Montag, 31. August 2015

Arschlochhund ;-)

Schön ist es am Rhein. Wir sind ja öfter dort...bietet sich ja geradezu an, ist ja nur über die Brücke... dann am Fluss entlang schlendern, über die Wiesen tollen, ab und an ein paar Schafe...doch das ist meist ganz entspannt: Die Schäfer wissen schon seit langem, dass Hundehalter hier rumlaufen, die Hundehalter auch von den Schäfern...ja selbst die Schafe und die Hunde scheinen bereits bilaterale Verträge geschlossen zu haben...und es ist die Möglichkeit für Rico, mal den Arschlochhund raushängen zu lassen :-)

Bleiben wir bei den Schafen...oder besser gesagt, ihre Hinterlassenschaften...wie die meisten Hundehalter wissen, ist so eine Schafskacke für unsere Fellnasen oft eine verlockende Delikatesse...das ist ganz natürlich und meist auch nicht schlimm für den Hunde (wobei Würmer die häufigste Gefahr bilden). Jedoch verträgt sich das nicht so ganz mit unserer menschlichen Vorstellung von Hygiene; und der Hund lebt ja nunmal mit uns zusammen.

*sniffsniff* "Da riecht's aber lecker..."

So hab ich, wie so viele Hundehalter auch, meinem Kleinen schon im Welpenalter beigebracht, dass so verlockend so ein Misthaufen auch ist und so sehr ihm seine natürlichen Instinkte auch dazu raten, wenn er drauf verzichtet, dann bekommt er was tolleres (Lob, Spielen, Leckerli etc...) Das klappt mittlerweile auch super, zumindest wenn ich ihn im Blick habe ;-) Schon seit Jahren hab ich ihn kaum noch was fressen gesehen... 

Paar-Schnüffeln :-)

AAAAABER: Wie läuft das also mittlerweile so ab, wenn so ein Hundegourmet-Schafshaufen seine verlockend betörenden Düfte aussendet, die Rico zielsicher erschnüffelt? Ganz einfach: Wir schlendern so den Rhein entlang...Rico natürlich ohne Leine, in einiger Entfernung am Schnüffeln... Eigentlich macht mich das schon oft misstrauisch: dieser "Sicherheitsabstand", der ein direktes Eingreifen nur ermöglicht, wenn man Teleportieren kann... Die ganze Körperhaltung verrät: er verfolgt eine Spur...Kopf nach unten, die Nase dicht am Boden pendelt leicht hin und her... Ganz klar, ich weiß Bescheid und bereite mich innerlich schon darauf vor im Zweifelsfall ein "Nein!" auszusprechen, falls er nicht schon von sich aus sich anders entscheidet oder meine Körperhaltung und Blicke dahingehend deutet.


Gemeinsam findet sich so mancher Mist schneller... :-)

Da endlich hat er's gefunden: das Ziel seiner Suche! Den leckeren Schafshaufen! Sein Schweif wackelt...er ist aufgeregt, handlungsbereit. Er wird doch nicht? Nein, sein Kopf geht hoch, er schaut sich um. Nach mir. Da sieht er mich. Gerade will ein Gefühl von Stolz in mir erwachen, ganz langsam gähnt es noch...denn er hat es nicht gefressen! Ein "Nein!" ist also gar nicht nötig...Nach 1 oder 2 Sekunden kommt mir die Idee ihn dafür zu loben...spürt er das auch? Immerhin wird sein Schwanzwedeln nun heftiger... Doch was macht der Kerl? Nein, er frisst die Kacke nicht. Schließlich guckt sein menschlicher Dosenöffner und Tippse ihm zu...einen Bruchteil einer Sekunde sehe ich noch seinen triumphierenden Gesichtsausdruck, und dann schmeißt er sich auch schon voll hin...direkt in die Schafsscheiße...

Er wälzte sich mit so einer Wonne, mit so viel Freude...springt auf und schaute mich Freude strahlend an, mit einem eindeutig triumphierenden Schalkblitzen in den Augen...und schmeißt sich wieder hin :-) Nachdem er so seinen Spaß hatte, so ziemlich jedes Haar die gewünschte Duftnote angenommen hat, schaut er mich an und seine Augen sagen ganz klar: "Was willst du? Hab's nicht gefressen!" Bei so viel Charme konnte ich ihm nicht böse sein, musste lachen. Doch im ersten Moment war meine Impulskontrolle dahin - hey war eh keiner weit und breit, und statt der eigentlich geplanten lobenden Worte, sagte ich im Moment als er sich genüsslich in die Scheiße fallen ließ nur noch: "Arschlochhund!" :-D

Verarscht! :-D
© Foto: Antje Hachmann


Sonntag, 30. August 2015

Juhuuuuu!!! BlogDog Award September 2015

Ich könnte vor Freude glatt Dauerhüpfen! Aber das darf ich ja wegen meiner verletzten Pfote nicht...einige wissen ja, dass ich in eine Glasscherbe getreten bin und ein kleiner Splitter ziemlich tief saß. Warum ich mich dennoch so freuen? Na wegen dem Splitter sicher nicht (auch wenn er jetzt raus ist). Sondern weil ich den BlogDog Award September von Fiffibene gewonnen habe *schwanzwedelhüpf* Und das ist euer Verdienst! Denn ihr habt mich gewählt! Vielen Dank und einen Mega-Abschlecker!


Okay, ich gebs ja zu, als Hund interessiere ich mich ja mehr für Knochen und Pansen, als für Awards. Aber ich habe auch einen neuen Freund gewonnen: Milo von Wufflog. Am Ende war es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen uns...und nur eine kleine Nasenspitze brachte den Ausschlag. Es war echt ein spannendes Wettrennen. Freu mich schon, mal Milo persönlich zu beschnuppern und mal real gemeinsam über die Felder zu rennen *schwanzwedel*

Außerdem ist mein 2-beiniges Cerebral-Interface ganz stolz auf mich. Und wenn er sich freut, dann freu ich mich auch. Und nicht zuletzt freue ich mich über eure Unterstützung und Zuneigung. Da gibt es zwar keine Plakette, aber dafür trage ich diesen Preis im Herzen. Ihr seid wuffastisch! *schwanzwedelhüpf*


PS: Der BlogDog Award geht weiter. Im November ist das Finale! Da treten dann die 3 Gewinner aus den 3 jeweiligen Runden an. Würde mich pansig freuen, wenn ihr da auch zahlreich mitmacht! :-)


Freitag, 28. August 2015

Mimik - damit sagen wir Hunde mehr als 1000 Worte

Vor einiger Zeit hatte ich euch ja über meine Facebook-Seite gebeten mir Schnappschüsse zu schicken. Daraus ist ein richtig tolles Album geworden. Mit vielen zufällig entstandener Bilder, jeder Hund anders, immer ein anderer Gesichtsausdruck...so schön authentisch, aus dem Leben gegriffen....


 
Mein Cerebral-Interface schaut es sich immer wieder gerne an. Denn es hat auf ihn immer eine erheiternde Wirkung, er muss dabei unweigerlich lächeln. Nicht selten wird da aus dem Lächeln ein lautes Lachen :-) Ebenso die Fotos aus unsere Aktion "Happy Dogs", als wir uns die Frage stellten: "Können Hunde lachen?"

Hunde sprechen auch unsere Sprache und haben das Lachen erlernt :-) Das beweisen schon die Fotos hier. Schaut sie euch...
Posted by Gassireport on Dienstag, 13. Mai 2014

 
Ich finde, schon diese beiden Alben voller Bilder der unterschiedlichsten Hunde zeigen, dass wir Hunde eine Mimik haben. Jawohl, und die kann zuweilen recht ausgeprägt und differenziert sein. Das Beispiel unseres "Lächelns" (ich nehm mal den menschlichen Ausdruck) zeigt sogar, dass wir sogar bei den Arten unterscheiden. Denn dieses "Lächeln" würden wir nicht bei anderen Hunden zeigen. Die könnten es ja auch als Zähnefletschen auffassen...denn genau das heißt es ja in der Hundesprache. Aber weil wir euch so gut verstehen und lieb haben, haben wir begriffen, dass es bei euch was anderes bedeutet. *schwanzwedel*

Nun hatte ich ja bereits vor einiger Zeit von unserer Körperhaltung erzählt. Nun, die ist natürlich nur ein Teilaspekt unserer Kommunikation. Erst im Zusammenspiel mit der Mimik ergibt sich ein halbwegs verständliches Bild (hinzu kommen noch Details der Körpersprache wie Schweif, Ohren und Fell, dann unsere Lautsprache  etc.; aber dazu ein anderes Mal mehr). Denn wir verstehen zwar eure Worte, aber selber mit Worten sprechen können wir ja nicht (dafür brauch ich ja mein Cerebral-Interface hier im Blog). Anders als bei euch, haben wir Hunde schon ganze Vorträge gehalten, bevor wir einen Laut von uns geben, wie beispielsweise Jaulen, Brummen, Knurren oder Bellen.

Pokerface :-)
Foto: Antje Hachmann

Wie wichtig unsere Mimik neben der Körperhaltung und Gestik ist, will ich euch an einem  Beispiel erklär: In meinem kurzen Beitrag zur Körperhaltung und wie es auf einem Foto beschrieben stand, entspricht die Sitzposition einer entspannten Haltung. Nuuuuun, im Normalfall mag das auch stimmen...aber schaut dabei auf die Mimik eurer Hunde oder auch auf so Feinheiten, wie seine Muskelanspannung. Erst mit diesen Informationen könnt ihr wirklich eine Meinung bilden (und selbst dann kann Mensch sich irren ;-) ) Gerade die Micromimik verrät viel, weil diese kleinsten Muskelbewegungen unbewusst geschehen.

Aber unsere Mimik taugt nicht nur für lustige Fotos und Grimassen! Sie ist eines unserer wichtigsten Kommunikationswerkzeuge. Aus unseren Gesichtern erkennen andere Hunde (und falls sie bereit sind "Hundianisch" zu lernen auch ihr Menschen) schnell, ob wir fröhlich, ängstlich oder aggressiv sind. Zur Hilfe, hab ich euch mal eine Zeichnung herausgesucht, die müsst ihr natürlich auf euren Hund übertragen. Denn jeder hat ja ein anderes Gesicht.

Quelle: Berliner Hundeverordnung, Sachkundetest

Apropos jeder hat ein anderes Gesicht, das bringt mich zu einem anderen, recht traurigem Thema. *brummm* Bei einigen Züchtungen ist uns Hunden von Menschen teilweise die Fähigkeit der Mimik eingeschränkt oder gar ganz genommen worden. Daher gehören solche Rassen auch zu den am Häufigsten gebissenen Hunden...andere Fellnasen verstehen sie einfach nicht. Denn die Körperhaltung alleine reicht nicht aus (nicht selten wurde die ja auch "eingeschränkt", Beispiel: Ringelschwanz). Ich meine damit nicht nur die typischen Beispiele wie Mops oder Französische Bulldogge, auch einigen Kampfhundrassen wurde ja absichtlich die Mimik weggezüchtet. Doch damit verloren sie auch einen großen Teil ihrer Kommunikationsfähigkeit. Stellt euch einfach vor, das wäre so als ob ihr nur noch die Hälfte der Wörter benutzen könntet...

Aber nicht nur Angst oder Aggression können wir durch unsere Mimik zum Ausdruck bringen. So zeige ich beispielsweise Ekel, indem ich mich abwende und die Lefzenwinkel verziehe...wenns ganz arg ist schnaub ich auch mal. Oder besonders stark ist ja mein Augenbrauenspiel ausgeprägt *rechtebrauehoch* ;-) Der Blick oder auch meine Stirnfalten haben eine breite Aussagepalette: Das kann von besorgt, über fragend, bis hin zu ärgerlich reichen. Auch wichtig ist der Fang: ist er offen, heißt das in der Regel Entspanntheit, während ein geschlossener meist eher auf Konzentration schließen lässt (aber denkt daran: wir haben keine Schweißdrüsen wie ihr und regulieren unsere Temperatur daher auch durch Hecheln!). Und was das Fixieren angeht, da wisst ihr ja, das verheißt meist nichts Gutes...
 
Mit Augenbrauen kann ich auch :-) Ich mach beispielsweise gern mal den "Spock-Blick" :-D

Wie ihr nun "Hundianisch" lernt? Nun ich will euch da kein Buch besonders empfehlen. Die Geschmäcker sind doch recht unterschiedlich. Uns persönlich hat das Buch von Dorit Urd Feddersen-Petersen "Ausdrucksverhalten beim Hund: Mimik und Körpersprache, Kommunikation und Verständigung" gefallen. Aber egal welches Buch ihr nehmt, ein Tipp geht immer: Schaut euch eure Hunde und ihr Gesichtsspiel an! Alleine dadurch könnt ihr viel lernen...und außerdem habt ihr da sicher auch was zum Lachen :-)

PS: Aber Vorsicht! Macht nicht den Fehler zu sehr eure eigene, menschliche Perspektive, in unsere Mimik hinein zu interpretieren. Das ist eines der größten Risiken und kann schnell zu Missverständnissen führen. Oder denkt nur daran, dass wir Hunde einige Signale für euch erlernt haben, die aber unter uns Fellnasen was ganz anderes bedeuten (ich erinnere mal an das Beispiel des Lächelns)!



Montag, 24. August 2015

Mal was Persönliches und gaaaanz Anderes: Wie sich die Zeiten und Perspektiven doch ändern...

Der Dax (für alle die es nicht wissen, und das ist keinesfalls eine Schande, das ist das Börsenbarometer für deutsche Aktiengesellschaften) schmiert ab. Weil in China die Wirtschaft schrumpft, crashen im Reich der Mitte auch deren Finanzmärkte und zieht halt USA, Europa und somit eben auch Deutschland mit runter. Nun, wirklich überraschend ist das nicht, das musste ja mal so kommen, schließlich konnte auch die chinesische Volkswirtschaft nicht ewig in dem Tempo wachsen - so gesehen ist das also alles andere als ein so genannter "schwarzer Schwan".

Aber warum ich auf das Thema komme? Nun, ich beschäftigte mich sehr intensiv mit den Finanzmärkten, ja gerade zu extrem intensiv ;-) Aktien, Rohstoffe, Anleihen, ja sogar Zertifikate eine Zeit lang... Ich bin jetzt kein Guru oder so. Und keine Panik: Ich geb euch auch keinen Finanztipp hier. Aber früher, also in der Zeit meiner "Hundepause", da hat so ein Ereignis schon eine gewisse Nervosität ausgelöst, schon alleine weil damit auch das Arbeitspensum in den Wirtschaftredaktionen stieg. Wer die schnelle Taktung in Redaktionen und an der Börse kennt, der kann sich das ungefähr vorstellen...beides schaukelte sich sogar irgendwie auf.

Versteht mich nicht falsch. Ich gehörte nicht zu den Leuten, die dadurch schlaflose Nächte vor Sorge hatten...naja, hatte ja auch nicht viel Kapital an den Finanzmärkten und so auch nicht viel zu verlieren. Höchstens wurde es mal später, weil sich Ereignisse überschlugen und wir wegen der Zeitverschiebung auf irgendwelche News warten mussten... 

Cool bleiben Baby, ich bin jetzt bei dir ;-)
© Foto: Antje Hachmann

Jipppiiieehhh
© Foto: Antje Hachmann
In der Ruhe liegt die Kraft
© Foto: Antje Hachmann
Doch nun? Da ist alles anders: Ich sehe die Börsennachrichten im TV. Dabei kraul ich meinen Rico und muss unweigerlich lächeln. Wie weit weg ist das doch, wie gesund ist doch die Distanz. So mancher Moderator zeigt hektische Anzeichen, mein Lächeln wird breiter. Rico liegt neben mir, ihm geht's gut. Und auch wenn die Wirtschaft bei den Söhnen des Drachen eben nicht mehr so schnell wächst, das wirft sicherlich noch Folgeprobleme nach sich (Stichwort: Wanderarbeiter in China...wenn die keine Arbeit mehr finden ist das sozialer Brennstoff...) und mir tut es auch leid für die Leute. Aber ich fühl mich nicht mehr so "mitgerissen vom Geschehen", denke eher an die Menschen als an die volkswirtschaftlichen Verwerfungen (obwohl das natürlich zusammenhängt)... sehe das ganze halt wesentlich unhektischer, emotionsloser, eben cooler als Damals (wenn ich da an meine Reaktion bei meinem ersten Crash-Erlebnis zurückdenke...auweia). Es ist immer noch interessant, aber die Perspektive hat sich verschoben. Denn meine Emotionen, die bewahr ich mir lieber für meinen Hund auf als für Finanzgeschäft, denn er ist eindeutig die beste Investition meines Lebens...

Partner
© Foto: Antje Hachmann

PS: Und die Börse? Nun, sie ist immer noch ein wichtiger und äußerst interessanter Teil meines Lebens. Aber ich lasse sie mein Leben nicht mehr völlig bestimmen...da hat mein Hund nun gehöriges Mitspracherecht :-)


PPS: Für all die, die sich doch mehr für die Finanzmärkte interessieren, hab ich doch noch einen Tipp...oder besser nen Denkanstoß: Vor Kurzem ging die Befürchtung um, dass in den USA bald die Zinswende kommt. Die Akteure wurden immer nervöser und vielleicht ist die jetzige "Überraschung" dadurch begründet, dass der Fokus der Mehreit der Börsenakteure auf Jenseits des großen Teiches lag und nicht in der Volksrepublik. Nun, jedenfalls: Diese Angst, vor einer baldigen Zinserhöhung in den USA, dürfte nun verflogen sein...was daraus folgt für eure Anlageentscheidung? Nun, technisch dürften die Werte, die auch in Niedrigzinsphasen steigen auch weiterhin gefragt sein (z.B. dividendenstarke Aktien oder Gold, andere Rohstoffe aber eher vorsichtig, falls sich die Nachfrage durch die abkühlende Weltwirschaft abschwächt), aber geografisch dürfte allzu Chinaenthusiastische meiner Meinung nach besser umschichten... Und vielleicht fragt ihr euch einfach ab und an: Wo würde mein Hund investieren? Immerhin schlug bei diversen Experimenten des Wallstreet Journals ein Schimpanse mehrere Analysten ;-)



Dienstag, 18. August 2015

Gefühle, Gerechtigkeit und Glück - die 3 Gs bestimmten unsere vergangenen Tage :-)

Viel Gefühl...

Also wie das mein 2-beiniges Cerebral-Interface vor mir geheim halten konnte, ist mir immer noch ein Rätsel. Aber er hatte es der Autorin Severine Martens versprochen, niemandem von ihrem Projekt "Beschreibung eines Gefühls" für ihren Blog Die Fabelschmiede zu erzählen. Nur ab und an wunderte ich mich über die Blicke, die mein menschlicher Partner mir zuwarf, wenn er am Laptop saß... *ohrennachvorn* Und so erfuhr ich selber erst am Wuffenende davon...

Angeblich haben ja Männer Probleme damit, über ihre Gefühle zu sprechen...nun, einfach war es für meinen 2-Beiner nicht, hier die richtigen Worte zu finden, um so mehr freute er sich über Severines Angebot und die Herausforderung. Doch erst beim Schreiben fiel ihm was auf: Wir sind weit mehr als nur ein Team, mittlerweile ist jeder Teil des anderen *schwanzwedelfreu* Danke auch von meiner Seite Severine, dass du meinen menschlichen Partner die Möglichkeit zu dieser Erfahrung gabst! *schwanzwedelhüpf*


Mein 2-beiniges Cerebral-Interface Maximilian hat bei der wunderbaren Severine Martens in ihrem Blog Severine Martens...
Posted by Rico Bunterhund - Gassireport on Samstag, 15. August 2015

 

Für die Gerechtigkeit...

Und schon einen Tag später ging es spannend weiter mit dem 1. Angel's Legacy Walk. Ich hatte euch ja bereits mal von Angel's Legacy berichtet. Alexander und seine Truppe kämpfen mit Aufklärung und Informationen gegen Rasselisten und Vorurteile. Die Namensgeberin, Angel...ich lernte die Hündin noch als Welpe kennen. Ich vermiss die Hundedame richtig, denn so alt sie auch war, dennoch spielte sie mit mir ganz wunderbar... Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen in ihrem Namen gegen Vorurteile am 1. Angel's Legacy Walk am vergangenen Sonntag teil zu nehmen. Da hielt mich auch kein Regen ab (den ich ja eigentlich nicht so mag).


Gegen Rasselisten und Vorurteile!Angels Legacy
Posted by Rico Bunterhund - Gassireport on Montag, 17. August 2015


Am Burgplatz trafen wir auch viele alte Fell-Freunde, wie Kashi, Joey oder Chico, mit denen ich schon die ein oder andere Wanderung durch die Eifel mitgemacht habe; oder Sina, die ich aus dem Tierheim kenne *schwanzwedelfreu* Aber auch neue Fell- und Nacktnasen lernten wir kennen: So beispielsweise Jule und ihre Sally, die ihrem Frauchen wahrlich das Leben gerettet hat und quasi ein "Rundum-Schutzhund" ist...wie ihr versteht das nicht? Keine Bange, ich werde euch bald mehr von den beiden berichten!

Angel's Legacy Walk: Ganz schön was los, trotz Regen

Der Protestmarsch führte uns durch die Innenstadt und über die modäne Königsallee. Viele Passanten waren interessiert, schossen Fotos von uns Hunden. Und vor allem zeigten wir eines: Obwohl alle unterschiedlich, mit langem und mit kurzem Fell, mit spitzer oder platter Schnauze, von Knöchel- bis zur Hüfthöhe - wir sind alle Hunde! Und obwohl in einer größeren Truppe bewiesen wir allen, dass wir uns auch ganz toll benehmen können! (Okay, die ein oder andere Kläfferei gab es schon, aber hallo? Ihr Menschen redet ja auch mal miteinander...und was ich so in der Altstatd erlebe, wie ihr euch manchmal benehmt, wenn ihr zu mehreren seid...naja...)


So - mein Augenfutter ist nun auch online! Danke nochmal an die Organisatoren, es war eine tolle Veranstaltung!https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1603580063234209.1073741874.1374539939471557&type=3
Posted by Antje Hachmann on Dienstag, 18. August 2015


Am Burgplatz selber gab es nicht nur zahlreiche Informationsstände, u.a. vom Tierschutzverein Düsseldorf e.V., dem Tierheim Hilden e.V., den Tierschützern von Never Walk Alone e.V., der Tierrechtsorganisation Die Eulen e.V. und viele andere mehr... sondern auch was für den guten Hundegeschmack, wie beispielsweise die bunten Bilder bei der Rainwob Bridge Collection. Außerdem gab es auch noch ein Rahmenprogramm, so eine Preisverleihung z.B. für den am weitesten angereisten Teilnehmer... Sogar Gassi TV war da und hat über die Veranstaltung berichtet.

Uns hat es mega-pansigen Spaß gemacht und wir fanden es ganz wuffastisch. Selbst der Regen hat mich nicht wirklich getsört. Und so eine Stadtwanderung mit schätzungsweise über 100 Hunden haben wir ja auch nicht alle Tage. Daher hab ich mich mal wieder als Kamerahund betätigt und den Marsch aus Hundesicht gefilmt :-)


 
Als "dog"umentarischer Beleg dafür das Hunde der unterschiedlichsten Rasse, Größe und Fellfarbe (darunter nicht weniger sogenannte Listenhunde!) friedlich miteinander Gassi gehen können, gibt es auch eine Uncut-Version (über 56 Minuten!) :-D





Glück muss hund haben...

Und seit heute bin ich nominiert für den BlogDog Award. Den Preis verleiht Conny und ihre Wilma vom Blog Fiffibene. Ich freu mich darüber ganz besonders, denn mit dem Award werden wir Hunde geehrt, nicht unser Blog oder unsere menschlichen Cerebral-Interfaces :-) Und ihr Leser entscheidet! Also los, nichts wie hin und stimmt ab! Hinterlasst einfach (bis zum 28. August) den Namen eures Kandidaten als Kommentar unter dem Blogpost oder dem Post auf der Facebook-Seite von Fiffibene - und klar, stimmt ihr für mich *woaff* :-)


Uiii, ich bin nominiert...jawohl ich persönlich, nicht mein Blog oder mein 2-Beiner! (y) Denn der BlogDog Award vom...
Posted by Rico Bunterhund - Gassireport on Dienstag, 18. August 2015

 

Sonntag, 16. August 2015

Wie ich auf den Fraggle-Hund traf oder: Gibt es selbstmordgefährdete Hunde?

Was für ein Tag! Wir waren beim Angel's Legacy Walk...das war wuffastsich spannend. Gegen Rasselisten und Vorurteile...aber das erzähl ich euch die Tage mal in aller Ruhe...jetzt muss ich euch berichten was gerade eben erst geschah...

Ich bin ja eigentlich ein lustiges und friedliches Kerlchen...
© Foto: Antje Hachmann

Da kommt mir doch auf unserer abendlichen Gassirunde so ne kleine freche Töle direkt auf mich zu gerannt. Frontal! Nur für die, die es nicht wissen: Auf Hündisch bedeutet das meist Angriff...vor allem wenn wir uns nicht kennen...

Zuerst blieb ich ja friedlich...weiß ja, dass mein Mensch es nicht mag, wenn ich aufpasse...aber als das größenwahnsinnige Fellknäul von 20 cm Durchmesser (semi-telepathisch empfing ich von meinem Cerebral-Interface das Bild eines Fraggle) immer näher kam, spannte ich mich an, Ohren nach vorne...kam immer noch näher...also Fell rauf, erst am Nacken *knurrr*...der Fraggle-Hund läuft weiter...Fell sträubt sich auch weiter, den Rückenentlang *knurrrrrr*...Fraggle-Hund scheint aber blind und taub zu sein oder hat soeben seine Suicid-Entscheidung getroffen...Maximilian ruft nach dem Besitzer. Ach ja, was macht der eigentlich? Egal, das ist Sache der Menschen, ich nutze die Millisekunde aus, in der mein Mensch seine Aufmerksamkeit teilen muss, steige auf die Hinterpfoten *wooaff*... Scheiße, hat mein Maximilian schnelle Reflexe! Er schafft echt das Kunststück mich gleichzeitig zurück zu ziehen, nach meiner Schnauze zu fassen und sich zwischen mir und dem nun recht agressiv bellenden Fraggle-Hund zu stellen...

...aber wenn man mir krumm kommt...
© Foto: Antje Hachmann

Ach ja, der Besitzer kam auch langsam an und rief seinen Hund. Doch dem mittlerweile kläffenden Fraggle-Hund war das egal... Denkt jetzt nicht der Mann wäre gerannt oder so...naja, es regnet, er stand zuvor unter dem Regenschirm einer Frau (ich vermute mal die waren am Flirten)..."Ich würde ja schneller machen, falls du nicht heute noch in die Tierklinik fahren willst..." Das Argument zog wohl, denn der Kerl legte nen Zahn zu...so etwa 1km/h mehr... Als der Mann heran war: "Abgesehen von der gesetzlichen Leinenpflicht, genau deswegen sollte man Hunde in der Stadt an der Leine halten...", sagte mein Cerebral-Interface, der mich noch immer zurückhielt, und dachte nun wäre die Situation endlich geklärt...aber nö, die Flex-Leine wird dran gemacht, ohne Blockierung, Mann geht weg und ruft seinen Hund, der wieder losstürmt...

...dann raste ich auch schon mal hundsmäßig aus *brumm*
© Foto: Antje Hachmann

Nun raste ich vollends aus! *knurrwoaffwoaff* Und springe das Hündchen an, doch Maxi war schneller und ich lande in seinen Armen (wie schafft mein Mensch das, da immer noch so ruhig zu bleiben?)...Seltsamerweise schaffte der es auch jetzt noch höflich zu bleiben: "Könntest du deinen Hund endlich mitnehmen? Oder soll ich mir heute Abend das Futter für meinen sparen?" 

Der Mann entschuldigte sich, schnappte seinen Hund und ging davon. Aus der Entfernung härte ich noch die Frau sagen: "Das ist aber ein agressiver Hund. Der sollte nen Maulkorb tragen." Ja genau, das fand ich auch! Was fällt dem Fraggle-Hund ein?! Aber dann merkte ich an ihrer Körpersprache und vor allem ihrer Mimik, dass sie mich meinte... Gehts noch? Na bei so wenig Ahnung wunderte mich nichts mehr. Aber vielleicht wollte der Fraggle-Hund deswegen Selbstmord begehen? Was meint ihr?





Donnerstag, 13. August 2015

Heiß heute - hier hilft Hundeeis :-)

Hechel, das ist ja mal wieder ein heißer Tag heute! Genau richtig für ein Hundeeis! *leftzenschleck* Das ist gar nicht mal schwer... Dazu braucht ihr nur laktosefreien Yoghurt (Frischkäse geht auch, ist aber etwas herzhafter) und für süßes Eis ein paar Früchte (aber Vorsicht, nicht alle sind für uns Hunde gut, so vermeidet beispielsweise Trauben oder zu viele Kiwi; gute Erfahrungen haben wir mit Äpfeln, Melonen, Mango, Blaubeeren, Heidelbeeren gemacht) oder wenn es herzhafter sein soll kleingehacktes Fleisch (am besten vorher kochen), Leberwurst (am besten ohne Knoblauch und Zwiebeln) oder Fisch (am besten nicht in Öl eingelegt). Achso, falls euch die Früchte noch nicht süß genug sind, dann könnt ihr mit etwas Honig nachhelfen *schleck*

*Schleck* :-)

"Da lässt mir doch sicher wieder was übrig." ;-)
Also wir bevorzugen ja die Obstvariante... Das liegt daran, dass mein 2-beiniges Cerebral-Interface dann mitisst *schwanzwedel* Er ist ganz verrückt nach Früchten :-) Ihr müsstet ihn mal sehen, wenn er Obstsalat frisst (jawohl, fressen passt da besser...) Jedenfalls: Dumm nur, wenn man gerade nicht alle Zutaten für ein Hundeeis da hat. Außerdem muss es ja noch zubereitet und eingefroren werden...das dauuuert... Aber auch dafür haben wir eine Lösung :-)


"Na los! Fang schon an!..."

"Sonst leg ich zuerst los..." :-D

Die Rheinpromenade ist ja quasi um die Ecke, weswegen wir da auch relativ oft Gassi gehen. Und am Burgplatz (hier geht's übrigens zu einer Webcam auf dem Burgplatz) liegt das Buntgemischt, eine Yoghurteria. Die machen zwar nicht direkt Hundeeis, aber da ihr Yoghurt laktosefrei ist, bekomm ich meist was ab - und eine Schüssel Wasser gibt's auch immer. Ich weiß das sehr zu schätzen, dass mein Cerebral-Interface mir da an Früchten was übrig lässt...ich weiß was für eine Überwindung ihn das kostet *schwanzwedelfreu*


*yummyschleck*

Ich denke, beim kommenden Angel's Legacy Walk, der ja am Burgplatz stattfindet, werden wir da mal nen Abstecher machen...liegt ja quasi auf dem Weg *schwanzwedel* Da fällt mir auf: Seitdem wir den Laden kennen, hat mein Maximilian kaum noch Hundeeis selber gemacht...also zumindest mit Yoghurt. Naja, die ganz einfache Variante finde ich auch schmackofatz: einfach ein gefrorenes Stück Pansen oder gehacktes Fleisch im Kong eingefroren *sabber* Der Vorteil: DAS muss ich nicht mit meinem Cerebral-Interface teilen *schwanzwedel*

PS: Gebt aber euren Hunden nicht zu viel Eis, egal ob mit oder ohne Yoghurt. Denn zu viel Kaltes ist auch nicht gut und kann beispielsweise zu Verdauungsproblemen führen.

Mittwoch, 12. August 2015

Gegen Rasselisten und gegen Ausländer sein - das riecht nach Widerwuff!

Endlich komme ich auch mal wieder dazu euch zu schreiben. Jaja, ich weiß, hab lang nichts mehr hier im Blog gepostet. Aber puh, war auch viel los und wir auch viel unterwegs - nicht zuletzt auch für euch! *schwanzwedel* Aber ich darf euch über einige Projekte leider noch nichts erzählen...ist alles "dog secret" *woaff*

Mein 2-beiniges Cerebral-Interface musste sich ja derweil mit so ziemlich jedem Fremdenfeind *knurr* - oder auch neuerdings "Fremdenkritiker" *auchknurr* genannt - in Facebook anlegen...na wenn ich mal nicht auf meinen Menschen aufpasse, aber bei Vorurteilen versagt seine Impulskontrolle zuweilen *brumm* Als Hund versteh ich ja nicht viel davon, aber so viel hab ich mitbekommen: Er sah einen TV-Kommentar, in dem behauptet wurde, dass fremdenfeindliche Postings öfter geliked werden als fremdenfreundliche. Er glaubte das wohl, aus dem Bauch heraus, aber er wollte es selber wissen und startete einen Selbstversuch. Und ja, er kann den Kommentar nun aus eigener Erfahrung voll bestätigen.
 
"Yo, ich bin anders als du, aber ich find dich trotzdem wuffig!"
© Foto: Antje Hachmann

"Ohrüde, ist die Kleine verknallt in mich...
dabei haben wir kaum was gemeinsam."
© Foto: Antje Hachmann

Nun, wie gesagt, ich bin nur ein Hund und verstehe eure Menschenprobleme nicht immer...ist manchmal auch echt kompliziert...oder ihr macht es kompliziert. Daher will ich mich mal lieber aus der Menschenpolitik heraushalten...Aber eine Sache fiel mir doch auf: Viele engagieren sich für den Tierschutz, sind gegen Rasselisten und nehmen Hunde aus dem Ausland auf. Aber dann posten einige davon Inhalte gegen Menschen aus dem Ausland. Ich bin ja nun nur ein Basalphilosoph und Hundelogiker, aber: Riech nur ich als Hund da einen Widerspruch? *ohrennachvorn* Ich vermute nicht, denn so trotz aller Unterschiede, die mein menschliches Cerebral-Interface mir aufzählte, richtig schlüssig erklären konnte er mir das auch nicht...ich denke er kann den Widerspruch auch nicht so richtig nachvollziehen... Wie ist es bei euch? versteht ihr das?

"Zusammen was machen verbindet!"
(bei uns Hunden hilft Spielen und Wandern ;-) )


Dienstag, 4. August 2015

Taschenmesser - der ständige Begleiter, ob Stadt oder Strand, ob Wald oder Wiesen

Wohl jeder kleine Junge hörte von seinem Vater oder Großvater: "Ein gescheiter Bub trägt immer ein Taschenmesser mit sich." Nun, bei mir war es die Großmutter väterlicherseits...von ihr erhielt ich auch mein erstes Taschenmesser. Auf dem Friedhof. Sie benutzte es immer um die Blumen zurecht zu schneiden. Es hatte Perlmut im Griff eingearbeitet, an einer Stelle war er teilweise herausgebrochen. Ich habe es immer noch...



Nun ist so ein Taschenmesser sehr praktisch (kommt bei einer Reise als Anhalter durch die Galaxis quasi direkt nach dem Handtuch), schon im normalen Alltag und bei Outdoor-Einsätzen erst recht. Das ist schon hinlänglich bekannt und an vielen Stellen erklärt. Doch speziell für Hundehalter ist es ein nahezu alltägliches Werkzeug! Sei es um Leckerlis in kleine Bröckchen zu zerkleinern, um Frischfleisch zu schneiden, um unterwegs mal nen Apfel zu teilen, um Etiketten an neuen Hundespielzeug und ähnlichem abzutrennen oder um Queräste von einem Stock zu entfernen (wobei: schmeißt ihn bitte nicht! Schon viele Hunde haben sich eines der Enden in den Rachen gerammt!). Und erst Recht in Notfällen, beispielsweise wenn die verhedderte Leine schnell durchtrennt werden muss (was mit Flexi-Leinen bei Hundebegegnungen recht schnell passieren kann), oder um ein T-Shirt zu zerscheiden (sei es weil es nass dem Hund angezogen werden soll um ihn abzukühlen oder um daraus Bandagen bei einer Wunde zu schneiden) und und und....

Nun werde ich oft gefragt, welches Taschenmesser ich empfehle. Nun, dazu muss ich erst einmal sagen, dass ich meiner Meinung nach 1) kein Experte bin und 2) man das nicht pauschal sagen kann (schon weil jede Hand ja anders geformt ist). Aber ich verrat euch gerne meine Hauptauswahl von Taschenmessern - für verschiedene Situationen.

Schweizer Offiziersmesser
Da wäre zunächst der Klassiker: Das schweizer Offiziersmesser. Meines ist vom Typ "Explorer", wenngleich wohl ein älteres Model. Woher ich das weiß? Ganz einfach, da war mal die Feder der Schere kaputt...nach zig Jahren... Ich ging also in einen Victorinox Laden, die haben mir das dann erzählt und die schickten es in die Schweiz zur Reperatur. Kostenlos. Denn auf die schweizer Taschenmesser gibt es eine lebenslange Garantie!

Allerdings ist das schweizer Taschenmesser mir für den Alltag zu klobig. Außerdem ist es für mich eher ein Multifunktions-Tool, wo das Messer noch am wenigsten zum Einstaz kommt. Die Gründe könnt ihr euch sicher denken: zu unsicher weil keine feststehende oder einrastende Klinge, die Klinge ist zudem nicht mittig vom Griff um nur ein paar zu nennen.

Nahezu immer dabei ist dagegen mein "Kleines" von Inox. Ich hab es schon ewig. Es ist handlich, flach und die Klinge rastet durch einen Back-Lock ein. Jedoch ist es eher für feinere Arbeiten geeignet, da die Drop-Point-Klinge doch recht klein ist. Man bezeichnet solche kleinen Taschenmesser auch gerne als Gentleman-Knife.

Nicht nur für Gentlemen gut ;-)

Oben: Herbertz mit Back-Lock; unten: Haller mit Line-Lock
Meine beiden "Daily Rocker" sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Doch sie sind völlig anders - in nahezu jedem Punkt. Da ist zunächst die Klinge: Das der Marke Herbertz hat nicht direkt eine Clip-Point-Klinge, obwohl sie entfernt einem Bowie-Messer ähnelt. Was das für einen Unterschied macht? Nun, durch die Biegung ist die Schneide einer Clip-Point-Klinge meist etwas länger, was eben besonders beim Schneiden von Vorteil ist; allerdings muss man das beim Stechen (beispielsweise beim Durchtrennen einer großen Plane oder zum Zerteilen von Pansen) ebenfalls berücksichtigen - und ein bisschen von unten nach oben drücken (wodurch aber ein geringer Kraftverlust einhergeht). Da finde ich das Haller-Taschenmesser mit der Tantoklinge vielseitiger, denn die Schneide ist nur unwesentlich kürzer (am Rande: trotz des Namens hat die westliche Tantoklinge meist nicht viel gemeinsam mit der traditionellen japanischen Klingenform namens Tantō).

Herbertz mit Bowie-Messer ähnlicher Klinge

Haller mit Tantoklinge

Oben: Line-Lock; unten: Back-Lock
Auch die Arretierung der Klinge ist eine völlig andere. Das Herbertz hat eine Back-Lock Verriegelung, das von Haller eine Line-Lock. Beides hat Vor- und Nachteile. Im allgemeinen finde ich die Back-Lock Variante sicherer; außerdem ist ein solches Taschenmesser mit wenigen Bauteilen besonders stabil, aber daher auch oft relativ schwer. Hinzu kommt, dass man es bei einem Einsatz mit beiden Händen zuklappen muss, was je nach Situation unpraktisch ist (beispielsweise beim Klettern oder weil man eine Hand wegen der Hundeleine nicht frei hat). Das Zuklappen ist da mit einem Line-Lock schon einfacher mit einer Hand (das Öffnen hängt davon nicht ab, sondern ob es sich um ein Einhandmesser handelt). Dieser Vorteil kann aber auch ein Nachteil sein: Denn ein Line-Lock kann etwas unsicherer sein, wenn ihr das Messer verwendet und versehentlich beim Gebrauch die Arretierung verschiebt. Auch ist das Haller etwas leichter und liegt mir daher besser in der Hand (weswegen ich es ein wenig bevorzuge) - aber das ist ein rein subjektives empfinden und ich rate euch dazu eure eigenen Erfahrungen zu machen und das Messer auch zu "fühlen". 

Das ist auch der Hauptgrund, warum ihr hier überwiegend Taschenmesser mit Holzgriff seht. Ich komme damit super klar und es fühlt sich für mich subjektiv besser an. Ansonsten kann ich euch noch Griffe aus Micarta empfehlen, da es gute robuste Eigenschaften aufweist und recht rutschsicher ist.

Beretta schmiedet nicht nur Schusswaffen, sondern auch Messer
Apropos "fühlen": Das bringt mich zu einem anderen Messer - einem ganz besonderem für mich. Das Taschenmesser Xplor von Beretta. Jawohl, ihr habt richtig gehört, die italienische Firma stellen nicht nur Schusswaffen her :-) Ich nenne es den "Italiener" - nicht nur wegen der Herkunft, auch wegen des klasse Designs. Ich mag dieses Taschenmesser ganz besonders, denn es liegt optimal in der Hand, ist leicht zu öffnen (mit Links und Rechts), und es hat noch eine zusätzliche Arretierung als Sicherheit. Auch das Holster ist sehr gut durchdacht. Die Größe macht es zu einem guten Zwitter sowohl für den Alltag, als auch im Outdoor-Einsatz.

Größe und Klingenform machen es besonders vielseitig

Nicht nur das Messer hat ein tolles Design, auch das Holster ist gut durchdacht
 
Der Klassiker von Buck Knives
Doch für richtiges Outdoor braucht man meist ein etwas größeres, schon weil in der Natur manchmal dickere Äste durchtrennt werden müssen - metaphorisch gesprochen ;-) Nun, da wäre zunächst der Klassiker: Das Taschenmesser "Folding Hunter" von Buck Knives (ich hab das ohne die Fingerriffelung, da man ja ein Messer auch mal anders halten muss finde ich das so praktischer). Es kam schon im Film Easy Rider vor. Die Form der Klinge entspricht dem eines Bowie-Messers. Es ist schlicht, hat eine sehr gute Verarbeitung - vom Preis/Leistungsverhältnis nahezu unschlagbar. (Übrigens: die kleine Variante heißt "Ranger".)

Buck ist mittlerweile schon Kult!

Outdoor-Taschenmesser von C.D.S.
Für größere oder längere Touren oder je nach "Wildnisgrad" bevorzuge ich aber meinen "Spanier". Das Taschenmesser SV-2 der spanischen Marke Cuchillos De Supervivencia (C.D.S.) ist etwas größer als das Buck-Knife und die Klinge hat eine andere Form, als Arretierung dient ein Line-Lock. Insbesondere für längere Trips oder für Survival-Weekends ist es die bessere Wahl, nicht zuletzt auch wegen des Feuersteins. Die Ösen am Messer lassen es schnell zu einem vielseitig einsetzbaren Werkzeug werden (beispielsweise zum Befestigen für eine Speerspitze etc.). Ein Detail, was für Offroad-Fahrer wichtig sein dürfte: Das Messer hat im Griff einen Glasbrecher. Das Holster ist ähnlich gut durchdacht, wie das von Beretta; es kann sowohl hochkant als auch quer am Gürtel befestigt werden (und hat dazu noch einen Sicherheitriemen um das Messer zu sichern).



So das war mal die "Hauptauswahl" meiner Taschenmesser. Die Unterschied zwischen dem Klingenstahl erspar ich euch, zumal alle verwendeten Stahlsorten bei den Taschenmesser-Klingen meiner Meinung nach sehr gut sind (die Mehrheit verwendet eh den AISI 420er Stahl, das spanische C.D.S. ist aus einer Molybdän-Stahllegierung). Ich kann nur nochmal meinen Rat wiederholen: Zieht jetzt nicht los oder bestellt blind - geht in einen Laden und nehmt es in die Hand! Außerdem empfehle ich immer, nicht allzu teure Messer zu nehmen, da sie ja für den Einsatz sind. Zu billig sollten sie aber auch nicht sein, weil Qualität schon etwas kostet. Die hier vorgestellten Messer bekommt ihr schon zwischen 15 und 100 Euro. So und nun wünsch ich euch viel Spaß bei euren Outdoor-Abenteuern mit euren Hunden!



Montag, 3. August 2015

Hunde im Büro gut gegen Burnout!

Dass wir Hunde gut für eure Gesundheit sind, wissen ja die meisten: Schon weil wir euch regelmäßig an die frische Luft und auf andere Gedanken bringen. Besonders gegen Stress helfen wir. Doch auch wenn die meisten das wissen, sind wir Hunde in den meisten Jobs verboten. Daher engagiert sich der Bundesverband Bürohunde e.V. dafür, dass man Hunde mit zur Arbeitsstelle nehmen kann.

Als dann die Frage kam, ob wir ein kurzes Video Statement abgeben könnten, sagten wir selbstverständlich zu. Denn mein 2-beiniges Cerebral-Interface hat so seine eigenen Erfahrungen mit Stress gemacht (ihr wisst ja, dass er über 20 Jahre als Journalist gearbeitet hat - zuletzt in einer Zentralredaktion für 4 Publikationen). Er brannte für seinen Job, war so sehr mit Herzblut dabei dass er auf sich keine Rücksicht mehr nahm - und so 2 Mal kurz vor dem Burnout stand. Klar, für 4 Medien und die dazugehörigen Online-Kanäle schreiben, noch dazu Veranstaltungen wie Messen und Podiumsdiskussionen moderieren - das ist schon ein Pensum. Er pendelte viel zwischen Düsseldorf und Frankfurt, selbst an seinen freien Tagen musste er oft arbeiten... Ohne Fritz und mich hätte er die Zeit nicht überstanden, meint er...wir hätten ihm geholfen das nicht nur durchzustehen, sondern auch wieder relativ schnell da raus zu kommen (siehe auch Job und Hund - eine Radikallösung).

Ich bin auch dafür, dass Hunde mit zur Arbeit dürfen (da zumindest, wo keine Gefahren für uns Fellnasen drohen). Damit es Hunde, Mensch und Unternehmen besser geht (denn weniger Krankheitstage sind auch gut für die Firma). Daher will ich euch hier das kurze Video auch zeigen. 


Bürohund statt Burnout
Wir schreiben hier ja öfter etwas zum Thema arbeitsbedingtes ‪#‎Burnout‬ und wie ein ‪#‎Bürohund‬ die Risiken daran zu erkranken minimiert oder bereits erkrankte Menschen zurück zur Gesundheit holt.
Bei vielen Menschen ist die Vorstellung möglicherweise an einem Burnout erkrankt zu sein noch tabu.
Das Gegenteil beweist Maximilian Pisacane.
Herr Pisacane bricht dieses Tabu und spricht öffentlich zu diesem Thema.
Herr Pisacane hat mehr als 20 Jahre für verschiedene namhafte Medien als Journalist gearbeitet (u.a. Handelsblatt, Financial Times Deutschland, Capital etc.). Er moderierte auf Messen und stand an vorderster Front. Er war mit Herzblut dabei, brannte für seinen Job – so sehr, dass er zwei Mal nahe einem „Burn Out“ war. Doch dann kam sein Hund Rico und änderte alles. Zuletzt schmiss Maximilian seinen Job hin und machte sich Selbstständig. „Eigentlich hat mein Hund mich gerettet.“
Vielen Dank Herr Pisacane für Ihren beispielhaften Mut und Ihre Offenheit!
Bürohund gegen Burnout
Bürohund statt BurnoutWir schreiben hier ja öfter etwas zum Thema arbeitsbedingtes #Burnout und wie ein #Bürohund die Risiken daran zu erkranken minimiert oder bereits erkrankte Menschen zurück zur Gesundheit holt.Bei vielen Menschen ist die Vorstellung möglicherweise an einem Burnout erkrankt zu sein noch tabu. Das Gegenteil beweist Maximilian Pisacane. Herr Pisacane bricht dieses Tabu und spricht öffentlich zu diesem Thema.Herr Pisacane hat mehr als 20 Jahre für verschiedene namhafte Medien als Journalist gearbeitet (u.a. Handelsblatt, Financial Times Deutschland, Capital etc.). Er moderierte auf Messen und stand an vorderster Front. Er war mit Herzblut dabei, brannte für seinen Job – so sehr, dass er zwei Mal nahe einem „Burn Out“ war. Doch dann kam sein Hund Rico und änderte alles. Zuletzt schmiss Maximilian seinen Job hin und machte sich Selbstständig. „Eigentlich hat mein Hund mich gerettet.“Vielen Dank Herr Pisacane für Ihren beispielhaften Mut und Ihre Offenheit!Mehr zu Maximilian Pisacane: http://gassireport.blogspot.de/
Posted by Bundesverband Bürohund e.V. on Sonntag, 2. August 2015