Sonntag, 10. Juni 2018

*Zeckenschutz für Hunde von AniForte ohne Chemie!

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Mit der Parasitenabwehr auf Naturbasis von AniForte haben wir gute Erfahrung gemacht - eine echte Alternative zu Chemie!

Gemeinsam liegen wir auf der Couch. Chillen ist angesagt. Bei den heißen Temperaturen genau das Richtige. Da spreizt mein Doggen-Wookiee Rico seine Hinterbeine, entblößt so seine Kronjuwelen. Am Sack hängt eine Zecke...


Zum Glück ist Rico nicht so ein Zeckenmagnet, wie ich es schon oft bei anderen Hunden gesehen habe. Aber je nachdem wo wir gerade unterwegs sind – und wie stark „Zeckenverseucht“ das Gebiet ist - fängt auch er sich ein bis zwei dieser lästigen Parasiten ein. Chemische Mittel wie Spot-Ons nehme ich nur ungern, weil ich den Körper des kleinen Doggen-Wookiees bei Kurzaufenthalten nicht unnötig damit belasten will. Von Bernsteinketten oder ähnlichen „Beschwörungsformeln“ halte ich nicht viel – sie haben sich in der Praxis bei uns als nutzlos erwiesen. Viele schwören ja auf Kokosöl, womit wir auch recht gute Erfahrung gemacht haben – in der Stadt, im Park oder ähnlichen Auslaufgebieten. Dort ist die Zeckenplage aber (noch) nicht so groß. Aber was tun, wenn man sich längere Zeit in so einem Zecken-Gebiet aufhält? Da kam das Angebot diverse Produkte zur Parasitenabwehr von *AniForte zu testen genau richtig. Denn die sind darauf spezialisiert Naturprodukte für Tiere zu entwickeln. Ich war sehr gespannt, ob die genauso wirksam sind, wie die chemischen Mittel.

Einfache Verabreichung des SpotOns
Zuerst kam der SpotOn *Ectoprotex zum Einsatz. Den verabreicht man genauso wie von anderen Spot-Ons bekannt: ein paar Tropfen zwischen den Schulterblättern und am Steißansatz. Doch statt Chemie, wie man es sonst von Spot-Ons gewohnt ist, steckt in Ectoprotex reine Natur: Paraffinum liquidum, Margosa-Extrakt, Schwarzkümmelöl, Kokosöl, Zitronenöl und Geranienöl.


🐶 Yo, vor allem nach Zitrone hab ich gestunken. *schnauff*

Also ich fand den Geruch sehr angenehm. 😃

🐶 Klar, du magst ja auch Zitronen...frisst sie ja quasi pur. *schüttel*

Geschmäcker sind halt verschieden. Aber zurück zu unserem Test - denn noch etwas ist anders, als bei chemischen Spot-Ons: Während chemische Produkte nur einmal aufgetragen werden und dann eine gewisse Zeit einen Schutz bieten, muss man das AniForte-Produkt auf Naturbasis jeden Tag erneuern. Aber ich finde das eine höchst kleine „Unbequemlichkeit“, die ich gerne eingehe, um meinen Hund die Chemie zu ersparen. Man kann es ja bei einer Streichelrunde einfach mit einbauen.

Ein paar Tropfen des SpotOns zwischen die Schulterblätter...


...und dann noch ein paar Tropfen am Steiß.
Auch Djury testet den SpotOn...

Was die Wirksamkeit angeht, war ich mehr als überrascht. Ich habe damit gerechnet, dass eventuell weniger Zecken als sonst sich festsaugen. Aber es waren gar keine! Auch bei den anderen Hunden unseres Rudels, Djury und Smilla, war die Wirkung die gleiche – Null Zecken nach unseren ausgedehnten Spaziergängen im Wald. Und dabei waren wir zu dem Zeitpunkt in Süddeutschland und der Schweiz, also dort wo es um die Jahreszeit besonders viele Zecken gibt.



...ebenso die hübsche Smilla.



Ein weiteres Produkt, welches wir getestet haben, waren die *Zeckenschild-Kapseln. Darin sind natürliche und ausgewogene Spezialhefen an Malzkeimen und Biertreber enthalten, die versorgen den Hund mit einem speziellen Vitamin B-Komplex. Dieser wirkt wie ein natürlicher Schutzschild, der sich um Haut und Fell des Tieres legt und somit Zecken und andere Parasiten abwehrt. Die Kapseln bewirken, dass sich das Hautmilieu und der Geruch des Fells stoffwechselbedingt für Zecken und Parasiten abstoßend verändern, wobei der Geruch für den Menschen nicht wahrnehmbar ist.

🐶 Also ideal für die 2-Beiner, die den Zitronengeruch nicht mögen. *frechwedel*

Genau, du sagst es mein Kleiner. Die Verabreichung ist auch noch simpler als beim Spot-On: Einfach täglich eine Kapsel ins Futter tun und schon nach 2 Tagen wirkt es. Wobei so Nahrungsmittelhektiker wie Rico sie auch einfach so fressen, quasi wie ein Leckerchen.

🐶 Nahrungsmittelhektiker? *brummm* Hallo, was soll das? Ich steh halt auf Fressen, denn wo Essen ist, ist auch Freude. Da bist du doch nicht anders, du „Snackloch“. *frechwedel*

Tja, wie der Herr, so's Gescherr. 😀 Die Kapseln wirkten allerdings nicht so optimal wie der Spot-On: Manchmal fing sich das Döggelchen doch mal eine Zecke ein – so etwa 1 oder 2 pro Woche.


🐶 Aber was ist eigentlich, wenn ein Hund bereits einen Parasitenbefall hat? Beispielsweise durch Milben oder Flöhe? Gibt es da auch was? *ohrennachvornneugierigschau*

Ja, auch für diese „Felle“ hat AniForte was im Angebot: So beispielsweise den *Milben Stop Spray oder das *Floh Ex Pulver. Aber da du dahingehend keine Probleme hast, konnte ich es nicht testen. Sollte es aber ähnlich wirksam sein, wie die anderen Produkte, so finde ich sie eine tolle Alternative zu chemischen Mitteln.





🐶 Okay, aber jetzt genug Menschen-Gequasel. Jetzt wo ich so gut gegen Parasiten geschützt bin, schnapp dir die Leine und raus in die Natur. Den Zecken zeigen wir es! *freuwedel*

Alles klar, du Zeck-Schreck... 😂

🐶 Und so musst mir nicht mehr an oder auf den Sack gehen wegen ner Zecke. *megafrechwedel*



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Donnerstag, 7. Juni 2018

An manchen Menschen ist die Evolution und Zivilisation vorbei gegangen

🐶 Auch wenn es mir nicht leicht fällt, aber ich muss leider zugeben, dass das schlechte Image von Hundehaltern leider sehr häufig hausgemacht ist. *brummm* Statt Rücksichtnahme erlebe ich sehr häufig, dass sie davon ausgehen, die anderen würden Rücksicht nehmen. Schon seltsame 2-Beiner Logik...hat euch keiner gesagt, dass die Welt sich nicht um euch dreht? Aber noch caniunlogischer finde ich, wenn ihr felllosen Primaten euch so verhaltet, wie ihr selber nicht behandelt werden wollt. So beispielsweise oft in euren Urlauben (davon berichtet ja mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF).

🐶 Manchmal kann ich mich über das Verhalten so mancher felllosen Primaten nur wundern - offenbar war die Evolution sehr ungerecht im Verteilen von Talenten... *frechwedel* 🐾

Gerade in der Urlaubszeit zeigt sich, wie unzivilisiert ihr euch benehmen könnt. Nein, ich meine jetzt nicht eure Ballermann-Touren oder diesen kleinlich-spießigen Handtuch-Krieg am Swimmingpool. Sondern wie ihr euch als Gäste benehmt und mit fremden Eigentum umgeht. Wisst ihr nicht, dass ihr durch euer Benehmen allen anderen zeigt, wie ihr selber behandelt werden wollt? *ohrennachvorn*

Ihr diskutiert ja immer wieder gern über unser Benehmen und die Erziehung von Hunden. Aber wie sieht es denn mit eurer Erziehung aus? Manchmal benehmt ihr felllosen Primaten so, als wärt ihr erst vor einer Stunde aus der Höhle gekrochen...oder schlimmer: als hättet ihr erst gestern die Bäume verlassen. Dabei habt ihr doch so eine tolle Evolution hinter euch und so wuffig interessante Entwicklungen wie die Zivilisation. Nur merkt man es einigen 2-Beinern nicht an. Fast könnte man meinen, dass bei denen der Frontallappen (wo einige ja den Sitz des "zivilisierten Denkens" ausmachen) die Evolution nicht mitgemacht hat. Dafür scheint die Amygdala stärker gewachsen zu sein. *pansigfrechwedel*

🐶 Menschen mit starker Amygdala und unterentwickeltem Frontallappen braucht kein Hund... *skeptischschau* 🐾

Ist es für einige von euch echt so schwierig logisch zu denken? Vorausschauend mitdenken wird offenbar immer seltener. Aber dann frag ich als Hund mich mal, was für ein Sinn hat der Pakt, den einst unsere Vorfahren mit euch schlossen noch? Denn wir Hunde erfüllen noch unsere Aufgabe darin, ja mehr noch, im Laufe der Zeit haben wir noch weitere Aufgaben dazu bekommen - neben der Funktion als Jagdpartner und Stammesbewacher sind wir mittlerweile viel mehr Sozialpartner.

Partner

Ihr werft dafür euren Verstand, eure Logik und nicht zuletzt das vorausschauende, planvolle Denken (welches euch dazu bewogen hat, Vorräte für schlechte Zeiten anzulegen, was ja auch meinen Vorfahren, den Stammeswölfen zu Gute kam). Aber wenn ihr das nicht mehr macht, dann kündigt ihr doch quasi den Pakt mit uns. Mittlerweile komme ich sogar fast zu der Frage, inwiefern sind solche unzivilisierten und unerzogenen 2-Beiner überhaupt in der Lage einen Hund zu erziehen? Denn wenn ihr selber nicht erzogen seid, könnt ihr es doch auch nicht weitergeben. Hoffe, das ist für euch felllose Primaten jetzt nicht zu canilogisch. *frechwedel* Und falls doch, dann denkt mal über folgendes nach: Zivilisierte Menschen haben die Wahl und somit die Freiheit sich eben zivilisiert oder unzivilisiert zu benehmen (je nach Situation kann ja Letzteres auch Spaß machen), diese Freiheit haben unzivilisierte Menschen nicht - ihnen bleibt eben nur die Primitivität. *doppelfrechwedel* 🐾


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (07/2018) "Das schlechte Image von Hundehaltern ist hausgemacht" 


Mittwoch, 9. Mai 2018

Eure 2-Beiner-Ideologien sind uns Hunden völlig egal - also projiziert sie nicht auf uns!

🐶 Man trifft sie überall, kann ihnen kaum noch entgehen: den Ideologie-Fanatikern in der Hundeszene. Völlig egal ob nun Klicker-Kreuzritter, Degility-Dschihadisten, Agility-Attentäter, Ernährungs-Extremisten, Futter-Fanatiker und was es sonst noch an möglichen und unmöglichen Ideologien gibt. Das ist echt schon nervig...*seufz* Schon weil es mein menschliches-Cerebral-Interface nervt (das berichtete er euch ja in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF) und das durch die Stimmungsübertragung auf mich rüberschwappt. *brummm* Aber noch viel schlimmer finde ich, weil ihr da unsere "Unmündigkeit" schamlos ausnutzt, wenn ihr uns Hunden eure Ideologie auch noch überstülpen wollt. *grrrrr*

🐶 Alles klar, die Luft ist rein: kein Ideologie-Extremist zu sehen und zu schnüffeln... 😃
Foto: Lutz Borger

Nehmen wir beispielsweise die an Laissez-fair-Erziehung erinnernde Fraktion der Positiv-Verstärkend-Extremisten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Positive Verstärkung ist toll! *wedelfreu* Zeigt es uns doch nicht nur, was richtig ist, durch die Freude steigert es auch unsere Motivation - vorausgesetzt sie wird sinnvoll (!!!) eingesetzt. ABER: Dann wissen wir Hunde immer noch nicht, was falsch ist. Dafür brauchen wir Grenzen, die müsst ihr uns zeigen (natürlich nicht mit Gewalt! Aber ich kann die Hochsensiblen unter euch beruhigen - ein "Nein!" gilt auch in der allgemeinen Weltsicht von euch 2-Beinern nicht als "Gewalt" und tut uns Hunden auch nicht wirklich weh). Denn ohne Grenzen benehmen wir uns halt ähnlich wie ungezogene Kinder. Das ist die logische Konsequenz - insofern sogar voraussehbar. Da dürft ihr felllosen Primaten euch also auch gar nicht wundern, das habt ihr euch zum Großteil dann oft selber eingebrockt. 

Oder die Kampfemanzen-Kreuzritter...die offenbar den ganzen Tag damit beschäftigt sind, ihre Ideologie zu verbreiten und dafür ist ihnen kaum ein Hundethema als Vehikel zu schade. In extremen Fällen wollen sie auch einen davon überzeugen, dass Frauen die "besseren Hundehalter" sind *gäääähn* und überhaupt die "besseren Menschen". *gäääähnschüttel* Ich frag mich immer, warum die ihren Kunden eigentlich nicht ein Abo der Zeitschrift Emma schenken. *frechwedel* Aber offenbar darf das Überzeugen der Anderen von der eigenen Ideologie nichts kosten... *doppelfrechwedel* Also ich kann ja nicht für alle meiner Fellkollegen sprechen, aber mir ist das Geschlecht megaaaa-völlig egal! *jawohlwoaff* Vielmehr interessiert mich eure Stimmung und was für'n "Typ Mensch" ihr seid, was mir zum Großteil auch euer Geruch (der von vielen Faktoren, unter anderem auch Hormone, aber auch eure Nahrung beeinflusst wird) verrät. 

Aber auch im Grunde gut gemeinte Ideologien sind darunter. Nehmen wir beispielsweise die seit einiger Zeit kursierende Mode, Hunde vegetarisch (oder gar vegan) zu ernähren. Klar, ich kann den Gedanken dahinter verstehen und mein Oller steht ja in weiten Teilen auch dazu, denn schließlich ist diese ganze Massentierhaltung und sonstige Ausbeutung unseres Planeten absoluter Mist (jawohl: UNSERES Planeten, denn der gehört nicht nur euch 2-Beinern, sondern auch uns Hunden...und allen anderen Lebewesen darauf). *jawohlwoaff* ABER: Wir Hunde sind nun mal Carnivoren - genauer gesagt: fakultative Carnivoren. Klar, können wir auch andere Sachen als Fleisch essen und verdauen - das brachte die Evolution an eurer Seite so mit sich. Doch wenn ihr uns vegetarisch ernährt, seid ihr ehrlich gesagt nicht anders als diejenigen, die auch die Natur nach ihrem Willen formen wollen - nur halt mit einem anderen ideologischen Hintergrund. UND: Habt ihr euch eigentlich nie darüber gewundert, dass justamente mit dem Aufkommen der Mode auch die passenden Futterangebote auf den Markt kamen? Schon seltsam, wenn man bedenkt, wie lange doch so ein Zulassungsprozess dauert. Außerdem hab ich in den Gehirnwindungen meines Ollen den Begriff Preiselastizität gefunden... Hat jemand schon mal nachgerechnet, was so das Pfund Möhren oder Kartoffeln in diesem "Spezial-Futter" kosten? Würde mich nicht wundern, wenn dort das Pfund mehr kostet, als die Möhren und Kartoffeln in anderem Futter mit Fleisch. Dann wäre das so ein ähnliches Phänomen wie mit dem Kaffee in den Kapseln und Pads... *amohrkratz*


🐶 Da liegt Essen (!), was interessiert mich da deine Ideologie..

Die Beispiele ließen sich noch weiterführen. Kaum ein Thema ist offenbar vor den Ideologen sicher: Halsband vs. Geschirr, BARF vs. Fertigfutter, Bersteinketten vs. Spot-Ons etc. In dem Wort Ideologie steckt ja auch das Wort Idee. Mal ehrlich ihr lieben 2-Beiner, lohnt es sich echt, wegen einer Idee die Köppe einzuschlagen? Also nach meiner Hundesicht, wenn ich da den Kosten-Nutzen-Effekt betrachte, ist das schon seeeeehr dämlich...oder wie ihr sagt: menschlich. *frechwedel* Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass irgend einer meiner Hundekollegen sich wegen irgendeiner Ideologie so an die Gurgel geht, wie ihr felllosen Primaten es zum Teil tut. *treuschau* 🐾


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (06/2018) "Hunde sind so wunderbar unideologisch"



Freitag, 6. April 2018

Wir Tiere haben ein Recht auf Hilfe!

🐶 Ein Recht auf Hilfe - das haben wir Tiere hier in Deutschland. In unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF beschreibt mein menschliches Cerebral-Interface die rechtliche Sicht, indem er die auf Tierrecht spezialisierten Anwälte Susan Beaucamp, Andreas Ackenheil befragt hat. Wir hatten ja mal einen solchen radikalen Tierschützer getroffen, der Tiere aus teilweise grausamen Lebensumständen befreit. Dafür brechen sie andere menschliche Gesetze und sind demnach Verbrecher, aber sie befolgen dafür andere Gesetze und sind deswegen auch für viele Helden.

🐶 Ich hab mal recherchiert...nunja, in den Unterlagen meines Ollen geschnuppert... *frechwedel*Foto: Lutz Borger

Andreas Ackenheil
Denn wusstet ihr, dass man aus euren Gesetzen quasi auch eine "Unterlassene Hilfeleistung bei Tieren" ableiten könnte? Ich hab mal in die Interview-Unterlagen meines Ollen geschnuppert und bin dabei auf interessante Passagen gestoßen. Auf die Frage: § 323 c Absatz 1 StGB behandelt den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung. Gilt das auch für Hunde, sofern eine Gefahr für sie besteht?, antwortete Ackenheil: "Dies ist eindeutig im Gesetz nicht geregelt, kann sich jedoch aus der Auslegung der entscheidenden Paragraphen ergeben. Danach liegt eine unterlassene Hilfeleistung vor, wenn jemand vorsätzlich bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist (§ 323c StGB).

Als Unglücksfall muss ein plötzliches Ereignis auch dann verstanden werden, wenn es eine erhebliche Gefahr für ein Tier hervorruft oder hervorzurufen droht. Unglücksfälle nur auf menschliche Individualrechtsgüter zu beschränken, ist vom Gesetzeswortlaut nicht geboten und jedenfalls seit der Änderung des § 90a BGB nicht mehr korrekt. Ein plötzliches Ereignis kann eine rohe Mißhandlung sein.

Andreas Ackenheil mit Maggie und Bubbles

Hilfeleistungspflicht besteht jedenfalls gegenüber einem angefahrenen Hund bzw. einer unmittelbar bevorstehenden oder gerade stattfindenden Tierquälerei. Unterlassene Hilfeleistung gegenüber einem Tier kann gem. § 323 c StGB auch begehen, wer nicht hilft, obwohl ein Tier in Lebensgefahr schwebt bzw. ihm der Eintritt oder die Fortdauer vermeidbarer Schmerzen oder Leiden droht.

Andreas Ackenheil mit Maggie und Emma

Auch unmittelbar drohende Gewalttaten wie Tierquälerei durch Dritte können genügen. Erforderlich ist eine Hilfeleistung immer dann, wenn nach dem ex –ante-Urteil eines verständigen Beobachters der Täter zur Zeit seines möglichen Handelns eine Chance hatte, den drohenden Schaden abzuwenden und sei es auch nur dadurch, dass er die Polizei, einen Tierarzt oder die zuständige Verwaltungsbehörde verständigt."

Susan Beaucamp mit ihren Vizslas
Zur gleichen Frage sagt Beaucamp: "§ 323 c StGB begründet eine allgemeine Hilfeleistungspflicht in akuten Notlagen. Es muss ein Unglücksfall, eine gemeine Gefahr oder eine Not bestehen. Dem Hilfeleistenden muss es dabei aber auch möglich sein zu helfen und es muss ihm zumutbar sein.

Grundsätzlich beschränkt sich die Vorschrift nicht nur auf Menschen. Im Tierschutzkommentar von Lorz/Metzger, ist beschrieben, dass als Unglücksfall auch ein plötzliches Ereignis verstanden werden muss, wenn es eine erhebliche Gefahr für ein Tier hervorruft oder es hervorzurufen droht. Eine ledigliche Anwendung auf menschliche Individualrechtsgüter sei vom gesetzlichen Wortlaut nicht geboten und vor allem seit der Änderung des § 90 a BGB nicht mehr korrekt.

Susan Beaucamp

Da Tiere Verfassungsstatus besitzen und mithin durch den Staat geschützt werden, ist von einer Beschränkung des § 323 c nur auf Menschen abzusehen. Somit kann in einer Gefahrensituation für einen Hund auch eine Handlungspflicht bestehen, sofern sie für den Beobachter zumutbar, also auch ungefährlich und möglich ist.

Wenn ein Hund auf der Autobahn angefahren wurde und auf der mittleren Leitplanke liegt, wäre es für Autofahrer beispielsweise nicht zumutbar auszusteigen und über die Autobahn zu laufen. Ein Anruf bei der Polizei jedoch schon.

Susan Beaucamp

Jene unterlassene Hilfeleistung aber auch anzuzeigen, ist nur mit Beweisen dahingehend sinnvoll, dass derjenige wirklich absichtlich die Gefahr übersehen und übergangen hat, obwohl es ihm möglich gewesen wäre zu helfen. Solche Beweise zu bekommen, gestaltet sich jedoch in der Praxis meist schwierig."

🐶 Okay, zugegeben: als Hund versteh ich nicht alles davon... *ohrennachvorn* Es ist in eurem Rudel namens Gesellschaft auf jeden Fall kein Freifahrtschein für Selbstjustiz! Aber offenbar haben wir zumindest theoretisch ein Recht darauf, dass ihr uns in der akuten Not helft. Immerhin habe ich auch gelernt, dass wir Tiere keine Sachen sind für das Gesetz - so wie viele ja immer behaupten. Denn im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB §90a) steht das ausdrücklich (nur eben müssen in vielen Fällen Gesetze für Sachen angewendet werden, wobei mittlerweile die emotionale Bedeutung des Haustieres wohl vielfach berücksichtigt wird). Auch das der Tierschutz seit einiger Zeit Staatsziel ist in vielen Ländern, finde ich wuffig. *wedelfreu* Ist immerhin auch schon mal ein Fortschritt - wenn auch nur ein theoretischer... Aber wie sagte mal ein schlauer 2-Beiner, Mahatma Gandhi: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln."


Interessante Literatur zu dem Thema: Einen juristischen Querbeet-Überblick bieten das Werk "Ihr Recht rund ums Haustier" von Andreas Ackenheil. Es ersetzt zwar nicht den Gang zum Anwalt, aber es hilft sich vorab zu informieren und so auch teils weit verbreiteten Irrtümern vorzubeugen.






PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (05/2018) "Tiere haben ein Recht auf Hilfe!"