Montag, 16. September 2013

Von Hundetatschern und canider Belästigung


Dummdidedumm, schön so das Schlendern von Baum zu Baum beim Gassigang…Mein Zweibeiner ist relaxt, ich bin es sowieso… Aber dann: ein Schnalzen…ich drehe mich um und spüre gleichzeitig wie die Stimmung meines Zweibeiners kippt. Eben war alles noch in Ordnung, plötzlich ist er angespannt. Er bleibt stehen und schenkt dem Schnalzer einen langen finsteren und genervten Blick (auch wenn er es sich nicht anmerken lässt: er ist stolz darauf, dass ich nur mit einem Blick auf sowas reagiere und nicht direkt darauf zu laufe).

Wer kennt das nicht bei seinen Gassigängen? Vorbeilaufende Passanten die ihre Begeisterung für Hunde mit Lockrufen zum Ausdruck bringen und nicht unterdrücken (bei uns würde man wohl Impulskontrolle trainieren). Sie meinen es ja nicht böse…aber sie wissen eben auch nicht, was sie tun. Den ein oder anderen erträgt man ja noch, aber spätestens beim 10. Pfiff oder Schnalzer ist wohl jeder menschliche Hundepartner (und auch Vierbeiner) entnervt. Nicht selten wird erst gefragt ob wir beißen, wenn die Hand schon am Fell ist. Auf sowas antwortet eine Freundin Maxis meist mit dem Spruch: „Der beißt nicht, der schluckt im Ganzen!“ oder eine andere Freundin entgegnet: „Schwupps, das hätte Ihre Hand sein können!“ :-) (Solche Sprüche können sich aber offenbar die weiblichen Zweibeiner eher erlauben, als die männlichen…)

Selbst auf freundliche Hinweise, dass man ja eigentlich vorher fragen sollte, reagieren diese Hundetatscher irritiert. Ja manche sind sogar selber Hundebesitzer und meinen deswegen nicht fragen zu müssen…



"So schön Streicheleinheiten sind, das Getatsche nervt echt irgendwann..."
Der Gipfel ist dann erreicht, wenn sogar mit Nahrungsmitteln gelockt wird! Kommt nicht oft vor, aber hier rastet mein Zweibeiner regelmäßig aus… Es ist ja nicht so, dass man jedem gleich Giftköder unterstellen möchte. Aber verantwortungslos handeln diese Personen allemal. Schließlich kann einer meiner Pfoten-Kollegen krank sein oder eine Allergie haben. Oft haben solche Leute gar keine Ahnung, was für uns Hunde gut und was giftig ist. Und so nebenbei brechen solche Leute auch Gesetze: So traurig es auch ist, aber wir Hunde sind für Deutschlands Juristen eine Sache – also vergreifen sich lockende Passanten an fremden Eigentum. Würden sie Ähnliches bei einem Kind machen, wäre der Aufschrei wohl ungleich größer…

Letztens erst wies Maxi jemanden freundlich daraufhin, dass es ja höflich wäre vorher zu fragen, schon weil der Hund bissig oder krank sein könnte (also zum Schutz der sich eigentlich unrichtig verhaltenden Person). Und wie reagiert der daraus? „Wenn der bissig oder krank ist, sollten Sie ihn zuhause behalten!“ Maxis Antwort: „Kauf dir ne Gehirnprothese.“ :-) Naja souverän ist anders, aber zuweilen verliert mein Zweibeiner die Impulskontrolle :-)

Liebe Zweibeiner, denkt bitte daran, mit dem Streicheln ist es bei uns wie bei euch mit dem Küssen: Wir lieben es, aber nicht von jedem!


1 Kommentar:

  1. jaja, die hundekekse sind schnell gezückt... *tztz*
    neulich im lift: fremder opa zu butch "na du bist ja süss" und zückt nen getreide knochen keks. ich: "ahm, bitte kein getreide..." opa tätschelt meinen hund mim keks in der hand: "ach du hast ne allergie!" ich:"nein, aber ich füttere kein getreide" opa baff und fast eingeschnappt...starrt seine keks an... bevor ich mir noch ne debatte gegeben hätte von wegen dass man fremde hunde nicht tätschelt geschweige denn füttert => opis blick lies mich erweichen...hab ihm ein erlaubtes leckerchen aus meiner tasche gegeben und für pfote links/rechts durfte er es dann verfüttern :)

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