Freitag, 29. November 2013

Keine Tiere als Weihnachtsgeschenke!

Ihr wisst ja, dass ich die menschliche Tradition der Weihnachten echt toll finde. Es wird kuscheliger, es werden Keckse gebacken und überhaupt gibt es viel leckeres Essen. Das Beschenken find ich eh klasse, denn in meinem Fall bedeutet das meist Leckerlis. Aber was ich neulich gehört habe irritiert mich...und macht mich sehr traurig.

Neulich erfuhr ich durch meinen Zweibeiner, dass manche Menschen an Weihnachten Tiere, meist Hunde, verschenken. Maxi hat sich echt Mühe gegeben mir das zu erklären, aber ich raff das immer noch nicht ganz...wie kann man ein Lebenwesen verschenken?

Versteht mich nicht falsch! Ich freue mich immer wenn eine Fellnase ihren felllosen Partner findet. Aber das müssen die dann beide unter sich ausmachen. Schließlich passt nicht jeder Hund zu jedem Menschen so wie ihr Zweibeiner haben auch wir Quadropoden (= Vierfüßler) verschiedenen Charaktere. Oder verschenkt ihr an Weihnachten auch menschliche Freunde? Oder gar einen Ehepartner (der ja zumindest theoretisch sein ganzes Leben mit seinem Partner verbringen soll so wie auch wir Hunde)?

© Foto Tiere verstehen, gefunden bei Facebook
Mich wunderte es daher nicht, als mein zweibeiniges Celebral-Interface mir erzählte, dass viele dieser Weihnachtshunde nach dem Jahreswechsel im Tierheim enden (wenn sie Glück haben; wenn sie Pech haben setzt man sie  meist Welpen zu dieser kalten Jahreszeit einfach irgendwo alleine aus). Denn der Beschenkte hat sich ja nicht selber den (passenden) Hund ausgesucht und dafür entschieden der Hund wurde eh nicht gefragt (womöglich vorher noch in ein hübsches Paket gesperrt). Nicht selten sind die Beschenkten Kinder, die das neue kuschelige Spielzeug ein paar Tage spannend finden...nicht alle sind bereits alt genug um auch die Verantwortung zu tragen. Und die Eltern? Nun, wenn sie die Schenkenden sind, dann machen sich offenbar einige keine Gedanken darüber, dass ein neues Familienmitglied eingezogen ist, das betreut und erzogen werden will. Nicht selten aber, sind es Tanten, Onkel oder andere Menschen die ein Tier verschenken; und wenn die Eltern dann nicht vorher gefragt werden und womöglich noch gar keine Erfahrung mit Hunden haben, ist die Katastrophe perfekt...

© Foto Crazy Dog's, gefunden bei Facebook
Ihr merkt schon, meine Gedanken kreisen und hüpfen noch ungeordnet...bin immer noch verwirrt. Aber eines weiß ich jetzt schon: Maxi und ich haben uns füereinander entschieden das ist das viel größere Geschenk und zwar für uns beide!

© Foto Tiere verstehen, gefunden bei Facebook

© Foto Hope for Dogs e.V., gefunden bei Facebook








Donnerstag, 28. November 2013

Hundemantel – Sinn oder Mode?

Hallo liebe Hundefreunde, ist ja saumäßig kalt geworden die Tage. Sicher zieht ihr auch beim Gassigang nun mehr und dickere Sachen an, vor allem Morgends und Abends nehme ich an. Jedenfalls sehe ich immer mehr Zweibeiner, die dicke Jacken tragen, Mützen auf den Kopf haben und mit Schals den Rest des Gesichts schützen. Aber wie handhabt ihr das mit euren Hunden?

Sicher wir Vierbeiner haben ein Fell. Viele meinen, dass das ja ausreicht um uns zu wärmen. Daher halten viele Menschen Hundemäntel für überflüssig, oder meinen sie dienen nur dem Modebewusstsein der Zweibeiner. In der Natur gäbe es ja auch keine Hundemäntel. Das stimmt, nur sind wir ja mittlerweile durch die Koevolution mit euch Menschen zu "Haushunden" geworden; die meiste Zeit des Tages verrbingen wir also in wohltemperierten Wohnungen. Nicht zuletzt züchteten früher ihr Zweibeiner uns Hunde für gewissen Arbeitseinsätze in den jeweiligen Klimazonen. Denkt nur an den an Polarkälte gewohnten Husky, der aber heutzutage auch in Großstädten sein Revier markiert, ebenso wie der ursprünglich aus Afrika stammende Rhodesian Ridgeback. Das führt mich zu der Sache mit dem Fell: Es stimmt zwar, dass es uns wärmen soll, aber Fell ist nicht gleich Fell: Es gibt langes, dichtes, kurzes weiches, viel und wenig Unterwolle etc. Oder hundemäßig gesagt: Ein Husky dürfte derzeit weniger frieren als ein Galgo, ein Bernhardiner weniger als Dobermann...
 
Auch die Größe (ebenfalls ein Ergebnis der Zucht durch den Menschen) spielt eine Rolle. Denn je größer der Hund, umso größer ist seine Außenfläche im Verhältnis zum Körperinneren. Konkret gesagt: Da ist mehr Haut die frieren kann ;-) Andererseits sind die Körper von kleinen Hunden näher am meist noch kälteren und nassen Boden.

Also ich bin ganz froh, dass ich bei besonders kaltem Wetter, vor allem wenn es auch noch regnet oder schneit, einen Hundemantel habe. Übrigens: Auch Motzi und Fritz haben Mänten.


Ein Hundemantel hält schön trocken und warm...
...und Reflektoren sorgen für Sicherheit
Kleiner Tipp zu Hundemänteln: Um einen Hitzestau zu vermeiden sollte er atmungsaktiv sein.

Mittwoch, 27. November 2013

Und noch ein Link zum Thema Kräuter

Kräuter scheinen mehrere zu interessieren. Jedenfalls schließe ich das aus den Reaktionen meiner Posts dazu. Einige darunter haben bereits ein fundiertes Wissen und haben mir Links geschickt (an dieser Stelle vielen Dank an meinen Facebook-Freund Ralf Wagner). Und da mehrere durch geteiltes Wissen profitieren, will ich es euch auch nicht vorenthalten. Ich hoffe ihr findet die folgende Liste genauso hilfreich wie ich und mein Zweibeiner:

http://www.ewetel.net/~ralf.alers/kraeuter_fuer_hunde.htm


Kräuter tun gut :-) © Foto Antje Hachmann


Aber zieht jetzt nicht los und gebt eurem Hund wahllos Kräuter! Wie mit allem, macht auch die Dosierung hier einiges aus. Informiert euch vorher, im Web, durch Fachliteratur, durch Seminare oder durch Fragen eines Tierphysiotherapeuten. Denn auch Kräuter bergen Gefahren und können krank machen (z.B. durch Überdosierung), vor allem wenn man nicht genau weiß, was uns Fellnasen fehlt.

Dienstag, 26. November 2013

Ofenmäßig spannend :-)

Kennt ihr Keckse? Oh Hund! Sind die lecker! Und wie spannend erst das Zubereiten ist. Für euch keine große Sache? Typisch Zweibeiner (vor allem die erwachsenen)! Ihr seid ja meist abgebrühter als wir Hunde...und wohl auch wegen eurer längeren Lebenserwartung wisst ihr solche Sachen nicht immer zu schätzen (macht ihr sie doch wesentlich häufiger als wir Hunde). Ich fands jedenfalls mega-spannend, fast so wie den Duft einer läufigen Hündin ;-)

Für mich war es das 1. Mal. Hatte vorher nie gesehen, wie Teig zubereitet, geknetet wird und sich dann Menschen darüber beugen um mit Metall-Formen daraus was auszustechen. Hatte mich strategisch günstig unter dem Tisch positioniert...fällt ja immer was runter ;-) Den ein oder anderen kleinen Teigrest konnte ich so erbeuten. Doch einmal fiel was neben den Tisch, außerhalb meiner Reichweite...und ich kam nicht mehr unter den Tisch hervor (die Stühle versperrten mir Nahrungsmittelhektiker den Weg). Meine dann ausbrechende Hektik sorgte für Gelächter bei den Zweibeinern...und mein Bro Fritz, der schon wegen seiner Größe nicht unter den Tisch (bequem) passte, schnappte sich das Teigstückchen :-) Danach änderte ich meine Taktik und patroulierte um den Tisch und darunter ;-)
 
"Ich? ich bin nicht so nah dran wie Rico..."
© Foto Antje Hachmann
Motzi und ich versuchten immer wieder an das Blech zu kommen. Doch unsere Zweibeiner hatten immer ein Auge darauf. Immerhin gelang es uns das ein oder andere Mal wenigstens unsere Nase daran zu bekommen :-) Die Menschen ermahnten uns dann zwar immer und schickten uns weg, doch das hieß ja nicht, dass wir aufgeben mussten...zumal es sie ja auch amüsierte ;-)

Überhaupt waren meine menschlichen Rudelmitglieder beim Keckse backen sehr gut gelaunt und entspannt. Immerhin war es für mein Celebral-Interface Maxi ja auch das 1. Mal seit über 20 Jahren, dass er Keckse backt. Und so wie ich ihn beobachtet habe, wird es sicherlich nicht wieder 20 Jahre dauern ;-) Die Küche sah danach zwar schlimmer aus, als wenn Maxi kocht, überall war dieses feine weiße Pulver...aber der Spaß dabei war so groß, dass es niemanden störte. Und ich hörte das Wort "Hundekeckse"...das heißt ja wohl, dass also bald welche nur für uns Fellnasen gebacken werden ;-)




Freitag, 22. November 2013

Ich wurde interviewt :-)

Neulich wurde ich interviewt. Jawohl ich...naja, gut mein Celebral-Interface musste übersetzen, kann ja mit meinen Doggenpfoten kein Telefon halten ;-) Da hat sich eine Journalistin stark für mich und mein Leben interessiert, sogar was ich Esse wollte Luisa wissen. Auch zu Motzi und Fritz stellte sie Fragen. Sie wollte alles ganz genau wissen. Für meine Hundeohren klang ihre Stimme sehr nett...und mein Zweibeiner (selber Journalist) hat mir erklärt, dass Neugierde eine Berufskrankheit sei :-) Mein erstes Interview hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, den Bericht könnt ihr auf Barfinfo.de nachlesen.

© Foto Antje Hachmann

Donnerstag, 21. November 2013

Weihnachtseinkäufe

Ich geb's zu, ich hab ein wenig spioniert...bin halt neugierig (fast wie eine Katze): Neulich saß mein Celebral-Interface, sprich: Zweibeiner, am Rechner (ohne mich) und durchforstete das Internet. Beim ein oder anderen Blick den ich auf den Monitor erhaschte, konnte ich erkennen, dass er nach Weihnachtsgeschenken ausschau hielt (sei es als Inspiration oder auch um zu bestellen).

Denn bald kommt ein ganz besonderes Fest der Zweibeiner: Weihnachten. Es ist der Tag an dem ein besonderer Mensch geboren wurde, der sich dann später für die Nächstenliebe und um alle Sünden zu sühnen geopfert hat. Daher beschenken die Zweibeiner an diesem Tag ihre Liebsten und dazu gehören auch wir Fellnasen (es sollen ja bei der Geburt von Jesus damals vor über 2000 Jahren auch welche von uns dabei gewesen sein).

Wie ich darauf komme? Nun, Maxi war auf diversen Online-Shops; sowohl bekannte wie Amazon, aber auch weniger bekannte wie den GeheimShop. Hier wurde ich das erste Mal neugieriger, denn mein Zweibeiner schaute sich hier einige Hundesachen an. Als er sich etwas amüsiert den Bildschirm betrachtete, erhaschte ich einen Blick auf den Monitor: ein Hunde-Regenschirm war dort zu sehen :-) Aber die Hundebetten und -kissen weckten sein Interesse, ebenso die Auto-Schondecke. Aber richtig sicher, dass er mir auch ein Weihnachtsgeschenk aussucht, war ich dann, als er so Spezial-Shops wie Fressnapf oder Zooplus durchstöberte. Dort bestellte er sogar einen Adventskalender für mich, bin schon gespannt auf das 1. Türchen ;-) Manchmal spinnt er ja schon, mein Zweibeiner, zumindest nach menschlichen Maßstäben, nach meiner Hundeschnauze ist er einfach nur toll ;-)



© Foto Antje Hachmann
Übrigens, falls ihr noch Geschenkideen sucht: Es gibt noch ein paar Exemplare des Holi-Dogs Kalenders. Diesen könnt ihr Bestellen bei der Hundeschule Dogwhisper.de von Aleksandra Rosenkrantz, Tierphysio Langenfeld von Rosi Lammertz oder direkt bei der Fotografin Antje Hachmann.

© Foto Antje Hachmann


Aber noch viel schöner als die Geschenke ist für mich an Weihnachten (ist ja immerhin schon mein 2. Fest), dass wir unsere Lieben sehen und Zeit mit ihnen verbringen (am besten mit viel Essen und Streicheln). Freu mich schon fast hechelnd auf die vielen schönen Treffen, Spaziergänge, Weihnachtswanderung, gemütliche Abende, Essen, Freunde und mein Rudel.




Mittwoch, 20. November 2013

Seltsames Benehmen von Hundehasser

Also was uns gerade beim Gassigang passiert ist, kann ich noch gar nicht glauben. Sind manche Zweibeiner echt so verbohrt in ihrem Hass gegen uns Hunde, dass sie die einfachsten sozialen Regeln des Zusammenlebens vergessen?

Wir waren gerade an der Rheinuferpromenade spazieren, da hörte ich und mein Zweibeiner von Weitem Pfiffe. Ich kenn meinen Zweibeiner, toll findet er sowas nicht, wenn Fremde versuchen mich anzulocken. Doch da ich darauf meist nicht reagiere, schreitet Maxi auch nicht ein meistens. Doch dieses Mal eskalierte es fast: Es waren 3 Zweibeiner, eine Frau, ein junger Mann und ein Jugendlicher...und sie pfiffen weiter und versuchten mich anzulocken. Irgendwann entnervt ging Maxi auf die 3 zu, worauf sie ganz schnell in ihr Auto stiegen und die Sicherheitsknöpfe runter machten. Leider war die Frau nicht so schnell und mein Zweibeiner öffnete die Tür und fragte zwar zynisch aber ruhig: "Sie haben meinen Hund gerufen, kann ich vielleicht weiterhelfen?"

Die Frau beschimpfte meinen Zweibeiner, worauf dieser nur meinte, dass er keine Zeit hat um mit Gehirnamputierten zu sprechen und knallte die Tür zu. Daraufhin meinte der eine Kerl meinen Zweibeiner herausfordern zu müssen, wollte ihm die "Fresse polieren" und "Gesicht klatschen". Die Drohungen kamen durch einen kleinen Spalt der göffneten Scheibe (manche Menschen haben im wahrsten Sinne des Wortes eine komische Vorstellung von Mut). "Üb erst mal in die Hände klatschen, du Idiot", sagte mein  Zweibeiner und wollte weitergehen. Doch der Kerl drohte damit mich zu vergiften und er hätte sich das Gesicht meines Zweibeiners gemerkt. "Für Volltrottel ist das ne gute Gedächtnisübung und dann hast wenigstens hübsche Gedanken", lachte Maxi (manchmal kann er das Gegenprovozieren nicht lassen). Der Kerl war übrigens soooo mutig, dass er im geschlossenen Auto sitzen blieb...als Maxi ihn Feigling nannte, meinte er nur, dass mein Zweibeiner ohne Hund wiederkommen solle. "Ich kann den Kleinen auch anbinden", schlug Maxi vor. Warum er sich von so einem solchen Idioten hat provozieren lassen versteh ich nicht, ehrlich gesagt ist souveränes Auftreten anders...

Als wir dann ein paar Meter weg waren, stieg der Kerl aus und schrie uns noch was hinterher, was mein Zweibeiner mit Lachen quittierte. Als wir dann stehen blieben und uns umdrehten ging der Kerl wieder zurück zum Auto. "Red mit jemanden, der dich noch ernst nimmt", meinte mein Zweibeiner zum Abschied.

Ehrlich, ich versteh die ganze Sache noch gar nicht. Warum rufen Menschen erst fremde Hunde und drohen dann diese zu vergiften oder ihre Besitzer zu verprügeln? Was haben die davon? Ich finde sowas echt widerlich! Und auch wenn Maxi da mehr nachsichtig ist als ich, finde ich, dass man da was gegen aktiv tun muss, daher habe ich mir das Nummernschild gemerkt, auch um andere zu warnen:

D - XA 6517

Sheriff Rico

Seltsam fand ich auch, dass Maxi, nachdem wir zu Hause waren, mir in aller Ruhe mein Essen in den Napf gab (dass er dabei die Jacke anbehielt machte mich schon stutzig). Danach verließ er das Haus...ohne mich... Nach einigen Minuten kam er zurück, zu meiner Freude offensichtlich unbeschadet. Er begrüßte mich mit den Worten: "Zum Glück für uns beide sind die meisten Idioten nur Maulhelden, mein Kleiner." (Den Gerüchen an seiner Kleidung nach, als er zurück kam, ist er einmal um den Block gegangen. Manchmal ist mein Zweibeiner auch ein kleiner Idiot...)






Montag, 18. November 2013

Und noch ein paar Infos zu Kräutern...

Hab mal wieder bei einem Webgassigang was für euch erschnüffelt. Dieses Mal erneut ein paar Infos zu Kräutern und wie sie die Abwehrkräfte stärken...gerade jetzt an den kalten und nassen Tagen eine sinnvolle Sache. So macht beispielsweise mein Zweibeiner mit mir eine kleine Echinacea-Kur um meine Abwehrkräfte zu stärken und die Obstrationen fallen ein kleines bisschen größer aus.

Rico auf dem Kräuterseminar von Tierphysio Langenfeld
© Foto Antje Hachmann

Aus eigener Erfahrung weiß ich ja, das Kräuter kein Hokuspokus oder Hexenwerk sind sondern durchaus wirken. Mir (und auch Motzi und Fritz) haben sie jedenfalls schon öfter geholfen. Und das Sammeln mit unseren Zweibeinern macht außerdem noch Spaß: Zum einen erkunden wir dann Wege, die wir sonst nicht so oft gehen und zum anderen ist es schon lustig die Menschen mal durchs Gebüsch kriechen zu sehen :-)



Freitag, 15. November 2013

Viele Streicheleinheiten zum Wuffenende :-)

Gestern Abend nach dem letzten Gassigang telefonierte mein Zweibeiner mit seiner Freundin. Dabei sagte er: ¨Wir müssen uns öfter umarmen...¨ Lachend und etwas irritiert fragte sie dann zurück: ¨Gern...aber wie kommst du jetzt darauf?¨ Woraufhin er gut gelaunt meinte: ¨Es ist für die Hunde...¨ Was war geschehen? Nun, ich hatte beim Gassigang bereits von weitem etwas irritiert geschaut, als ein junges Paar eng umschlungen an der Rheinpromenade stand. Als wir dann auf ihrer Höhe angekommen waren, schlug ich an und bellte laut. Wer weiß denn schon was der Kerl dem Mädchen antut? 

Die beiden erschreckten sich und hörten mit dem Knutschen sofort auf (etwas seltsam fand ich schon, dass der Kerl hinter dem Mädchen blieb, statt sich schützend zwischen uns zu stellen...ich hätte da bei Motzi ganz anders reagiert).

Naja, egal, meine Zweibeiner wollen das nun mit mir trainieren und das heißt: Viele Umarmungen und damit viel Kuscheln! :-) In diesem Sinne wünsche ich allen ein herzliches Wuffenende mit vielen Streicheleinheiten!

Rüden-Kuscheln
© Foto Antje Hachmann

Liebesspiele mit Motzi


Donnerstag, 14. November 2013

[Gastbeitrag] Zum prügelnden Hundehasser ein offener Brief von Motzi

Meine Motzi hat mir einen Brief geschrieben (jawohl wir kommunizieren nicht nur über P-Mails, Schlecker, Stupser und zarte Beißer) zu dem Beitrag des prügelnden Hundehassers, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Liebster,
ich muss wie Du meinen Menschen bitten, meine Gedanken nieder zu schreiben. Wie Du auch weisst bin ich für so eine langweilige Schreiberei eh ein wenig zu "pfeffrig" - aber tiefgehende Gedanken kann man sich schließlich auch beim Rennen machen, richtig?
 
Immer, wenn Du etwas neues im Internet (was für eine komische Welt das ist... fellschüttel....) veröffentlichst, liest meine Zweibeinerin mir Deine Gedanken und Erlebnisse abends in Ruhe vor. Dann sitze ich gespannt neben ihr, schaue mit auf diesen Bildschirm, sehe Dein Bild und höre was Du alles in der Stadt erlebt hast.

Deine Zeilen zu diesem Menschen, der andere Menschen, die mit anderen Caniden spazieren gehen,  verprügelt hing mir doch sehr nach. Manchmal verstehe ich Menschen ja wirklich nicht, sei es darum dass die Körpersprache der Menschen oft etwas völlig anderes spricht als Ihre Worte (die mir fast immer wie der Wind durch die Ohren rauschen) oder diese für mich völlig unverständliche Dinge tun (zum Beispiel mit dem Auto durch so riesige Höhlen zu fahren... wozu ist das gut?).

Nun, Frauchen hat mir den Artikel in dem Papier näher erklärt. Und auch, was Medien aus eigentlich offensichtlichen Dingen machen. In dem Artikel stand nach der verwirrenden Überschrift zu lesen, dass dieser Mensch, der das alles gemacht hat, krank ist. Im Kopf. Und dass er deswegen wahllos vorgeht. Weisst Du, was mir dazu direkt durch meinen schwarzen Schädel ging? Dieser Mensch erinnert mich an die vielen unserer Art, die als "nicht vermittelbar" in Tierheimen sitzen. Hunde, die schreckliches erlebt haben oder einfach nie die Chance hatten zu lernen, wie sich ein Hund verhält. Also, ein richtiger Hund, der laufen muss, der schnüffeln muss, der mit anderen agiert, der sich streitet und der mit anderen einfach mal liegt und sich sonnt. So wie die Menschen, die sich treffen um auszugehen, um zu arbeiten, um sich kennen zu lernen ... Mein Frauchen hat mir erklärt, dass es auch unter Menschen einige gibt, die soziales Verhalten einfach nie gelernt haben und deswegen auch Verhaltensweisen an den Tag legen, die von den anderen Menschen nicht toleriert oder gewollt werden. Wobei ich direkt eingewendet habe dass so ein Knochen-Klau, so wie wir den immer betreiben, eigentlich ganz lustig ist und für uns zumindest sehr unterhaltsam.

Die Tierheim-Hunde, hier denke ich vor allem im Moment an Jax, der noch in dem Tierheim wohnt wo du auch aufgefangen wurdest. Weisst Du noch, dort sind Menschen die sich nicht nur für das aktuelle Verhalten der Hunde interessieren. Dort wird gefragt, warum ein Hund so reagiert wie er reagiert und es wird alles getan, um diesem Hund die Möglichkeit zu öffnen, sein Verhalten zu verändern. Jax ist auch so einer, der lernt seit über einem Jahr wie man sich Menschen gegenüber verhalten sollte. Leider kenne ich seine Vorgeschichte nicht, aber ich denke mir einfach dass er einfach nie gelernt hat normal mit den Zweibeinern umzugehen.

Warum ich so weit aushole fragst Du dich? Ich versuche zu verstehen, warum dieser Mensch aus dem Artikel so ist. Einfach so Leute mit Hund zu verprügeln ist ja nun mal nicht normales Menschenverhalten. Wie ich gehört habe ist er krank. Es gibt doch unter den Menschen auch Menschen, die anderen helfen können, oder? Solche Menschen kenne ich doch auch! Gebt dem Kranken aus dem Artikel doch auch die Möglichkeit sich zu ändern.

Genau wie den Menschen, die sich als Hundehasser bezeichnen. Was ist Hass? Ich kenne es nicht! Frauchen hat mal im Internet nachgesehen und mir die Beschreibung des Wortes vorgelesen, damit ich eine Vorstellung von diesem "Hass" bekomme. Darüber denke ich aber gerade noch nach... aber ich werde Dir in meinem nächsten Brief natürlich berichten, was mir zu den Hundehassern und diesen komischen Blüten, die dieser Hass treibt, berichten.

Einen langen Schlecker über Deine tolle Nase sendet Dir
Deine Motzi

Na, hat euch das auch zum Nachdenken gebracht? Also ich weiß schon, warum ich meine schwarze Schönheit so liebe! 

Le Motz
© Foto Antje Hachmann

Hundsmäßig verliebt :-)



Beruf und Hund

Heute will ich mal ein anderes Thema ansprechen, welches durchaus ernster ist: Vereinbarkeit von Hund und Beruf...

Sicher kennen das viele: Morgends extra früher aufstehen, die erste Gassirunde drehen, dann Futter bereitstellen. Meist erst nach den Hunden kommen dann die Zweibeiner selber dran. Nicht selten wirds dann stressig: schnell ein paar Kaffee runtergespült, ins Bad, anziehen, noch ein halbes Brötchen für auf den Weg zur Arbeit...

Oft muss vorher noch ein Dogwalker (oder Freunde und Familienmitglieder) organisiert werden, damit auch mittags der Hund bespaßt wird. Manche Fellnasen sollen ja sogar den ganzen Tag alleine sein. Abends erst kommen dann die Zweibeiner...nicht selten geschafft vom Job und daher wenig motiviert zum Toben oder Spielen...

Gemeinsam auf der Hund Total 2013
© Foto Antje Hachmann

Da hat's mein Kumpel Benny Green gut: Sein Zweibeiner ist der Chef der Agentur Green und kann es daher selber bestimmen, ob Hund am Arbeitsplatz sein kann oder nicht. Auch ein paar sehr hundefreundliche Anwaltskanzleien kennt mein Zweibeiner. Hab gehört, dass bei Fressnapf die Mitarbeiter ihre Hunde auch mitnehmen dürfen naja die eigentlichen Kunden sind ja auch wir. Aber nur wenige haben das Glück ihren Hund mit zum Job nehmen zu dürfen. Warum ist das so? Dabei tun wir den Menschen gut! Das haben sogar deren Wissenschaftler festgestellt. Okay, in manchen Branchen kann ich es verstehen, wie beispielsweise Pharma oder Lebensmittel. Aber sonst sehe ich wenige Ausnahmen....


Und ständig höre ich dieses Wort "Stress". Offenbar kommt das oft vor in der Zweibeiner-Welt. Weiß nicht genau was das ist, aber ich vermute es ist sowas ähnliches wie wenn ich in unangenehme Situationen gerate und diese nicht vermeiden kann...Jedenfalls sagen kluge Leute, dass der Stresspegel zugenommen habe und außerdem, dass Hunde helfen Stress abzubauen. Irgendwie klingt das ökonomisch gesehen nicht sinnvoll: Stress verursachen und die Abbauhilfen verbieten...aber offensichtlich sind manche Zweibeiner nicht so vernünftig wie sie sich gerne sehen.

Gemeinsames Toben (hilft beim Stressabbau) in der Dämmerung
© Foto Antje Hachmann

Wie das mein Zweibeiner macht? Nun, er hatte immer sehr stressige und aufregende Jobs (irgendwas mit Medien und Wirtschaft)...er kennt das also mit dem frühen aufstehen (teilweise schon um 5 Uhr Morgends), organisieren von Gassigängen und abendliches Bespaßen...aber jetzt macht er ein Sabbatical (offenbar so was ähnliches wie längere Ferien) nicht zuletzt wegen mir und dem Rest des Rudels. Wenn ich so drüber nachdenke: hab schon nen tollen Zweibeiner...wo ist Maxi? Hab gerade das unbändige Verlangen in Abzuschlecken :-)

Gemeinsamer Ausblick
© Foto Antje Hachmann


"Ich hab dich lieb!"
© Foto Antje Hachmann


 

Mittwoch, 13. November 2013

10.000er-Grenze durchbrochen!

Wuffwuff, da freu ich mich riesig: Seit bestehen des Gassireport (8.9.2013) gab es über 10.000 Seitenaufrufe! Gestern Abend wurde diese Marke durchbrochen... "Das hat der DAX seit seinem Bestehen Ende der 80er noch nicht geschafft", scherzte mein Zweibeiner. Keine Ahnung welchen Dachs er meinte, aber ich vermute mal es ist der, der in der Börse wohnt (Maxi hat wegen seines Berufes ziemlich viel Ahnung vom Finanzmarkt, aber zum Glück erzählt er mir davon nichts, denn er weiß wie wenig mich das interessiert).

Jedenfalls haben wir das gefeiert: Ich bekam einen Extra-Snack. Euch allen dafür ein großes Dankeschön und viel Schwanzwedeln! Denn den Extra-Snack verdanke ich euch, den Lesern. Hab daher mein Celebral-Interface, sprich: meinen Zweibeiner, daher die Nacht über dahingehend neu programmiert. Wir machen auf jeden Fall weiter!


Rico Bunterhund
© Foto Antje Hachmann


Dienstag, 12. November 2013

Hunde- und Menschenhasser auf Prügel-Tour

Also wirklich, bei dem, was mein Zweibeiner und ich durch Zufall gestern in einem Boulevard-Blatt (hier zum Artikel im Web) entdeckten, stellen sich mir jetzt noch die Nackenhaare hoch! Sofern der Bericht stimmt, greift ein Mensch andere Menschen an, und am liebsten eben Hundehalter.


Titelblatt des Express vom 11.11.2013

Offenbar treibt der Kerl in Rath und Mörsenbroich sein Unwesen. Alle Hundehalter seien daher gewarnt! Ich finde so ein Verhalten gelinde gesagt bescheuert! Ich kann ja noch verstehen, dass jemand uns Hunde nicht mag, aber deswegen uns gleich abschaffen oder gar unsere Zweibeiner angreifen? Was soll das denn? Ich dachte Menschen sind zivilisiert...nach meinem Verständnis ist Gewalt aber alles andere als eine zivilisatorische Errungenschaft, eher im Gegenteil. Okay, wir Hunde zeigen manchmal ein gewalttätiges Verhalten, aber: 1) sind wir keine Zivilisation und 2) läuft das meist nach einem festgelegten Muster ab bis sich einer unterwirft (daher führen unsere Auseinandersetzungen auch selten zum Tod) und es geht um was wirklich Wichtiges (aus unserer Sicht natürlich, also Territorium, Futter, Rudel etc.).

Aber selbst wenn man Hunde hasst, ist das doch noch kein Grund auf andere Menschen los zu gehen. Wenn ich mir nur vorstelle, dass der Kerl eine ältere Dame mit einem kleinen Hund angreift...na warte, da wünsch ich mir doch glatt, dass der mir und Fritz mal über den Weg läuft... Das ist euch zu gewalttätig? Kann sein, aber ich bin ja nur ein Hund...

Mittwoch, 6. November 2013

Das Rudel in der Stadt - Tag 2, 3 und 4

Zerrspiele im Hofgarten
Ach waren das schöne Rudletage. Wir haben beispielsweise den Freilauf in Hofgarten besucht, da konnten Motzi und ich dann richtig uns austoben. Mit Motzi hat mein Zweibeiner auch ein wenig geübt, so hat er sie immer wieder behutsam mit neuen Situationen konfrontiert. Das sorgte zwar kurzzeitig für Stress bei meiner schwarzen Schönheit, brachte ihr aber längerfristig mehr Ruhe. Stressresistenz ist hier sein Ziel gewesen. Schon am 2. Tag hing ihr Schwanz weniger tief runter und sie ging schon wesentlich selbstsicherer mit Maxi. Ach ja und nochmal ist sie nicht gegen einen Pöller gelaufen :-)


Auch mit Fritz hat Maxi einiges getan. Bei ihm ging es aber weniger um Stressresitenz, er kannte die Stadt schon wesentlich besser als Motzi. Dafür hatte sich mein Zweibeine andere Übungen ausgedacht, die unsere Konzentration forderten. So lief er beispielswiese mit uns beiden gleichzeitig, einer links einer rechts. Da sich Fritz eine Zerrung zugezogen hatte (deswegen wurde Fritz auch jeden Abend mit Salbe massiert), achtete mein Zweibeiner darauf, dass er möglichst auf ebenen Flächen lief, möglichst langsam. Das gab uns andererseits die Möglichkeit intensiver zu schnüffeln. 

Wir 3 müssen wohl recht eindrucksvoll gewesen sein, jedenfalls blieben viele stehen, schauten uns hinterher und die ein oder andere Reisegruppe machte Fotos und Videos (wahrscheinlich kursieren die gerade in Spanien und Japan).

Eigentlich war jeder Gassigang irgendwie anders und ein kleines Abenteuer. Sei es weil wir viel erschnüffeln konnten oder weil die Stadt immer wieder Abwechslung bringt. Wir haben  viele Freunde besucht. Aber es gab auch manchmal "unangenehme Situationen"... So kamen beispielsweise bei einem Gassigang am späten Abend mit Fritz und mir zwei Unbekannte mit ihrem Hund frontal auf uns zu. Maxi rief noch "besser nicht!". Doch statt darauf zu hören unterhielt sich das Pärchen weiter und die Frau fragte noch "wieso denn nicht?". Dabei gingen sie weiter auf uns zu, bis dann Fritz und ich uns in die Leine schmissen. Das hat sie offenbar nicht nur beeindruckt, sondern sogar so erschreckt, dass sie schrieen. Offenbar waren sie recht unfreundlich und griffen uns verbal an...ich hörte Worte wie "Maulkorb" und "können Sie nicht aufpassen?", sie meinten sogar wir seien "gemeingefährlich". Angesichts solcher Attacken reagierte Maxi, der Fritz und mich jeweils mit einer Hand hielt (wer jemals einen ca. 38 und 58 Kilo schweren Hund gehalten hat, weiß was ich meine), relativ ruhig als er sagte: "Wer gehts auch nachts frontal direkt auf 2 fremde Hunde zu?" was die Zweibeiner wohl als Beleidigung empfunden haben, jedenfalls regten sie sich so auf, dass mein Zweibeiner nur meinte, dass sich jede weitere Unterhaltung wegen erwiesenem Mangel an Intelligenz erübrigte. Sie schrieen uns noch was hinterher, der Kerl verlanget doch tatsächlich "komm doch her!" Der hatte wohl keine Ahnung, dass sowohl das Festhalten als auch das Weggehen meines Zweibeiners eher zu seinem Schutz war. Schließlich sind wir Molosser zwar für unsere Gelassenheit bekannt, aber auch für unseren Schutzinstinkt.   

Bei einem Gassigang mit Motzi traf mein Zweibeiner auch den Neufundländer wieder. Er lief ohne Leine gut 10 Meter hinter seinem Zweibeiner. Als Maxi den Obdachlosen darauf ansprach (da war der blöde Neufundländer schon auf direktem Weg auf Maxi und Motzi zu), hat der nicht mal gerafft, dass nicht Motzi sein Hund ist. Er ging tatsächlich auf meine Liebe zu! Klar sie ist ja auch schwarz und daher soooo leicht mit einem Neufundländer zu verwechseln. Während der Penner noch auf Motzi zuging rief er immer "komm!". Worauf der Neufundländer überhaupt nicht reagierte. Mittlerweile recht wütend und laut wies mein Zweibeiner ihn darauf hin, dass Motzi (die an der Leine bei meinem Zweibeiner stand) nicht sein Hund war, sondern der "andere Schwarze" in einer anderen Richtung...Da endlich raffte es auch der alte Obdachlose. Diesesmal war wohl das Maß voll, jedenfalls rief mein Zweibeiner nun endlich mal die Polizei deswegen. Na ich habs ja gleich gesagt... Der kann sich glücklich schätzen, dass Fritz und ich nicht dabei waren!

Molosser-Besetzer :-)

Aber solche Situationen waren eher die Seltenheit, und euch Zweibeinern bleiben ja unangenehme Sachen eher im Kopf. Bei uns Hunden ist das zum Glück anders, wir leben wesentlich mehr im Jetzt. Und die Mehrheit der Erlebnisse, auch mit anderen Hunden, verliefen ja gut bis prima. Wozu sich also über solche "Einzelfelle" aufregen? Das lohnt nicht, liebe Zweibeiner...

Schlafzimmer-Blick :-)
Im Bett gings drunter und drüber :-)
Abends war meistens Großkuscheln angesagt. Jeder von uns versuchte dabei möglichst viel von Maxi abzubekommen. Der Arme war von unseren 140 Kilo manchmal ganz schön erdrückt :-) Aber er hat es offenbar genossen. Ein bisschen war ich ja schon eifersüchtig, wenn er jemand anderem mehr Aufmerksamkeit schenkte, schließlich muss ich meine Ressource Mensch ja verteidigen... Aber Maxi hat mich da schnell zurück gerufen und Motzi und Fritz haben mir das zum Glück auch nicht übel genommen.

Da blieb nicht viel Platz für meinen Zweibeiner :-)