Donnerstag, 17. Oktober 2013

Einsatz voller Gnade für Tiere

Vergangene Woche haben wir die hübsche Alina kennen gelernt...Mann, hat die ein großes Herz! Da habe ich auch zum ersten Mal den Begriff "Gnadenhof für Tiere" gehört. Da kommen Tiere hin, die vorher misshandelt oder gequält worden sind und die keiner haben will (meist weil sie aus den Misshandlungen körperliche Gebrechen davon getragen haben). Sowas hat Alina nicht, das braucht sie auch nicht, denn ihr Herz ist wie ein "Gnadenhof": Sie hat doch tatsächlich ihren gut bezahlten Job aufgegeben und setzt sich seitdem privat für bedürftige Tiere ein.


Kenzo


Ein paar der Hunde habe ich auch kennen gelernt: So beispielsweise Kenzo. Der 14-Jährige ist ein Cattledog-Schäferhund-Mischling. Er hat lange Zeit nur an der Kette verbracht. Ziemlich erfahren und souverän. Von dem kann ich sicher noch viel lernen.

Jury
Die 9 Jahre alte Jury hat als Rauhaar-Podenco-Mix ihren eigenen Kopf :-) Aber ihr Fell ist klasse! Wenn man sich daran reibt, spart man sich als Hund glatt das Bürsten...ihre Haare sind so wunderschön dick und zauselig, daher auch ihr Spitzname Struppi :-) Sie wurde in Spanien von ihrem Zweibeiner missbraucht...Ja es gibt tatsächlich auch unter Menschen Monster...mein Maxi meint sogar, mehr als unter Hunden...

Willi Wutz


Willi Wutz zählt 11 Jahre. Er ist wie ich ein Doggen-Mix, aber im Gegensatz zu mir kennt er die andere Hälfte: Dalmatiner. Er ist offenbar nicht der Schlauste...aber er hat ein großes Herz und ist echt lustig! Ihn hat man in Spanien taub geschlagen: Er war in einer sogenannten Perrera, das sind Tötungsstationen, auf Mallorca. Aus der Vermittlung hierzulande kam er dann auch zurück...

Dafür, was ihnen angetan wurde, waren sie alle sehr freundlich, selbstsicher und fröhlich. Haben mich sogleich aufgenommen, ohne mich zu bedrängen...

Zu Alinas Rudel gehört außerdem auch die gehbehinderte Gioia. Ihr Name ist Italienisch und bedeutet Freude oder auch Genuss. Und voller Lebensfreude soll sie auch sein. Was ehrlich gesagt verwundert, wenn man ihr Schicksal kennt: Sie kommt auch aus dem Stiefelstaat, wo sie überfahren und zum Sterben liegen gelassen wurde. Zum Glück hat sie dann doch jemand gerettet (Mehr Infos zu Gioia unter Hundehilfe Italien)...


Gioia

Gioia hab ich noch nicht kennen gelernt, bin aber schon sehr neugierig auf sie. Genauso auf Clever, den Owtscharka-Kangal. Der 5-jährige Rüde kam vor 3 Jahren aus Bulgarien; man gab ihn Alina kurzzeitig zur Einschätzung, wo er nie abgeholt wurde. Er soll blind sein, aber Alina glaubt das nicht so recht, weswegen er demnächst genauer untersucht werden soll... Denn auch Clever hat eine bewegte Geschichte: So hat sein früherer Zweibeiner ihn nicht verstanden, vielleicht weil Clever als sehbehinderter Hund anders kommuniziert... Es gab wohl auch bereits Beißvorfälle...er sei unsicher und fasst schwer Vertrauen...  Wer ihn aufnehmen will, sollte wissen, dass er ein Arbeitshund und nichts fürs Sofa ist. Auch die anderen Hunde suchen noch ein Zuhause (bei Interesse melden bei alina.bell.1983@gmail.com; Standort des Hofs ist Mönchengladbach-Beckrath).


Clever

Außerdem leben noch ein paar Schafe bei ihr. Bin echt mal gespannt auf den Gnadenhof... Also ich finds toll, was manche Menschen für uns Tiere tun. Allerdings frag ich mich auch, warum andere Menschen uns dann erst was böses antun? Wenn wir alle nett zueinander wären, wäre es doch viel einfacher und schöner...oder sehe ich das zu sehr aus Hundesicht?





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