Doch was eigentlich als kurzes Telefonat gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem längeren interessanten Gespräch - und daraus entstand dann auch die Idee eines Interviews.

Es hat dann aber doch recht lange gedauert, bis ihr das dann endlich geführt habt *frechwedel*

Stimmt Rico, aber war ja auch eine Menge los in den letzten Monaten. Einen kleinen Einblick davon können unsere Leser ja in unserem Blog hier und auf unseren Social Media Seiten (Facebook, Youtube, Instagram, Twitter, Google+) bekommen. Aber irgendwann haben wir es dann doch geschafft. Und auch wenn es hier wie ein Frage-Antwort-Interview rüberkommt, so war es viel mehr ein lockeres Gespräch. Und in einem Punkt waren wir uns sogleich einig: Wenn die Beziehung zwischen Hund und Halter gut ist, ist der Rest allerhöchstens sekundär. Aber lest selber, was José zu sagen hat!


José mit einer seiner 5 Doggen
Foto: Pressefoto

Eigentlich wolltest du doch nach deinem 1. Buch, wo es um Gefühle und Beziehungen geht, keinen Hunderatgeber schreiben. Was hat deine Meinung geändert?

Streng genommen ist es ja kein Ratgeber-, sondern ein Praxisbuch. Denn durch meine zahlreichen Lehrgänge konnte ich viele Mensch-Hunde-Teams kennen lernen. Dabei sind mir vor allem 2 Punkte aufgefallen, die auch in eurem GASSIREPORT immer wieder eine große Rolle spielen: 1) eine große Unwissenheit über Hunde und 2) zu wenige Empathie und Verständnis für das Hundewesen. Viele Menschen sind einfach zu ungeduldig im Umgang mit ihrem Hund. Statt dessen sollten sie die Zeit mit ihrem Hund und seine Instinkte mehr genießen.

So erkläre ich mir auch, warum so viele Menschen Probleme mit ihrem Hund haben. Denn streng genommen gibt es keine wirklichen Problemhunde! Das ist eine der seltsam-skurrilen Auswüchse derzeit in der Hundeszene. Und da ich nicht nachvollziehen kann, dass man sich über Hunde und ihr Wesen nicht informiert, wenn man einen hält, war also ein Buch die logische Konsequenz um mehr Informationen zu verbreiten.


Aber einige haben auch schwierige Hunde, eventuell mit eine schwierigen Vorgeschichte...

Ja, aber für mich sind Schwierigkeiten in erster Linie etwas Neues, was es zu erkunden und entdecken gilt. Das muss man also gar nicht so negativ sehen, eher neutraler, als einfach etwas, was man so noch nicht kennt. Und schon strahlt man mehr Ruhe aus. Das ist wegen der Stimmungsübertragung viel besser, als der Frust darüber, dass irgendwas nicht geklappt hat. Und nur weil sie scheitern oder mit sich unzufrieden sind, projizieren sie das auf ihre Hunde und deklarieren sie als Problemhunde. Das ist zwar menschlich, aber unfair.


In deinem Buch schreibst du, dass in jedem Hund ein Wolf steckt. Da würde dir aber so mancher Wissenschaftler widersprechen.

Ich schrieb das Buch auch nicht als wissenschaftliche Abhandlung, sondern für den Otto-Normal-Halter. Daher ging es mir hauptsächlich um Verständlichkeit und nicht um wissenschaftliche Genauigkeit. Ob im Chihuahua nun 2 Prozent, 1 Prozent oder 0,873 Prozent von den Genen noch vom Wolf sind und bei anderen Hunderassen mehr oder weniger ist sicherlich wissenschaftlich interessant, aber für meine Botschaft nicht so relevant. Wichtig bei dem bildlichen Vergleich war mir, dass der Hund von einem Raub- und Rudeltier abstammt und sich daraus gewisse Verhaltensweisen ableiten. So wie auch bei uns Menschen bei den Primaten.


José rennt nicht weg, sondern mit seinen Hunden :-)
Foto: Pressefoto

Aber vermenschlichst du den Hund nicht an manchen Stellen?

Nein, nicht wirklich. Denn der Hund ist kein wildes Tier mehr. Er hat mit uns Menschen ja eine Koevolution mitgemacht. Und Domestizierung ist immer auch eine teilweise Vermenschlichung. Die Frage ist nur, welches Maß. Ich sage: Genieße den Hund wie einen Menschen, aber lass ihn Hund sein!


Wie meinst du das?

Nun ja, viele sind doch gefrustet, wenn ihr Hund nicht wie ein Mensch reagiert. Das ist sehr egoistisch, denn er kann doch gar nicht anders, als wie ein Hund zu agieren. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich der Frust dann gegenseitig hochschaukelt. Daher schaue ich mir immer an, was das für ein Mensch ist, was das für ein Hund ist, und vor allem: was das für eine Beziehung ist Denn wenn Hund und Mensch sich verstehen, dann ist das für mich eine gute Beziehung.


Eine gesunde Beziehung zwischen Hund und Halter ist José wichtig - dazu gehört auch Empathie!
Foto: Pressefoto

Demnach würdest du sagen, dass Beziehung vor Erziehung geht?

Eine gute Beziehung macht die Erziehung auf jeden Fall leichter. Allerdings würde ich das nicht so ganz strikt trennen, denn so manche Beziehungsarbeit erzieht auch und so manche Erziehung ist auch förderlich für die Beziehung. Dabei helfen einem Menschenverstand und Bauchgefühl!Viele Menschen machen sich einfach zu viele Gedanken, sind zu kopflastig bei der Sache, dabei ist es viel einfacher als viele denken. Daher sage ich immer: Erkenne, respektiere und liebe deinen Hund!



 
Vor Kurzem erschien das **Praxisbuch von José Arce im GU Verlag (Preis: 16,99 Euro), in dem er den Haltern nahe zu bringt, sich mehr auf das Bauchgefühl zu verlassen und eine gute Beziehung zu ihren Fellfreunden aufzubauen.




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