Sonntag, 9. September 2018

Doppeltes Jubiläum! 6 Jahre ein Hund-Mensch-Team, 5 Jahre Hundeblog

🐶 Heute feiern wir gleich ein doppeltes Jubiläum! Seit nun 6 Jahren lebe ich mit dem Ollen zusammen. Und seit 5 Jahren gibt es unseren Blog GASSIREPORT. Eine tolle, absolut wuffige Zeit. Damals, als wir uns das erste Mal trafen, da hatte er mir versprochen, dass er mir seine Welt zeigt. Und er hat Wort gehalten. So lernte ich die Großstadt kennen, aber auch das Landleben, er ließ mich viele Orte beschnüffeln (s. bspw. Hundeurlaube und Hundewanderungen): verschiedene Wälder, Flüsse und Seen, ja sogar das Meer zeigte er mir. Wir haben an einem Werbespot und an einem **Buch mitgearbeitet, hatten Auftritte auf Messen (z.B. auf der World Dog Show oder auf der Hund&Pferd), waren in mehreren Zeitungen und Zeitschriften (z.B. WUFF - Das Hundemagazin, Dogs, Partner Hund, Dogs Avenue, Focus, Rheinische Post, Bild etc.) und sogar im TV (z.B. in Sat1 oder center.tv). Viele pansige Fellfreundschaften schloss ich dank ihm, aber auch so manchen wuffigen 2-Beiner lernte ich kennen (bspw. auf unseren Gassireport-Treffen). Und durch ihn fand ich sogar ein absolut pansiges Rudel und ein Zweit-Revier in der schönen Schweiz. Gemeinsam haben wir viel erlebt und wuchsen so zu einer Einheit zusammen. Einige unserer Erlebnisse haben wir ja hier in unserem Blog veröffentlicht.



PARTNER!
 
Aber noch ein Versprechen gab er mir damals, von dem nur wenige wissen: Wir gehen gemeinsam durchs Leben! Das beinhaltete auch, dass er mich – soweit wie möglich – bei allem mitnahm und wir so viel gemeinsam erlebten.

Auch hier hielt er Wort. Ja mehr noch, er brachte dafür zahlreiche Opfer: er beendete eine Beziehung, weil die Trulla mir nicht gut tat; auch so manch andere „Dame“ ließ er abblitzen, weil sie nicht zu uns passte; Reisen in entferntere Länder, was er früher gern tat, machte er nicht mehr (denn bei einer Flugreise hätte ich wegen meiner Größe alleine ohne ihn in den Frachtraum gemusst); verzichtete auf seinen gut bezahlten Job, weil er sich nicht mit mir vereinbaren ließ; ja, er schlug sogar das Angebot eines Chefredkateur-Postens aus, weil er mich nicht hätte mit ins Büro nehmen dürfen. Doch nie hat er sich bei mir beschwert, immer spürte ich seine Freude bei allem was wir taten – hauptsache gemeinsam.

Wir gehen gemeinsam durchs Leben - Partner!
Foto: Ruggero De Pellegrini

Es gab auch keinen Grund sich zu beschweren, mein Kleiner. Denn jeder Augenblick mit dir war ein Geschenk. Es verging kein Tag an dem ich nicht etwas von dir gelernt habe. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht ahnst, aber du warst mir ein weit größerer Lehrmeister als ich dir. Denn du zeigtest mir nicht nur deine Welt, du lehrtest mich auch, meine eigene Welt mit neuen Augen – nämlich durch deine – zu sehen. Keinen Tag, keine Stunde, keine Minute und keine Sekunde die wir zusammen verbachten bereue ich – ganz im Gegenteil. Von dem Augenblick, wo du in mein Leben tapptest, hast du es bereichert. Wie ich damals schon sagte: Es war vielleicht nicht die „vernünftigste“ Entscheidung dich zu adoptieren, aber ganz sicher eine meiner besten!

🐶 Daher feiern mein Oller und ich diesen Tag als unseren "gemeinsamen Geburtstag" - denn an diesem Tag fing für uns beide ein neues Leben an!

Mittwoch, 5. September 2018

Mit Hunden hört das Lernen nie auf

🐶 Ihr Menschen seid schon komische Wesen. Und damit meine ich jetzt nicht eure ach so tolle Technik, wie den weißen Zauberschrank, wo ihr immer wieder was zu Futtern heraus holt – ich glaub ihr nennt ihn Kühlschrank. *sabberschmatz* Vielmehr meine ich euer Verhalten: Ihr habt durch die Evolution einen großen Vorteil erhalten – euer Hirn. Aber warum benutzen es viele von euch felllosen Primaten dann nicht? *ohrennachvorn*

So manches Mal mussten wir erleben, wie Wissen und Informationen von euch Zweibeinern diskriminiert werden. Mein menschliches Cerebral-Interface Maximilian schrieb ja darüber auch in unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF. Offenbar selektieren viele Menschen Informationen nach „Sympathie“. Also die Infos, die ihnen passen oder die ihr vorgefasste Meinung bestätigen, die sind euch genehm. Doch andere Infos werden dagegen schnell „abgebügelt“. *brummm*

Immer was Neues erschnüffeln ist absolut pansig, denn so lernt Mensch und Hund dazu

Irgendwie ist das ja nachvollziehbar. Schließlich setzen neue Informationen, vor allem wenn sie eurer vorgefassten Meinung widersprechen, euch einem Anpassungsdruck aus. Ihr müsstet halt euren Standpunkt überdenken, eventuell sogar ganz revidieren. Man nennt das auch umgangssprachlich „Dazulernen“. Das ist natürlich unbequem. Daher auch verständlich, wenn viele von euch sich dagegen verwehren. Doch vernünftig ist es nicht! UND: Wenn ihr eure Hunde liebt, dann solltet ihr auch bereit sein, Neues dazu zu lernen!

Bei manchen ist es schon keine Diskriminierung mehr, sondern schon eine voll ausgebildete Ignoranz. Ein Beispiel: So schrieb jemand mal einen Kommentar, in dem der Satz vorkam „Ich weiß schon alles, was ich wissen muss“. DER sagt ja schon alles! Vor allem zeigt dieser Satz, dass die Person sich schon allwissend fühlt und daher nicht nötig hat, Neues dazu zu lernen. Eine geistige Weiterentwicklung ist somit nicht möglich...

Aber vielleicht hilft euch einfach mal ein Perspekivwechsel: Seht doch das Dazulernen nicht als Versagen oder Irrtum in der Vergangenheit an, sondern vielmehr als ein „Mehrwissen“, welches euch hilft eure Hunde besser zu verstehen. Schließlich will man doch verstehen, was man liebt.

Was man liebt, will man verstehen - das gilt für Mensch und Hund!
Foto: Ruggero De Pellegrini

Klar, der ein oder andere wird auch dann nicht dazu lernen. Wahrscheinlich weil er irgendeiner Ideologie anhängt. Oder, was schlimmer ist, weil wirtschaftliche Interessen dagegen sprechen. Aber die sind eh verloren, denn die verweigern gewisse Informationen ja absichtlich. Diskutieren ist da also sinnlos, denn sie diskriminieren Wissen ja bewusst. Klar, schließlich müssen gewisse Leute ja irgendwie ihre Seminare, Workshops etc. verkaufen... *brummm*

Also ihr lieben felllosen Primaten, denkt daran, dass wir Hunde vor Jahrtausenden einen Pakt mit euch schlossen. Nicht zuletzt weil wir uns so wunderbar ergänzen. Wenn ihr aber euren Verstand nicht nutzt, so erfüllt ihr euren Teil des Paktes nicht. Wundert euch also nicht, wenn wir Hunde uns dann auch nicht mehr daran gebunden fühlen und euch nicht mehr ernst nehmen.


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (10/2018) "Gegen Wissensdiskriminierung in der Hundeszene"