Montag, 17. Februar 2014

Hunde nicht erwünscht

Aufmerksame Leser meiner Facebook-Seite wissen es bereits: Am Wuffenende wollte ich zum Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf anlässlich des Semesterschlusses doch man ließ mich nicht rein.

Besonders seltsam finde ich das, weil ich Tage zuvor durchaus Hunde rausgehen gesehen habe. Auch einige Studenten haben offenbar Hunde...was mich ja nicht verwundert, denn viele Künstler wussten die Gesellschaft von uns Fellnasen zu schätzen...

Mein Zweibeiner schwört Brief und Siegel, dass man früher mit Hunden zum Kunst-Rundgang gehen konnte. Offenbar sind die Regeln heutzutage "enger". Versteht mich nicht falsch: Als Hund weiß ich Regeln (zumindest sinnvolle) sehr zu schätzen! Erst sie machen ein Rudel möglich...oder bei euch Menschen auch Gesellschaft (so wie ich das verstehe quasi ein Mega-Groß-Rudel) genannt. Aber zu viele Regeln und vor allem Verbote strangulieren die Freiheit. Wenn die Bilder der Vergangenheit stimmen, die ich durch die Verbindung mit meinem Celebral-Interface Maxi erhalten habe, so waren die Zweibeiner offensichtlich "lockerer" was Regeln angeht.

"Versteh gar nicht, warum ich nicht rein darf, bin doch selber schon ein buntes Kunstwerk" ;-)
© Foto: Antje Hachmann

So gab es offenbar früher keine klare Regelung, was das Anleinen anging. Auch gab es weniger Restaurants, die Hunde verbieten. Überhaupt scheint das "Hunde-Verbotsschild" seltener vorgekommen zu sein. Ein Beispiel: In fast jeder Drogerie sind Hunde verboten, angeblich wegen den dortigen Nahrungsmitteln...dabei sollten die doch vakuumverpackt sein (bei einem Metzger würde ich es daher ja noch verstehen). Diese Regel beachten die Verkäuferinnen mit Argus-Augen...ich frage mich, ob der Inhalt der Lebensmittel auch so penibel kontolliert wird? Wohl kaum, denn dann gäbe es weniger Lebensmittelskandale...

Ich versteh ja den Wunsch der Menschen alles zu Normen und in Regeln bzw. Gesetze zu pressen. Denn Regeln entbinden die Zweibeiner vom selber nachdenken, das kommt ihrer Bequemlichkeit zugute...Rücksichtnahme, Mitdenken etc. ist halt anstrengender, anstatt sich auf ein Verbotsschild zu berufen ;-) Eine induviduelle und situative Lösung fände ich aber ehrlich gesagt "menschlicher" (oder doch eher "hündischer"?).

Allerdings glaub ich, dass das dem "Zielgruppen-Denken" vieler Menschen zuwiderläuft. Denn schließlich will der Restaurantbetreiber ja möglichst viele Kunden haben und keine vergraulen...und das möglichst einfach. Und es ist halt einfacher, ein allgemeines Verbotsschild aufzustellen, als dem ein oder anderen Kunden zu erklären, dass man den Hund kennt und der lieb ist oder eben den Hundebesitzer zu bitten sich woanders hin zu setzen...man will es möglischte vielen Recht machen und mit keinem Streit (seltsame Logik haben die Zweibeiner zuweilen).

Dieses ökonomische Denken scheint mittlerweile alle Lebensbereiche der Zweibeiner zu beeinflussen...selbst bei Beziehungen wird von einer Transaktion in Form eines "Give-and-take" (Geben-und-Nehmen) gesprochen... Ich finde das traurig. Vor allem scheinen einige Menschen zu vergessen, was sie uns Hunden zu verdanken haben: Erst durch die Koevolution mit uns konnte der Mensch das erreichen, was er heute hat. Oder glaubt ihr, der Mensch hätte in der Zeit als es noch keine Tierfarmen gab, genug Wild erjagen können ohne unsere Hilfe?


Rico is watching you ;-)
© Foto Antje Hachmann




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