Donnerstag, 9. Januar 2014

Blut – ein ganz besonderer, lebensrettender Saft

Oh Rüde! Das Jahr fängt ja schon spannend an. Eigentlich wollte ich euch ja von unserem Silvester erzählen, aber statt dessen berichte ich euch lieber über meinen Besuch vor ein paar Tagen in der Tierklinik Lesia...

Nein nein, keine Bange, mir fehlt nichts...außer das ein oder andere Leckerli ;-) War nur da für einen Test. Genauer gebellt: Mein Blut wurde getestet. Die Zweibeiner wollten wissen, welche Art mein Lebenssaft ist. So hab ich am Rande erfahren, dass es verschiedene Blutgruppen gibt (und die sind auch noch anders als bei den Menschen). Einzig den so genannte Rhesusfaktor haben wir gemeinsam. Ich bin da "negativ"...was mich laut Aussage der Ärztin zum idealen Blutspender macht (tja Fritz, jetzt sind wir beide ideale Blutspender).

Aber der Reihe nach: Hatte mich ja schon über die mir unbekannte Route gewundert; hab aber nicht näher darüber nachgedacht (mein Zweibeiner läuft ja gern mal mit mir ganz andere, mir unbekannte Wege...auch wegen der Abwechslung). Erst als wir bei der Tierklinik Lesia (die ich ja bereits von einem früheren Besuch, als ich krank war, kannte) ankamen merkte ich, dass wir von Anfang an ein Ziel hatten. Ein wenig verwundert war ich ja schon, schließlich gings mir super...aber wenn mein Zweibeiner das meint, dann wird das schon alles seine Richtigkeit haben (jawohl, ich gebs zu, mein Vertrauen zu meinem Celebral-Interface ist trotz gelegentlicher Abstürtzte und technischer Mängel nahezu grenzenlos).

Nach der Anmeldung ging es dann nach kurzem Warten in einen kleinen Behandlungsraum. Dort befragte die Ärztin zuerst meinen Zweibeiner, ich dachte schon, dass wir vielleicht wegen ihm hier waren...machte mir schon Sorgen, was konnte meinem Maxi denn fehlen? Das hätte ich doch längst spüren und schnüffeln müssen...


"Erst der Vorcheck, bevor ich "angezapft" werde" ;-)

Aber dann ging es doch um mich. Die Ärztin tastete mich ab. Und spätestens als sie mich auf den Bahndlungstisch haben wollte, wusste ich, dass es doch um mich und nicht um meinen Zweibeiner ging. War ja schon etwas verunsichert, aber mein Zweibeiner sagte mir, dass alles in Ordnung ist. Seine Tonlage, die Art wie er atmete und sein Geruch verrieten mir, dass er nicht nervös war...also schien es wirklich was völlig harmloses zu sein.

Die Ärztin wunderte sich über meinen Mut. Seltsam ich fand mich gar nicht mutig. Wo soll denn bitteschön die Gefahr sein? Und solange mein Zweibeiner bei mir ist und mir signalisiert, dass keine Gefahr droht ist für mich alles in Ordnung. Daher hat es auch gereicht, dass eine Assistentin mich hinten festhielt und Maxi vorn sanft meinen Kopf hielt und beruhigend auf mich einsprach. So konnte ich ihn auch im Blick behalten und jedes kleinste Anzeichen mitbekommen...nur für den Fall, dass doch plötzlich Gefahr droht.

An einem Hinterbein wurde eine Nadel eingeführt (okay, das war nicht gerade angenehm, aber gibt echt schlimmeres...by the way: versteh gar nicht, warum sich mein Bro Fritz da so anstellt...bei ihm steht in der Akte: "Mit 5-einhalb Mann festhalten." Wobei ich mich frage, woher die nen "halben Mann" hernehmen...). Jedenfalls nahm man mir ein wenig Blut ab. Das war nicht schlimm. Sie brauchten ja nicht viel, nur zum Testen; denn Lesia ist eine der wenigen Hundeblutbanken Deutschlands. Und hat auch nicht lange gedauert. War also alles nicht wirklich stressig und für die Leckerchen hat es sich alle mal gelohnt :-)

Danach hätten wir ja eigentlich gehen können, aber Maxi wollte die Ergebnisse abwarten. Diese waren schon nach rund einer halben Stunde da. Alles prima, keine besorgniserregenden Werte (so bekam ich auch noch nebenbei nen kleinen Blutcheck) und weil ich Rhesusfaktor negativ bin (so wie Fritz übrigens auch), bin ich ein idealer Spender. Denn unser Blut eignet sich für Hunde, die auch negativ sind, aber auch für diejenigen, die einen positiven Faktor haben.

Also alles recht wenig Aufwand, dafür, dass es lebensrettend sein kann. Ich hoffe echt, dass es nicht nötig wird (denn es hieße ja, dass ein anderer Hund schwer krank ist), aber falls doch, bin ich mit meinem Blut gern zur Stelle! Schließlich kann es ein Leben retten und damit auch viele Menschen glücklich machen. Und wer weiß, vielleicht brauche ich ja auch mal eine Blutspende... Also liebe Schnüffelnasen-Zweibeiner-Gangs: Blutspenden kann Leben retten! Das gilt für Menschen wie auch für uns Hunde. Erkundigt euch doch mal, vielleicht gibt es ja auch in eurer Umgebung eine Hundeblutbank. Und falls nicht, für Menschen gibt es die ganz sicherlich.



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